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Einsam - keine Familie und Freunde

G

Gelöscht 118573

Gast
Hallo ihr Lieben :)

ich bin neu hier und muss einfach mal los werden was ich fühle, vielleicht hat jemand Erfahrung oder kann mir Tipps geben.?
ich bin 29 Jahre alt, wohne alleine mit meinen 2 Katzen.
Das ist quasi alles was ich in meinem Leben habe.
Ich habe keine Familie und auch kaum Freunde.
Das leben vor allem jetzt durch Corona ist eh schon scheiße.
Ich habe immer wieder so einen Tief und könnte los weinen und alles ist grau und farblos.
 
S

Santino

Gast
Liebe Milalina

Wie kommt es, dass du keine Familie hast? Magst du davon erzählen?

Viele Grüsse
Santino
 
G

Gelöscht 118573

Gast
Ich bin im Kinderheim bzw. in einer Pflegefamilie aufgewachsen. ich habe weder mit meiner richtigen Familie Kontakt, weder noch mit der Pflegefamilie.

Freunde hab ich schon welche, aber irgendwie geht jeder sein Leben. also ich habe keine Vertrauensperson mehr. es waren immer welche da, aber jedes mal wurde mein Herz gebrochen. Von der Familie aber auch von Freunden. :(
 

Kampfmaus

Aktives Mitglied
Wie oft siehst du deine Freunde bzw. wie oft habt ihr Kontakt und wie sieht dieser Kontakt aus? Könntest du von dir aus versuchen wieder mehr Vertrauen auf zu bauen? Also aktiv auf deine Freunde zugehen...?
 
G

Gelöscht 118573

Gast
Ich versuche es immer wieder aber irgendwie kommt nichts mehr von denen.
ich bin eher sehr viel alleine, das Vertrauen einfach in den Menschen wird weniger wenn man sooft verletzt wurde, dabei bin ich ein geselliger Mensch :/
jetzt kaum noch selbstbewusst, gesellig, deprimiert .. und das sind alles Probleme die Beginnt von der Kindheit bis heute ..
 
G

Gelöscht 32652

Gast
Ich bin im Kinderheim bzw. in einer Pflegefamilie aufgewachsen. ich habe weder mit meiner richtigen Familie Kontakt, weder noch mit der Pflegefamilie.

Freunde hab ich schon welche, aber irgendwie geht jeder sein Leben. also ich habe keine Vertrauensperson mehr. es waren immer welche da, aber jedes mal wurde mein Herz gebrochen. Von der Familie aber auch von Freunden. :(
Hallo Milalina, willkommen im Club

Ich lebte zwar als Adoptivsohn gut 30 Jahre bei einer gut situierten Familie, im Rückblick wurde ich aber nie als vollwertiges Familienmitglied akzeptiert
Ja man könnte sage ich hatte wie du nie eine wirkliche Familie.
Im Heim war ich sieben Jahre, schon lange her.

Ich denke das es vielen ehm. Heimkinder so geht wenn nicht den meisten das ihre Herzen gebrochen sind, bis heute.

Erst seit 7 Jahren mit dem Kennenlernen meiner Partnerin (hier im HR) geht es mir so etwas wie rel. gut.
Menschen machen mir Angst, bis heute.

Der Tip mit der Telefonseesorge ist gut die habe ich auch schon des öfteren bemüht, die Gespräche können zwar helfen sind aber immer nur als Stütze zu verstehen.

Man wird erwachsen, man selbst, der beste Freund, die beste Freundin dann trennen sich die Lebenswege.
Wenn wir erwachsen werden haben wir ALLE bestimmte Interessen und Vorlieben die sich leider nur selten mit den andere decken, so kommt es das man öfter längere Zeit sein Leben alleine fristet.
Und manche tun dies freiwillig.

Hinzu kommt noch das wir in einer emotional kalten von Leistung und Konsum gesteuerten Zeit leben.
Das macht es nicht einfacher, leider.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
S

Santino

Gast
Hallo Minalina

Ich kenne deine Situation ein bisschen.

Freunde hab ich schon welche, aber irgendwie geht jeder sein Leben
Ja, das ist so. Spätestens nach dem jungen Erwachsenenalter, nach den frühen Zwanzigern, kann man von Freundschaften nicht mehr viel erwarten.

Ich weiss leider nicht, was ich dir raten kann. Ich denke, dass es manchen Menschen hilft, eine Beziehung zu führen und eine eigene Familie zu gründen. Gerade, wenn man Familie doch irgendwie kennt, so wie du. Mir haben Partnerschaften nie geholfen. Aber vielleicht würde es dir helfen.

Vielleicht könntest du dich nach einem Mann umsehen? Ist natürlich während Corona jetzt schwierig, jemanden kennenzulernen. Aber ggf. findest du jemanden im Internet.

Vielleicht hilft es dir auch schon, dass ich dich verstehe und mitfühle mit dir. Mir zumindest hilft Verständnis immer sehr.

Fühl dich umarmt.

Liebe Grüsse
Santino
 
G

Gelöscht 118573

Gast
Hallo ihr Lieben :)

danke für eure zahlreichen Kommentare und eure Bemühungen ! ich habe mich wirklich gefreut, dass ich mit dem Gefühl definitiv nicht alleine bin.
Natürlich spielt mit Corona alles eine Rolle, das verneine ich auch nicht.
Das Gefühl von Einsamkeit besteht schon sehr lange. Ich muss zugeben, um diese Einsamkeit zu unterdrücken war ich sehr viel feiern. Es wurde sogar zu viel um zu sagen, es war definitiv nicht gesund.
und nochmals über mich, durch die negativen Erfahrungen im Leben bin ich auch teilweise gehörlos geworden. Gewalt spielte in meiner Kindheit leider eine große Rolle. ich habe studiert aber es hat leider dauerhaft nicht geklappt. Zurzeit mache ich meine Ausbildung in der Altenpflege aber so wie jeder kennt, ist die Pflege gerade auch nicht optimal. Für mich ist dies nur eine Überbrückung um ENDLICH mal was in der Hand zu halten. Jünger wird man ja leider auch nicht. Aber selbst auf der Arbeit wird man teilweise nicht mehr ernst genommen und durch Corona und die Masken erschwert es alles definitiv mehr! Ich habe einen Partner, aber dies ist auch nicht einfach. Ich lebe sehr zurück gezogen und mein Partner ist Moslem. Der ist wunderbar und tut alles für mich aber muslimische Familien sind sehr laut und naja sehr lebhaft. Ich kann da irgendwie nicht mithalten. Versteht ihr was ich meine?

Und JA ! Eure Anteilnahme zu meinem Post fühle ich mich "besser". Nicht mehr alleine und auch ernst genommen. 😊
 

trigital

Aktives Mitglied
Hallo M.,

Bei mir in der Arbeit war es ähnlich. Ich habe mich von Zeit zu Zeit auch nicht ernstgenommen gefühlt. MIr kam es so vor, dass alle nur ihre Arbeit verrichten und alles nur nach dem Zweck abgelaufen ist. Aber ich musste feststellen, dass es vielleicht auch eher an mir lag, weil ich mich eigentlich so verhalten habe. Aber ich habe mir dann die Mühe gemacht meine Arbeitskollegen genauer zu beachten und habe mir dann zu Hause Gedanken darüber gemacht, wie ich die einzelnen Leute finde. Was sie für Eigenschaften haben, wie ich sie mir so vorstelle. So wie die Erlebnisse eben waren und sich die Leute verhalten haben. Sich ihre Persönlichkeit beschreiben.
Ich weiß, dass es nicht so einfach ist und über manche Menschen möchte man sich nicht so gerne Gedanken machen. Aber über manches kann man dann doch erstaunt sein, was man sich so überlegen kann. Seid dem ist für mich der Umgang mit den Menschen anders. Vor allem, weil man die Erlebnisse und Gespräche anders einordnen kann und seine Bewertungen gegebenenfalls noch ändern tut. Ich weiß nicht, ob es bei dir ähnlich verlaufen kann. Aber für mich war es eine Bereicherung Menschen nach ihrem Charakter einordnen zu können. Das gibt einem etwas Sicherheit und fördert das Interesse.
Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass das eine gute Beschäftigung für dich ist, da du nicht so lebhaft bist. Ich bin auch eher introvertiert, aber diese Beschäftigung hat das etwas geändert. Dann ist man auch nicht immer nur mit der Arbeit beschäftigt, sondern auch mit den Kollegen.
Ich hoffe, dass du es ausprobierst. Menschenkenntnisse sind denke ich in deinem Beruf doch auch sehr wichtig oder?
lg t
 

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