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Fähigkeiten neurodivergenter Menschen

Was haben bipolare Menschen mit dem Thema zu tun?
Tatsächlich denke ich darüber auch schon die ganze Zeit nach. Wenn man Neurodivergenz so definiert, kann man jede psychische/ psychiatrische Störung darunter verstehen.

Und damit sagen, dass nichts eine Störung ist, sondern eine Varianz. In anderen Zeiten/ Kulturen wurde das teilweise so gesehen.
 
Ich bin Bipo Typ 2 und fühle mich in der Hypomanie wie ein ADHSler. jedenfalls glaube ich mir vorstellen zu können, wie es denen geht. Die Hypomanie empfinde ich nicht als Störung, sondern als Bereicherung. Dass ich mit meiner Aktivität gerade im Reden dann anderen "normalen" Menschen auf die Nerven gehen kann, gehört dazu. Da kann ich allerdings lernen, es mehr in den Griff zu kriegen, während die anderen lernen können, mich so zu akzeptieren und ihre "Verteidigungsstrategien" ;-) entwickeln, mit mir zusammen!
Es ist allgemein ganz wichtig, dass jeder Mensch sein Potential erkennt und es zu seinem Wohl und dem der Allgemeinheit einsetzen lernt. Die Leute, die "zu gut" sind, werden eben oft beneidet und dann klein gemacht, damit die "Kritiker" selber besser da stehen. Dabei könnten viele Menschen von den " Guten" profitieren.
Kennt Ihr Gerald Hüthers "Bedienungsanleitung für das menschliche Gehirn"? Vielleicht braucht man solche "Anleitungen" für den Umgang mit denen, deren Gehirne anders , oft schneller sind. So etwas müssten die Betroffenen selber schreiben.
Eigentlich dürfte Hochbegabung nichts Unnormales sein, die Verteilung der IQ-Werte in der Bevölkerung folgen doch auch der Gauss'schen Verteilung, wenn ich in der Schule richtig aufgepasst habe. Da gibts eben an den Rändern auf der einen Seite mehr, auf der anderen Seite weniger als im Durchschnitt. Denen mit wenig oder mit Behinderungen wird geholfen, ( weil man sich als Helfer ja auch gut fühlt), denen auf der anderen Seite noch viel zu wenig, weil da die Akzeptanz oft fehlt. Hochbegabung ist eben eine Herausforderung an alle Beteiligten, ich finde, es ist eine tolle Herausforderung.
 
eigentlich können nur neurodivergente Menschen andere neurodivergente Menschen coachen, weil neurotypische Menschen sich fast gar nicht in die "anders Seienden" einfühlen können.
D wäre ich vorsichtig. Das würde auch bedeuten, dass Therapeuten nur dann arbeiten können, wenn sie selbst depressiv waren oder was auch immer. Außerdem sollte es ja auch Ziel eines Coachings oder einer Therapie sein, Brücken zu bauen und nicht sich zu isolieren oder anderen die Fähigkeit abzusprechen sich einzufühlen. Aber ein Coach sollte sich auf jeden Fall mit der Diagnose auskennen.
 
Apropos Hochbegabung. Es gibt ja auch das Leistungsdenken. Und dann wird halt oft gedacht, die sind begabter, die müssens eben aus sicher heraus schaffen können.
Oder wie bei mir, ich bin im Leben öfter mal wegen etwas angeeckt, wie z. Bsp. einem größeren Wortschatz. In dem Moment schien mich das Gegenüber als überlegen wahrgenommen zu haben. Aber ich habe gelitten und z. Bsp. schon viel Mühe darauf verwandt, Impulse zu unterdrücken.
P.S.
Ich denke aus meiner Erfahrung daher nicht hierarchisch. Für mich haben alle eine Ebene aber mitunter große Unterschiede. Trotzdem übertrage ich immer wieder auch gesellschaftliche Wertungen auf mich selbst.
 
Ich bin Bipo Typ 2 und fühle mich in der Hypomanie wie ein ADHSler. jedenfalls glaube ich mir vorstellen zu können, wie es denen geht. Die Hypomanie empfinde ich nicht als Störung, sondern als Bereicherung.
Ich bin Bipo 1 und meine drei Manien waren das Schlimmste im Nachhinein, was ich erlebt habe. Ich war so neben der Spur, dass ich beim ersten Mal auf die Geschlossene kam und das war gut so.

Natürlich weiß ich, dass gerade Hypomanien oft als positiv angesehen werden. Dazu kann ich leider nichts sagen.

Mein Partner hat die Diagnose Asperger-Autist und ich weiß genau, was der Unterschied zwischen einem Menschen in einer bipolaren Phase und einer neurodivergenten Persönlichkeit ist. Mein Partner ist immer empfindlich gegenüber äußeren Reizen, er hasst immer Veränderungen, er ist immer sehr wählerisch, was das Essen betrifft. Er kann keinen Smalltalk und nimmt alles wörtlich, während ich außerhalb der Phasen "normal" bin.

Doch die interessantere Frage ist ja, was sich daraus ergibt. Für mich ist es so, dass ich die Persönlichkeit meines Partners akzeptiere und er weiß, dass ich in eine Phase rutschen kann.
 
Ich finde, dass Menschen im neurodivergenten Bereich Stärken und Schwächen haben gegenüber den Anderen.
Ich bin zB ziemlich überzeugt, dass Greta Thunberg nie das geworden wäre was sie ist ohne ihr AS.
(Aber natürlich ist jeder Mensch ein Individuum mit eigener Persönlichkeit.)
 

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