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Extreme Trotzphase beim Kind und jeder weiß es besser...

Hallo Lissy!
Ich habe die Trotzphase meiner Kinder als sehr anstrengend in Erinnerung.
Ich finde es gut,dass du dir Gedanken machst,wie du am Besten reagierst.
Den Tipp,wenn man mal zu aufgewühlt,gestresst oder auch mal wütend ist ( und das kann durchaus mal passieren) sich kurz zurück zu ziehen,finde ich sehr gut.
Wichtig ist auch kleinen Kindern zu erklären,warum man mal heftig reagiert hat.
Z.B." Mama hat so geschrien,weil ich Angst hatte ,du läufst auf die Strasse und dir passiert etwas.Das ist passiert,weil ich dich so lieb habe."
Auch finde ich es wichtig,sich auch zu entschuldigen,wenn man mal überreagiert hat,nicht nur bei kleinen Kindern.
Eltern sind auch nur Menschen und machen auch Fehler.
Eine Erklärung ist dann wichtig und man so auch Gefühle wie Wut,Angst oder ähnliches auch benennen und erklären.
LG
 
Grüße Dich,

3 ist ein hundselendiges Alter.



Ich kenne das sehr gut, Trotzphasen Kopf gegen den Boden schlagen, beißen…

Hatte ich alles (wir haben 3 Terroristen)



Klar kann ich Dir Tipps geben:



  • Ruhe bewahren
  • Gewalt bringt überhaupt nichts
  • Wenn das Kind total ausrastet versuch es im Notfall mit einem Spiel, in der größten Not auch mit einem Video am Handy „zu fangen“.
  • Das gute: Es wird besser – das schlechte – es dauert


Du kannst mir gern a PN schreiben ich habe Kinder zwischen 3 und 6



Alles Gute!
 
Ich habe das ''Töpfchenproblem'' auch mit meiner Tochter durch. Sie war damals im selben Alter. Ich habe dann beschlossen, ihr die Zeit zu geben die sie braucht um sich von Windeln zu verabschieden. Dann kam es zu einer blöden Situation. Ich habe mich stumpf im Tag vertan, dachte es ist Freitag, dabei war es ein Samstag. Ich wollte nachmittags einkaufen gehen, stand aber vor verschlossenen Türen und ich hatte noch genau 2 Windeln im Schrank... (damals war Geschäftsschluss um 14 Uhr).
Ich hab sie dann selbst an der Tür ziehen lassen, bin mit ihr noch zu zwei weiteren Läden gegangen und hab ihr dabei erklärt, dass sie jetzt 2x schlafen muss, bis ich wieder Windeln kaufen kann. Und dann hab ich sie gefragt, was wir denn jetzt machen sollen. Als erste Antwort kam ''Oma anrufen'', ...die dann auch keine hatte. Dann sagte sie allen ernstes zu mir: ''Dann geh ich jetzt aufs Klo.'' Ab dem Zeitpunkt war sie trocken. Selbst zur Nacht hat sie sich gegen eine Windel entschieden.
Und eigentlich hat sich dieses ''selber entscheiden lassen'' bei meinen Kindern und auch bei meinen Enkelkindern gut bewährt. Natürlich nur im Ramen des vertretbaren, so dass die Kinder nicht gefährdet sind. Aber es gibt viele Situationen, in denen man ihre Entscheidung respektieren kann um sie die Erfahrung machen zu lassen, dass das kein Ärgern ist, sondern nur in ihrem Sinne. Mein Enkel wollte z.B. keine Schuhe anziehen, als meine Tochter es mal besonders eilig hatte ihn in den Kiga zu bringen. Nach dem dritten NEIN hat sie dann gesagt:''Ok, wir müssen los, ich packe deine Schuhe ein.'' Auf dem Weg zum Kiga gibts allerdings ein Stk. Schotterweg (ca 250m). Nach ca 50m auf diesem Weg bat er dann von sich aus um seine Schuhe. Es war nie wieder Thema, dass er keine Schuhe anziehen wollte, wenn sie irgendwo hin mussten. Klar, zum spielen im Garten oder in der Nachbarschaft darf er, aber wenns unterwegs geht, ist er noch heute der erste, der seine Schuhe an hat. Er konnte die Erfahrung machen, dass Schuhe unter Umständen ein sehr nützliches Kleidungsstück sind. Lass deinen Sohn in vielen möglichen Sachen selbst entscheiden und begreifen, warum du möchtest was du ihm sagst.

Schon Konfuzius sagte:
Was du mir sagst, das höre ich.
Was du mir zeigst, das sehe ich.
Was du mich tun lässt, das verstehe ich.

Das fängt schon im Babyalter an. Das war mein Leitsatz, unter dem ich als Ergotherapeutin lange gearbeitet habe, und man glaubt kaum, wie wahr er ist.
 
Was für ein Möbelstück? Er geht hinter einen kleinen Hocker weil er nicht auf den Topf möchte oder andere Sachen verweigert ( wie z.b. Zähne putzen, Essen gehen oder schlafen gehen). Das passiert aber auch wirklich nur im Bad und sonst macht er es gar nicht.
Ich schreibe im Text ausdrücklich das ich keine Gewalt an wende. Ich schlage ihn nicht, ich ziehe nicht außer er rennt auf die Straße oder ist zu übermütig auf der Treppe... V

Da verstehst du wirklich gerade etwas falsch. Nach der Situation erkläre ich ihn warum ich das machen musste und das es wichtig ist das er sich and die Regeln hält.

Noch so als Beispiel, wie du das z. B. umsetzen könntest, an einigen Beispielen von dir:

Du solltest ihm das ersmal nicht hinterher erklären, sondern bevor du intervenierst.

Wegen dem Topf, hast du es versucht, ihm die Toilette schmackhaft zu machen? Viele Töpfchen sind sehr unbequem oder bereiten sogar schmerzen.

Essen ist so eine Sache. Ich finde z.B. ein Kind darf auch mal hunger haben. Wenn es nicht an den Tisch zum essen kommen möchte, ok. Er kann aber lernen, dass es schön sein kann, wenn er gemeinsam mit dir am Tisch sitzt und isst. Ihr könntet euch z.B. beim Essen den Tag erzählen oder ähnliches.

Auch mit dem Schlafengehen kann es viel entspannter laufen, wenn du es spannend machst. Nimm dir Zeit, lies eine tolle Geschichte vor, kuschel noch ein bisschen mit ihm und lass ihn die Erfahrung machen, dass er nichts verpasst, wenn er ins Bett geht.

Zähne putzen könntest du vorher mit ihm besprechen, er darf das alleine machen, aber du musst hinterher noch mal kucken ob auch alle Zähne sauber sind Und dann darf er entscheiden, ob entweder er dann solange putzt bis du sagst es ist ok oder du hilfst ihm beim Nachputzen. Da wäre er wieder mit im Boot.

Mit dem Übermut auf der Treppe: Würdest du dir zutrauen ihn einfach ausprobieren zu lassen? Ein fast dreijähriger sollte solche Gefahren einschätzen können und wenn nicht, sollte er es lernen. Du kannst ihn anfangs sichern, indem du zwei, drei Stufen unter ihm bist, so dass du notfalls eingreifen kannst.

Und für das Überqueren von Straßen sind zum üben Fußgängerampeln toll, wo er selber drücken darf und dir dann sagt, wann er über die Straße gehen kann. Außerdem haben meine Enkel im Kiga den tollen Spruch gelernt:
Rechts gesehen, links gesehen, kommt ein Auto bleib ich stehen.
Oder alternativ:
Rechts gesehen, links gesehen, kommt KEIN Auto darf ich gehen.

Vielleicht kannst du da ja was mit anfangen.
 

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