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Einseitiger Kinderwunsch

E

Effie

Gast
Guten morgen,
Da ich nicht weiß, mit wem ich darüber reden soll möchte ich mich an die lieben Frauen und vielleicht auch Männer wenden denen es vielleicht so geht wie mir. Mein Mann (ende 20) und ich (Mitte 20) sind seit fast 5 Jahren glücklich verheiratet. Ich möchte direkt zu Anfang sagen dass wir uns sehr lieben und das ich ihn um nichts in der Welt verlassen würde, und das mich jedwede Kommentare in die Richtung sehr verletzen. Denn leider wird das bei solchen Themen immer als erstes angepriesen. Für mich war immer klar, irgendwann eine Familie zu haben und als ich meinen Mann kennen lernte wusste ich sofort das er der richtige ist. Richtig intensiv über Kinder gesprochen haben wir zu Anfang der Beziehung nicht, mit knapp 19 wahr ich einfach noch zu jung. Er ist ein unglaublich warmherziger und gefühlvoller Mensch, nie aufbrausend oder verletzend und sehr intelligent. Genau das was sich jede Frau für den Vater ihrer Kinder wünscht. Vor knapp einem Jahr nun wuchs in mir der Wunsch nach einer Familie. Ich habe also das Gespräch mit meinem Mann gesucht und war geschockt. Die Antwort war einfach Nein. Keine Erklärung. Einfach Nein, ich will keine Kinder. Ich dachte mir vielleicht war der Zeitpunkt einfach blöd und habe es später nochmal versucht. Dieses mal reagierte et sehr gereitzt und erklärte das er kein Vater sein will, Kinder sind nur stress und er kann das nicht verkraften. Ich wollte wenn dann vor 30 Kinder haben, darüber wäre mir das gesundheitliche Risiko zu Groß. Ich dachte ich kann vielleicht irgendwie damit umgehen. Aber im Moment sehe ich meine Familie sinnbildlich durch meine Finger rinnen. Ich schlafe nicht mehr gut, bin nur noch angespannt und fühle mich einfach nur wertlos. Dann höre ich von Freunden das sie schwanger sind oder der Mann lieber gestern als morgen Kinder hätte und ich fühle mich noch schlechter, obwohl ich mich freuen sollte. Ich realisiere einfach gerade das mein Leben sinnlos ist, und ich mit meinem geheule und der schlechten Laune nur dafür Sorge, dass es meinem Mann schlecht geht, was ich natürlich nicht wIll. Bitte helft mir.. Wie schaffe ich es über so einen Schlag hinweg zu kommen? Hat das jemand von euch geschafft?
Lieben Dank an alle die das hier wirklich ernst nehmen. Ich habe einfach niemanden zum reden, da ist das hier noch die beste Alternative.
 

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Rosafee

Aktives Mitglied
Du bist in einer schwierigen Situation.

Dir deinen Kinderwunsch aus dem Kopf zu schlagen, wird nicht möglich sein. Das sollte dir niemand raten, der es gut mit dir meint.
Dieser Wunsch ist in deinem Alter absolut berechtigt und biologisch begründet.

Du würdest, wenn man dich zwingen würde, auf Kinder zu verzichten, sehr unglücklich werden. Das spürst du jetzt schon und das ist kein vorübergehender Zustand.

Dein Mann muss wissen, dass er dich verliert, wenn er seinen Standpunkt nicht überdenkt. Liebe kann in Hass umschlagen, wenn grundlegende Lebensvorstellungen nicht übereinstimmen und unterdrückt werden müssen.
 
G

Gast

Gast
Das kann keiner für dich lösen.
Was fehlt dir denn plötzlich, das ein Kind jetzt kompensieren soll ?
Wäre es dir wichtig gewesen, warum erst jetzt der Anspruch, ,und dann so für Deinen Mann überrumpelnd?
Da brauchst du noch viel mehr Einfühlungsvermögen, oder hat dein Mann dir nur was vorgespielt mit, friedlich, lieb, einfühlend, tolerant ?
Solange alles so lief wie er sich das vorstellt ?
 
E

Effie

Gast
Danke schonmal für die antworten.
Wie ich bereits geschrieben habe war die Familie für mich immer ein wichtiges Thema. Und jetzt mit Mitte 20 fühle ich mich vollkommen bereit für ein Kind, und möchte diesen lebemswunsch Natürlich teilen.Mein Mann war auch nicht überrumpelt, ich habe vorher immer schon davon geredet, Allerdings habe ich vor einem Jahr das Thema ganz konkret angesprochen. Und vorgespielt hat er mir nichts, er ist immernoch der selbe, nur sehr empfindlich bei diesem Thema. Ich möchte ihn nicht Unglücklich machen, und möchte deshalb einfach nur erfahren wie andere Menschen mit so einer Situation umgegangen sind. Ich hoffe einfach das mir das helfen kann damit klar zu kommen. Bitte geht doch nicht immer direkt vom schlechten im Menschen aus. Ich glaube es ist in meinem alter normal sich über soetwas gründliche Gedanken zu machen.
 

Sonatica

Mitglied
Ohje, das ist ja wirklich eine schreckliche Situation.
Der Gedanke, sein Leben lang für (ein) Kind(er) verantwortlich zu sein kann große Angst auslösen.
Ich selbst möchte keine Kinder haben, kann dich aber gut verstehen und es scheint dir ja sehr wichtig zu sein, was eigentlich schön ist. Vielleicht fühlt sich dein Partner nicht in der Lage, ein Kind versorgen zu können. Vielleicht fühlt er sich überrumpelt, hat Angst vor der Verantwortung, Angst sein 'Leben zu verlieren'. Das darf man nicht auf die leichte Schulter nehmen, schließlich ist die Angst berechtigt.
Versuche vielleicht noch einmal ganz ruhig, das Gespräch mit ihm zu suchen. Mach ihm klar, dass du ihn zu nichts zwingen willst, dass dich seine heftige Reaktion aber sehr verletzt. Vielleicht kann er genauer erklären, warum seine Abneigung dazu so stark zu sein scheint. Wichtig ist denke ich, dass du ihm nicht das Gefühl gibst unter Druck zu stehen. Das wird garnicht so einfach sein, da er automatisch eine defensive Haltung einzunehmen scheint.
Da ich selbst mit dieser Situation nie konfrontiert war, kann ich dir keine konkreten Tipps geben von denen ich weiß, dass sie funktionieren. Das kann wohl keiner. Dennoch hoffe ich, dass ihr zwei eine Lösung finden könnt, da du ihn ja sehr zu lieben scheinst.
 

bird on the wire

Aktives Mitglied
Schade, daß Ihr das Thema Familiengründung nicht vor der Hochzeit geklärt habt. Aber so ist es jetzt nun mal.

Jetzt hilft nur, in sich zu gehen und die wahren Motive für Kinderwunsch und -ablehnung herausfinden und deren Stärke.

Ich würde an Deiner Stelle zunächst bei mir selbst schauen, wo genau Deine Sehnsucht liegt, welche Weichen Du für Dein weiteres Leben stellen möchtest, wie Du Dir das vorstellst. Wie stark und wichtig Dein Kinderwunsch ist. Und ob Du auch Deine Ehe dafür beenden würdest.

Dann würde ich Deinen Mann bitten, zu schauen, was genau hinter seiner Ablehnung steht. die Gründe können nämlich vielfältig sein und sind demjenigen oft selbst nicht klar. Aber nur, wenn man sich dessen bewußt ist, kann man auch herausfinden, ob man bei seiner Ablehnung um jeden Preis bleiben wird. Und der Preis kann hoch sein - sowohl Scheitern der Ehe als auch eine unglückliche Ehefrau, die ihre Sehnsucht unterdrückt.

Oft ist es Angst vor der Verantwortung. Oder vor finanziellen Einschränkungen. Oder Angst, daß die Frau sich von der attraktiven Sexualpartnerin zur Mutter wandelt und sexuelle Flaute droht. Oder Lebensvorstellungen in Beruf oder Freizeit, die sich nur schwer mit Kindern verwirklichen lassen. Manchmal auch einfach Bequemlichkeit.
Ich kenne übrigens einige Männer, die Kinder deswegen ablehnen, weil sie selbst als Kind sehr gelitten haben und mit dem Wort Familie daher nur Negatives verbinden. Diese Männer wollten zwar eine Partnerschaft eingehen, aber nie eine Familie haben. Zumindest bei einem dieser Männer hat sich etwas geändert, als ihm das so bewußt wurde und er sich klarmachte, daß sich in einer Familie in der er der Vater ist und seine geliebte Frau die Mutter, sich seine negativen Erfahrungen mit Familie nicht wiederholen müssen. Er ist heute glücklicher zweifacher Vater und blüht in der Rolle auf.

Also, es lohnt, hinter die Vorhänge zu sehen, die wahren Motive für Ja oder Nein herauszufinden und offen und ehrlich darüber miteinander ins Gespräch zu kommen. Wenn das als Paar allein nicht möglich ist, der Konflikt aber sehr belastend, dann lohnt es auch, Hiilfe oder Gesprächsmoderation von außen in Betracht zu ziehen.

Ich wünsche Euch, daß Ihr den Weg in Liebe gemeinsam gehen könnt.
 
G

Gast

Gast
Du musst rausfinden, was Dir persönlich wichtiger ist: möchtest Du Mutter werden, oder möchtest Du Dein Leben weiter mit Deinem Mann verbringen. Beides scheint nicht möglich zu sein.

Wenn Du Dich für ein Leben mit Deinem Mann entscheidest, und keine eigenen Kinder bekommst, gibt es die Möglichkeit, vielleicht mit Kindern umzugehen, so dass Du da einen Kompromiss finden kannst?
 

Rosafee

Aktives Mitglied
Die Menschheit wäre nicht halb so zahlreich, wenn die Frauen immer um Erlaubnis gebeten hätten, schwanger zu werden.

Ich weiß, dass diese Aussage Protest hervorrufen wird. Trotzdem ist sie wahr.
 

Kylar

Sehr aktives Mitglied
Tja, dann sollen solche Frauen aber nicht im Nachhinein rumheulen, wenn sie ihrem Kind keinen liebevollen Vater bieten können und eventuell alleinerziehend dastehen, wenn der Vater sich zu Recht verarscht fühlt und nichts mehr mit Frau und ungewolltem Kind zu tun haben will.
 

Surrender

Sehr aktives Mitglied
Die Menschheit wäre nicht halb so zahlreich, wenn die Frauen immer um Erlaubnis gebeten hätten, schwanger zu werden.

Ich weiß, dass diese Aussage Protest hervorrufen wird. Trotzdem ist sie wahr.
Zum Glück scheint Effie vernünftig zu sein und scheißt nicht auf die Gefühle desjenigen, den sie liebt :)

@Effie: Ich weiß, das klingt vielleicht ein wenig "obervatermäßig", aber aus eigener Erfahrung weiß ich: Veränderung kommt schnell.

Ich selber hätte mir nie vorstellen können, mit 20 ein Vater zu werden. Heutzutage, 25 Jahre alt, steht fest, dass ich mindestens ein Kind jedes Geschlechts haben will, unabhängig davon wieviel es insgesamt werden. Und die Kinder sollen mit Haustieren aufwachsen.

Was ich damit sagen will: Wenn sonst alles stimmt, geb auf keinen Fall auf, auch wenn das der Standardrat ist. Ein paar Monate später kann das ganze schon ganz anders aussehen. Ihr könnt ja offensichtlich auch gut miteinander sprechen. Sag ihm, dass du keine Zukunft ohne Kinder siehst. Findet gemeinsam eine Lösung, findet heraus, warum er keine Kinder will. Nehmt euch die Sorgen. Ansonsten wirds eh keine gute Zukunft fürs Kind, nicht? Wichtig ist, dass keiner von euch den Willen runterschluckt. Wichtig ist die Kommunikation. Wenn ihr zu keiner Einigung kommt, läuft es zwangsweise auf eine Trennung hinaus, soviel ist klar. Aber das sehe ich bei euch nicht. Gebt euch gegenseitig Zeit euch zu verstehen. Ihr habt 5 Jahre miteinander ausgehalten - Da wirds auch mal Unstimmigkeiten gegeben haben. Trotzdem seid ihr noch zusammen. Das muss Gründe haben! Also: Packt das an, sprecht soviel ihr braucht. Sowas muss wohl überlegt sein und beide Elternteile müssen sich sicher sein.


EDIT: Eine mir liebe, bekannte Userin hat mich gerade darauf aufmerksam gemacht, dass ich ein "Ende" bei "Ende 20" überlesen hab. Oops. Sorry, habe mein Text angepasst :eek: Hätte ich auch merken können bei 5 Jahre Heirat - Sorry, das macht das ganze natürlich kritischer. Meine Hauptaussage gilt aber weiterhin: Redet miteinander und sprecht über eure Sorgen. Damit habt ihr natürlich deutlich weniger Zeit, denn die biologische Uhr tickt. Doch es kann soviele Gründe haben, warum man keine Kinder will, die man "wegreden" kann. Sei es Angst, dass man diesen keine gute Zukunft bieten kann und noch viel mehr. Wenn es nicht anders geht, kommt der Bedarf für Trennung schon, aber solange ihr es beide nicht so seht, gebt euch das Verständnis das ihr braucht.
 
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