Auf jeden Fall hat der Tierschutzverein dann gesagt, dass sie als einziges anbieten können, auf diese beiden Katzen hinzuweisen, wenn sich jemand meldet, der zwei Wohnungskatzen sucht. Und dass sie dann die Nummern weitergeben. Und trotzdem wollten die immer noch, dass die die Katzen aufnehmen und haben das mit viel Nachdruck versucht.
Ihr wurden die Katzen auch als völlig unkompliziert und ganz problemlos beschrieben. Und dass man sich bisher die zwei Monate sehr gut um sie gekümmert hat.
Hallo Findefuchs,
wegen Deinem Thema hab ich mich dann doch nochmal hier im HR registriert...
Ja, Du wurdest offensichtlich leicht über´s Ohr gehauen! Ein Wissen was aber weder Dir noch hilft geschweige denn den beiden Katzen.
Ich für mich kann die Beweggründe die hinter den "Lügen" der Vorstelle stecken im übrigen sogar nachvollziehen. Sie wollten keine Katzen (solche Menschen gibt es auch), haben dennoch immerhin eine gewisse Grundeinstellung gehabt, nämlich Die, dass es offizielle Stellen gibt die Verantwortung übernehmen müssen.
Das die Realität hier und da anders ausschaut, dass selbst städtische Tierheime längst nicht mehr jedes Tier annehmen können, das schien der Vorstelle dann evtl. Anlass genug zu sein die Katzen eben anderweitig abzugeben, Hauptsache sie sind weg!
Ich denke mir, lieber so (mit Lügen im Hintergrund), als das sie die Katzen irgendwo ausgesetzt hätten.
Gut, Ansichten die Dir nicht helfen, verständlicherweise^^
Nächster Punkt: Jetzt kam raus, dass unregelmäßig gefüttert wurde und es wurde zugegeben, dass doch nicht immer Futterzeiten eingehalten wurden. Der Vorbesitzer meinte aber viermal am Tag und dass Freunde und Nachbarn eingesprungen wären. Der Mitarbeiterin wurde gesagt, dass es nur die Familie war und eben wegen mangelnder Hilfe nicht in der Lage war, sich regelmäßig zu kümmern.
Tut mir leid, aber ich denke dass das jetzige Verhalten Deiner Katzen mit diesem geschilderten Punkt nichts zu tun hat! An anderer Stelle hier in dem Thread las ich etwas nachdem die Katzen normal genährt ausschauen, also zumindest kein Übergewicht zu haben scheinen.
Unregelmäßige Futterzeiten in der Vergangenheit begründen aus meiner Sicht keine Fressattacken so wie Du sie jetzt schilderst.
Für mich hört sich alles auch weiterhin nach einer Verhaltensstörung an, begründet im Stress und ausgelöst durch einen oder mehrmaligen Umgebungswechsel.
Was für Hunde der Verlust der Bezugsperson sein kann, ist für Katzen der Verlust der vertrauten Umgebung.
In Tierheimen mit denen ich zusammenarbeite ist ein Verhalten wie Du es schilderst keine Seltenheit...
...und eine Woche als Zeitraum vorauszusetzen in der Besserung eintreten sollte vielleicht ein wenig zu kurz bemessen.Ich bin jetzt mit ihr so verblieben, dass ich eine Woche noch abwarte, wie sich die Dinge entwickeln. Sie hat mir gesagt, dass es jetzt auch darum geht zu sehen, ob die Katzen sich noch eingewöhnen und sie vielleicht runterkommen, wenn mehr Ruhe einkehrt und sie merken, dass sie regelmäßig Futter und Pflege bekommen.
Dabei ist das Wort "runterkommen" nichts anderes als das erhofft wird das sich die Katzen in der einen Woche an die neue Umgebung gewöhnt haben. Eine recht optimistische Annahme...🙄
Für Dein Nervenkostüm hoffe und bete ich aber dass die Katzen flexibel sind und sich schnell auf neue Umstände einstellen können. Wirklich, das hoffe ich im Interesse aller Beteiligten 🙂
Sorry, ich würde ihnen nicht so lange was zu fressen hinstellen bis sie kotzen müssen, und dann gar wieder was zu fressen hinstellen!Laut ihr soll ich sie immer füttern. Und immer nachladen und Futter hinstellen. Solange, bis sie es von selbst stehen lassen. Wenn sie kotzen, soll ich trotzdem wieder Futter hinstellen und das solange, bis sie es von selbst stehen lassen. Sie meinte, eine ihrer Katzen hatte auch diese Panik, immer zu wenig Futter zu bekommen und war immer auf Überleben getrimmt und da hat sie es so gemacht und nach ein paar Monaten hat sich das Problem erledigt. Nach einer Woche war es laut ihr schon viel besser und die Katze hat von sich aus gemerkt, dass sie keine Angst mehr vor Verhungern haben muss.
Katzen erbrechen entweder weil sie krank sind, oder weil sich etwas in ihrem Magen befindet was dort nicht hingehört (z.B Haarballen). Wie auch immer, in jedem Fall dient das Erbrechen der Gesundheit des Tieres, es ist aus Sicht der Katze ein notwendiges Übel. Futter zu erbrechen ist aber kein "notwendiges" Übel, es ist schlichtweg und ganz einfach nur abnormal. Ein solches Verhalten zu fördern oder billigend in Kauf zu nehmen halte ich für fragwürdig!
Damit hat meiner Meinung nach ein Überlebenstrieb mit einhergehender Panik deswegen auch nichts zu tun.
Vorab, bevor man so eine Strategie verfolgt sollte man eh dringenst einen Tierarzt aufsuchen um gewisse Krankheitsbilder ausschliessen zu können.
Ich bleibe jedoch dabei dass ich hinter dem Verhalten Deiner Katzen einzig Stress vermute. Wohlgemerkt keine Panik irgendeines Ursprungs, sondern einfach nur eine durch stete Umgebungswechsel bedingte, vorübergehende Störung im Verhalten der Tiere. Gefressen wird nicht mehr aus der natürlichen Notwendigkeit heraus, gefressen wird weil der Körper Hunger suggeriert. Verantwortlich dafür kann bei Katzen (ebenso im übrigen wie beim Menschen) das "Stresshormon" Cortisol sein. Eine vermehrte Ausschüttung dieses Hormons (eben verursacht durch Stress) suggeriert Hunger wo keiner ist.
Nicht immer oder überall kann man vom Menschen auf das Tier schliessen, genausowenig wie umgekehrt. Doch in Punkto Stress gibt es sehr viele Ähnlichkeiten, oder gleiche Auslöser, Symptome etc.
Setz einfach mal voraus dass ein Mensch stressbedingte "Fressattacken" hat. Was würde man tun um diese Fressattacken zu unterbinden? Sicherlich nicht fressen bis man kotzt...
Beim Menschen würde man zunächstmal die Ursachen des Stresses zu bekämpfen versuchen, ein Rat nach mehr Ruhe würde wahrscheinlich sein, sich schonen, vielleicht gar eine Ernährungsumstellung hin zu (Magen)schonender oder ausgewogenen Ernährung hin. Verallgemeinernd alles auch Faktoren die bei Katzen Wirkung zeigen werden. Ruhe und Schonkost, mehr würde ich nicht umzusetzen versuchen, wäre ich jetzt und hier an Deiner Stelle 😉
Ob Du einen Ruhezustand mit Unterstützung von Bachblüten-Therapien herbeiführen kannst vage ich dabei zu bezweifeln. Bachblüten wirken nachweislich beruhigend, aber sämtliche Produkte die es zu kaufen gibt enthalten schlichtweg zu wenig wirksame Bestandteile als das sie nachweislich helfen könnten. Wer der Homöopathie gut gesinnt ist der wird sicher auch diesen Präparaten einen Nutzen oder Sinn abgewinnen, ich für mich glaube nicht mehr so recht an die Wirksamkeit von BB-Extrakten! Beruhigt werden meist eher die Nerven oder das Bewußtsein der Herrchens oder Frauchens, nicht aber die Patienten selber 🙄
Doch gibt es auch fernab der Bachblüten-Therapien beruhigend wirkende Präparate. Empfehlen könnte ich aus eigener Erfahrung heraus ein Mittel Namens Vetplus Calmex Cat. Wirksam ist hierbei vor allem der Bestandteil L-Theanin, etwas das auch in verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten ist. Meine Tierärztin hat bei einer kurzzeitigen Anwendung (nicht länger als 4 Tage) auch keine Einwände gegen dieses Präparat, längerfristig sollte das Mittel ohne Zustimmung eines TA aber nicht angewendet werden da es auch L-Tryptophan enthält, ein Wirstoff der mitunter die Schilddrüsenfunktion bei Katzen beeinträchtigen kann.
Das Präparat wird übrigens per mitgelieferter Spritze dem Futter beigemischt.
Übrigens wären selbst verfütterte 4 Portionsbeutel (a 100g) unter normalen Umständen für eine Katze nicht zuviel. Die Menge die eine Katze tatsächlich benötigt um satt zu werden richtet sich eben auch nach der Qualität des Futters.
Nimm Marken wie Whiskas, kitekat, Perfect Fit oder Purina One, und Du wirst als Fütterungsempfehlung immer etwas lesen was zusammen 360-400g ergibt. Bei einigen Herstellern wird zudem noch davon ausgegangen das Katzen zu dieser Menge Trockenfutter bekommen (60-80g).
Je höherwertiger ein Nassfutter jedoch ist desto weniger bedarf eine Katze davon, auch deswegen weil ein Sättigungsgefühl eher eintritt. Was höherwertig oder minderwertig ist kann man gut mit einer Gabel testen. Katzenfutter in Stücken welches sich mit einer Gabel zermanschen läßt ist eher minderwertig, Nassfutter in Stücken welches sich nicht zerdrücken läßt ist eher höherwertig. Eine kleine Unterstützung bietet auch der Hinweis dass, oder wie viel Muskelfleisch tatsächlich enthalten ist, auch wenn dies nur einer von zig Faktoren ist ob ein Futter toll oder nicht toll ist. Außerdem entscheidet letztlich der Konsument (die Katze) über gut oder schlecht, meine Miezen sind da aus meiner Sicht eher Qualitätsbanausen, sie lieben Gourmet Nassfutter, etwas was mir immer mal wieder gegen den Strich geht und was ich nur durch andere Futterquellen (Thunfisch i.e. Saft, Futter selber zubereiten) "unterdrücken" kann...
Meine beiden Stubentiger bekommen am Tag entweder je 3 Dosen Gourmet Nassfutter (85g je Dose) + Trockenfutter (VetConcept Cat Indoor), oder jeder je 1 Dose Thun i.e. Saft + TroFu, oder jeder 2x 100g Portionen "selfmade" Futter. Mein Freigänger bekommt geregelt nur einmal am Tag (abends) Nassfutter (1 Dose a 85g), Thun oder selfmade bekommt er wenn es der Wochenplan vorsieht, TroFu nimmt er sich wann er möchte, und außerdem weiß ich dass er auch von Nachbarn mitverpflegt wird, bzw. er sich gern hier und da was zu fressen holt 🙂
Wobei meine Miezen immer TroFu parat stehen haben, inklusive eines Hundenapfs voll mit Wasser.
Ach ja, um Futterneid zwischen den Stubentigern zu vermeiden hat jeder natürlich seinen eigenen Napf, und gestellt werden die Näpfe so dass beide Katzen den jeweils anderen beim fressen nicht sehen können. Aus einem Napf fressen würde ich nicht tolerieren, selbst wenn es augenscheinlich harmonieren würde zwischen den Katzen....
Wie sie sich allerdings beim TroFu fressen verhalten kann ich nicht immer wissen, da sie beim Nassfutter fressen aber den anderen "Anwesenden" ignorieren denke ich das sie TroFu im gegenseitiges Einvernehmen futtern 😀
Gut, all das sind natürlich nur eigenene Erfahrungswerte. Vielleicht nutzt Dir das ein oder andere davon, mehr kann man sich nicht wünschen. "Fachpotential" sehe ich hier ausreichend vorhanden, nur eben das Tiere allem Wissen, aller Fachkenntnisse zum Trotz doch eben oft ihr eigenens Ding durchziehen, sei´s weil sie es nicht besser wissen, oder sei´s weil sich es nicht anders können.
Für Deine beiden Süßen würde ich sagen dass sie es z.Zt nicht anders können, aber ich denke schon dass sie keine hoffnungslosen Fälle sind sondern einfach nur Zeit brauchen. Hoffentlich nicht mehr Zeit als Du ihnen einräumen kannst, wobei ich Dir noch den Rat geben würde Nichts zu erwarten was nicht möglich ist. Erwarte keine Wunder, sondern versuche Erfolge im Detail auch als solches zu würdigen wissen.
Ich weiß, ist nicht leicht, oder wird empfindungsgemäß von Tag zu Tag schlimmer und schwieriger Erfolge festzustellen. Irgendwann nimmt man Einzelheiten bei einer Masse von "Reizungen" nicht mehr wahr...
Noch ein allerletzter Tipp wegen dem Maunzen Deiner Katze: Ich hatte auch mal so eine "Expertin", sie war echt tag ein tag aus am rum miauen. Als es mir mal zu viel wurde habe ich ihre Klagerufe einfach erwidert. Schwupps, auf einmal war Stille. Sie war sichtlich irritiert über die "Antwort", nach kurzem zögern kam sie dann zu mir, ließ sich trösten, fing an zu schurren, gab mir einige dutzende "Kopfnüsse" und verhielt sich sehr normal. Fortan habe ich ihre Klagerufe immer erwidert, und ehrlich, sie hat immer darauf reagiert wie zuvor geschildert.
Sicher kein Allheilmittel oder anerkannte Therapie, aber wie ich meine einen Versuch wert 😉
Vielleicht ist das maunzen Deiner Katze etwas wie der sprichwörtliche "Schrei nach Liebe", nur das keine Seite bislang weiß wie diese Sehnsucht gestillt werden kann? 🙂
LG
WestMann