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Eltern haben mein Leben in Rechnung gestellt

Der Kern des aktuellen und schon seit Jahren laufenden Problems, fing mit dem Tag meiner Geburt an.

Es gab bei uns klar getrennte Erziehungen. Mädchen- und Jungserziehung. Meine Brüder durften quasi immer alles machen, solange es Jungssachen waren. Sie hätten z.B. niemals Puppen bekommen. Ich durfte nur Mädchensachen machen und musste mich anständig benehmen, weil Mädchen nicht wild sind. Ich bin aber bis heute eigentlich mehr so für Aktion und Abenteuer. Außerdem musste ich im haushalt helfen und meine Brüder nicht.

Das Verhältnis zu meinen Brüdern ist auch nicht gut und sie machen mir wegen der Sache jetzt auch Druck. Sie benehmen sich mittlerweile genau so, wie sie es „gelernt“ haben.
Es war bei uns dann irgendwann so weit, dass ich sogar meinen Brüdern Essen machen sollte, wenn unsere Eltern mal nicht da waren. Und das haben sie dann auch verlangt, weil ich ja dann die Frau im Haus war.

Das hat nie funktioniert und so ab 12/13 wurde ich aufmüpfig. Ich habe mich an diese ganzen Vorgaben nicht gehalten und seitdem gab es immer Streit deswegen.

Meine Brüder haben auch studiert. Sie wurden emotional und finanziell unterstützt. Ich nicht. Es gibt kein Studium für Hausfrau und Mutter. Frauen brauchen sowas nicht, also gab es keine Unterstützung.

Und jetzt erwarten meine Eltern, dass ich sie pflege. Es ist offensichtlich nicht ausreichend, dass ich 7000 km entfernt wohne. Sie erwarten dann, dass ich wieder zurück ziehe, damit ich sie pflegen kann. Sie sollen sich doch auf ihre Söhne verlassen, auf die sie so stolz sind. Sie habe so tolle Jobs durch ihr Studium bekommen und ganz tolle Familien gegründet. Im Gegensatz dazu, wissen sie nicht mal was ich studiert habe oder beruflich mache.

Aktuell ist es ja nicht so. Es geht beiden gut. Mein Vater geht arbeiten. Meine Mutter hat nie gearbeitet.
Ich finde du bist eine starke Frau, die weiß was sie will und sich nicht für andere verbiegt. Das es dadurch zu Reibungen kommt, grade in deiner Familie die nach altmodischen Rollenbildern lebt, ist mehr als verständlich, da sie es nicht verstehen oder nachvollziehen können.
Vielleicht treffen da zwei Welten aufeinander und solange beide Seiten sich schwer tun aufeinander zuzugehen, wird das auch nicht leichter.

Hast du deinen Eltern erzählt, wie es dir damit ging, wie sie dich behandelt haben?
 
Und jetzt erwarten meine Eltern, dass ich sie pflege. Es ist offensichtlich nicht ausreichend, dass ich 7000 km entfernt wohne. Sie erwarten dann, dass ich wieder zurück ziehe, damit ich sie pflegen kann. Sie sollen sich doch auf ihre Söhne verlassen, auf die sie so stolz sind. Sie habe so tolle Jobs durch ihr Studium bekommen und ganz tolle Familien gegründet. Im Gegensatz dazu, wissen sie nicht mal was ich studiert habe oder beruflich mache.
Du wohnst weit genug von denen weg, um sie komplett aus deinem Leben verbannen zu können, reagiere einfach auf nichts mehr und brich den Kontakt komplett ab. Du bist ihnen eh nichts wert und niemand kann dich zwingen die Sklavin für solche Eltern zu spielen.

Sei es dir selber wert, ein eigen-bestimmtes Leben zu führen und mache ihre verstaubten Moralvorstellungen nicht zu deinen, sie zielen nur darauf ab, Frauen klein und gefügig zu halten. Du kannst diesen Kreislauf durchbrechen, den ersten Schritt hast du bereits getan, nun muss der zweite kommen: Kontaktabbruch---für deine Zukunft. 🍀

Mitfühlende Grüsse: Dunkle Prinzessin
 
Der Kontakt besteht aktuell daraus, dass ich alle paar Wochen mal nachfrage, ob alles okay ist und wie es ihnen geht. Sie melden sich von sich aus nie bzw. nur, wenn irgendwas passiert ist oder es etwas sehr wichtiges zu berichten gibt.
Der Kontakt ist ja nicht sehr eng.
Was ich aufgrund der Umstände verstehen kann.
Vermutlich hast du auch kein Interesse die Abstände zu verkürzen?
Eher verlängern, oder?

Ob überhaupt jemals eine Pflege ansteht?
Das steht in den Sternen.
 
Es gibt halt auch dysfunktionale Familien,

Man lernt ja dazu...
In jeder Generation erfährt man die Vorteile und auch Nachteile seines Handelns.

Hier zb, in dieser Geschichte ist es den Eltern nicht gelungen, die Tochter zu einem liebevollen Freund zu machen, mit dem man rechnen kann, auf den man zählen kann.

Mein Ex ist zb jetzt sehr froh, weil er krank und schwer beeinträchtigt von allen Seiten Hilfe erfährt.
Die würde ihm jeder verweigern, hätte er sich nicht entsprechend benommen. Dazu habe ich auch beigetragen, indem ich immer auf die Vorteile von Zusammenhalt aufmerksam gemacht habe und eben auch auf die Nachteile, falls man das vergessen sollte, achtsam umzugehen miteinander.
 
Ja, und du, TE, musst eben dankbar sein, dass du überhaupt leben durftest, dass man dich nicht vorzeitig am Strassenrand abgestellt hat u.ä. Ja, so erbärmlich können Eltern tatsächlich sein.
Im nächsten Leben sind die gleichen Eltern dann die Kinder und werden am Straßenrand entsorgt.
Wie du mir, so ich dir. Aug um Aug, Zahn um Zahn. Das Schicksal ist gerecht. Ursache und Auswirkung.
 
Hier zb, in dieser Geschichte ist es den Eltern nicht gelungen, die Tochter zu einem liebevollen Freund zu machen, mit dem man rechnen kann, auf den man zählen kann.
Es ist aber auch nochmal ein Unterschied, ob man auf jemanden ZÄHLEN kann, wenn der einen in der Not oder gelegentlich braucht, oder ob man regelmäßige Pflege zugesteht. Ich erlebe es in meinem beruflichen Alltag sehr oft, dass pflegende Angehörige auf dem Zahnfleisch gehen, völlig überfordert sind und sogar erkranken, weil sie sich zu etwas bereiterklärt haben, was sie teils körperlich, teils mental, teils beides komplett unterschätzt haben. Als Mutter würde ich das meinem Kind niemals zumuten wollen, denn echte Pflege ist ein wirklich harter Job und zusätzlich zum eigenen Job mit weiteren Verfplichtungen kaum zu leisten. Nicht ohne Grund gehen viele unserer Pflegekräfte auf dem Zahnfleisch oder verlassen gar den Beruf.

Wenn dann - wie im Fall von dir @Eloo - noch dieses hartherzige Kalkül dazu kommt, wüsste zumindest ich, was ich tun würde.
 

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