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Eine Frage des Anstands? Geburtstagsrunden im Job

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 71014
  • Datum Start Datum Start
Bei mir war das immer sehr unterschiedlich. Es kommt ganz darauf an wo man ist.
Im sozialen Bereich ist das natürlich einfacher, da kann man das oft während der Arbeitszeit machen. (z.B. im Kindergarten)
Ansonsten wurde in der Früh oder in der ersten Pause immer ein Kuchen o.Ä. hingestellt, wo man sich bedienen durfte, davor wurde natürlich noch gratuliert und geredet wie sonst auch immer, währenddessen noch ein wenig geplant.
In meinem aktuellen Job, da sieht das ganz anders aus. I.d.R. ist immer viel zu tun, besonders jetzt, wo wir viele Ausfälle haben. Da ist keine Zeit für sowas während der Arbeit. Da wird kurz gratuliert, dann zügig weiter gearbeitet, in einer ruhigen Minute unterhält man sich kurz bis man wieder spurten muss. Wir haben dennoch ein super Arbeitsklima. Nach Feierabend, wenn wir unsere Gäste rausgeschmissen haben (oder nur noch Stammgäste da sind) sitzen auch wir mal an der Theke und stoßen an, was dann auch bis in die frühen Morgenstunden dauern kann. Meine Chefin ist da leider die treibende Kraft, bei der man einfach nicht nein sagen kann, schon gar nicht zu ihren selbstgemachten Spirituosen. 🙄
 
Hallo zusammen, hallo Kerstin,

bei uns hier nicht ganz so „ausgeprägt“ (3-4 Stunden ist schon ne Hausnummer), wird aber seit vielen Jahren anders gehandhabt.

Es „darf“ (kein muss, auch gibt es keine „Vorgaben“ was so an Knabberzeugs/Essen/Getränke angeboten werden soll/muss) eine private Feier an dem folgenden Freitag ab 14 Uhr veranstaltet werden. Regelmäßiger „Feierabend“ ist gegen 15:30 Uhr (Gleitzeitregelung), also ca. 1.5 Stunden, da die Kolleg*innen ja an einem Freitagnachmittag Feierabend machen wollen. Dazu werden die „gewollten“ Kollegen per Mail eingeladen. Gesammelt wird bei „unrunden“ Geburtstagen nicht –mehr- (dann auch keine gemeinsamen Geschenke), bei „runden“ Geburtstagen wird gesammelt, ohne „Geld-Vorgaben“ (jeder gibt, was er meint). Geschenkt wird meist das Geld, ab und an auch Dinge aus dem persönlichen Bereich „Vorlieben“. Bei Geburtstags-Häufung (mehrere Geburtstage in der Woche) findet oft eine „Zusammenlegung“ statt.

Ich persönlich finde diese Lösung recht gut (hab mich ja auch an der Erarbeitung dieser Lösung mit beteiligt). Und …. schon leicht traditionell verschwinde ich nach dem ersten „Prosten“ mal für ne Stunde wieder (an den Schreibtisch natürlich, weiterarbeiten) und tauche kurz vorm Ende wieder auf. (Weiß inzwischen jeder und nimmt es so hin. Und ist mir sicher auch keiner „böse“ deswegen.)

Gruß

Udo
 
Hallo TE

Ich kann mir solche Geburtstagsrunden bei uns nicht vorstellen. Während der Arbeitszeit feiern? Keinesfalls! Das geht auch nur nach Feierabend, dass man in der Firma z.B. einen Firmenaustritt feiert. Ein Pensionär wollte auch schon seinen Ausstand eine Stunde vor Feierabend ansetzen, was jedoch gar nicht ging.
Mich würde dies auch nerven, besonders wenn man solche Feiern nicht mag. Aber wenn die Chefin mitfeiert, wird wohl nichts zu ändern sein. Die Arbeit darf einfach nicht darunter leider, aber das scheint ja nicht der Fall zu sein.

Eigentlich finde ich es ja sehr grosszüg, geniess es einfach
 
"Genießen" fällt schwer, wenn man weiss, dass die anderen ihren Scheiss nicht zusammenkriegen und man selbst es ausbaden muss, weil ich nicht möchte, dass unsere Privilegien beschnitten werden.
Und "genießen" definiere ich auch anders, wenn mich langweilige Menschen mit Geschichten aus ihrem langweiligen Leben belästigen. Zudem haben wir auch nicht wenig Impfgegner unter den Kollegen, das regt mich zusätzlich auf, nein, dass ertrage ich nicht.
Dann gehe ich doch lieber arbeiten in der Zeit.
 
Ich kenne solche Geburtstagsrunden aus früheren Zeiten aus einigen Abteilungen. Aber heute gibt es das so eigentlich undenkbar. Früher gab es auch Abteilungen, die jeden Freitagmorgen zusammen gefrühstückt haben, anschließend noch spülen, Büroblumen gießen und zum Markt einkaufen und schon war der Freitag rum. Und eine andere Abteilung hat jeden Donnerstag immer abwechselnd heiße Würstchen oder Kuchen gegessen. Auch so ziemlich den gesamten Nachmittag. Aber das gibt es seit Jahrzehnten so schon nicht mehr und ist aufgrund der Arbeitsverdichtung auch gar nicht mehr vorstellbar.

Zum Geburtstag wird Kuchen ins Büro gestellt und jeder kann sich was nehmen. Und bei der Gelegenheit wird ein bißchen gequatscht. Jeder ein paar Minuten. Nur fürs Geburtstagskind dauert das eben länger, das bekommt an dem Vormittag nicht so viel geschafft, weil ständig jemand Kuchen holt.

Was ich aber sehr, sehr auffällig finde an Deiner Schilderung ist, daß Du die liegengebliebene Arbeit der anderen mitmachst. Ich verstehe zwar Deine Sorge, daß das Euch in allen Bereichen entgegengebrachte Vertrauen nur funktioniert, wenn die Arbeit auch pünktlich und in guter Qualität erledigt wird. Aber Deine Kollegen haben ja sicher auch ein Interesse daran, daß die Vergünstigungen und die angenehmen Arbeitsbedingungen so bleiben wie sie sind. Wenn die zu lange rumgesessen und gequatscht haben, dann müssen sie eben anschließend länger bleiben. Machen sie natürlich nicht, wenn Du schon alles für sie miterledigt hast. Das würde ich schleunigst sein lassen. Traust Du Deinen hochqualifizierten Fachkollegen nicht zu, so weit zu denken, daß die mal reinhauen, wenn es knapp wird? Warum nimmst Du ihnen ab, ihre Rückstände aufzuarbeiten. Das würde ich nicht mehr machen.
 
Aber Deine Kollegen haben ja sicher auch ein Interesse daran, daß die Vergünstigungen und die angenehmen Arbeitsbedingungen so bleiben wie sie sind. Wenn die zu lange rumgesessen und gequatscht haben, dann müssen sie eben anschließend länger bleiben. Machen sie natürlich nicht, wenn Du schon alles für sie miterledigt hast. Das würde ich schleunigst sein lassen. Traust Du Deinen hochqualifizierten Fachkollegen nicht zu, so weit zu denken, daß die mal reinhauen, wenn es knapp wird? Warum nimmst Du ihnen ab, ihre Rückstände aufzuarbeiten. Das würde ich nicht mehr machen.

Ich sag es mal vorsichtig: Wir sind alles entfristet. Wir müssten keine 100% mehr geben. Das hat sich bei fast allen in den Köpfen eingenistet.
Länger bleiben können und wollen die nicht, wegen ihrer Kinder. Um die dreht sich ja auch alles.
Die Kollegen nehmen Dinge wie Gleitzeit, Gleittage usw. so gut wie nie in Anspruch - die sind "mentale Beamte". Die halten sich an ihre festen Zeiten, die bräuchten das nicht. Die alten Kollegen, deren Kinder außer Haus sind haben auch kein Interesse an den Goodies. Die arbeiten nach Dienst und um 16 Uhr fällt der Bleistift - Feierabend, egal, was noch ansteht.

Ich hingegen, die ein gutes Leben hat, in dem auch viel Spontanität eine Rolle spielt (bin nebenbei selbständig und reise auch ziemlich gerne) brauche die Freiheiten der Gleitzeit, spontanen freien Tage usw.
Ich möchte darauf nicht verzichten, deswegen mache ich das - und werde es auch weiter machen. Bin eh so der Highperfomer, was sich auch monetär auswirkt, ich verdiene oftmals Prämien, die die anderen gar nicht in Betracht ziehen erreichen zu wollen.
 
Ich sag es mal vorsichtig: Wir sind alles entfristet. Wir müssten keine 100% mehr geben. Das hat sich bei fast allen in den Köpfen eingenistet.
Länger bleiben können und wollen die nicht, wegen ihrer Kinder. Um die dreht sich ja auch alles.
Die Kollegen nehmen Dinge wie Gleitzeit, Gleittage usw. so gut wie nie in Anspruch - die sind "mentale Beamte". Die halten sich an ihre festen Zeiten, die bräuchten das nicht. Die alten Kollegen, deren Kinder außer Haus sind haben auch kein Interesse an den Goodies. Die arbeiten nach Dienst und um 16 Uhr fällt der Bleistift - Feierabend, egal, was noch ansteht.

Ich hingegen, die ein gutes Leben hat, in dem auch viel Spontanität eine Rolle spielt (bin nebenbei selbständig und reise auch ziemlich gerne) brauche die Freiheiten der Gleitzeit, spontanen freien Tage usw.
Ich möchte darauf nicht verzichten, deswegen mache ich das - und werde es auch weiter machen. Bin eh so der Highperfomer, was sich auch monetär auswirkt, ich verdiene oftmals Prämien, die die anderen gar nicht in Betracht ziehen erreichen zu wollen.

Dann hast du einfach andere Ziele als deine Arbeitskollegen. Bist halt ehrgeiziger, was sich ja auch finanziell bei dir lohnt. Was ist denn so schlimm daran?
 

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