Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eure Meinung zu ChatGPT

Es freut mich zu lesen, dass du das so siehst. Ich habe auch noch die Hoffnung, dass von Menschen hergestellte Dinge nicht komplett verdrängt, sondern noch mehr wertgeschätzt werden. Wenn 80 % der Menschen aus Panik auf den KI Zug aufspringen (egal ob es Ihnen Freude bereitet oder nicht) besteht die Chance, dass die paar die übrig bleiben mit der Qualität ihrer Arbeit besonders herausstechen. (Bin Grafikerin).

Letztens war ich doch beunruhigt. Ein Bekannter meinte mit KI kann jetzt jeder Laie eine tolle App entwickeln. Er würde da an was basteln und das würde garnicht lange dauernd. Ich war doch sehr verwundert, weil ich dachte eine gute App mit einer guten Idee ist doch sauviel Arbeit. Aber wenn KI das kann … dachte ich. Letztens hat er mir dann seinen Prototypen geschickt, sodass ich das mal anschaue und was soll ich sagen. Total undurchdachter Schrott (hartes Wort aber war so). Das hat mich dann wieder beruhigt. Ich denke es wird einfach ziemlich viel Müll produziert dadurch und man muss aufpassen, dass man nicht seine ganze Aufmerksamkeit und Energie in den Konsum von diesem Zeug steckt.
Eine App von der KI entwickeln lassen ist ja auch ziemlich gefährlich, zumindest wenn man die Strukturen der Programmierung nicht selbst durchschaut.
Hinterher ist ein Trojaner drin versteckt, den man so unwissentlich im Umlauf bringt.

Wer haftet dann eigentlich dafür, wenn es so passiert?
 
Gegenfrage: Macht es dumm bei einer Tätigkeit ein Werkzeug zu benutzen? Macht es dumm wenn der Maurer eine Maurerkelle benutzt statt alles mit bloßen Händen zu machen?

KI ist ein Werkzeug. Es kann dir stundenlanges Googeln ersparen, es kann deine Rechtschreibung prüfen, Texte übersetzen und viel mehr. Das macht doch nicht dumm, sondern schafft Zeit um sich um andere Dinge zu kümmern.

Ich finde, dass der Einsatz und die Beschäftigung mit KI sogar sehr Intelligenz fördert. Als Kind bzw. Schüler wäre ich sehr dankbar für KI gewesen. Sie hätte mir beim formulieren von Aufsätzen geholfen und och hätte gelernt wie man gut formuliert. Ich hätte alle möglichen Fragen stellen und lernen können. Aber auch heute im Erwachsenenalter habe ich unheimlich viel durch KI gelernt. Sogar in der Freizeit! Ich finde es viel produktiver und intelligenzfördernder sich mit einer KI zu unterhalten statt sich vor den Fernseher zu setzen.

Erst kam die Schrift, dann der Buchdruck, dann das Internet und jetzt die KI. Die Verbreitung von Wissen wird dank KI exponentiell wachsen. Das ganze sogar auf einer sehr sozialen Ebene. Früher musste man teuer Software einkaufen, heute kann vieles KI erledigen.

Die Bedeutung des Buchdruckes war nicht die reine Wissensvermittlung, denn auch vor dem Druck gab es handgeschriebene Bücher. Diese waren aber extrem teuer und Bildung blieb ein Vorrecht der Reichen. Mit dem Buchdruck und heute der KI wird Wissen Allen leicht und günstig zugänglich. Ich bin überzeugt in 100 Jahren wird man zurückblicken und KI als Meilenstein in der Entwicklung der Menschheit betrachten, sowohl was Bildung, soziale Gerechtigkeit als auch Fortschritt generell anbelangt. Und ich glaube, die Meisten verstehen das heute leider immer noch nicht.
Aber was intelligent macht ist doch die längere und auch zum Teil mühsame Auseinandersetzung mit etwas, nicht das präsentieren einer Lösung. Was meine Intelligenz fördert ist, durch büffeln und üben eine Matheaufgabe zu lösen. Nicht die Lösung gezeigt zu bekommen und mir das zu "merken".

Dazu kommt, wie ich finde, dass dadurch ein wichtiger Teil wegfällt, der zur Charakterbildung beiträgt: Sich abarbeiten, eventuell scheitern, hadern, …

Und zu deinen letzten beiden Sätzen: Die aktuellen Entwicklungen deuten eher auf das Gegenteil hin.


Nur ein Beispiel.

Und zum Thema "es schafft Zeit" : Ich denke auch hier sieht man, dass die Entwicklung der letzten Jahrzehnte eher zeigt, dass Effizienzsteigerung eben nicht dazu führt, dass wir entspannter werden und mehr Zeit haben, sondern eben mehr in der gleichen Zeit schaffen als früher.

Wir können alles online bestellen, müssen zu keiner Bank mehr gehen, können uns Fertiggerichte kaufen, den Einkauf nach Hause liefern lassen, haben Wasch- und Spülmaschinen, Saugroboter, … trotzdem haben die Menschen immer mehr Stress, alles geht schneller. Ich bin sicher, die Tatsache, dass man Mails jetzt nicht mehr selbst schreiben muss, führt nicht dazu, dass alles entspannter wird, sondern dazu, dass man noch 10 zusätzliche ätzende KI-geschriebene Mails am Tag bekommt, die man beantworten (oder ignorieren) muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch Fälle wie dieser von dem Jonathan Gavalas (†36) werden zunehmen.
Auch wenn es manche nicht wahr haben wollen. Aber der Terminator ist keine Ferne Zukunft mehr.
 
Aber was intelligent macht ist doch die längere und auch zum Teil mühsame Auseinandersetzung mit etwas, nicht das präsentieren einer Lösung.
Dem widerspreche ich teilweise. Ja, das büffeln für eine Mathearbeit, macht intelligent, aber Mühe macht nicht per so intelligent. Du kannst 10 Jahre lang Kisten stapeln, deine Intelligenz wird nicht steigen.
Ich sehe es so: KI nimmt mir die Google Suche (das Kisten Stapeln) ab, damit ich mehr Zeit dafür habe, für Mathearbeiten zu büffeln.
Dazu kommt, wie ich finde, dass dadurch ein wichtiger Teil wegfällt, der zur Charakterbildung beiträgt: Sich abarbeiten, eventuell scheitern, hadern, …
Das klingt gut, aber nach der Logik müsstest du gegen alles, sein was das Leben erleichtert. Autos nehmen uns die Wichtigkeit der körperlichen Bewegung, Strom nimmt uns die Kenntnis wie man Feuer macht, Bücher die Notwendigkeit der Kommunikation....
Du hast Recht, dass Herausforderung und auch das Scheitern zur Charakterbildung gehört aber das bedeutet nicht, sich das Leben so schwer wie möglich zu machen. Heute leben wir in einer Welt, die immer mehr von Menschen erwartet und wir brauchen dafür technische Unterstützung und auch KI wird irgendwann nicht mehr wegzudenken sein.
Und zu deinen letzten beiden Sätzen: Die aktuellen Entwicklungen deuten eher auf das Gegenteil hin.

In deinem Link gibt es keine Belege, dass dies mit KI zu tun hat. Dort steht sogar wörtlich "Erste Hinweise darauf stammen aus dem Jahr 2015." Also lange bevor es ChatGPT und co gab.
Der Link spricht von zu langen Bildschirmzeiten aber unterscheidet nicht, was man am PC tut. Video Streaming, Doomscrolling und manch stupides Spiel sind der Intelligenz nicht förderlich, aber das Internet ist doch eine Quelle für Wissen und Intelligenz - WENN man es dafür nutzt!

Zu Schulzeiten bin ich mit dem Bus zum Stadtarchiv gefahren, habe dort Infos gesucht und vorm Kopierer gestanden. Heute könnte ich mir in der gleichen Zeit 10 Mal so viel Wissen durch das Internet aneignen.

Das Internet und auch KI sind Werkzeuge. Und Werkzeuge kann man gut oder schlecht einsetzen. Man kann mit einem Hammer ein Haus bauen oder sich auf den Daumen hauen. Gerade das zeigt aber wie wichtig es ist, sich mit KI auseinander zu setzen und es zu lernen und auch Kindern beizubringen.
Meine größte Sorge ist, dass wir wie beim Internet wieder vor dem Scheideweg stehen, dass eine alte Generation eine Erfindung (KI) ablehnt, wir als Land noch weiter ins Hintertreffen geraten. In manch deutschen Behörden steht heute noch ein Faxgerät. Statt Angst vor Neuem, brauchen wir aktives Lernen von neuen Werkzeugen wie der KI.
 
Was diese Module können, ist schon der Wahnsinn.

Ich benutze sie gerne inzwischen, habe verschiedene Accounts. Und sie ersetzen Google bei mir immer mehr.

Mein Ausblick darauf ist also eher positiv. Die negativen, ablehnenden Reaktionen kann ich schwer nachvollziehen.

Man muss bei Benutzung dieser Module einiges beachten. Etwa, dass sie einem oft zu sehr Recht geben und dem User schmeicheln wollen.

Aber wenn man einige Tricks kapiert hat - dann ist man wirklich baff. Ich nutze es sowohl für den Alltag, als die letzten Jahre auch zu Ende des Studiums, als auch für persönliche Projekte.
 
Die negativen, ablehnenden Reaktionen kann ich schwer nachvollziehen.
Naja, wenn man erst einmal etliche Male falsche Infos bekommen hat, wird man automatisch skeptischer. Jedenfalls mache ich inzwischen standardmäßig noch Gegenchecks, um die Antworten der KI zu überprüfen, sonst läuft man in Gefahr, einer Falschinformation aufzusitzen.
 
Naja, wenn man erst einmal etliche Male falsche Infos bekommen hat, wird man automatisch skeptischer. Jedenfalls mache ich inzwischen standardmäßig noch Gegenchecks, um die Antworten der KI zu überprüfen, sonst läuft man in Gefahr, einer Falschinformation aufzusitzen.
Stimmt! Deswegen betone ich immer, dass KI ein Werkzeug ist.
So wie ein Mensch lernen muss mit einem Werkzeug umzugehen, so muss er lernen mit KI umzugehen.

Beispielsweise muss er verstehen, wie er Prompts richtig formuliert, wie er damit umgeht, dass die KI falsche Antworten geben kann und generell wie er KI verwendet.

Zu KI höre ich stets zwei völlig gegensätzliche Kritiken:
  • Die Einen sagen, dass KI den Menschen ersetzt und ihn dumm macht
  • Die Anderen sagen, dass KI zu schlecht wäre, Fehler macht und Bilder, Texte, Musik von KI mies seien
Bringt mich immer wieder zum Schmunzeln. Einerseits KI für wenig brauchbar erklären andererseits aber glauben KI könne alles.
Ich denke, dass die wenigsten Nicht-/Wenignutzer wissen, was es bedeutet etwas gutes mit KI zu erschaffen. Wie viele Stunden man an einem Prompt für ein KI Bild sitzen kann. Wie viel Wissen und Erfahrung man braucht um einen KI Song zu machen.

Wie auch? Ich kann ChatGPT einen Prompt erstellen lassen, Google Gemini ein Bild malen lassen und das alles in einer Minute. Es sieht super leicht aus. Ok, die Menschen haben drei Arme und falls das Bild gut ist, ist dies reines Glück, aber egal! Die User steigen in das Auto ein, schaffen es Gas zu geben und glauben jetzt können sie Auto fahren.

Als ich begonnen habe mit KI Musik zu machen, war ich vollkommen unmusikalisch und kannte nur eine handvoll Genres. Ich wusste nicht wie man einen Song aufbaut und begriffe wie "pre Chorus", "Hook", "BPM" oder "Staccato" waren mir fremd. Dennoch konnte ich in einer Minute die KI einen Song machen lassen ..... nur mit meinem Anspruch von heute waren meine ersten KI Songs Mist.

Über die Zeit eignete ich mir musikalisches Wissen an, welches ich brauchte um gute Prompts zu schreiben und der KI zu vermitteln was ich will. Ich habe durch den Umgang mit KI in so kurzer Zeit so viel gelernt wie nie in meinem Leben.
 
Naja, wenn man erst einmal etliche Male falsche Infos bekommen hat, wird man automatisch skeptischer. Jedenfalls mache ich inzwischen standardmäßig noch Gegenchecks, um die Antworten der KI zu überprüfen, sonst läuft man in Gefahr, einer Falschinformation aufzusitzen.

Was man ebenfalls relativ gut mit anderen KIs machen kann. Die Trefferquote an akkuraten Informationen ist inzwischen sehr hoch, so dass andere KIs meistens Probleme aufspüren.
 
Einerseits KI für wenig brauchbar erklären andererseits aber glauben KI könne alles.
Wobei das wahrscheinlich nicht ein und dieselben Leute behaupten. Die einen scheinen fasziniert zu sein und KI für den Stein der Weisen zu halten, dann gibt es Leute, die KI als Werkzeug mit Stärken und Schwächen halten, und andere mögen KI gar nicht.

So wie bei vielen anderen Erfindungen eben auch.
 
Eine Sammlung an Daten die öffentlich zugänglich sind (ohne Urheberrecht) und durch KI abgerufen werden können, finde ich in Ordnung.

Es gibt aber so viel Fälle, wo dies nicht der Fall ist. Bilder, Texte, Stimmen, Musik wurden ohne Einwilligung in die KI mit aufgenommen.

Ich bin auch nicht bereit eine KI mit meinen Daten zu füttern, welche diese dann wieder weiter verwertet.
 
Zuletzt bearbeitet:

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben