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Es könnte alles so einfach sein... (Essstörung und fehlender Lebenssinn)

xxAriaAKAMontexx

Neues Mitglied
Hallo zusammen ^-^
Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, um mir einfach mal den ganzen Triet von der Seele zu schreiben, der mich gerade belastet. Eigentlich könnte mein Leben so schön sein. Ich habe einen Job, der mir halbwegs Spaß macht, eine liebe Familie, wir sind alle gesund... aber da gibt es mehrere Probleme, die meine Lebensqualität drastisch mindern
1.) mein problematisches Verhältnis zum Essen
Seit einem Jahr kann ich an nichts anderes mehr denken. Ich war bis zum Dezember magersüchtig, danach hatte ich immense Fressattacken, habe zugenommen und war unglücklich... mittlerweile versuche ich, den Pfunden durch intermittierendes Fasten zur Leibe zu rücken. Trotzdem kann ich mich über den Gewichtsverlust nicht richtig freuen, Ich denke nämlich den ganzen Tag nur ans Essen. "Was esse ich gleich? War das zu viel? Wieviel isst XY? Warum bin ich immer noch nicht satt? Was, wenn gleich wieder das Verlangen kommt, einen Nachschlag zu nehmen? Warum isst XY weniger als ich? Würde ich so eine Menge auch schaffen? Wie viele Stunden habe ich es jetzt geschafft, zu fasten?) e
ES ist schwer, sowas jemandem zu vermitteln, der solche Gedanken nicht kennt. Dadurch ist meine Konzentrationsfähigkeit extrem eingeschränkt. Ich habe mein Interesse an Serien, Büchern etc. verloren. Ich kann einfach nie richtig abschalten. Das ist so bescheuert. Das Leben besteht doch aus mehr als Essen! Ich habe diese Gedanken seit über einem Jahr und kann mich nur noch schemenhaft daran erinnern, wie es vorher war.
Und ja, ich bin bereits in Therapie, aber die Fortschritte halten sich in Grenzen.
Mein zweites Problem ist, dass ich in nichts richtig aufgehe. Ich habe kein Hobby, keine Leidenschaft... trotz mühevoller Suche. Ich habe auch keine Freunde, außer einer, die weggezogen ist... geschweige denn eine Beziehung.
Irgendwo in meinem Leben bin ich ganz falsch abgebogen. Ich möchte es so gerne genießen, aber es fühlt sich so verzweifelt, bemüht und falsch an...
 

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Sadie02

Aktives Mitglied
Hi!

Ich kenne mich mit diesen Ess-Problemen nicht aus. Mein Gedanke ist aber: Wenn es derart das Leben beherrscht, du also den ganzen Tag daran denkst, dann füllt das wohl etwas aus. So als wäre ohne diese Gedanken nur eine tiefe Leere da.
Wie lange bist du schon in Therapie? Und was genau ist das Ziel der Therapie? Erst einmal dich zu einem normalen Essen zu bringen? Dann wäre es ja sogar klar, dass sich alles ums Essen dreht. Oder eben schon allgemeiner, dass die ganze Psyche im Vordergrund steht.

Du hast vielleicht kein ganz großes Hobby, aber doch Dinge, die dich interessieren. Hast du dir mal überlegt oder aufgeschrieben, was dein Wunsch ist? Also was würdest du an deinem Leben ändern, wenn du es könntest? Was genau ist dein Bild von dir in zehn Jahren?
Solche Dinge meine ich.
Ich denke einfach, wenn das Essen so wichtig ist und sich alles darum dreht, und die Altrernative dann ist...Gedanken übers Essen machen oder Leere...dann muss man vielleicht die Leere mit was anderem füllen. Und wenn es erst einmal nur Träume und Gedanken sind, bei denen man nicht weiß, ob sie jemals eintreffen.
Vielleicht bist du falsch abgebogen, aber meistens kommen andere Abbiegungen und am ERnde kommt man mit Umweg doch in Richtung Ziel?

Alles Gute dir!
 

kasiopaja

Sehr aktives Mitglied
Hallo zusammen ^-^
Ich habe mich in diesem Forum angemeldet, um mir einfach mal den ganzen Triet von der Seele zu schreiben, der mich gerade belastet. Eigentlich könnte mein Leben so schön sein. Ich habe einen Job, der mir halbwegs Spaß macht, eine liebe Familie, wir sind alle gesund... aber da gibt es mehrere Probleme, die meine Lebensqualität drastisch mindern
1.) mein problematisches Verhältnis zum Essen
Seit einem Jahr kann ich an nichts anderes mehr denken. Ich war bis zum Dezember magersüchtig, danach hatte ich immense Fressattacken, habe zugenommen und war unglücklich... mittlerweile versuche ich, den Pfunden durch intermittierendes Fasten zur Leibe zu rücken. Trotzdem kann ich mich über den Gewichtsverlust nicht richtig freuen, Ich denke nämlich den ganzen Tag nur ans Essen. "Was esse ich gleich? War das zu viel? Wieviel isst XY? Warum bin ich immer noch nicht satt? Was, wenn gleich wieder das Verlangen kommt, einen Nachschlag zu nehmen? Warum isst XY weniger als ich? Würde ich so eine Menge auch schaffen? Wie viele Stunden habe ich es jetzt geschafft, zu fasten?) e
ES ist schwer, sowas jemandem zu vermitteln, der solche Gedanken nicht kennt. Dadurch ist meine Konzentrationsfähigkeit extrem eingeschränkt. Ich habe mein Interesse an Serien, Büchern etc. verloren. Ich kann einfach nie richtig abschalten. Das ist so bescheuert. Das Leben besteht doch aus mehr als Essen! Ich habe diese Gedanken seit über einem Jahr und kann mich nur noch schemenhaft daran erinnern, wie es vorher war.
Und ja, ich bin bereits in Therapie, aber die Fortschritte halten sich in Grenzen.
Mein zweites Problem ist, dass ich in nichts richtig aufgehe. Ich habe kein Hobby, keine Leidenschaft... trotz mühevoller Suche. Ich habe auch keine Freunde, außer einer, die weggezogen ist... geschweige denn eine Beziehung.
Irgendwo in meinem Leben bin ich ganz falsch abgebogen. Ich möchte es so gerne genießen, aber es fühlt sich so verzweifelt, bemüht und falsch an...
Hast Du Essen noch niemals bewußt als Genuss erfahren?

Essen kann Genuß sein, ein Erlebniss, Freude.

Hattest Du das noch nie?
 

xxAriaAKAMontexx

Neues Mitglied
@Sadie02
Ich bin seit November 2019 in Therapie. Das Ziel der Therapie ist, mich zu einem normalen Essverhalten zurückzuführen und mir diverse Zwänge auszutreiben.
Nein, ich habe mir meinen Wunsch noch nie aufgeschrieben, aber wenn ich es mir so überlege wäre mein größter Wunsch, dass Essen eine Nebensache für mich ist. Das würde ich an meinem Leben ändern, wenn ich könnte, zusammen mit mehr Disziplin und Willenskraft. Ich habe kein Bild von mir in zehn Jahren, ich hoffe nur, dass ich bis dahin nicht fett geworden bin. Und ich persönlich bezweifele, dass ich auf Umwegen noch ans Ziel komme.

@kasiopeia
Doch, das habe ich schon mal, danke der Nachfrage.
 

primechecker

Aktives Mitglied
@Sadie02
Ich bin seit November 2019 in Therapie. Das Ziel der Therapie ist, mich zu einem normalen Essverhalten zurückzuführen und mir diverse Zwänge auszutreiben.
Nein, ich habe mir meinen Wunsch noch nie aufgeschrieben, aber wenn ich es mir so überlege wäre mein größter Wunsch, dass Essen eine Nebensache für mich ist. Das würde ich an meinem Leben ändern, wenn ich könnte, zusammen mit mehr Disziplin und Willenskraft. Ich habe kein Bild von mir in zehn Jahren, ich hoffe nur, dass ich bis dahin nicht fett geworden bin. Und ich persönlich bezweifele, dass ich auf Umwegen noch ans Ziel komme.

@kasiopeia
Doch, das habe ich schon mal, danke der Nachfrage.
Ja gut, aber hast du denn schon mal deine Ernährung verändert? Es ist sehr entscheidend v.a. auch WAS du in einen Körper gibst. Du kannst auch viel essen von bestimmten Dingen, aber trotzdem kaum fett werden. Wenn man natürlich süchtig ist nach Zucker und Süßigkeiten ist das schwer. Für mich fängt das beim Einkaufen an. Wenn du es schaffst natürliche und gesunde Lebensmittel in den Einkaufswagen zu stecken, die also nicht nur aus leeren Kalorien oder Zusatzmitteln bestehen, dann hast du die auch nicht im Haushalt rumstehen und dann kannst du dir eben nur aus den vorhandenen Lebensmitteln etwas zubereiten.
Ansonsten kannst du eben gewisse Ballaststoffe zuführen, die quellen, sodass eben dann etwas im Verdauungssystem ist und du eh weniger Hunger hast. Auch komplexe Kohlenhydrate sollten da besser sein als Einfachzucker. Dann gibt es auch noch irgendwelche anderen Stoffe, die glaube ich das Hungergefühl reduzieren können. Ob das aber so schlau ist dem Körper da in seiner Wahrnehmung zu verändern weiß ich nicht.
 

primechecker

Aktives Mitglied
Ich bin jetzt kein Ernährungsberater oder so, aber du kannst ja mal zeitweise experimentell probieren was passiert, wenn du bspw. nur Gemüse isst mit etwas Protein/Fett (wie Hülsenfrüchte, Fisch, Fleisch, Eier). Ich mache da immer irgendwelche Gemüsepfannen, sonst krieg ich das auch nicht runter. Nudeln, Reis, Kartoffeln sollte man allerdings eher weniger nehmen. Wenn es dir dann doch zu wenig Kohlenhydrate sind, dann würde ich eher auf komplex Kohlenhydrate wie Vollkorn (also kein Weißbrot) oder sowas wie Kartoffeln gehen.
Am besten wäre es wahrscheinlich, wenn man das mit einem erfahrenen Ernährungsberater machen könnte, aber keine Ahnung, ob man da einen guten finden kann.

Käse sollte nicht unbedingt das Problem sein. Wenn da natürlich wieder irgendwelche künstlichen Stoffe drin sind oder du das nicht verträgst, dann würde es aber wieder anders aussehen.
 

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