C
carline
Gast
hallo,
ich bin vor gut einem halben jahr in ein forum gekommen, in welchem sich erwachsene kinder aus familien mit abhängigkeitsproblemen (alkohol, drogen, spielsucht etc.) austauschten, weil mein freund aus einer solchen familie stammte.
ich selbst war nach einiger zeit erstaunt, wie ähnlich die probleme dieser "erwachsenen kinder" (ekindas) waren. ich selbst war auch erstaunt, wie viele parallelen es gab zu meiner eigenen familiengeschichte. aufgewachsen bin ich in einem "gutbürgerlichen" zuhause mit allem drum und dran, in dem aber die erwachsenen sich sehr häufig stritten. sowohl meine mutter als auch ich wurden häufig verprügelt durch meinen vater. alkoholprobleme gab es aber nicht. ich habe lange lange gebraucht, bis ich erkannt habe, daß ich nicht allein meinen vater verurteilen kann. denn meine eltern produzierten und reproduzierten immer und immer wieder ein destruktives beziehungsschema.
weil gewalt in suchtbetroffenen familien oft ebenfalls eine große rolle spielt, konnte ich mich mit den ekindas und ihren problemen als erwachsene in vielem wiedererkennen. das gefühl, irgendwie "unnormal" zu sein, wich daher zunehmend einem gefühl von erleichterung, weil ich langsam verstand, daß bestimmte umstände dafür ursächlich waren.
dies berechtigt mich als erwachsener jedoch nicht dazu, mich auf dieser feststellung auszuruhen oder dahinter zu verstecken. nein, die aufgabe des erwachsenen sehe ich vielmehr darin, AUSGEHEND von dieser "bestandsaufnahme" und dem feststellen der ursächlichkeiten mich mit anderen darüber auszutauschen und ein BEWUßTES umgehen zu erlernen, welches in eine höhere lebensqualität eben AUFGRUND deiser bewußten auseinandersetzung überführt. quasi ein therapeutisches, heilsames verfahren im täglichen umgang mit dem ziel der veränderung möglichen konflikthaften, "falsch" erlernten verhaltens aus dem erkennenen heraus und auch einer verbesserten selbstakzeptanz im laufe der zeit.
nun mein konkretes anliegen:
gibt es bereits ansätze zu einem forum, in dem sich menschen, die als kinder in familien gelebt haben, in denen GEWALT und übergroße KONFLIKTE die familie beherrscht haben?
ich selbst habe auf meinen bisherigen recherchen nichts in dieser richtung gefunden. was ich fand, waren sozialarbeiterische ansätze oder konzepte, mit kindern aus gewaltfamilien umzugehen etc. nichts aber über die ERWACHSENEN kinder aus solchen familien. schon gar nicht über deren probleme als erwachsene.
ich frage darum, weil mich das forum der ekindas zwar zu der hier geschilderten erkenntnis gebracht hat und es so manche parallele gibt. aber es gibt eben auch eine ganze reihe von ekinda-spezifischen besonderheiten, die ich so nicht teile, wenn ich sie auch zu respektieren gelernt habe. dafür wiederum fehlt mir selbst so einiges, wovon ich denke, daß es ganz spezifisch ist für ehemalige kinder aus familien, in denen gewalt eine große rolle spielte.
ich hoffe, mein anliegen ist soweit klar und verständlich. ich werde es auch noch in dem einen oder anderen bereich hier parallel einstellen, so daß es möglichst viele der forenteilnehmer erreicht. falls fragen offen geblieben sind, so können diese gern an mich gerichtet werden.
erst einmal ganz liebe grüße
von carline
ich bin vor gut einem halben jahr in ein forum gekommen, in welchem sich erwachsene kinder aus familien mit abhängigkeitsproblemen (alkohol, drogen, spielsucht etc.) austauschten, weil mein freund aus einer solchen familie stammte.
ich selbst war nach einiger zeit erstaunt, wie ähnlich die probleme dieser "erwachsenen kinder" (ekindas) waren. ich selbst war auch erstaunt, wie viele parallelen es gab zu meiner eigenen familiengeschichte. aufgewachsen bin ich in einem "gutbürgerlichen" zuhause mit allem drum und dran, in dem aber die erwachsenen sich sehr häufig stritten. sowohl meine mutter als auch ich wurden häufig verprügelt durch meinen vater. alkoholprobleme gab es aber nicht. ich habe lange lange gebraucht, bis ich erkannt habe, daß ich nicht allein meinen vater verurteilen kann. denn meine eltern produzierten und reproduzierten immer und immer wieder ein destruktives beziehungsschema.
weil gewalt in suchtbetroffenen familien oft ebenfalls eine große rolle spielt, konnte ich mich mit den ekindas und ihren problemen als erwachsene in vielem wiedererkennen. das gefühl, irgendwie "unnormal" zu sein, wich daher zunehmend einem gefühl von erleichterung, weil ich langsam verstand, daß bestimmte umstände dafür ursächlich waren.
dies berechtigt mich als erwachsener jedoch nicht dazu, mich auf dieser feststellung auszuruhen oder dahinter zu verstecken. nein, die aufgabe des erwachsenen sehe ich vielmehr darin, AUSGEHEND von dieser "bestandsaufnahme" und dem feststellen der ursächlichkeiten mich mit anderen darüber auszutauschen und ein BEWUßTES umgehen zu erlernen, welches in eine höhere lebensqualität eben AUFGRUND deiser bewußten auseinandersetzung überführt. quasi ein therapeutisches, heilsames verfahren im täglichen umgang mit dem ziel der veränderung möglichen konflikthaften, "falsch" erlernten verhaltens aus dem erkennenen heraus und auch einer verbesserten selbstakzeptanz im laufe der zeit.
nun mein konkretes anliegen:
gibt es bereits ansätze zu einem forum, in dem sich menschen, die als kinder in familien gelebt haben, in denen GEWALT und übergroße KONFLIKTE die familie beherrscht haben?
ich selbst habe auf meinen bisherigen recherchen nichts in dieser richtung gefunden. was ich fand, waren sozialarbeiterische ansätze oder konzepte, mit kindern aus gewaltfamilien umzugehen etc. nichts aber über die ERWACHSENEN kinder aus solchen familien. schon gar nicht über deren probleme als erwachsene.
ich frage darum, weil mich das forum der ekindas zwar zu der hier geschilderten erkenntnis gebracht hat und es so manche parallele gibt. aber es gibt eben auch eine ganze reihe von ekinda-spezifischen besonderheiten, die ich so nicht teile, wenn ich sie auch zu respektieren gelernt habe. dafür wiederum fehlt mir selbst so einiges, wovon ich denke, daß es ganz spezifisch ist für ehemalige kinder aus familien, in denen gewalt eine große rolle spielte.
ich hoffe, mein anliegen ist soweit klar und verständlich. ich werde es auch noch in dem einen oder anderen bereich hier parallel einstellen, so daß es möglichst viele der forenteilnehmer erreicht. falls fragen offen geblieben sind, so können diese gern an mich gerichtet werden.
erst einmal ganz liebe grüße
von carline
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