Wenn dein Mann seinen Job gekündigt hat, sollte er mit den Konsequenzen leben. Also erst mal selber aufs Amt gehen etc., auch wenn es da eine Sperre gibt. Ich würde ihm keinen Cent geben, dass er etwas Druck hat, sich auch tatsächlich etwas neues zu suchen. Nicht, dass ihm die Arbeitslosigkeit zu bequem wird.
Essen kann er ja bei seinem Vater. Bzw. falls du ohnehin nicht teuer kochst, kann er gelegentlich bei dir mitessen (falls du es nicht doch schaffst, dich zu trennen). Aber er sollte keinerlei Ansprüche stellen dürfen, was auf den Tisch kommt. Wenn er wählen will, soll er sich auch an den Kosten beteiligen. Sonst soll er froh sein, überhaupt mitessen zu dürfen. Ggf. kannst du sagen, dass er als Revanche für sein gentlemanlike Verhalten 1-2 Monate bei dir mitessen darf, er in der Zeit jedoch gefälligst einen neuen Job suchen soll. Weil er sonst in 2 Monaten höchstens noch bei Papa essen kann. Wenn er seinen Job wirklich (wie er es behauptet) nur aus Liebe gekündigt hat, sollte es kein Problem sein, sich aus Liebe schnellstmöglich etwas neues zu suchen. Er kann ja mal bei diversen Metzgern nachfragen. Solche Leute sind mittlerweile gesucht und irgendwer nimmt ihn vielleicht auch mit abgebrochener Ausbildung.
Aber bitte: selbst wenn du dich aus Liebe nicht trennen kannst: er soll die Konsequenzen seines Handeln spüren. Zahle keinen Cent Schulden von ihm ab. Wenn der Gerichtsvollzieher in seiner väterlichen Wohnung vorbeikommt und etwas mitnimmt, ist das sein Pech. Das ist unbequem und zwingt ihn, sich mit den Schulden auseinanderzusetzen. Wenn du nur einmal eine Rate für ihn zahlst, "weil der arme Mann das gerade ja nicht selber kann", wird er sich daran gewöhnen. Dann wird der arme Mann ständig kein Geld für die Raten haben, selbst wenn er wieder einen Job hat.
Ich habe so auch so einen Verwandten, der mit Geld nicht umgehen konnte/kann. Trotz dass er sogar einen vergleichsweise gut bezahlten Job hatte und gratis bei Mami wohnte, häufte er einen immer höheren Schuldenberg an. Als die Banken ihm nichts mehr gaben, "lieh" er sich von Freunden und Verwandten Geld aus. Keiner von uns hat es je wieder gesehen. Doch anstatt von dem geborgten Geld die Schulden zu tilgen, lebte er davon nur weiter auf hohem Fuß. Bis wir uns alle selbst bei "aber ich brauche dringend Geld für Lebensmittel, soll ich etwa verhungern" weigerten, noch einen Cent herauszurücken und ihm höchstens noch 3 Packungen Nudeln vorbeibrachten. Erst da war er bereit, zum Schuldenberater zu gehen und die Privatinsolvenz einzuleiten. Wir Verwandte ärgern uns sehr, dass wir ihm so häufig aus Gutmütigkeit etwas "geliehen" haben. Denn das Geld sehen wir nie wieder. Und auch für ihn wäre es besser gewesen, wenn wir früher die Notbremse gezogen hätten.
Erst im Zuge der Insolvenz lernt er jetzt langsam, wieder mit Geld umzugehen. Weil keiner (weder Bank noch Freunde/Verwandte) ihm noch was leiht und ihm nichts anderes übrig bleibt, als von dem, was nach den Pfändungen noch übrig ist, zu leben.
Auch den Partner wird das erst lernen, wenn sein Lebensstil nicht mehr aufrecht zu erhalten ist. Mache nicht den Fehler, eine Insolvenz hinauszuzögern, indem du ihm Geld gibst. Denn er wird es dir nicht zurückzahlen können und womöglich auch gar nicht wollen. Das wird die Beziehung noch mehr belasten. Gerade bei einer so kurzen Beziehung dürfte es attraktiver sein, den Schuldenberg (also dich) einfach via Trennung abzustoßen. Und dann weise mal nach, dass es nur geliehen und nicht geschenkt war.
Eine Trennung wäre angesichts der kurzen Beziehung besser. Auch für ihn, weil der Leidensdruck, seine Schulden tatsächlich zu tilgen, höher wird, wenn er so keine Partnerin halten kann.