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Eure Erfahrungen mit (privaten) Unfallversicherungen – worauf sollte man achten?

Du schreibst hier von Teilselbstständigkeit.
Was machst du denn ?

Unter dem Vorbehalt, daß das erst bei voller Selbstständigkeit interessant wird ?
Ich arbeite hauptberuflich im Büro. Nebenbei mache ich seit ein paar Jahren Nageldesign. Angefangen hat das eigentlich nur als Hobby und mit ein paar Freundinnen als Modelle. Mit der Zeit wurden daraus aber immer mehr Kundinnen, deshalb habe ich das mittlerweile offiziell nebenbei angemeldet.
Zu deiner Aussage, dass es erst bei voller Selbstständigkeit interessant wird: Genau das habe ich mich anfangs auch gefragt. Mittlerweile habe ich schon etwas recherchiert und so wie ich das verstanden habe, muss man dafür nicht unbedingt voll selbstständig sein. Wenn ich mir das Handgelenk verletze, könnte ich meine Nebentätigkeit wahrscheinlich für längere Zeit nicht ausüben. Ob und in welchem Ausmaß das sozialversicherungsrechtlich abgefedert wäre, weiß ich ehrlich gesagt gar nicht. Aber das zusätzliche Einkommen würde mir jedenfalls fehlen.
Was wünschst du dir denn von einer Unfallversicherung ?
Und was ich mir von einer Unfallversicherung wünsche? Ehrlich gesagt vor allem, dass sie bei den wirklich größeren Dingen hilft. Also wenn man längere Zeit ausfällt, zusätzliche Behandlungen braucht oder nach einem Unfall bleibende Einschränkungen hat. Die kleinen Blessuren im Alltag überlebt man meistens auch ohne Versicherung. Aber wie alltaganker3 schon berichtet hat: Die auf Kassenleistungen wartet man oft ewig.
 
Ich hatte jahrelang eine bei der Allianz. Wurde von Jahr zu Jahr teurer ... irgendwann habe ich dann bei der wgv einen vergleichbaren Tarif gefunden, der ca. ein Drittel kostet. Dort haben wir auch seit Jahren unsere KfZ-Versicherung und das Büro ist um die Ecke.

Trotzdem hofft man natürlich, dass man das nie braucht, klar. Fühlt sich ber besser an, eine zu haben. Lieber spare ich woanders.
Das ist ehrlich gesagt ein Aspekt, über den ich bisher noch gar nicht nachgedacht hatte. Danke für den Hinweis. Und das mit der Berufsunfähigkeitsversicherung tut mir wirklich leid. Gerade wenn man sich später darum kümmern möchte und dann wegen einer bestehenden Erkrankung abgelehnt wird, ist das natürlich frustrierend.

Wenn ich fragen darf: Hast du das Gefühl, dass die Unfallversicherung für dich zumindest einen Teil dieser Lücke abdeckt oder siehst du sie eher als Notlösung, weil die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht möglich war?
 
Ich hatte jahrelang eine bei der Allianz. Wurde von Jahr zu Jahr teurer ... irgendwann habe ich dann bei der wgv einen vergleichbaren Tarif gefunden, der ca. ein Drittel kostet. Dort haben wir auch seit Jahren unsere KfZ-Versicherung und das Büro ist um die Ecke.

Trotzdem hofft man natürlich, dass man das nie braucht, klar. Fühlt sich ber besser an, eine zu haben. Lieber spare ich woanders.
Ein Drittel klingt schon nach einem gewaltigen Unterschied. Da frage ich mich ehrlich gesagt schon, warum die Preise teilweise so weit auseinandergehen können, wenn die Tarife am Ende vergleichbar sind. Und das mit dem Büro um die Ecke kann ich nachvollziehen. Vieles läuft zwar online, aber gerade bei Versicherungen finde ich einen persönlichen Ansprechpartner irgendwie trotzdem beruhigend.
Und danke dir für deinen Kommentar. Es ist gut zu wissen, dass manche tatsächlich vergleichen und dabei nicht nur ein paar Euro sparen, sondern teilweise wirklich deutlich bessere Konditionen finden.
 
Das ist ehrlich gesagt ein Aspekt, über den ich bisher noch gar nicht nachgedacht hatte. Danke für den Hinweis. Und das mit der Berufsunfähigkeitsversicherung tut mir wirklich leid. Gerade wenn man sich später darum kümmern möchte und dann wegen einer bestehenden Erkrankung abgelehnt wird, ist das natürlich frustrierend.

Wenn ich fragen darf: Hast du das Gefühl, dass die Unfallversicherung für dich zumindest einen Teil dieser Lücke abdeckt oder siehst du sie eher als Notlösung, weil die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht möglich war?

Kann es sein, dass du hier die falsche Person ansprichst? Ich hatte nicht von Berufsunfähigkeitsversicherung geschrieben.

Ein Drittel klingt schon nach einem gewaltigen Unterschied. Da frage ich mich ehrlich gesagt schon, warum die Preise teilweise so weit auseinandergehen können, wenn die Tarife am Ende vergleichbar sind. Und das mit dem Büro um die Ecke kann ich nachvollziehen. Vieles läuft zwar online, aber gerade bei Versicherungen finde ich einen persönlichen Ansprechpartner irgendwie trotzdem beruhigend.
Und danke dir für deinen Kommentar. Es ist gut zu wissen, dass manche tatsächlich vergleichen und dabei nicht nur ein paar Euro sparen, sondern teilweise wirklich deutlich bessere Konditionen finden.

Ich denke, die Preisunterschiede resultieren zum Teil daraus, welche Klientel eine Versicherungsgesellschaft bevorzugt hat. Bei der wgv sind das z. B. Beamt:innen (mein Vater war schon dort, damals musste man Beamter sein, um aufgenommen zu werden). Und natürlich muss eine AG wie die Allianz auch mehr auf hohe Gewinne achten als wgv – Zitat Wikipedia: "Als Kommunalversicherer[2] versichert sie Städte, Gemeinden, Landkreise, kommunale Unternehmen und Zweckverbände, kirchlich-soziale Einrichtungen sowie die Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes in ihrem Geschäftsgebiet im Landesteil Württemberg.[3] Über ihre Tochtergesellschaften bietet sie Privatpersonen im gesamten Bundesgebiet zudem verschiedene Versicherungsprodukte an."

Ich habe mir einfach nochmal die genauen Konditionen angeschaut und gemerkt, dass das, was mir wichtig ist, bei der wgv auch abgedeckt ist und irgendwelcher "Luxus", den die Allianz mit in den Tarif schreibt, eher nicht.

Da ich mir angewöhnt habe, alle Ausgaben immer auf 10 Jahre zu berechnen, waren das dann gleich mal ca. 4000 Euro Unterschied. Dafür nimmt man dann den Aufwand für Kündigung und Neuabschluss schon in Kauf 😉
 
Hier noch die Tipps der Verbraucherzentrale:

Danke für den Link. Ich habe ihn mir gerade durchgelesen. Was ich interessant finde: Die Verbraucherzentrale schreibt ja nicht einfach „braucht jeder“ oder „braucht niemand“, sondern dass es sehr auf die persönliche Situation ankommt. Genau das nehme ich auch aus der Diskussion hier ebenfalls mit.
Mir war zum Beispiel vorher gar nicht bewusst, wie oft Unfallversicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung durcheinandergebracht werden. Je mehr ich dazu lese, desto mehr habe ich das Gefühl, dass das in meiner Situation wahrscheinlich schon sinnvoll ist. Vor allem, seit ich mir Gedanken darüber gemacht habe, was passieren würde, wenn ich meine Nebentätigkeit für längere Zeit nicht ausüben könnte.
 
Es ist wirklich sehr angenehm und praktisch, wenn man weiß wenn man im Notfall erreichen kann, bin sehr zufrieden damit und es ist eben schon eine Basis da, auf der alles schneller gemacht werden kann, weil das viele Erklären eben wegfällt, ich mach mir da auch immer wieder mal Termine aus um neue Angebote zu besprechen oder eben auf dem neusten Stand zu sein. Dass ich eben das Gefühl habe ich hab einen guten Überblick und es wird auch alles erklärt, wenn ich fragen hab, also online würd ich das nicht machen, der persönliche Austausch ist da sehr wichtig finde ich.
Danke, dass du das noch genauer erklärt hast. Gerade das mit der Handtherapie kann ich jetzt deutlich besser nachvollziehen als den reinen Begriff Nachbehandlung. Wenn ich das richtig verstehe, ging es also weniger darum, dass die Standardversorgung schlecht gewesen wäre, sondern eher darum, dass du schneller und spezialisierter behandelt werden konntest. Das leuchtet mir ein. In viele Fällen kann diese Wartezeit wahrscheinlich einen entscheidenden Unterschied machen.
 

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