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Eure Meinung zu "Social Media Pause?"

paulakl

Mitglied
Hallo zusammen :)
Ich würde gerne eure Meinung zum oben genannten Thema wissen. Mir ging es dieses Wochenende nicht wirklich gut. Das hatte sich aber schon die letzten Wochen angestaut und ist nun gestern einfach alles hochgekommen. Social Media hat das nicht gerade besser gemacht, da es war eine Beschäftigung und war, aber mich unterbewusst immer mehr runtergezogen hat, was ich allerdings selbst nicht so ganz erklären kann, warum das so ist. Es ist nichtmal so, dass ich mir denke, was für ein schönes Leben Influencer im Gegensatz zu mir führen - dass das nur Momentaufnahmen sind, die perfekt in Szene gesetzt wurden, weiß ich. Aber man sieht eben trotzdem, was die anderen gerade tolles machen und steht dauernd unter Strom, weil man Angst hat, man verpasst was. Auch bin ich permanent an mein Handy gegangen, da ich mir erhofft habe, dass eine bestimmte Person mir schreibt (kennen wir mit Sicherheit alle ;)) Wenn dem nicht so war, bin ich schon fast panisch geworden und konnte an nichts anderes mehr denken. Diese Panik hat sich gestern im Laufe des Tages gesteigert und ich hatte dann nachts eine Art "Angstattacke", war also total nervös und aufgewühlt, habe am ganzen Körper gezittert und geheult. Wie gesagt, ich war nervlich nicht in der besten Verfassung :D Dementsprechend war auch die Nacht eher bescheiden und als ich heute Morgen aufgewacht bin, war mir total übel. Ich wusste, dass ich irgendwas machen muss und habe sofort all meine Social Media Accounts deaktiviert. An diesem Punkt war ich noch nie, ich hätte auch niemals daran gedacht, so etwas zu tun, weil es für mich eine tägliche Routine und schon fast meine komplette Freizeitbeschäftigung war, diverse Plattformen zu durchforsten. In den ersten paar Minuten habe ich mich auch gefragt, was mache ich hier eigentlich? Wie übertrieben war diese Angstattacke in der Nacht zuvor denn bitte und wovor hatte ich denn so eine Panik? Ich konnte mir es nicht erklären, wie das alles kam.
Aber mir ging es heute von Stunde zu Stunde immer besser, da ich eben nicht mehr gesehen habe, was die anderen Leute posten, wo sie sind, was sie machen, etc. Und auch, da ich nicht mehr durchgehend für andere erreichbar war. Ich habe mich so befreit und ungebunden gefühlt.
Jetzt meine Frage: ist das normal?
Also dass sich wirklich nur durch Social Media so eine heftige Angst entwickeln kann? Und vor allem, dass man sich eine Pause von dem nimmt?
Oder findet ihr das schon fast übertrieben, dass man alles deaktiviert und dann auch für Freunde etc. nicht mehr erreichbar ist, die mit diesem ganzen "perfekten Leben der Influencer" auf Instagram und Co. ja gar nichts zu tun haben?
Ich weiß nämlich nicht, was ich von meiner selbsterteilten Pause halten soll, so gut sie mir auch tut. Ich habe da nämlich irgendwie ein schlechtes Gewissen gegenüber Freunden und Co., weil ich mich ja von jetzt auf gleich einfach mal aus den sozialen Medien verzogen habe und „abgetaucht" bin.
Wie seht ihr das?
 

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Bücherpuppe

Aktives Mitglied
Hallo,

Du brauchst da absolut kein schlechtes Gewissen zu haben.
Du kannst ja den wichtigsten Menschen in deinem Leben mitteilen, dass du dich aus dem Social Media Bereich zurück ziehst.
Die, die dich erreichen wollen, können dich anrufen.

Tu das, was dir gut tut und man muss auch nicht non stop erreichbar sein.

Ich mach das oft, dass ich mich zurück ziehe, wichtig ist, dass du dich nicht dafür rechtfertigst.
Das muss man nämlich nicht.
Viele Menschen benötigen einfach mal Ruhe und Zeit für sich.

Man verpasst nichts, man denkt es nur.
 

Knirsch

Aktives Mitglied
Wie das mit Panikattacken aussieht, weiß ich nicht, aber es gibt Erhebungen dazu, die bestätigen, dass Social Media Konsum Depressionen begünstigt und abhängig macht.
Ich könnte mir vorstellen, dass es dann auch zu Angstzuständen kommen kann, wenn die Sucht sehr ausgeprägt ist und einem vielleicht auch ein paar Dinge, die man so angesehen hat, durch den Kopf gehen. Eine Bekannte, die Social Media komplett eingestellt hat, schilderte das Problem, eine Art Kontrollverlust zu erleben, wenn sie nicht immer wieder mal nachsieht, was sich auf diversen Plattformen tut und konnte deswegen nicht schlafen, weil sie das Gefühl hatte, etwas zu verpassen. Wieso also nicht auch Panikattacken?
Kann natürlich sein, dass auch etwas anderes im Busch ist, aber solange die Abstinenz gut tut, würde ich das einfach weiter so machen. Schlechtes Gewissen ist da nicht angebracht, ich denke, wenn man den Freunden und Bekannten erklärt, dass man sich da hineingesteigert hat und es einem so besser geht, werden sie das verstehen. Wenn man sich nicht ganz so exponieren will, könnte man auch sagen, dass man seine Daten nicht so einfach preisgeben will und allgemein etwas gegen die Plattformen hat, da sie Mobbing und Datensammeln förden und Blablabla.
Es wäre aber vielleicht ganz gut, sich gleich zu überlegen mit wem man auf welche Weise in Kontakt bleiben möchte, sollte es solche geben, die fast nur über diese Plattformen laufen. Denn oft bekommt man dann was nicht mit, wenn dann... wieder irgendwann Parties statt finden?
 

Bücherpuppe

Aktives Mitglied
Ich habe mir erst sehr spät ein Smartphone gekauft und wurde nie ausgegrenzt, wenn Partys oder Treffen stattgefunden haben, wurde mir halt eine SMS geschickt oder man hat mich angerufen.
Wenn die Freundschaften gut und ehrlich sind, sollte dies kein Problem darstellen.
 

unschubladisierbar

Aktives Mitglied
Wer sich wirklich für dich interessiert wird dich bestimmt auch anders erreichen können.
Du bist keinem gegenüber verpflichtet ständige Präsenz zu zeigen und das verlangt auch keiner.

Post / Bilder werden nur geliked und kommentiert weil sie da sind und angezeigt werden, obwohl keiner explizit darauf gewartet hat. Jeder scrollt durch Langeweile durch seine Plattformen.
Sieht derjenige etwas das seine Meinung widerspiegelt oder ihm aus irgendwelchen anderen Gründen anspricht, Liked er es oder schreibt einen (meist nur 1-3 Wort) Kommentar / Kommentiert in Form eines Emoji. Mehr wird nur geschrieben wenn es sich um einen Shitstorm handelt.

Viele verwechseln diese, an inhaltsmangelnden Reaktionen, mit Kommunikation.

Ein Like ist für viele die virtuelle Form eines Lobes. Bleibt dieses Lob aus fühlt man sich schlecht, ignoriert und unter Druck gesetzt. Was viele vergessen; die meisten Plattformen haben keine Dislike Funktion. Das schürt natürlich den eigenen Narzissmus und vermittelt das Gefühl das man super interessant ist und das fühlt sich gut an. Deshalb erwartet man auch bei noch so banalen Post eine Reaktion.

Für einen geringen Teil, sind solche Plattformen eine Einnahmequelle, der Rest eifert diesen Leuten hinterher, kopiert, imitiert und orientiert sich an diesen Trends, in der Hoffnung auch mehr Aufmerksamkeit zu erreichen. Und ein anderer Teil ist einfach nur da um zu stalken. Entweder weil sie jemanden heiß finden um so immer zu wissen was diese Person gerade macht, oder die Meisten stalken die Profile von Leuten die sie nicht mögen, in der Hoffnung was zu finden worüber man sich lustig machen oder aufregen kann. Meist findet man das nicht. Im Gegenteil, bei der Person läuft alles super, man gönnt es ihr nicht und versaut sich so den ganzen Tag.

Das Problem, jeder zeigt nur seine positiven Sachen (natürlich nachbearbeitet und auf Hochglanz poliert) oder stellt alles positiver dar als es ist. Keiner postet sein eigenes Scheitern.

Ich selbst nutze weder facebook, Instagram oder was es sonst noch alles gibt.
Bis jetzt habe ich noch nie etwas vermisst, mich ausgeschlossen oder uninformiert gefühlt.

Wenn du selbst schon merkst wie sehr dich das in Beschlag nimmt und auch in deiner Pause beschäftigt, dann solltest du auf solche Plattformen am Besten ganz verzichten.
 

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