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Es ist alles so peinlich und unangenehm

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Ich hab's mit viel und wenig Arbeiten versucht, aber die Fehlerzahl verändert sich nicht. Meine Fähigkeiten sind also anscheinend nicht so groß wie ich dachte und wenn du von Leuten umgeben bist, die es viel besser können... Sie lachen mich nicht aus, aber alle gucken... das ist so ätzend.

Ich glaube, das kommt Dir nur so vor!
Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen und die sind unterschiedlich verteilt. Ich arbeite in einem Team und rolle auch manchmal mit den Augen, wenn Kollege xy mal wieder einen seiner beliebten Fehler macht. Dafür ist er aber großartig auf anderen Gebieten. Und so verhält es sich mit allen Kolleg/-innen. Es kommt auf den eigenen Blickwinkel an. Du mißt Deinen Schwächen eine zu große Bedeutung zu. Konzentriere Dich doch mal auf das, was gut ist an Dir und Du wirst sehen, wie Dich das stärkt! :daumen:
 
Hallo,

ich kenne das was du schreibst nur zu gut.
Ich bin auch Studentin und habe solche Gedanken vor allem dann, wenn ich mich zu etwas gezwungen fühle oder ich das Gefühl habe, dass andere hohe Erwartungen an mich stellen. Wie zum Beispiel jetzt im Moment. Ich stehe kurz vor meinem Abschluss und mache mir Gedanken darum, wie es danach weiter geht. In jedem Szenario muss ich in irgendeiner Weise verkaufen, mich öffnen, auf Menschen zu gehen, Referate halten..

Das würde mir prinzipiell nicht schwer fallen, wenn nicht dieser existenzielle Druck dahinter stünde. Es gibt durchaus Zeiten, in denen ich sehr selbstbewusst und energisch bin. Das gilt vor allem im Umfeld von Menschen, deren Anerkennung ich mir sicher sein kann. Oder wenn ich weiß, was mich erwartet oder wenn ich nicht von dem abhänge, was andere von mir denken. Dann bin ich wie ausgewechselt..

Ich denke der Zustand, den du beschreibst und den ich auch im Moment wieder erlebe, hängt irgendwie mit schlechten Erfahrungen und damit verbundenen depressiven Gefühlen, Ängsten und vor allem negativem Fokusdenken zusammen. Du hattest ja von Leistungseinschränkungen geschrieben: Ich merke auch gerade an mir, dass ich mich seit dem Nachdenken über die Zeit nach dem Studium, nicht mehr so richtig konzentrieren kann. Obwohl ich davor keine Probleme damit hatte. Das hängt ganz sicher mit so einer Art Verstimmung zusammen.. Ich glaube nicht, das sowas dauerhaft ist.

Ich bin aber auch überzeugt davon, dass es Situationen gibt, in denen man sich davon halbwegs befreien kann. Die dann wie eine Art Insel sind. Bei mir sind es solche Situationen, in denen ich mich sicher fühle, und ich meine Routinen habe und mich auch zurückziehen kann. Es braucht dann zwar seine Zeit, bis ich die "graue Brille" abgelegt habe, aber dann fallen mir alle Dinge viel leichter, die mir vorher nicht zu bewältigen schienen.

Vielleicht schaust du ja zufällig nochmal hier in das Forum rein, der Eintrag ist ja jetzt doch schon etwas älter. und vielleicht ist es ja zumindest ein kleiner Trost, zu wissen, mit solchen Erfahrungen nicht allein zu sein... =) Würde mich jedenfalls gerne mit dir austauschen.

Liebe Grüße
Lia
 

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