Gewalt an Kindern, sei es auch nur der Klaps auf den Po oder gar auf die Hand (oft gesehen), hat nichts mit Erziehung zu tun.
Grenzen zu setzen dürfte bei jedem Kind unterschiedlich zu handhaben sein.
Das Urvertrauen des Kindes entwickelt sich in den ersten 3 Jahren und sicher bekommt das Kind dann schon mit, was man ihm vorlebt (ganz wichtig) und ob das Kind respektiert wird.
Wichtig ist, dass man einemKind verständlich macht und erklärt, warum ein Verbot, eine gesetzte Grenze ausgesprochen wird, z.B. weil es sich in Gefahr bringt oder ein anderes Kind schlägt. Wird es aber nicht immer verstehen können, weil es andere Empfindungen hat und das darf es auch. Auf jeden Fall sollte man sich konsequent an eine gesetzte Grenze halten und nicht einknicken, weil das Kind evtl. rumschreit oder weint, andernfalls wirkt das unglaubwürdig und der nächste Versuch würde eher scheitern.
Ich erinnere mich, als mein Sohn ca. 3 Jahre alt war, dass er sich auf den Boden warf und liegend weinte und schrie, ohne dass es vorher (für mein Verständnis) einen Anlass dazu gegeben hätte. Ich habe mich ebenfalls auf den Boden hinter meinen Sohn gelegt und ihn einfach still liegend umarmt. Ob das richtig war, wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht. Ich wollte aber meinem Sohn zeigen, dass er nicht alleine ist und ich für ihn da bin. Der "Anfall" war somit schnell vorbei und eine längere Trotzphase hat es nicht gegeben.
Ein TV-Verbot oder Stubenarrest, wie hier vorgeschlagen, ist kontraproduktiv. Mit 3 Jahren sollte der TV-Konsum nur sehr begrenzt sein und ein Verbot diesbzgl. macht auf TV doch erst neugierig.
Mein Fazit
@Lissy78: Liebe. Verständnis, Respekt, keine (verbale) Gewalt, ein nachvollziehbares Vorleben der Erwachsenen, Grenzen rigoros einhalten und diese verständlich machen. Ich bin damit sehr gut gefahren.