Absolut.
In meiner Familie war mir mein möglicher Egoismus verboten. Das wurde mit Nichtachtung und Silentreatment, der sich über Wochen hinziehen konnte, bestraft.
Ich habe lange gebraucht um zu verstehen, dass ein gesunder Egoismus nichts schlimmes ist. Aber jahrelang habe ich mich einfach nur schlecht gefühlt, wenn ich mal an mich gedacht habe oder wenn ich einfach mal keine Lust hatte für andere da zu sein.
Erst recht wenn mich diese Personen verbal und körperlich attackiert haben, denn Gewalt durfte ich auch innerhalb der Familie erfahren, die dann durch meine Empathie schön geredet wurde.
Manipulieren nennt man das, oder nicht? Halte die Klappe, du machst, wie ICH dich haben will. Ansonsten gibts Strafe. Das ist eigentlich ein klassisches Erziehungsmuster, auch in Partneschaften wird das so fortgesetzt und man nimmt das oft auch so hin, so ist es nun mal. Willst du Harmonie, dann unterwirf dich..unsere Hausübung ist, sich nicht unterwerfen zu lassen. Das ist ein Lernprozess und manchmal recht schmerzhaft, besonders für die, die auf die anderen angewiesen sind und Zorres fürchten und Liebesentzug und Silentreatment, glaub ich.
Mehr Wurschtigkeit, falls man bestraft werden sollte und viel Mut, trotzdem so zu machen, wie man selbst will, das ist gefragt. Wo lernt man das? Wie lernt man das? Auf die anderen verzichten können, das hat mir geholfen. Das hat mich befreit von diesem ewigen Spielchen mit mir. Meine Autonomie hat mir geholfen. Ich bin nicht mehr emotional erpressbar.
Gehen wir am Thema vorbei?
Wenn man Mitgefühl möchte, Empathie für sich bräuchte, dann muss man sich verständigen können und auch die verstehen können, die zum Beispiel herrisch tun, ohne Rücksicht vorgehen, taktlos sind, oder kalt. Die bräuchten doch auch Empathie und auch die müssten sich erkennen, wie sie sind, die haben für sich selbst kein Mitgefühl, wieso sie so sind.
Kauderwelsch, entschuldigt, ich hab Hunger, da kann man nicht klar denken..