Rhenus
Sehr aktives Mitglied
Rhenus,
Du schreibst: "Ich kann mich nicht damit abfinden, Kinder einfach aufzugeben, zudem du dir selbst im letzten Absatz widersprichst.
Denn dann müsste sich die Gesellschaft doch mehr und nicht, wie hier gefordert wird, weniger kümmern..."
Die alte Gefechtslage🙂 Deine augenscheinlich offene Rechnung mit Pädagogen wirst wohl noch lange mit dir rumschleppen. Ich widerspreche mir zudem nicht, weise allerdings auf einen Umstand hin, der auch zunehmend in Elternversammlungen und zwischen Eltern eine Rolle spielt.
Finde ich lustig... Woher willst du das wissen?
Wenn du wüsstest, wie nahe ich, in vielerlei Hinsicht, diesem Berufsstand stand/stehe... 😉
Allerdings hatte ich noch die "Ehre" noch von "linientreuen" Sadisten unterrichtet zu werden, die sich nicht in der freiheitlich demokratischen Grundordnung wohlfühlten. Das PG Zeichen unterm Revers tragend...
Da wurde geschlagen, bis das Blut kam.
Nicht bei mir, oder meinen Geschwistern, denn das regelte mein Vater sehr effektiv...
So kann ich mir auch vorstellen, dass meine freiheitliebende humanistische Art dich sehr irritiert...🙂
Sitzen in einer Klasse, einer Lerngruppe mehrere Kinder, die der besonderen Aufmerksamkeit bedürfen, die - wie in den von mir geschilderten Fällen -eine besondere Aufmerksamkeit und einen hohen Verwaltungsaufwand hervorrufen, geht das letztendlich zu Lasten der Schüler, die auch der Zuwendung bedürfen. Für sie bleibt weniger Zeit. Unterhalte dich mal mit Stadtteilbeamten der Polizei und Streetworkern.
Und natürlich müsste sich "die Gesellschaft" (Wer ist das überhaupt?) mehr kümmern, wobei ich dir freilich einen Hinweis gebe, wie dieses Kümmern aussehen könnte.
Es bedarf mehr pädagogischen Personals, nicht weniger. Das kann etwa heißen, dass besonders leistungsstarke Schüler in ihren Begabungen extra gefördert werden. Für schwächere Schüler bedarf es zusätzlicher Förderungen, was etwa heißen kann, dass sie in ihren Problemfächern in kleinen Gruppen parallel gefördert und gestützt werden.
Ich weiß schon, wovon ich rede und schreibe.
Da bin ich kritisch, weil es andere Länder vormachen, wie man erfolgreich Schule betreibt.
Nur das ist doch nicht das Thema...
Das Jugendamt soll doch nicht unterrichten...
Es gibt natürlich Menschen, man nannte sie wohl mal "Kritikaster", die an allem und jedem etwas auszusetzen haben und die auch noch davon überzeugt sind, einen positiven Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung zu leisten.
Auch hier, und sie haben Namen.
Burbacher
So viel ich weiß, tragen alle Menschen Namen, selbst wenn sie sich umbenennen. 🙂
Weißt du, ich bin immer erstaunt, wie du vom Thema abkommst...
Dabei habe ich im Leben vielfach erlebt, dass gerade Pädagogen immer meinen, alles im Leben besser zu wissen.
Mit Pädagogen privat umzugehen ist nicht immer einfach, doch mir gelingt das ganz gut.
Ich habe viel Zeit mit ihnen verbracht... Sogar Nächte... wenn dir das jetzt was sagt... 🙂
Komisch, da wurde kaum meine Meinung, als sonderlich oder abweichend empfunden.
Mehr noch, ich half einigen...
Zum Thema ist doch zu bemerken, dass hier kaum konkrete Vorschläge geäußert werden, was am Jugendamt zu verbessern wäre, außer immer die gleichen Schlagworte einer Kontrolle einer Kontrolle.
Doch man muss vor lauter Kontrolle zu Ergebnissen kommen, weil Zeit weder beliebig und auch nicht umkehrbar ist.
Und gäbe eine neue Instanz das gewünschte Ergebnis?
Ich meine nein, weil die verschiedenen Erwartungen an das JA völlig gegenläufig sind.
Da haben wir die Meinung, wenn ich mich Regeln der Eltern nicht unterwerfen will, dann soll das Jugendamt es teuer richten.
Wenn ich dann etwas abverlangt bekomme, wird man bockig und trotzig, will erzwingen und laufe weg. Das JA ist dann wiederum schuld?
Oder zur Bespaßung des Einzelnen da?
Da gibt es Defizite in Familien, verschiedenster Art, soll nun das Jugendamt tätig werden oder nicht?
Das wird jeweils nach der Interessenslage der Betroffen völlig verschieden gesehen.
Nun steigen die Fälle, wo Jugendämter eingreifen müssen drastisch, sei es auf öffentlichen Druck oder der Interessensverbände und Politik...
Wichtig und richtig muss es doch sein, dass Kinder eine Erziehung erhalten, die sie zu Erwachsenen macht, die sowohl Bildung haben und ein Leben später selbstständig meistern können.
Dazu kommen Problemkinder, die aufgrund ihrer eigenen Möglichkeiten und Defizite niemals diese Voraussetzungen erfüllen können.
Da geht die Betreuung über die Generation hinweg weiter.
Daher ist für mich die Gesellschaft gefordert zu überdenken, ob diese Rahmenbedingungen, die wir haben und für richtig halten, tatsächlich richtig sind...
Burbacher, du möchtest getrennte Förderung, ich parallele, denn nicht der Fördergedanke im Sinne der Leistungsfähigkeit (Elitedenken) steht bei mir an erster Stelle, sondern auch der Gemeinsinn, ein Gemeinschaftsgefühl von einer friedfertigen Gesellschaft mit gleichen Chancen.
Und wie weit wir als Gesellschaft ideologisch auseinander sind, beweisen hier einige Beiträge, die beinhalten, dass man sich nur konträr zum Jugendamt verhalten soll, auch wenn man sich selbst damit schadet, um im gelten Mainstream Zuspruch zu bekommen...
Mit einfachen Worten: Was gegen das Jugendamt gerichtet ist, egal wie, erhält Zuspruch!
Selbst dann, wenn anschließend das weitere Leben absolut nicht toll verläuft.
Und du fragst tatsächlich danach, wer die Gesellschaft ist?
Das sind für mich alle Menschen, die sich zu einer rechtsstaatlichen Gemeinschaft zusammenfinden, um Werte, Ordnungen, Regeln, Gesetze zu definieren und gegenseitigen Beistand, Sicherheit und Daseinsfürsorge zu betreiben.
Und das sagt eben auch aus, dass man Kinder schützen muss, wobei es nicht vordersinnig danach geht, wer welche Erziehungsmethode gutheißt oder welches Kind für sich in Anspruch nehmen will seinen Willen damit durchzusetzen, einen Suizidversuch zu wagen...
Es geht nach wie vor darum, wie diese Gemeinschaft sich ein Zusammenleben als Mehrheitsentscheidung vorstellt.
Was ja übrigens Grundlage einer demokratisch zustande gekommenen Übereinkunft ist.
Und Burbacher... ich habe es längst aufgegeben, anzunehmen, bei dir persönlich, punkten zu können... 🙂
Übrigens, ich habe letztens übrigens verwundert festgestellt, dass in Burbach doch ganz andere Regeln gelten... Wer nach einer Telefonnummer eines Mädchens fragt, oder ihr Herzchen malt... Na, der wird schon zumindest mit dem Prädikat "sittlich gefährlich" bedacht... 🙂🙄