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Erkennnen Professoren intelligente Studenten?

Anscheinend gehen hier alle von einem Uni-Studium aus. Klar ist bei so vielen Leuten alles unpersönlicher, der Prof lernt die Studenten kaum kennen.
Ich hab an einer FH studiert. Das ist mehr wie Schule. Da waren wir dann auch nur um die vierzig Studenten, und da wird das Verhältnis zwischen Prof und Student meist deutlich persönlicher.
Und da ist dann ganz klar, dass ein Prof intelligente Studenten erkennt, und dass auch Sympathie oder Antipathie wesentlich deutlicher rauskommen.
 
Beim TE geht es aber wohl darum, Intelligenz ohne Test von messbaren, festgelegten Kriterien zu erkennen, denke ich.
Prinzipiell würde ich sagen, dass man es ohne eine professionelle Testung am Differenzierungsgrad von Inhalten und am Grad der Komplexität dargestellter Zusammenhänge, am raschen Erkennen von Mustern im (allgemeinen und Berufs-)Alltag, an der Tiefe, Breite und Dichte der Argumentation in Diskussionen und ggf. auch an der Art der Problemlösung erkennt, wenn z.B. schnell kreative, d.h. weniger naheliegende, aber elegante Lösungen für sich stellende Praxisfragen gefunden werden.

Psychiatrische Krankheitsbilder ausgenommen, würde ich auch meinen, dass man Intelligenz an einer deutlich ausdauernden Konzentrationsfähigkeit, räumlicher Vorstellungskraft und an einer auffällig hohen Merkfähigkeit erkennt.

Letztlich fällt Intelligenz, so denke ich, bei allen Tätigkeiten auf, die Mustererkennung, logische Schlussfolgerung und analytisches Denken erfordern, und bei basalen kognitiven Fähigkeiten wie räumliches Vorstellungsvermögne, Konzentrationsfähigkeit, Merkfähigkeit, Verarbeitungsgeschwindigkeit, und so weiter, die man im Alltag immer braucht.
 
Und meinst du, dass Professoren das auch so sehen und täglich anwenden?
Man merkt das im Alltag im Umgang mit Personen, also folglich auch in der Lehre an Universitäten und Fachhochschulen.

Ich persönlich bemerke das sehr intuitiv - ich achte aber nicht gezielt darauf, sondern mehr auf Inhalte. An denen merkt man es ja aber auch, s.o., da fällt dann oft auch der Rest positiv auf.

Bin kein Lehrstuhlinhaber, aber habe schon an Universitäten und Fachhochschulen unterrichtet.
 
Aber hierzu sag ich mal: Ja, klar!
Ich würde sagen: Eher nein, denn so persönliche Beziehungen bilden sich oft nicht, dass man davon sprechen würde, man würde jemand mögen oder nicht mögen. Es ist aber natürlich sympathischer, wenn jemand gut mitarbeitet, immer anwesend ist, engagiert wirkt, und so weiter, als wenn jemand im Unterricht am Handy daddelt, zu spät kommt, viel fehlt. Die erste Person fällt zumindest positiv auf, die zweite Person eher gar nicht oder etwas negativ.

Viele Menschen haben die Intuition eines Kochlöfffels.
Der Normbereich der Intelligenz liegt ja auch zwischen 85 und 115, entsprechend befinden sich die meisten Menschen in genau diesem Spektrum. Kommt dann auch noch eher weniger Bildung (niedrige oder mittlere Bildung) dazu, fehlt schlichtweg eine Beurteilungsgrundlage, um da viel Intuition entwickeln zu können. Wobei ich nicht denke, dass weniger intelligente und gebildete Menschen überhaupt keine intuitive Beurteilungsgrundlage dahingehend haben.

Würde jetzt nicht von allen Professoren behaupten, dass sie zwingend oberhalb des Normbereichs der Intelligenz liegen und eine besonders breite Bildung haben, aber ich gehe da mal mindestens vom oberen Normbereich aus und höhere Bildung sollte mindestens in der entsprechenden Fachrichtung vorhanden sein, also können auch basale kognitive Fähigkeiten nicht so schlecht sein. Eine gewisse, einigermassen sichere intuitive Beurteilungsgrundlage für "Intelligenz" wird es also geben, nehme ich an, wobei hier in der Lehre dann wahrscheinlich bei der intuitiven Beurteilung noch Engagement, Interesse und Fachkenntnis in der entsprechenden Fachrichtung hinzukommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn da einer sitzt, im Studium durchschnittliche Leistungen bringt und den Mund nicht aufmacht, wird denen völlig egal sein, was der sonst noch so durch sein Hirn jagt.
Hohe Intelligenz zeigt sich nicht grundsätzlich in Höchstleistungen - man merkt aber in der Regel im Ansatz im Kontakt, an Denkansätzen und siehe oben, wenn jemand das Potential zu letzteren hat.

Ich würde jetzt aber nicht meine Hand dafür ins Feuer legen, dass man das *immer* merkt. Jemand mit durchschnittlichen Leistungen, der den Mund nicht aufmacht, fällt ja letztlich gar nicht auf und kann im persönlichen Kontakt nicht auffallen, weder negativ, noch positiv.
 
Ich unterrichte Auszubildende und Studierende und habe da ein weites Level an Vorbildung der Lernenden.

Generell würde ich mich Santino anschließen. Klar ist Intelligenz messbar, aber das tut eine lehrende Person ja nicht. Ich bemerke es an den schon aufgezählten Faktoren. Wie schnell jemand eine Sache durchdenkt, in welchem Tempo (kritische) Nachfragen kommen. Welcher Abstraktionsgrad verstanden wird. Inwieweit jemand aus fachlichen Kenntnissen heraus selbstständig planen und gestalten kann.
Beteiligt sich eine Person nicht, fällt mir die Einschätzung selbstverständlich schwerer. Da gibt es schon manchmal die Überraschung in den Klausuren. Übrigens in beide Richtungen.

Eine bestimmte Eloquenz kann nämlich auch sehr täuschen.

Mag ich manche lieber? Klar. Es gibt zum einen die persönliche Anti- oder Sympathie, zum anderen mag ich selbstverständlich Leute lieber, auf die ich mich im Unterricht oder im Seminar verlassen kann und auch die, die mir angemessen gegenüber treten. Ich bemühe mich aber immer um gleich bleibende Freundlichkeit. Privat anmutende Kontakte vermeide ich.

Nun schreiben wir hier schon etliche Seiten darüber, die TE hat sich nie weider gemeldet/ geäußert. Ich vermute, es geht eher nicht um die abstrakte Erörterung zu Intelligenz oder Lehrende-Lernende-Verhältnisse.
 
. Sowas passiert schnell, andauernd, in fast jedem Kontext und ist menschlich. Sogar an der Uni im großen Vorlesungssaal. Wie du selbst schreibst: Braucht nur einer zu spät kommen und schon gibt es jemanden, der eher nicht so gemocht wird.
also solche niederen Instinkte leiten Professoren eher selten,
echt ne komische Vorstellung..
klar "kennt" man dann den Studierenden, der ständig zu spät kommt, aber wieso sollte das über Sympathien entscheiden?
Zumal hier auch Angepasstheit mit hoher Symphathiegenerierung gleich gesetzt wird,
alleine das ist schon fraglich.
 

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