Liebe Forumsmitglieder
Ja, so ein Filmbericht ist notwendig und wichtig.'Mit Kindern Kasse machen' ist jedoch nur die Spitze eines Eisberges, der immer höher wird. Alle sehen sich diesen Eisberg an, aber ausser : ja das ist aber schlimm, geschieht ........nichts.
Es ist schlimm, dass Kinder zur Ware verkommen und es ist schlimm, dass es Familien gibt, in denen unhaltbare Zustände an der Tagesordnung sind, die eine Inobhutnahme rechtfertigen. Leider sind Jugendamtsmitarbeiter völlig überlastet, da sie - wie auch in diesem Bericht angesprochen - mit Fällen überhäuft werden. Bei 90 zu bearbeitenden Fällen, hat man nicht die Zeit, sich um einzelne Schicksale zu kümmern. Pech gehabt könnte man dann lapidar sagen. Dieses Pech hat aber eine Ursache! Wenn die Arbeitsstellen der Jugendämter immer weiter zusammengstrichen werden, dann bleibt etwas auf der Strecke. Das wirklich skandalöse: um teilweise unsinnige Inobhutnahmen zu finanzieren, bedarf es eines riesigen Finanzaufwandes, für den letztlich der Steuerzahler herhalten muss. Diesen Geldsegen in die Qualifizierung von sozialpädagogisch wie heilpädagogisch geschulten Mitarbeitern zu stecken, kommt keinem der Entscheidungsträger in den Sinn. Da wird dann, wie in der Wirtschaft üblich, ausgelagert. Doch warum wird in allen öffentlichen Haushalten so rigeros gespart? Geld ist doch vorhanden! Solange Geld für kriminelle Banker da ist, die sich über hochriskante Immobiliengeschäfte die Taschen vollgestopft haben, muss doch auch Geld für Kinder da sein?!
Dieses ganze System ist so sehr korrupt, da wundert mich nichts mehr.....
Leider gehört aber auch die Frage hierher: warum wurde der Fernsehbeitrag so spät gesendet? Gut ist jedenfalls, dass er überhaupt gesendet wurde..... Aber wird sich was ändern?