Wohnst du 7000km entfernt oder 700km und ausversehen eine Null zu viel dran gehängt?
7000 ist schon richtig.
Mit diesem Hintergrund würde ich mich grundsätzlich raushalten. Du bist ja auch räumlich weit genug entfernt, um Distanz zu halten.
Ich verstehe, warum du das so zu deinen Eltern gesagt hast, wie du es getan hast.
Wie hoch wird denn dein Pflichtteil etwa sein? Wie stehst du zu deinen Brüdern?
Nun, deine Eltern und Brüder können soviel erwarten wie sie wollen.
Wie willst du das künftig lösen?
Ignorieren?
Du hast ja schon Grenzen gesetzt, in dem du ihnen mit geteilt hast, dass du nicht zur Verfügung stehst.
Hast du irgendwelche positive Gefühle deiner Familie gegenüber?
Mal eine ernsthafte Frage von mir: du hast dich doch abgenabelt, lebst weit weg, warum kümmert dich das noch, was die Brüder und die Eltern sagen?
Ist das hier eine theoretische Überlegung? Dass du einen Anwalt brauchst, um deine Frage hier zu beantworten, ist bizarr und eigentlich vollkommen klar.
Ich denke mal, du bist traditionell aufgewachsen und deine Eltern haben bestimmte Vorstellungen, wie du zu leben hast. Du bist erwachsen, lebst dein Leben, hat scheinbar auch wegen der Entfernung wohltuend nicht so viel Kontakt zu der Familie.
Geht es hier nur darum, dich über deine Familie auszuheulen?
Du hast KEINE Verpflichtung. Dann kommuniziere auch so mit deinen Eltern.
Mir ist das jetzt echt zu doof, dir in allem zuzustimmen und zu sagen "ach, wie furchtbar". Du hast doch alles richtig gemacht. In gewissen Maße haben Eltern bestimmte Vorstellungen für ihre Kinder und es wird von Töchtern was anderes erwartet als von Söhnen.
Du bist selbständig genug um dein Leben unabhängig und ohne Verpflichtungen zu leben.
Ich habe mich das auch gefragt, wie schaut es aus mit den Folgen und welche wären diese?
Wenn ich mir so überlege, nichts wäre für mich unbequemer, als in Unfrieden mit meinen Kindern zu leben. Wir sind ein friedlicher Stamm und gehören zusammen. Psychisch geistig liebevoll miteinander verbunden, das fühlt sich gut an.
Zorn aufeinander, macht das nicht unruhig?
Ich kenne einen vergleichbaren Fall, da war der Sohn der, der sich um alles selber kümmern musste, denn: Er war ja ein Mann und Männer können für sich selber sorgen. Sein Studium musste er sich daher selbst finanzieren, seine Wohnung auch. Seiner Schwester wurde alles zur Verfügung gestellt, einschl. einer Eigentumswohnung. Der Sohn hat den Kontakt zu seiner Familie deswegen komplett abgebrochen. Das war die beste Idee, die er haben konnte.
Käme das für dich auch in Betracht? Offenbar haderst du ja doch irgendwie mit der Situation. An deiner Stelle würden mir solche Ansagen der Eltern am A**** vorbeigehen, genau so wie meine (deine) Belange ihnen am A**** vorbeigehen. Ich würde keinen Gedanken auf ihre Pflege oder sonst etwas was sie betrifft verschwenden, und wenn es dann soweit ist und rechtlich Ansprüche an dich gestellt werden (zB Unterhaltszahlung), würde ich mir einen Anwalt nehmen und diesen den Kontakt führen lassen.
Inwiefern habt ihr denn überhaupt noch Kontakt, so dass alle auf dich einreden können ?
Ich tue mich irgendwie schwer damit, mir ein harmonisches Großfamilien-Setting vorzustellen. Du verstehst dich (nachvollziehbar) mit keinem von ihnen gut. Warum suchst du also den Kontakt und bleibst nicht für dich? Vermisst du etwas bzw. kannst das nicht anderweitig kompensieren?
Und was meinst du damit, wenn du sagst, es sei nicht ausreichend, dass du 7.000 km entfernt wohnst.
Aus der Distanz kannst du nicht pflegen und umziehen möchtest du auch nicht. Damit ist alles geklärt und die Frage nach körperlicher Kümmerei stellt sich nicht.
Du scheinst schlicht Pech gehabt zu haben, in die falsche Familie hineingeboren worden zu sein. Daran kannst du nichts mehr ändern. Ich würde sagen, du darfst guten Gewissens egoistischer werden und deine Zukunft aktiv gestalten, so dass sie dir gut tut. Entscheide daher auch bewusst, welche Diskussionen du überhaupt noch führen möchtest. Aus der Distanz von 7000 km sollte das doch ein Einfaches sein. Oder vermisst du etwas - und wenn ja, was geben sie dir?
Ich weiß nicht genau, wie viel ich letztendlich erben würde. Es kommt ja auch darauf an, ob sie mich nun wirklich enterben oder nicht. Und was noch bis dahin so passiert. Ich gehe aber davon aus, dass es etwas zu erben gibt und vor allem gibt es ein Haus.
Ich halten den Kontakt auf ein Minimum reduziert, damit ich nicht so komplett von allen Informationen abgeschnitten bin. Ich will schon noch so ungefähr wissen, was los ist und was passiert. Ich traue nämlich meinen Brüdern zu, dass sie dann heimlich versuchen sich irgendwelche Sachen unter den Nagel zu reißen, die ihnen gar nicht zu stehen. Wenn ich mich komplett raushalte und quasi jahrelang schon weg vom Fenster bin, dann ist die Gefahr höher. Ich will mein Erbe. Ganz egal, was mir da letztendlich zu steht.
Und ich hatte das Thema ja eröffnet, um unter anderem vielleicht noch zu erfahren, ob ich etwas übersehen habe.
Ich muss sie nicht pflegen, sie können mich nicht zwingen, diese absurde Rechnung muss ich sowieso nicht bezahlen, okay check. Kann ich aber letztendlich doch irgendwie zur Verantwortung gezogen werden?
Mir ist nämlich jetzt im nachhinein noch ein Szenario eingefallen. Nur mal angenommen meine Eltern werden wirklich stark pflegebedürftig z.B. Demenz. Sie sitzen zuhause, kommen nicht mehr klar, verwahrlosen und fackeln versehentlich das halbe Haus ab.
Kann dann irgendeine Behörde oder wer auch immer zuständig ist, auf mich zukommen? So nach dem Motto: Sie sind die Tochter, ihre Eltern können alleine nichts mehr regeln, kümmern Sie sich.
Von welch einer Tradition/Kultur/Religion sprechen wir hier ?
Wenn es um meine Eltern geht, dann Franzosen, die schon ewig in Deutschland leben.
Ich finde du bist eine starke Frau, die weiß was sie will und sich nicht für andere verbiegt. Das es dadurch zu Reibungen kommt, grade in deiner Familie die nach altmodischen Rollenbildern lebt, ist mehr als verständlich, da sie es nicht verstehen oder nachvollziehen können.
Vielleicht treffen da zwei Welten aufeinander und solange beide Seiten sich schwer tun aufeinander zuzugehen, wird das auch nicht leichter.
Hast du deinen Eltern erzählt, wie es dir damit ging, wie sie dich behandelt haben?
Das habe ich meinen Eltern nie gesagt und das würde auch nichts bringen. Es interessiert sie nicht. Sie wissen eigentlich nichts über mich. Sie wissen nicht was ich studiert habe, was ich jetzt beruflich mache, wie ich lebe, ob ich im anderen Land klar komme, ob ich Freunde habe, ob ich eine Beziehung habe usw. Das interessiert sie nicht. Ich habe ihnen meine neue Adresse quasi aufgedrängt für irgendwelche Notfälle. Sie wüssten sonst wahrscheinlich nicht mal in welche Stadt ich wohne, weil sie nie nachfragen würden.
Ich finde nicht, dass die TE besonders mies behandelt wird.
Aber wir können da gerne unterschiedlich unterwegs sein.
Ich finde das nicht so dramatisch.
Wenn für dich Sexismus im eigenen Elternhaus nicht so dramatisch ist, dann finde ich das bedenklich. Sexismus ist nie in Ordnung und schon gar nicht in der eigenen Familie.