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Eine Frage des Anstands? Geburtstagsrunden im Job

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 71014
  • Datum Start Datum Start
Ich kann mir solche Geburtstagsrunden bei uns nicht vorstellen. Während der Arbeitszeit feiern? Keinesfalls!

Ich selbst kenne solche Geburtstagsrunden schon, wenn auch nicht ausufernd. Aber so eine halbe Stunde oder Stunde kann schon mal vorkommen, warum auch nicht. Abgesehen driften die meisten Gespräche sowieso nach kurzer Zeit in berufliche Aspekte ab, sodass man es oft gar nicht so scharf von der Arbeit trennen kann.

Manchmal werden solche Feiern auch in eine sowieso stattfindende Besprechung integriert.
 
Was du bemängelst, finde ich dagegen schön. Eine Firma, die den Mitarbeiter noch schätzt.
Bei uns wird bei jedem Geburtstag etc. Gesammelt (abteilungsintern). Bei normeln Geburtstagen 2€, bei runden 5€, bei Geburt und Hochzeit jeder wie er mag.(5€,10€,20€...) Richtig Feiern tun wir nicht aber man versammelt sich, übergibt das Geschenk, isst Kuchen... je nach Situation und Gesprächsstoff ca. 45min (nicht ausgestempelt). Wobei man sich im Tagesverlauf an den Kuchen bedient und weiter redet.

Ich finde sowas einfach toll. Unsere Chefin achtet zwar, dass man nicht übertreibt aber auch sie fördert ein gutes Klima. Wir sind auch die einzige Abteilung, die auch entsprechend zusammenhält. Jeder hilft jedem unabhängig von Position, Titel und Tätigkeitsbereich.
 
Geburtstagsrunden? 😀

Keiner hier hat so wenig zu tun, als dass er es sich leisten könnte mehr als 1 Stunde Pause - egal für was - zu machen.

Es wird höflich gratuliert, das Geburtstagskind bringt einen Kuchen mit und lädt ein sich nach Belieben zu bedienen und weiter geht's.

Ich finde es ehrlich gesagt auch arg unangemessen 3 mal pro Monat so viel Zeit zu verplempern, in der wohlgemerkt alle bezahlt werden. Fände ich als Chef sicher wenig lustig - zumal ihr offenkundig auch nicht wenige sein könnt.
Ansprechen? Ich glaube damit machst du dich nur zum Buhmann. Das ist die Aufgabe des Chefs.

LG

Lol.

In meinem Ausbildungsbetrieb haben wir WÖCHTENLICH einen "Kuchentreff" veranstaltet; irgendeiner bringt einen Kuchen mit der dann gemeinsam (!) gegessen wird - 30 min.

Jeden Monat gab es einen "Kochtreff" wo irgendjemand gekocht hat für alle, das wir gemeinsam (!) gegessen haben - 1 h.

Bei Geburtstagen hat die Person ein kleines Frühstücksbuffet bekommen, was jemand am Tag vorher vorbereiten musste, danach noch gratulieren - zusammen mit Besorgungen 1 h.

Jedes Jahr Klausurtagung - mehrere Tage

Wöchentliche "Inforunde" - bis zu 2 h


Also, wenn hier einer von "unangemessen" reden kann, dann ich 🙂
 
Wie erwähnt- für mich ist es langweilig, weil die Kollegen nichts mit mir gemeinsam haben und sich nur über ihre Nachzucht unterhalten. Ich empfinde es als Zeitverschwendung.
Bis zum Show-Down möchte ich es nicht kommen lassen - die Arbeitsbedingungen sind wirklich gut. Vermutlich käme es aber so, was schade wäre.
"Nachzucht"? Was regt dich eigentlich wirklich auf? Dass sie gerne feiern, oder dass sie ein Familienglück haben und Gemeinschaftsempfinden?

Wenn die Chefin mitfeiert ist doch alles im Butter. Die wird selber am besten wissen, wie viel das geht und was nicht.

Ist doch legitim, wenn man stattdessen weiter arbeitet. Auch wenn man sich damit abnabelt. So lange man sich noch gegenseitig tolerieren kann.

Wenn zu viel Arbeit liegen bleibt, spricht doch nichts dagegen, das mal bei der Chefin anzusprechen.

Zur Frage, wie das in der eigenen Firma gehandhabt wird: Zu jedem Runden und zu besonderen Anlässen (Heirat, Verabschiedung in Mutterschutz, ...) wird gesammelt (5 €). Der Chef überreicht einen Geschenkkorb und hält eine kurze Glückwunschrede und alle gratulieren. Nach 5 Minuten ist alles vorbei. Während der Pause gibt es vom Beglückwünschten mitgebrachten Kuchen oder manche lassen auch mehr springen, wie Leberkäse und Würstel.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mich langweilen diese "Kind Kirche Küche" Storys halt sehr. Ich finde, das gehört nicht an den Arbeitsplatz - schon gar nicht, wenn es Probleme gibt.

Wenn einer erzählt das der ach so hochbegabte 16jährige nur 5er auf dem Gymnasium schreibt und man darauf einwendet, dass er offenbar auf der falsche Schullaufbahn ist, dann ist man wegen seiner Ehrlichkeit nicht hoch geschätzt. Bei einer psychologischen Überprüfung kam dann raus, dass er lernbehindert ist *räusper*.
Ich finde es einfach unangemessen, dass soviel Arbeitszeit verschwendet wird dafür. Und ich möchte keine Probleme anderer geklagt bekommen. Man sollte denken, die Kollegen haben Freunde, bei denen sie sich auslassen können. An der Arbeit ist das Tabu.
Ich bin sehr direkt und spreche das auch mal aus, dass mir das egal ist oder das dieses Thema grade nicht passend ist. Ja, es ist mir vollkommen egal, ob das Kind der Kollegin mit 8 Jahren wieder anfängt sich nachts einzunässen, oder wie sehr die Wunde vom fußballspielenden Sohn geeitert hat. Das sind private Probleme, die im privaten Bereich bleiben sollte.

Ja, die Kollegen sind gerne zusammen an der Arbeit. Und weil sie so lange zusammen sitzen bleibt Arbeit liegen. Die Chefin interessieren aber nur Zahlen - und die stimmen am Ende des Monats. Dank mir.
Das ist ein Thema, mit dem kann ich um. Ich bin gerne fleissig gegen Geld.
 
Zuletzt bearbeitet:
Lol.

In meinem Ausbildungsbetrieb haben wir WÖCHTENLICH einen "Kuchentreff" veranstaltet; irgendeiner bringt einen Kuchen mit der dann gemeinsam (!) gegessen wird - 30 min.

Jeden Monat gab es einen "Kochtreff" wo irgendjemand gekocht hat für alle, das wir gemeinsam (!) gegessen haben - 1 h.

Bei Geburtstagen hat die Person ein kleines Frühstücksbuffet bekommen, was jemand am Tag vorher vorbereiten musste, danach noch gratulieren - zusammen mit Besorgungen 1 h.

Jedes Jahr Klausurtagung - mehrere Tage

Wöchentliche "Inforunde" - bis zu 2 h


Also, wenn hier einer von "unangemessen" reden kann, dann ich 🙂

Wow, ok, das toppt es.
 
Im übrigen habe ich das Thema gestern doch mal angesprochen und mich erfolgreich von den Teamaktivitäten entbinden lassen.
Habe aber auch hinzugefügt, dass ich ab sofort nur noch meine Aufgaben und externe Sonderaufgaben mache und jedem seine Aufgabe selbst überlasse. Da ist einigen das Gesicht runtergefallen (immerhin war schon der 21. des Monats - und einige sind nicht mal halbfertig mit ihrer Arbeit), aber die Chefin hat das begrüßt und nur als gerecht empfunden.

Irgendwas sagt mir, dass die Runde diesen Donnerstag ausfällt ;-)
 
Mich langweilen diese "Kind Kirche Küche" Storys halt sehr. Ich finde, das gehört nicht an den Arbeitsplatz - schon gar nicht, wenn es Probleme gibt.

Wenn einer erzählt das der ach so hochbegabte 16jährige nur 5er auf dem Gymnasium schreibt und man darauf einwendet, dass er offenbar auf der falsche Schullaufbahn ist, dann ist man wegen seiner Ehrlichkeit nicht hoch geschätzt. Bei einer psychologischen Überprüfung kam dann raus, dass er lernbehindert ist *räusper*.
Ich finde es einfach unangemessen, dass soviel Arbeitszeit verschwendet wird dafür. Und ich möchte keine Probleme anderer geklagt bekommen. Man sollte denken, die Kollegen haben Freunde, bei denen sie sich auslassen können. An der Arbeit ist das Tabu.
Ich bin sehr direkt und spreche das auch mal aus, dass mir das egal ist oder das dieses Thema grade nicht passend ist. Ja, es ist mir vollkommen egal, ob das Kind der Kollegin mit 8 Jahren wieder anfängt sich nachts einzunässen, oder wie sehr die Wunde vom fußballspielenden Sohn geeitert hat. Das sind private Probleme, die im privaten Bereich bleiben sollte.

Ja, die Kollegen sind gerne zusammen an der Arbeit. Und weil sie so lange zusammen sitzen bleibt Arbeit liegen. Die Chefin interessieren aber nur Zahlen - und die stimmen am Ende des Monats. Dank mir.
Das ist ein Thema, mit dem kann ich um. Ich bin gerne fleissig gegen Geld.
Die Arbeit soll natürlich nicht qualitativ und quantitativ einbrechen. Aber wir sind ja keine Roboter und ratschen ist halt ein natürliches Bedürfnis (beim weiblichen Geschlecht eher mehr, nicht böse gemeint).
Die Extraeinlagen tragen ja auch zu einem besseren Betriebsklima und damit auch zu einer höheren Produktivität bei. Sofern es nicht überhand nimmt.
 

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