Natürlich merkt man das, wenn jemand im Vergleich außerordentlich intelligent ist. Genauso bemerkt man geistige Trägheit. Wenn etwas erklärt wird, gibt es Menschen, die das außerordentlich schnell verstehen, es sich merken können, Zusammenhänge herstellen, Schlüsse ziehen, weiterdenken und die richtigen Fragen stellen. Und es gibt Menschen, denen man dasselbe mehrmals und umfangreicher erklären muss, die es aber nicht verstehen und deswegen zum stupiden Auswendiglernen neigen und auch entsprechend „doofe“ Fragen stellen. Es gibt Unterschiede und man merkt Unterschiede. Ich bin verwundert, dass das hier in Frage gestellt wird.
Die Sympathie ist dann eine andere Frage. Das kann korrelieren, weil ein Professor schneller Sympathie hegt, wenn ein Student talentiert und motiviert ist. Damit kann er sich schließlich besser identifizieren und die Lehre macht mehr Spaß, wenn er den Eindruck hat, seine Worte fallen auf fruchtbaren Boden. Andererseits können auch intelligente Menschen unsympathisch sein. Und im Kern ist es dem Professor bei 400 Studenten im Hörsaal egal, wie der Einzelne beschaffen ist. Es sei denn, es geht darum, hilfswissenschaftliche oder wissenschaftliche Mitarbeiter sowie Doktoranden zu finden. Dann filtern Professoren häufig, meistens aufgrund der Noten.