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Enttäuscht von Therapeutin

SusiP123

Mitglied
Hallo zusammen,
ich muss mich mal aussprechen. Und zwar bin ich gerade völlig verunsichert und fertig mit den Nerven. Ich habe vor etwa einem Jahr eine Verhaltenstherapie bei einer Therapeutin begonnen. Die Gründe waren Probleme auf der Arbeit, andauernde Niedergeschlagenheit und Ängste im Umgang mit anderen Menschen bzw. fehlende Freundschaften. Ich hatte 24 Stunden genehmigt bekommen und die Stunden sind nun aufgebraucht. Die Therapeutin hat mir aber gesagt, dass es trotzdem möglich wäre für ein Jahr noch einmal im Monat kommen zu können. Allgemein verlief die Therapie nach meinem Empfinden etwas komisch. Ich wusste gar nicht richtig woran ich bin. Sie bohrte immer sehr, andererseits machte sie den Anschein gar nicht alles wissen zu wollen was ich erzählte. Aber ich dachte immer sie wollte mich so aus der Reserve locken. Meiner Meinung nach erzählte ich auch einiges, aber durch die bohrende, überschießende Art und Weise war ich teilweise auch echt verunsichert und habe evtl. ab und zu widersprüchliche Aussagen gemacht. Irgendwie kam es mir auch schon länger so vor wie sie irgendetwas gegen mich hat. Aber ich drückte es weg und versuchte das Beste daraus zu machen. Letzte Stunde meinte sie dann, dass sie die Zusammenarbeit mit mir jetzt beenden möchte, weil sich die Therapie für mich zunehmend schwieriger gestaltet, ich andauernd stark gehemmt wäre und ich wohl widersprüchliche Aussagen machen würden, sodass keine Therapievoraussetzungen mehr gegeben sind. In solchen Fällen wäre sie nach den Richtlinien dazu gehalten die Therapie zu beenden. Andererseits denkt sie, dass ich bei einer anderen Therapeutin, in der bei mir weniger Nervosität ausgelöst wird sehr wohl noch profitieren zu können.
Das tut mir echt weh und verunsichert mich noch mehr. Ich bin ja gerade in Therapie gegangen, da ich selbst weiss nicht der kommunikativste Mensch zu sein. Und ich wollte auch echt an mir arbeiten und habe alles versucht, aber irgendwie klappte es wohl nicht. Jetzt bin ich völlig verunsichert und zweifle noch mehr an mir selbst. Andererseits find ich es aber auch etwas abgehoben, dass sie meint durch sie nervös zu werden. Das war ja gar nicht so, sondern ich kam eher mit der Art und Weise und meiner Meinung fehlender Empathie nicht gut klar. Ich hatte immer den Eindruck, dass sie innerlich kochte. Irgendwie ist es doch sehr traurig ein Jahr bei ihr gewesen zu sein und dann so abserviert zu werden.
Hattet ihr auch schon solche Erfahrungen? Ich weiss gerade echt nicht wie ich damit umgehen soll. Es hat mich echt total die Überwindung gekostet eine Therapie anzufangen und habe auch echt lange gewartet einen Platz zu bekommen. Aber wenn eine Therapie darin besteht nur mit seinen Schwächen konfrontiert zu werden und keine aufbauenden Worte kommen weiss ich echt nicht ob das das Richtige ist.
 

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Hajooo

Sehr aktives Mitglied
Hallo SusiP123,

das ist zunächst unschön gelaufen.
Du nimmst deinen ganzen Mut zusammen, um dich um eine Therapie zu kümmern, dann klappt es und passt doch nicht ganz.
Gerade in diesem Bereich sollte es "Zwischenmenschlich, (Vertrauen, Verständnis etc.)" gut passen.
Anscheinend ist das bei euch nicht der Fall.
Im Moment ließt sich das als eine abrupte Beendigung der Therapie.
Habt ihr euch zu ende der 24 Stunden nicht darüber unterhalten ob und wie es weiter gehen kann ?

Ganz läßt dich die Therapeutin nicht fallen, denn sie bietet dir ja noch Stunden für einen Übergang zum nächsten Therapeuten an :)

Gruß Hajooo
 

Hr. Pinguin

Aktives Mitglied
Bei gewachsenen Selbstzweifeln und nun völliger Selbstverunischerung ist offenbar etwas verkehrt gelaufen.

Anscheinend sieht sie auch, dass ihr nicht so gut zueinander passt. Bei einem anderen Therapeuten kann es dann wieder viel besser laufen. Die Erfahrung kenne ich auch. ;)
 

SusiP123

Mitglied
Hallo SusiP123,

das ist zunächst unschön gelaufen.
Du nimmst deinen ganzen Mut zusammen, um dich um eine Therapie zu kümmern, dann klappt es und passt doch nicht ganz.
Gerade in diesem Bereich sollte es "Zwischenmenschlich, (Vertrauen, Verständnis etc.)" gut passen.
Anscheinend ist das bei euch nicht der Fall.
Im Moment ließt sich das als eine abrupte Beendigung der Therapie.
Habt ihr euch zu ende der 24 Stunden nicht darüber unterhalten ob und wie es weiter gehen kann ?

Ganz läßt dich die Therapeutin nicht fallen, denn sie bietet dir ja noch Stunden für einen Übergang zum nächsten Therapeuten an :)


Nein, vielleicht habe ich es unverständlich geschrieben. Sie hat Abrupt abgebrochen und bietet mit keine zusätzlichen Stunden an., bzw. Yich darfst nicht mehr kommen.


Gruß Hajooo
Bei gewachsenen Selbstzweifeln und nun völliger Selbstverunischerung ist offenbar etwas verkehrt gelaufen.

Anscheinend sieht sie auch, dass ihr nicht so gut zueinander passt. Bei einem anderen Therapeuten kann es dann wieder viel besser laufen. Die Erfahrung kenne ich auch. ;)
Ich bin aber so enttäuscht jetzt. Eine weitere Therapie bekomme ich nun eh nicht mehr genehmigt.
Ehrlich, ist es dir genauso gegangen?
 

Hr. Pinguin

Aktives Mitglied
Ich bin aber so enttäuscht jetzt. Eine weitere Therapie bekomme ich nun eh nicht mehr genehmigt.
Ehrlich, ist es dir genauso gegangen?
Ich möchte jetzt nicht so ausführlich davon berichten.

Viele sagen ja, dass man dem Therapeuten eine Chance geben soll. Meine Meinung ist, dass man sich nicht gegen sein Gefühl zu etwas zwingen sollte. Ich würde die bisherige Therapie unter Lebenserfahrung abbuchen. Aber jetzt sollte ein Therapeut her, der die neu entstandenen Selbstzweifel und Selbstunsicherheiten wieder ausbügelt, und mit dem man an den (vermutlich) noch bestehenden Problemen der Niedergeschlagenheit und den Problemen und Ängsten im Umgang mit Menschen arbeiten kann. Das geht nun mal am besten mit jemandem, bei dem man sich wohl fühlt und von Anfang an ein gutes Gefühl hat.
 
G

Gelöscht 5176

Gast
Machst du eine Verhaltenstherapie oder eine Gesprächstherapie?

Das sind zwei grundverschiedene Therapieansätze.

Gerade beim Psychotherapeuten ist es extrem wichtig, dass du Vertrauen in die Person hast, dich wohl fühlst und dich fallen lassen kannst. Sowas wie ein Urvertrauen zu diesem Menschen aufbaust, denn er kennt deine schwächsten Seiten mit der Zeit.
Wie sollst du dich öffnen, wenn hier von vornherein Hemmungen bestehen?
Nicht jeder ist extrovertiert und trägt seine Gedanken auf der Zunge.
Introvertierten Menschen verlangen solche Sitzungen sehr viel Kraft ab. Fehlt dir das Vertrauen zum Therapeuten, wirst du unsicher und deine Aussagen werden widersprüchlich.
Wobei diese widersprüchlichen Aussagen auch emotionsbedingt sein können.

Jeder von uns kennt folgende Situation:
An manchen Tagen bringen Kleinigkeiten das Fass zum Überlaufen, am nächsten tangiert es nur am Rande.
Genauso ist es mit deinen Aussagen, bist du schlechter drauf wirst du eine Situation an diesem Tag anders darstellen als an einem guten Tag.

Dein Post macht auf mich den Eindruck, als ob ihr beide kein Dreamteam seid.
Genauso ist es doch im realen Leben. Du siehst einen Menschen und spürst genau, mit diesem Menschen liegst du nicht auf einer Wellenlänge, obwohl er dir realistisch gar nichts getan hat.

Fehlt diese Harmonie zwischen Therapeut/Patient dann ist ein Wechsel angesagt.
Meiner Meinung nach hätte die Therapeutin dies wesentlich früher erkennen können und dich zu einem anderen Therapeuten weitervermitteln müssen.

Sitzungen mit dieser Therapeutin bringen dich nicht weiter, was aber Ziel der Therapie sein soll.
Ansonsten habt ihr zwar viel geschwallt aber ohne der Zielgeraden ansatzweise näher zu kommen. Schwallen das die Luft scheppert ....nennt man das dann wohl.
Schade um die Zeit, die du investiert hast.

Sei froh, dass sie einen Wechsel von sich aus angesprochen hat. Das eröffnet dir die Möglichkeit woanders Hilfe zu bekommen, von der du profitierst.
Hast du beim nächsten Therapeuten kein gutes Gefühl, dann brich sofort ab und versuche dein Glück beim Dritten.
Vor allem kläre ab, ob Geprächstherapie oder Verhaltenstherapie angezeigt ist.

Lass den Kopf nicht hängen.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Baffy

Aktives Mitglied
also meine letzte "Sitzung" ist jetzt etwa 18 Jahre her. Ich erzählte ihr alles von mir, auch das ich selbst herausgefunden habe warum mein Leben so Scheiße war. Ich beschrieb ihr, das ich immernoch Folgen in meiner Seele habe, die ich gerne aufgelöst hätte.
SIE: und was wollen sie da jetzt genau von mir?

Ich hab die Tür hinter mir zugeknallt, weil ich begriff, das die Null Ahnung hatte (Aufgrund ihres angeblichen Studiums hätte sie genau wissen müssen was ich meine).

Mach dir keinen Kopf darüber. Meine Erfahrungen sind, das nichteinmal die Hälfte von denen irgendeine Ahnung hat. Such einfach Jemand Anderen der als Mensch was taugt und dem du dich sehr gut öffnen kannst. Ich hab so einen nie gefunden und möchte es auch nicht mehr.
 

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