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Eure Erfahrungen mit (privaten) Unfallversicherungen – worauf sollte man achten?

SanfteWelle

Mitglied
Hallo zusammen,

ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich mich einmal intensiver mit dem Thema Unfallversicherung beschäftigen würde, aber in letzter Zeit hat sich das irgendwie ergeben. Bei uns im Bekanntenkreis gab es vor kurzem einen Freizeitunfall und seitdem denk ich über manche Dinge ein bisschen anders nach. Es war nichts Lebensbedrohliches, aber trotzdem sind danach plötzlich ziemlich viele Themen aufgekommen, an die vorher niemand gedacht hätte: längere Physiotherapie, Ausfall im Job, zusätzliche Kosten und generell einfach viel organisatorischer Stress. Vor allem hat mich überrascht, wie viel davon offenbar nicht automatisch durch die gesetzliche Absicherung gedeckt ist. Ich selbst hab bisher keine private Unfallversicherung und hab mich damit ehrlich gesagt auch nie wirklich beschäftigt. Wenn man dann aber anfängt zu recherchieren, verliert man ziemlich schnell den Überblick, weil gefühlt jede Versicherung etwas anderes anbietet und man als Laie kaum einschätzen kann, worauf es wirklich ankommt.

Deshalb wollte ich einfach mal nach euren Erfahrungen fragen, habt ihr eine private Unfallversicherung? Und wenn ja, hat sie euch oder jemandem in eurem Umfeld tatsächlich schon einmal geholfen? Oder würdet ihr im Nachhinein sagen, dass es sich eher nicht ausgezahlt hat? Mich würden vor allem ehrliche Erfahrungen interessieren. Also wie das Ganze dann im Ernstfall wirklich abläuft.
 
Bei uns im Bekanntenkreis gab es vor kurzem einen Freizeitunfall und seitdem denk ich über manche Dinge ein bisschen anders nach
Ja, solche Ereignisse regen zum nachdenken an.

Ich habe eine Haftpflicht auf mich als Person.
Wenn also etwas passiert, was andere beeinträchtigt etc.

Eine Unfallversicherung würde ich höchsten wegen höherem Komfort machen.

Aber sonst, was macht die denn eigentlich, was sichert diese ab ?

Wenn ich die fragwürdigen Fälle u. a. im TV anschaue, bist du ja "je nach dem" völlig allein gelassen.

Hierzu würde ich über einen Rechtsschutz nachdenken.
 
Zuletzt bearbeitet:
Oder würdet ihr im Nachhinein sagen, dass es sich eher nicht ausgezahlt hat?
Meine hat sich ausgezahlt. Aber nicht wegen einem Schadenfall sondern weil ich von der R+V eine wählte mit Beitragsrückgewähr nach 25 Jahren. Ich bekam also meine Einzahlungen plus Zinsen zurück und wusste die ganzen Jahre, das ich unfallversichert bin. Dieser Punkt wäre mir wichtig.

Ich habe eine Haftpflicht auf mich als Person.
Wenn also etwas passiert, was andere beeinträchtigt etc.
Was mit einer UV mal so gar nix zu tun hat.

Eine Unfallversicherung würde ich höchsten wegen höherem Komfort machen.
Höherer Komfort wenn du Morgen nicht mehr aus dem Bett kommst oder dir zwei Arme fehlen?

Hierzu würde ich über einen Rechtsschutz nachdenken.
Und die soll was genau machen bei Verletzungen oder Invalidität durch Eigenunfall?
Deinen Anwalt bezahlen den du nicht brauchst?
 
Meine hat sich ausgezahlt. Aber nicht wegen einem Schadenfall sondern weil ich von der R+V eine wählte mit Beitragsrückgewähr nach 25 Jahren. Ich bekam also meine Einzahlungen plus Zinsen zurück und wusste die ganzen Jahre, das ich unfallversichert bin. Dieser Punkt wäre mir wichtig.
Genau, hier hat jeder seine eigenen Anforderungen.

Ich hatte eine Kapital-LV mit BU

und...
Unfallversicherung sinnvoll mit Beitragsrückgewähr ->

Was mit einer UV mal so gar nix zu tun hat.
Stimmt, ich schrieb ja eine Haftpflichtversicherung 🙂
Höherer Komfort wenn du Morgen nicht mehr aus dem Bett kommst oder dir zwei Arme fehlen?
Eine Unfallversicherung bringt mich auch nicht aus dem Bett und meine Arme zurück.
Und die soll was genau machen bei Verletzungen oder Invalidität durch Eigenunfall?
Deinen Anwalt bezahlen den du nicht brauchst?
Mir dabei helfen, zumindest zu dem zu kommen, was mir zusteht.

und...
Unfallversicherung sinnvoll ->
 
Hallo zusammen,

ich hätte ehrlich gesagt nie gedacht, dass ich mich einmal intensiver mit dem Thema Unfallversicherung beschäftigen würde, aber in letzter Zeit hat sich das irgendwie ergeben. Bei uns im Bekanntenkreis gab es vor kurzem einen Freizeitunfall und seitdem denk ich über manche Dinge ein bisschen anders nach. Es war nichts Lebensbedrohliches, aber trotzdem sind danach plötzlich ziemlich viele Themen aufgekommen, an die vorher niemand gedacht hätte: längere Physiotherapie, Ausfall im Job, zusätzliche Kosten und generell einfach viel organisatorischer Stress. Vor allem hat mich überrascht, wie viel davon offenbar nicht automatisch durch die gesetzliche Absicherung gedeckt ist. Ich selbst hab bisher keine private Unfallversicherung und hab mich damit ehrlich gesagt auch nie wirklich beschäftigt. Wenn man dann aber anfängt zu recherchieren, verliert man ziemlich schnell den Überblick, weil gefühlt jede Versicherung etwas anderes anbietet und man als Laie kaum einschätzen kann, worauf es wirklich ankommt.

Deshalb wollte ich einfach mal nach euren Erfahrungen fragen, habt ihr eine private Unfallversicherung? Und wenn ja, hat sie euch oder jemandem in eurem Umfeld tatsächlich schon einmal geholfen? Oder würdet ihr im Nachhinein sagen, dass es sich eher nicht ausgezahlt hat? Mich würden vor allem ehrliche Erfahrungen interessieren. Also wie das Ganze dann im Ernstfall wirklich abläuft.
Ich kann dich total gut verstehen. Man denkt ja immer, man ist safe, aber die gesetzliche Unfallversicherung greift eben nur auf dem direkten Weg zur Arbeit oder im Job selbst, in der Freizeit ist man komplett auf sich allein gestellt. Ich habe meine Unfallversicherung bei der Helvetia abgeschlossen und musste sie vor einiger Zeit leider auch tatsächlich nutzen. Ich bin beim Heimwerken unglücklich von der Leiter gestürzt und habe mir dabei das Handgelenk so kompliziert gebrochen, dass es mehrmals operiert werden musste. Plötzlich stand ich vor genau den Problemen, die du beschreibst, ich konnte wochenlang nicht arbeiten und die gesetzliche Krankenkasse hat bei den Rezepten für die wirklich spezialisierte Nachbehandlung und Physio schnell blockiert. Die Versicherung war in der Situation echt sehr wichtig. Der Papierkram hielt sich überraschenderweise in Grenzen und die Versicherung hat schnell reagiert. Man hofft zwar immer, dass man das Geld umsonst einzahlt, aber wenn in der Freizeit wirklich mal was Blödes passiert, nimmt einem die private Absicherung einfach diesen finanziellen Druck und man kann sich voll auf die Genesung konzentrieren.
 
Plötzlich stand ich vor genau den Problemen, die du beschreibst, ich konnte wochenlang nicht arbeiten
Kompletter Verdienstausfall ?
und die gesetzliche Krankenkasse hat bei den Rezepten für die wirklich spezialisierte Nachbehandlung und Physio schnell blockiert
Was waren das für Behandlungen ?

Wo lag der Unterschied zur Kassenleistung ?

Ich persönlich hätte mich (nicht) gefreut, wenn ich "endlich mal" für meine Beitragsleistung etwas zurück bekomme 😉
 
Meine hat sich ausgezahlt. Aber nicht wegen einem Schadenfall sondern weil ich von der R+V eine wählte mit Beitragsrückgewähr nach 25 Jahren.
Danke dir, das finde ich ehrlich gesagt auch einen interessanten Ansatz. An sowas hatte ich vorher überhaupt nicht gedacht.
Ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, die ich mir noch genauer anschauen werde, gerade wenn man das Gefühl hat, dass die Beiträge nicht komplett weg sind, falls nie etwas passiert.
Eine Unfallversicherung bringt mich auch nicht aus dem Bett und meine Arme zurück.
Nein eh nicht. Die ersten zwei Punkte hab ich davor ehrlich gesagt auch eher durcheinandergeworfen. Je mehr ich mich jetzt einlese, desto mehr merke ich aber, dass die Versicherungen halt komplett unterschiedliche Aufgaben haben. Wenn dir wirklich bei einem Eigenunfall etwas Schweres passiert und niemand anderer schuld ist, greift die Haftpflicht ja gar nicht. Und die Rechtsschutz hilft dir in dem Fall auch nur begrenzt weiter, weil du ja nicht automatisch jemanden hast, gegen den du überhaupt vorgehst. So wie ich das inzwischen verstehe, geht es bei der Unfallversicherung eher darum, die finanziellen Folgen abzufedern, zB bei Invalidität, Umbauten, Spezialtherapien, Reha oder wenn man langfristig nicht mehr normal arbeiten kann. Und genau da dürfte halt auch der Unterschied zur gesetzlichen Absicherung liegen, die vieles nur teilweise oder gar nicht übernimmt . Vor allem bei Freizeitunfällen.

Kompletter Verdienstausfall ?
Ich weiß nicht, ob ein kompletter Ausfall möglich ist, aber bei Selbstständigkeit kann es glaub ich schon schwierig werden. Wenn man mehrere Wochen oder Monate nicht normal arbeiten kann, fallen Aufträge oder Einkommen halt schnell weg. Das ist ehrlich gesagt auch ein Punkt, der mich beschäftigt, weil ich mittlerweile selbst einen Teil meines Einkommens aus selbstständiger Tätigkeit habe.
 
Zuletzt bearbeitet:
musste sie vor einiger Zeit leider auch tatsächlich nutzen
Oje, das tut mir leid :/

Die Versicherung war in der Situation echt sehr wichtig
Danke, dass du das so ausführlich beschrieben hast. Solche konkreten Erfahrungen machen das Thema für mich ehrlich gesagt viel greifbarer. Und das mit der schnellen Reaktion bzw. dass sich der Papierkram in Grenzen gehalten hat, klingt schon extrem viel wert. Ich glaub nämlich, wenn man sowieso schon mit Schmerzen, Reha oder Arbeitsausfall beschäftigt ist, will man sich nicht zusätzlich noch mit komplizierten Versicherungsdiskussionen herumschlagen müssen. Darf ich fragen, ob bei dir damals alles direkt übernommen wurde oder ob du zuerst viel selbst zahlen musstet? Und hattest du in der Zeit einen fixen Ansprechpartner bei der Helvetia oder lief das eher über verschiedene Stellen?
 
Nein eh nicht. Die ersten zwei Punkte hab ich davor ehrlich gesagt auch eher durcheinandergeworfen. Je mehr ich mich jetzt einlese, desto mehr merke ich aber, dass die Versicherungen halt komplett unterschiedliche Aufgaben haben. Wenn dir wirklich bei einem Eigenunfall etwas Schweres passiert und niemand anderer schuld ist, greift die Haftpflicht ja gar nicht.
Ich finde nicht das du hier irgendetwas durcheinander geworfen hat.
Die Sache mit der Haftpflicht und dem Rechtsschutz hat doch planloserweise der Kollege hier in feinster off topic manier, eingebracht.
 

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