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Ein toller neuer Mitbewohner!

Auf jeden Fall hat der Tierschutzverein dann gesagt, dass sie als einziges anbieten können, auf diese beiden Katzen hinzuweisen, wenn sich jemand meldet, der zwei Wohnungskatzen sucht. Und dass sie dann die Nummern weitergeben. Und trotzdem wollten die immer noch, dass die die Katzen aufnehmen und haben das mit viel Nachdruck versucht.
Ihr wurden die Katzen auch als völlig unkompliziert und ganz problemlos beschrieben. Und dass man sich bisher die zwei Monate sehr gut um sie gekümmert hat.

Hallo Findefuchs,
wegen Deinem Thema hab ich mich dann doch nochmal hier im HR registriert...

Ja, Du wurdest offensichtlich leicht über´s Ohr gehauen! Ein Wissen was aber weder Dir noch hilft geschweige denn den beiden Katzen.
Ich für mich kann die Beweggründe die hinter den "Lügen" der Vorstelle stecken im übrigen sogar nachvollziehen. Sie wollten keine Katzen (solche Menschen gibt es auch), haben dennoch immerhin eine gewisse Grundeinstellung gehabt, nämlich Die, dass es offizielle Stellen gibt die Verantwortung übernehmen müssen.
Das die Realität hier und da anders ausschaut, dass selbst städtische Tierheime längst nicht mehr jedes Tier annehmen können, das schien der Vorstelle dann evtl. Anlass genug zu sein die Katzen eben anderweitig abzugeben, Hauptsache sie sind weg!
Ich denke mir, lieber so (mit Lügen im Hintergrund), als das sie die Katzen irgendwo ausgesetzt hätten.

Gut, Ansichten die Dir nicht helfen, verständlicherweise^^

Nächster Punkt: Jetzt kam raus, dass unregelmäßig gefüttert wurde und es wurde zugegeben, dass doch nicht immer Futterzeiten eingehalten wurden. Der Vorbesitzer meinte aber viermal am Tag und dass Freunde und Nachbarn eingesprungen wären. Der Mitarbeiterin wurde gesagt, dass es nur die Familie war und eben wegen mangelnder Hilfe nicht in der Lage war, sich regelmäßig zu kümmern.

Tut mir leid, aber ich denke dass das jetzige Verhalten Deiner Katzen mit diesem geschilderten Punkt nichts zu tun hat! An anderer Stelle hier in dem Thread las ich etwas nachdem die Katzen normal genährt ausschauen, also zumindest kein Übergewicht zu haben scheinen.
Unregelmäßige Futterzeiten in der Vergangenheit begründen aus meiner Sicht keine Fressattacken so wie Du sie jetzt schilderst.
Für mich hört sich alles auch weiterhin nach einer Verhaltensstörung an, begründet im Stress und ausgelöst durch einen oder mehrmaligen Umgebungswechsel.

Was für Hunde der Verlust der Bezugsperson sein kann, ist für Katzen der Verlust der vertrauten Umgebung.
In Tierheimen mit denen ich zusammenarbeite ist ein Verhalten wie Du es schilderst keine Seltenheit...
Ich bin jetzt mit ihr so verblieben, dass ich eine Woche noch abwarte, wie sich die Dinge entwickeln. Sie hat mir gesagt, dass es jetzt auch darum geht zu sehen, ob die Katzen sich noch eingewöhnen und sie vielleicht runterkommen, wenn mehr Ruhe einkehrt und sie merken, dass sie regelmäßig Futter und Pflege bekommen.
...und eine Woche als Zeitraum vorauszusetzen in der Besserung eintreten sollte vielleicht ein wenig zu kurz bemessen.
Dabei ist das Wort "runterkommen" nichts anderes als das erhofft wird das sich die Katzen in der einen Woche an die neue Umgebung gewöhnt haben. Eine recht optimistische Annahme...🙄
Für Dein Nervenkostüm hoffe und bete ich aber dass die Katzen flexibel sind und sich schnell auf neue Umstände einstellen können. Wirklich, das hoffe ich im Interesse aller Beteiligten 🙂

Laut ihr soll ich sie immer füttern. Und immer nachladen und Futter hinstellen. Solange, bis sie es von selbst stehen lassen. Wenn sie kotzen, soll ich trotzdem wieder Futter hinstellen und das solange, bis sie es von selbst stehen lassen. Sie meinte, eine ihrer Katzen hatte auch diese Panik, immer zu wenig Futter zu bekommen und war immer auf Überleben getrimmt und da hat sie es so gemacht und nach ein paar Monaten hat sich das Problem erledigt. Nach einer Woche war es laut ihr schon viel besser und die Katze hat von sich aus gemerkt, dass sie keine Angst mehr vor Verhungern haben muss.
Sorry, ich würde ihnen nicht so lange was zu fressen hinstellen bis sie kotzen müssen, und dann gar wieder was zu fressen hinstellen!
Katzen erbrechen entweder weil sie krank sind, oder weil sich etwas in ihrem Magen befindet was dort nicht hingehört (z.B Haarballen). Wie auch immer, in jedem Fall dient das Erbrechen der Gesundheit des Tieres, es ist aus Sicht der Katze ein notwendiges Übel. Futter zu erbrechen ist aber kein "notwendiges" Übel, es ist schlichtweg und ganz einfach nur abnormal. Ein solches Verhalten zu fördern oder billigend in Kauf zu nehmen halte ich für fragwürdig!
Damit hat meiner Meinung nach ein Überlebenstrieb mit einhergehender Panik deswegen auch nichts zu tun.
Vorab, bevor man so eine Strategie verfolgt sollte man eh dringenst einen Tierarzt aufsuchen um gewisse Krankheitsbilder ausschliessen zu können.

Ich bleibe jedoch dabei dass ich hinter dem Verhalten Deiner Katzen einzig Stress vermute. Wohlgemerkt keine Panik irgendeines Ursprungs, sondern einfach nur eine durch stete Umgebungswechsel bedingte, vorübergehende Störung im Verhalten der Tiere. Gefressen wird nicht mehr aus der natürlichen Notwendigkeit heraus, gefressen wird weil der Körper Hunger suggeriert. Verantwortlich dafür kann bei Katzen (ebenso im übrigen wie beim Menschen) das "Stresshormon" Cortisol sein. Eine vermehrte Ausschüttung dieses Hormons (eben verursacht durch Stress) suggeriert Hunger wo keiner ist.

Nicht immer oder überall kann man vom Menschen auf das Tier schliessen, genausowenig wie umgekehrt. Doch in Punkto Stress gibt es sehr viele Ähnlichkeiten, oder gleiche Auslöser, Symptome etc.
Setz einfach mal voraus dass ein Mensch stressbedingte "Fressattacken" hat. Was würde man tun um diese Fressattacken zu unterbinden? Sicherlich nicht fressen bis man kotzt...
Beim Menschen würde man zunächstmal die Ursachen des Stresses zu bekämpfen versuchen, ein Rat nach mehr Ruhe würde wahrscheinlich sein, sich schonen, vielleicht gar eine Ernährungsumstellung hin zu (Magen)schonender oder ausgewogenen Ernährung hin. Verallgemeinernd alles auch Faktoren die bei Katzen Wirkung zeigen werden. Ruhe und Schonkost, mehr würde ich nicht umzusetzen versuchen, wäre ich jetzt und hier an Deiner Stelle 😉

Ob Du einen Ruhezustand mit Unterstützung von Bachblüten-Therapien herbeiführen kannst vage ich dabei zu bezweifeln. Bachblüten wirken nachweislich beruhigend, aber sämtliche Produkte die es zu kaufen gibt enthalten schlichtweg zu wenig wirksame Bestandteile als das sie nachweislich helfen könnten. Wer der Homöopathie gut gesinnt ist der wird sicher auch diesen Präparaten einen Nutzen oder Sinn abgewinnen, ich für mich glaube nicht mehr so recht an die Wirksamkeit von BB-Extrakten! Beruhigt werden meist eher die Nerven oder das Bewußtsein der Herrchens oder Frauchens, nicht aber die Patienten selber 🙄

Doch gibt es auch fernab der Bachblüten-Therapien beruhigend wirkende Präparate. Empfehlen könnte ich aus eigener Erfahrung heraus ein Mittel Namens Vetplus Calmex Cat. Wirksam ist hierbei vor allem der Bestandteil L-Theanin, etwas das auch in verschreibungspflichtigen Medikamenten enthalten ist. Meine Tierärztin hat bei einer kurzzeitigen Anwendung (nicht länger als 4 Tage) auch keine Einwände gegen dieses Präparat, längerfristig sollte das Mittel ohne Zustimmung eines TA aber nicht angewendet werden da es auch L-Tryptophan enthält, ein Wirstoff der mitunter die Schilddrüsenfunktion bei Katzen beeinträchtigen kann.
Das Präparat wird übrigens per mitgelieferter Spritze dem Futter beigemischt.

Übrigens wären selbst verfütterte 4 Portionsbeutel (a 100g) unter normalen Umständen für eine Katze nicht zuviel. Die Menge die eine Katze tatsächlich benötigt um satt zu werden richtet sich eben auch nach der Qualität des Futters.
Nimm Marken wie Whiskas, kitekat, Perfect Fit oder Purina One, und Du wirst als Fütterungsempfehlung immer etwas lesen was zusammen 360-400g ergibt. Bei einigen Herstellern wird zudem noch davon ausgegangen das Katzen zu dieser Menge Trockenfutter bekommen (60-80g).
Je höherwertiger ein Nassfutter jedoch ist desto weniger bedarf eine Katze davon, auch deswegen weil ein Sättigungsgefühl eher eintritt. Was höherwertig oder minderwertig ist kann man gut mit einer Gabel testen. Katzenfutter in Stücken welches sich mit einer Gabel zermanschen läßt ist eher minderwertig, Nassfutter in Stücken welches sich nicht zerdrücken läßt ist eher höherwertig. Eine kleine Unterstützung bietet auch der Hinweis dass, oder wie viel Muskelfleisch tatsächlich enthalten ist, auch wenn dies nur einer von zig Faktoren ist ob ein Futter toll oder nicht toll ist. Außerdem entscheidet letztlich der Konsument (die Katze) über gut oder schlecht, meine Miezen sind da aus meiner Sicht eher Qualitätsbanausen, sie lieben Gourmet Nassfutter, etwas was mir immer mal wieder gegen den Strich geht und was ich nur durch andere Futterquellen (Thunfisch i.e. Saft, Futter selber zubereiten) "unterdrücken" kann...

Meine beiden Stubentiger bekommen am Tag entweder je 3 Dosen Gourmet Nassfutter (85g je Dose) + Trockenfutter (VetConcept Cat Indoor), oder jeder je 1 Dose Thun i.e. Saft + TroFu, oder jeder 2x 100g Portionen "selfmade" Futter. Mein Freigänger bekommt geregelt nur einmal am Tag (abends) Nassfutter (1 Dose a 85g), Thun oder selfmade bekommt er wenn es der Wochenplan vorsieht, TroFu nimmt er sich wann er möchte, und außerdem weiß ich dass er auch von Nachbarn mitverpflegt wird, bzw. er sich gern hier und da was zu fressen holt 🙂
Wobei meine Miezen immer TroFu parat stehen haben, inklusive eines Hundenapfs voll mit Wasser.
Ach ja, um Futterneid zwischen den Stubentigern zu vermeiden hat jeder natürlich seinen eigenen Napf, und gestellt werden die Näpfe so dass beide Katzen den jeweils anderen beim fressen nicht sehen können. Aus einem Napf fressen würde ich nicht tolerieren, selbst wenn es augenscheinlich harmonieren würde zwischen den Katzen....
Wie sie sich allerdings beim TroFu fressen verhalten kann ich nicht immer wissen, da sie beim Nassfutter fressen aber den anderen "Anwesenden" ignorieren denke ich das sie TroFu im gegenseitiges Einvernehmen futtern 😀

Gut, all das sind natürlich nur eigenene Erfahrungswerte. Vielleicht nutzt Dir das ein oder andere davon, mehr kann man sich nicht wünschen. "Fachpotential" sehe ich hier ausreichend vorhanden, nur eben das Tiere allem Wissen, aller Fachkenntnisse zum Trotz doch eben oft ihr eigenens Ding durchziehen, sei´s weil sie es nicht besser wissen, oder sei´s weil sich es nicht anders können.
Für Deine beiden Süßen würde ich sagen dass sie es z.Zt nicht anders können, aber ich denke schon dass sie keine hoffnungslosen Fälle sind sondern einfach nur Zeit brauchen. Hoffentlich nicht mehr Zeit als Du ihnen einräumen kannst, wobei ich Dir noch den Rat geben würde Nichts zu erwarten was nicht möglich ist. Erwarte keine Wunder, sondern versuche Erfolge im Detail auch als solches zu würdigen wissen.

Ich weiß, ist nicht leicht, oder wird empfindungsgemäß von Tag zu Tag schlimmer und schwieriger Erfolge festzustellen. Irgendwann nimmt man Einzelheiten bei einer Masse von "Reizungen" nicht mehr wahr...

Noch ein allerletzter Tipp wegen dem Maunzen Deiner Katze: Ich hatte auch mal so eine "Expertin", sie war echt tag ein tag aus am rum miauen. Als es mir mal zu viel wurde habe ich ihre Klagerufe einfach erwidert. Schwupps, auf einmal war Stille. Sie war sichtlich irritiert über die "Antwort", nach kurzem zögern kam sie dann zu mir, ließ sich trösten, fing an zu schurren, gab mir einige dutzende "Kopfnüsse" und verhielt sich sehr normal. Fortan habe ich ihre Klagerufe immer erwidert, und ehrlich, sie hat immer darauf reagiert wie zuvor geschildert.
Sicher kein Allheilmittel oder anerkannte Therapie, aber wie ich meine einen Versuch wert 😉
Vielleicht ist das maunzen Deiner Katze etwas wie der sprichwörtliche "Schrei nach Liebe", nur das keine Seite bislang weiß wie diese Sehnsucht gestillt werden kann? 🙂

LG
WestMann
 
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Findefuchs - wie war die Nacht? Hat der Thunfisch etwas bewirkt? LG




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Nein, den Eindruck habe ich aber auch, Fuchs, tut mir Leid, das direkt zu sagen, ich dachte es mir schon die ganze Zeit:
Dass Du Dich in dieses "Katzenprojekt" gestürzt hast um Dich von anderen Problemen abzulenken und eigentlich zwei kuschelige, pflegeleichte Miezen erwartet hast, Die Dir enspannende Kuschelstunden geben und Dein Mitbewohnerproblem ein wenig vergessen lassen - Ruhe und Harmonie einkehren lassen - und dann DAS - ein neues Problem, eigentlich das gleiche in Grün - wieder das Thema "Grenzüberschreitung". (Nun, die Tiere können nichts dafür, aber Dir wird das trotzdem aufs Brot geschmiert, dieses Thema.)

Also das, Ballooon, so leid es mir tut, das finde ich grenzüberschreitend von Dir. Findefuchs hat von Anfang an ausdrücklich geschrieben, dass sie sich einfache und problemlose Anfängerkatzen gewünscht hat. Was m. E. vollkommen normal, richtig und verantwortungsbewusst ist. Und sie hat meiner Lesart nach auch alles dafür getan um das auch bei den Vermittlern zu vertreten. Ihr nun daraus irgendwelche Zusammenhänge zu kostruieren, die in ihrer Konstruktion jedoch ganz alleine Deinem Geist entspringen, finde ich im Angesicht der nervlich angespannten Lage ziemlich unfair, um es mal diplomatisch auszudrücken.

Vielleicht solltest Du dieses Thema "Grenzüberschreitung" mal anders lösen. Einfacher und direkter.

Und vielleicht solltest Du einmal bei Dir direkter hinschauen, anstatt es bei den Anderen zu monieren, besonders wenn diese sich sowieso schon in einer misslichen Lage befinden und damit dann zusätzlich runtergezogen werden. ;-)

Was die "Vermenschlichung" betrifft:
Also, da ich auf dem Land lebe habe ich so und so ein ganz anderes Verhältnis zu Tieren, das ist schlecht zu erklären. Ich würde nicht seitenweise rumfragen und spekulieren, was mit den Viechern jetzt los sein mag und überlegen ihnen Globuli oder dergleichen zu verfütterrn. Wenn das einmal passiert wäre, dass sie mir die Wohnung zerlegt hätten, dann würde ich sie vor die Türe setzen, wo sie sich dann ihr Futter selbst suchen dürften.
Da würde ich mir denken: "Verhaltensgestörte Viecher." und sonst nichts. Wenn das klappen würde, dann dürften sie bleiben, wenn das nicht klappen würde, dann würde ich sie dem aufs Auge zurück drücken, der sie mir angedreht hat, nicht ohne dem ordentlich die Meinung gesagt zu haben, für wie dumm der mich eigentlich hält, die Tiere wären offensichtlich total gestört und untragbar.

Ich werde dazu jetzt nichts weiter sagen, außer: Findefuchs ist aber nicht Du und ihre Situation eine andere als Deine.

Und damit wäre die Sache für mich geregelt. Du beschäftigst Dich so sehr damit, es geht Dir so nahe, und das finde ich ungewöhnlich. Klar ist es schade, dass sie so gestört sind, aber sie sind eben keine Menschen, und Du kannst sie nicht "retten".
Sie sind ja auch keine Kinder, ehrlich - ich würde mir so viele Gedanken machen über Kinder, aber nicht über Katzen.

Welche Gewichtung jemand seinen Haustieren zumisst, das solltest Du schon ihm selbst überlassen. Ich kann Findefuchs sehr gut verstehen und kann über diese Aussagen von Dir nur den Kopf schütteln. Da erfüllt sich jemand einen lang gehegten HERZENSwunsch und wird von Dir mit derartig lapidaren Aussagen bedacht.

Das zum Thema "Vermenschlichung" von mir. (Aber ich würde mir so und so eher Kinder anschaffen als Katzen, was ich ja auch tue und getan habe)

P.S. Bin aus dem Thread jetzt auch weg. LG

Ja, vielleicht ist es in diesem expliziten Falle besser, wenn Du Dich rausnimmst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Guten Morgen! Also, die Nacht war überwiegend ruhig. Die Katzen haben immer wieder angefangen zu "klagen". Manchmal hat es nur ein paar Mal gedauert, bis sie aufgehört haben, manchmal ziemlich lang.

Habe Thunfisch gefüttert - keine Änderung. Weiterhin sind sie total gierig und besessen vom Thema Essen. Ich denke, dass es zum Teil auch an ihrer Vorgeschichte liegt. Wenn sie sich nie darauf verlassen konnten, regelmäßig Futter zu bekommen und vielleicht tagelang (man weiß es nicht?) vernachlässigt wurden, dann hat sich das eingebrannt. Bei der alten Frau, wo sie vorher gelebt haben, war ja auch nicht klar, wie die sich am Ende mit ihrer Demenz um sie kümmern konnte.

Sie sind jetzt nicht extrem mager, aber auch nicht dick oder gut genährt. Der Kater hat etwas mehr auf den Rippen, als die Katze, aber die Katze ist sehr, sehr zierlich. Weiter runter darf ihr Gewicht auf keinen Fall gehen, eher könnte sie etwas mehr Gewicht vertragen. Aber sie hat schon ein ganz kleines bisschen bei mir zugelegt an Gewicht.

Dass sie nicht bei mir im Zimmer schlafen dürfen, scheinen sie zu akzeptieren und ich glaube, dass ihnen das "außen vor" Nachts gut tut, weil sie dann allein für sich in einem Raum sind. Wenn es bei uns in der Wohnung dunkel wird und jeder sich bettfertig macht und in seine Zimmer geht, dann kommen sie auch langsam runter und legen sich irgendwann von selbst in ihren Korb und schlafen. Und das ist dann auch tatsächlich so die einzige Zeit, wo sie wirklich entspannt auf mich wirken und länger schlafen.

Westmann, ich danke dir auch sehr für deine ausführliche Antwort und dass du dir so viel Zeit genommen hast, auf meine Katzen einzugehen. Ich werde versuchen, deine Überlegungen und Tipps umzusetzen oder mir zumindest genauer durch den Kopf gehen zu lassen.

So an sich habe ich gestern nochmal gründlich über die Situation nachgedacht und bin für mich zu dem Schluss gekommen, dass ich jetzt die nächsten Tage abwarten werde und wenn ich keine Steigerung oder Besserung sehe - so klein sie auch sein mag - dann muss ich meine Grenzen akzeptieren und dass ich mich nicht in der Lage fühle, diesen Katzen das Zuhause zu bieten, was sie brauchen würden.

Ich bin jetzt am 5. Tag wirklich ziemlich durch und gestresst durch die Gesamtsituation. Ich arbeite zwar von zuhause aus, aber ich muss auch Kundentermine wahrnehmen und mich allgemein konzentrieren können. Im Moment kann ich mich ja nicht mal darauf verlassen, dass die Katzen nichts zerlegen, wenn ich aus dem Haus gehe, egal wie lang.

Die Dame vom Tierschutzverein meinte, dass es ganze Monate dauern kann, bis man langsam eine Besserung sieht und dass Katzen mit so einer Geschichte oft Jahre brauchen, bis sie von ihrer Vorgeschichte weggekommen sind. Da muss ich mir eingestehen, dass ich nicht ganze Monate immer alles absperren, wegsperren und absichern kann und im Endeffekt finden sie dann doch immer wieder einen Weg, was zu zerlegen oder sich daneben zu benehmen ... und was passiert, wenn sie doch Türen öffnen können, will ich gar nicht wissen. Auch habe ich den Verdacht (genauso wie einige hier), dass sie zumindest mal Freigänger waren. Man weiß ja auch nicht, woher die alte Frau die Katzen hat und welches Leben sie vorher hatten. Da kann es schon gut sein, dass sie ganz früher raus durften.
... Dieses ganze Gesamtbild ist ziemlich belastend für mich.

Aber so allgemein sieht es für mich so aus, als wäre ich gar nicht in der Lage, bei dieser ganzen Vorgeschichte diese ganzen Störungen und Probleme zu lösen, außer ich mache mich nervlich hinüber oder richte ein halbes Jahr komplett alles und das ganze Wohnungsleben und den Alltag auf die Katzen aus und gehe auch ein, dass ich für diese ganze Zeit keinen Besuch empfangen und auch nicht länger aus der Wohnung gehen kann, bzw. dann immer mit einkalkulieren muss, dass sie wieder was zerlegen, kaputt machen oder irgendeinen Unsinn machen.

Essen machen oder etwas zu Essen holen ist im Moment eine einzige Tortur und wird, solange es so ist, auch nicht wirklich möglich sein, dass man mal einfach in die Küche geht und sich etwas zu Essen macht, oder hinsetzt und seine Mahlzeiten am Esstisch einnimmt.

So, zu dem Rest, den ich auch noch klarstellen will: Ich wollte schon einige Jahre eigene Katzen. Ich bin mit Haustieren groß geworden. Wir hatten immer Hunde und Katzen. Früher hat es nicht gepasst, weil ich in der Ausbildung war oder eine zu kleine Wohnung hatte. Ich wollte auch schon Katzen, als es mit meiner Mitbewohnerin besser lief. Ihre negativen Veränderungen waren ein Prozess, sie ist nicht eines Morgens aufgewacht und war plötzlich so.

Ich habe mir auch viele, viele Gedanken zur Katzenhaltung gemacht und wichtige Fragen gestellt, was hoffentlich auch rauskommt, wenn man meine Beiträge diesbezüglich liest. Natürlich finde ich es schön, wenn man Haustiere hat. Für mich waren sie schon von klein auf wichtige Wegbegleiter. Aber ich käme nie auf die Idee, einfach mal spontan oder salopp zu sagen "Naja, es läuft gerade nicht so gut bei mir, also schaffe ich mir doch Katzen an, damit es mir besser geht."

Ich verstehe auch nicht, warum Leute immer wieder Hunde oder Katzen oder Tiere allgemein mit "Kindern" vergleichen. Katzen sind für mich Katzen. Das ist für mich etwas völlig eigenes und ich zumindest möchte Katzen in meinem Leben haben, weil ich mit ihnen groß geworden bin, sie auf ihre Art gesellig und faszinierend sind und ich es einfach schön finde, wenn man Haustiere hat. Aber mit Kindern würde ich das niemals vergleichen. Aber: man hat auf jeden Fall eine Verantwortung, wenn man sich Tiere ins Haus holt. Es sind fühlende Lebewesen, auch wenn sie keine Menschen sind und ich finde, man muss dieser Verantwortung gerecht werden, allerdings eben in einem Ausmaß, das für einen tragbar ist. Und das tue ich ja, indem ich zugebe, dass ich überfordert bin und ich zuliebe der Katzen und auch mir zuliebe die Bremse ziehen muss, wenn es nicht in ein paar Tagen besser wird und ich dann versuche, sie so schnell wie möglich an eine katzenerfahrenere Stelle zu geben, die besser mit ihren Problemen umgehen kann.

Wenn "vermenschlichen" heißt, dass ich mir Sorgen um die Katzen mache und sie mir eben ans Herz gewachsen sind als lebende, fühlende Wesen, gut. Dann vermenschliche ich sie. Ich fühle mich verantwortlich für sie und käme NIE auf die Idee, sie einfach auszusetzen. Für mich ist sowas nicht richtig. Wenn es das für dich ist Ballooon, dann okay. Dann ist das eben deine Art, mit lebenden und fühlenden Wesen umzugehen, die Ärger machen. Denn auch, wenn sie keine Menschen sind, toll ist das nicht gerade für sie, wenn man sie einsperrt oder aussetzen und sich selbst überlassen würde. Ich wohne hier auch mitten in der Stadt - also nicht umsonst "Wohnungskatzen" - und sie würden vermutlich sehr schnell überfahren werden.

Ich beschäftige mich so sehr mit dem Thema, weil ich mir Katzen so sehr als Haustiere gewünscht habe und weil ich sehr, sehr tierlieb bin. Und es mich wirklich traurig macht, dass die beiden so allein gelassen und vernachlässigt wurden und mich gleichzeitig nervlich im Moment so fertig machen und ich nicht so richtig mit ihnen umgehen kann. Und klar, ist kein perfekter Moment, ich bin nervlich allgemein durch wegen der Situation mit meiner Mitbewohnerin, aber deswegen würde ich nie allein die Katzen zur Problemlösung hernehmen. Und klar ist es definitiv grenzüberschreitend, wenn sie ständig machen, was sie wollen und dabei auch Sachen zerstören oder wie Irre Müll reinfressen und phasenweise durchgehend schreien.

Mir ist auch klar, dass Katzen und Tiere allgemein Dreck machen, mal laut sind, mal was kaputt geht und sie auch spielen, herumspringen oder sich auf ihre eigene Art ausdrücken oder zeigen, dass etwas nicht stimmt. Aber ehrlich, so wie es jetzt ist, das kenne ich von keiner meiner früheren Katzen und mir hat bisher jeder gesagt, dass das auch kein "normaler" Zustand mit Katzen ist und es klar ist, dass ich mich überfordert fühle, vor allem, weil es meine ersten eigenen Tiere sind, die ich allein versorge.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber ehrlich, so wie es jetzt ist, das kenne ich von keiner meiner früheren Katzen und mir hat bisher jeder gesagt, dass das auch kein "normaler" Zustand mit Katzen ist und es klar ist, dass ich mich überfordert fühle, vor allem, weil es meine ersten eigenen Tiere sind, die ich allein versorge.

Lass Dich darin auch keineswegs verunsichern! Es ist nicht normal! Und, wie gesagt, Dich trifft keine Schuld. Ich finde es klasse, dass Du Dich so bemühst und Dir so viele Gedanken machst. Und noch etwas, meiner Ansicht nach "vermenschlicht" JEDER Haustierhalter sein Tier, wenn er bestrebt ist eine liebevolle und enge Bindung zu ihm aufzubauen. Und das ist meiner Ansicht nach auch das wirklich bereichernde an solchen Bindungen, die FREUNDSCHAFT (was gibt es menschlicheres?) zwischen Tier und Mensch. Du machst das prima. LG
 
Danke für eure lieben Worte. Gestern habe ich noch vor dem Schlafengehen über alles nachgedacht und ja, ich muss mich auch den Katzen zuliebe auch so entscheiden, dass ich sie abgebe, wenn es nach ein paar Tagen nicht einmal ein wenig besser wird ... Ich stehe ja mit dem Tierschutzverein in Kontakt, der sich nur um Freigänger kümmert und habe dort auch meinen Verdacht geäußert, dass sie eigentlich Freigänger sind oder es mal waren. Die meinten, dass man das dann sehen kann, wenn sich die Situation nach ein paar Tagen nicht im Ansatz bessert. Aber wie kann man feststellen, ob eine Katze Freigänger ist oder nicht? Nicht, dass sie es dann zwar toll finden, raus zu dürfen, aber dann vom nächstbesten Auto überfahren werden oder ihnen was passiert, weil sie gar nicht wissen, was draußen alles passieren kann. 🙁

Ich sehe das genauso. Selbst wenn sich die Situation bessert - wenn sie Freigänger sind, dann müssen sie so und so an eine Stelle, die ihnen diesen Freigang gewähren kann. Alles andere ist inakzeptabel und Tierquälerei.

Auch wenn ich die beiden irgendwo ins Herz geschlossen habe, ich bin (zum Glück?) noch nicht an einem Punkt, wo ich sie definitiv als "meine" Katzen sehe. Und seit zwei Tagen versuche ich bewusst emotional mehr auf Distanz zu gehen. Natürlich bin ich schon lieb zu ihnen und beschäftige mich mit ihnen, aber ich weiß eben, dass die Wahrscheinlichkeit im Moment sehr, sehr hoch ist, dass sie wieder fort müssen. Und da mich dieser Gedanke (leider) auch entlastet und erleichtert, weiß ich, dass es solange ich mich so fühle, eine richtige Entscheidung ist.

Ich habe sie wie gesagt in mein Herz geschlossen ... auf der anderen Seite rauben sie mir aber gerade wirklich den allerletzten Nerv mit ihren Aktionen und ich fühle mich überfordert. Das ist nicht gut und das weiß ich auch, bei aller Zuneigung.
 
Dass sie nicht bei mir im Zimmer schlafen dürfen, scheinen sie zu akzeptieren und ich glaube, dass ihnen das "außen vor" Nachts gut tut, weil sie dann allein für sich in einem Raum sind. Wenn es bei uns in der Wohnung dunkel wird und jeder sich bettfertig macht und in seine Zimmer geht, dann kommen sie auch langsam runter und legen sich irgendwann von selbst in ihren Korb und schlafen. Und das ist dann auch tatsächlich so die einzige Zeit, wo sie wirklich entspannt auf mich wirken und länger schlafen.
Wenn ich das so lese dann würde ich spontan und aus dem Bauch heraus sagen dass beide Katzen keine Freigänger sind oder waren. Natürlich immer mit Vorbehalte da nicht jede Katze gleich ist.
Nehme ich aber meine bisherigen Katzen als Maßstab dann muß ich sagen das alle Freigänger von ihnen gemeinsam hatten dass ihre ursprüngliche Nachtaktivität bei aller Gewohnheit geblieben ist.
Mein verbliebener Freigänger beschwert sich abends ab und an auch noch wenn ich die Katzenklappen verriegele, ginge es nach ihm dann würde er auch Nachts lieber draussen bleiben. Morgends dann miaut er, kratzt an seiner Lieblingstür und es kann ihm nicht schnell genug gehen nach draussen zu kommen.

Wie man testet ob Katzen Freigänger sind?
Wenn es nicht so eindeutig ist (wie z.B kratzen an Türen, Fluchtversuche bei jeder sich bietenden Gelegenheit, selbst durch Sprünge vom Balkon usw.) entläßt man die Katzen einfach nach draussen, in den meisten Tierheimen gibt es relativ sichere Freilaufbereiche. Am Verhalten der Katzen läßt sich recht schnell feststellen ob sie Freigang kennen. Verhalten sich Katzen ängstlich oder unsicher kennen sie keinen Freigang, verhalten sie sich neugierig oder leicht aufgeregt kann man davon ausgehen dass sie Freigang gewohnt sind.
Übrigens ist das Wissen darum ob ja oder nein ziemlich vage, aus Tierheimerfahrungen kann ich Dir sagen dass die Fehlerquote sehr hoch ist und das viele Katzen besser nie nach draussen entlassen hätten werden sollen!
Doch wie auch immer, bevor ein unsicherer Fall nach draussen gelassen wird, also bevor getestet wird, ist es notwendig das eine Katze sein "Heim" bestens kennt. Andernfalls, ohne diese Vertrautheit kommt eine Katze auch nicht zurück, die Welt hat einen Streuner mehr!


Für Dich und die beiden Katzen wünsche ich mir immernoch das alles anders verlaufen wird, und dass Du in ein paar Jährchen über all das hier lächeln kannst...
Dass das Leben kein Wunschkonzert ist muß sich hier ja nicht unbedingt bestätigen, 🙂
Zu wünschen wäre es Dir, als auch den Katzen.
Sollten doch alle Stricke reissen dann hoffe ich allerdings auch dass Du Dir Geschehenes nicht zu sehr zu Herzen nimmst, und möglichst schnell eine Katze, zwei Katzen findest die zu Dir passen und "pflegeleichter" sind.

Die Welt, nein genauer gesagt, die Katzen brauchen Menschen wie Dich^^

LG
WestMann
 
Danke, WestMann 🙂.

Also, ich kann überhaupt nicht beurteilen, ob die Katzen mal Freigänger waren, aber auf mich wirken sie sehr umtriebig und sie gehen auch immer wieder an das Fenster um rauszusehen und ja, wollen durch die Eingangstüre entwischen, wenn man nicht aufpasst. Sie schlafen nicht die Nacht komplett durch, wenn wir alle hier zur Ruhe kommen, dann legen sie sich auch hin und schlafen eine Weile, aber mitten in der Nacht und früh Morgens höre ich sie und dass sie aktiv sind.

Ich würde auf gar keinen Fall eigenmächtig sagen, dass es Freigänger sind, nur dass ich es vermute und man zu wenig von ihrer genauen Vorgeschichte kennt. Und von mir aus würde ich es nie wagen, sie einfach mal mit runterzunehmen aus der Wohnung und zu beobachten, wie sie reagieren. Niemals! Am Ende erschreckt sie irgendwas oder sie rennen total verwirrt und verkopft davon und dann sind sie wahrscheinlich sowieso so gut wie tot in der Innenstadt.

Habe gerade mit einer Freundin gesprochen, die auch Katzen hat und die meinte, dass ihre Katzen auch den Müll durchwühlen und Essen stehlen und sie das ganz normal findet, weil das eben Tiere sind. Sie hat zwar verstanden, dass ich nervlich ziemlich durch bin, aber meinte auch, dass man oft einen ganzen Monat mindestens abwarten sollte, wie sich die Dinge entwickeln. Einen ganzen Monat packe ich aber nervlich nicht. Vielleicht bin ich auch nicht für Katzenhaltung gemacht, trotz der Tatsache, dass ich als Kind und Jugendliche immer Hunde und Katzen daheim hatte ... Ich weiß es gerade echt nicht. Hier schreiben ja zum Glück die meisten, oder alle, dass der Zustand nicht normal ist, das beruhigt mich. Aber sicher bin ich mir trotzdem nicht, ob ich einfach zu "empfindlich" bin.

Gerade maunzt die Katze neben mir wieder in einer Endlosschleife und lässt sich nicht dazu bewegen, mal wenigstens für ein paar Minuten den Mund zu halten ... nichts klappt. Wenn ich "antworte", so wie du es mir geraten hast, macht sie erst recht weiter. Sie miaut und miaut und miaut und findet einfach kein Ende und irgendwann stresst das nur noch, vor allem wenn man arbeiten muss.
 
Hallo Findefuchs, schöner Mist, in dem Du da steckst - sowohl für Dich, als auch für die Katzen.

Ich könnte Dir jetzt 1.000 Tips geben, wie alle anderen, die Dir schon geschrieben haben - die Du aber alle nicht befolgen wirst, weil Du nicht bereit bist, Dich auf die Tiere einzulassen. Das ist o.k. - aber dann lass sie bitte nicht noch länger bei Dir, damit sie sich noch mehr an ein weiteres Zuhause gewöhnen, das sie sowieso wieder verlieren werden.

Mehrere User haben Dir geraten, die beiden beim Tierarzt untersuchen zu lassen - es kann schlicht sein, dass die beiden Würmer haben und deshalb ständig Hunger haben, ohne satt zu werden. Möglich auch, dass die Katze ein gesundheitliches Problem hat und deshalb so aggressiv auf den Kater reagiert - oder umgekehrt. Zudem gibt es eine Menge Möglichkeiten, wie man verhaltensgestörte Katzen wenigstens soweit "in die Spur bekommt", dass man mit ihnen zusammenleben kann - wenn man das denn will. Was Du eben nicht willst.

Unsere zweite Katze kam vom Züchter, war hochgradig verhaltensgestört und chronisch krank. Nach dem ersten Schock habe ich die Maus gesundheitlich gründlich durchchecken lassen, mich ans Internet geklemmt und mich in Katzenforen belesen - die größten Probleme waren nach Anwendung der Ratschläge innerhalb kurzer Zeit Geschichte. Aber dazu braucht man eine innere Einstellung, die Du eben nicht hast - ich möchte Dir nur noch mit auf den Weg geben, dass jedes Tier irgendwann einmal Probleme macht - und sei es erst im Alter. Gerade Katzen sind erziehungsresistent - man kann ihnen näherbringen, welches Verhalten erwünscht ist - ob sie sich daran halten, ist oft Glückssache. Das sollte und muss man zwingend wissen, bevor man sich Katzen anschafft.

Ich wünsche Deinen Katzen ein liebevolles, katzenerfahrenes Zuhause, das sie mit all ihren Macken und Störungen annimmt.
 
@ Spoony

Also, ich gehe in die Hocke und spreche leise und möglichst beruhigend mit ihnen. Außer, sie haben etwas gemacht, was sie nicht sollen. Dann sage ich lauter (aber schreie nicht) und bestimmter "Nein!" und tue sie dann weg von dem Platz oder aus dem Zimmer, wenn sie sich so daneben benehmen, dass ich nicht in Ruhe arbeiten kann.

Wenn sie was zerstört haben und ich das später finde, dann räume ich es weg und ignoriere sie. Dann gibt es auch keine Streicheleinheiten oder freundliche Ansprache. Und wenn ich sie gerade aktiv dabei erwische, wie sie was kaputt machen, dann sage ich wieder lauter "Nein!" und tue sie weg. Aber sonst spreche ich leise und freundlich mit ihnen und geh in die Hocke, das hat man mir so beigebracht.

Ich gucke sie dann auch strafend an und suche strengen Blickkontakt, weil ich weiß, dass Katzen das nicht mögen. Und sie vielleicht dadurch mehr kapieren, dass sie was gemacht haben, was sie nicht sollen.

Wenn sie was angucken wollen, zeige ich es ihnen natürlich. Wenn ich aber merke, dass sie dann Sachen rausräumen und kaputt machen wollen oder es wieder nur um das ewig leidige Thema Essenssuche geht, dann nicht, oder ich höre damit auf. Und vermittle ihnen auch, dass ich nicht will, dass sie Schubladen und Schränke ausräumen, um nach Essen zu suchen und das Zeug darin anfressen oder versuchen aufzureißen.

Im Moment ist es gar nicht machbar, irgendwas unbeaufsichtigt geöffnet zu lassen. Habe ich auch schon ausprobiert und die Theorie gehabt, dass es ihnen nicht gefällt, wenn Türen zu sind. Aber dann machen sie lauter Sachen, die sie nicht machen sollen: Schränke ausräumen z. B. Und da kann ich nicht alles wieder wegsperren und rausschaffen ... Das ist ja das Bad und das Klo oder mein Zimmer, da sind einfach Dinge drin, die brauche ich und kann sie nicht wegsperren irgendwohin oder woanders hinräumen und damit das hier funktioniert, müsste man alle Räume komplett leeren und ausräumen, sodass nur noch die Möbel da sind und alles in einem einzigen Raum absichern und zusperren. Dann könnten sie überall hin, ohne dass ich ständig nachgucken muss.

Gerade hatte die Katze wieder "ihre Stunde". Ist die ganze Zeit miauend und klagend durch die Wohnung gezogen und hat ununterbrochen Laut gegeben. Sie hat nicht aufgehört, egal ob ich ihr Futter gegeben habe (dann frisst sie, macht aber danach gleich weiter mit dem lauten Miauen), ob ich sie anspreche oder ob ich sie streichle ... Wenn ich "antworte", dann erst recht. Und wenn ich es ignoriere, macht sie sowieso weiter.

Und das macht einen wirklich, wirklich fertig, wenn das über eine Stunde geht und das mehrmals am Tag. Und egal was man macht, die Katze macht weiter und weiter und nichts bringt etwas ... Sie maunzt ja nicht vor sich hin, sondern macht das richtig laut und immer wieder und wieder ...

Ich habe auch einfach mal eine Interessensfrage und zwar: Jede Katze macht am Tag mindestens vier große Haufen. Oft sogar fünf oder sechs. Ist das normal? Oder kann das schon wieder auf ein Verdauungsproblem hindeuten? Mittlerweile mache ich viermal am Tag sauber, das letzte Mal, kurz bevor ich schlafen gehe, damit sie nicht auch noch auf die Idee kommen, Haufen oder Pfützen irgendwoanders hinzusetzen.


@ Lotte300805

Ja, keine Sorge, ich bin mit der Tierschutzstelle in Kontakt. Und wenn sich in ein paar Tagen die Situation in irgendeiner Art und Weise bessert und sei es nur ganz leicht, dann ist das für mich doch schon ein riesen Erfolg und ich werde die beiden dann nicht weggeben. Und wenn ich es doch tun muss: Ich werde sie nicht aussetzen oder in irgendwelche Hände geben, wo ich nicht weiß, ob die auch wissen, was auf sie zukommt.

Ich persönlich finde für mich, dass es "gut" ist, dass ich mir eingestehe, überfordert zu sein. Und dass ich an meine Grenzen stoße, wenn sich nicht wenigstens ein bisschen was ändert. Wenn ich die beiden trotz dieser Überforderung behalten würde, wäre das doch auch nichts für sie, weil ich nicht mit ihren Störungen richtig umgehen kann.

Und ich habe übrigens schon vor der Anschaffung Ratgeber gelesen und in Katzenforen. Und mit Katzenhaltern gesprochen, die Erfahrung haben. Auch für die ganzen Probleme, die ich aktuell habe, habe ich nicht nur hier nachgefragt, sondern auch im Internet gegoogelt, was dazu geschrieben wird und meine Mutter um Rat gefragt, die ihr Leben lang schon sehr viele Katzen hatte und darunter auch sehr harte und schwere Fälle. Der Entschluss, sie wegzugeben, wenn es nicht besser wird, ist nicht einfach mal so salopp entstanden, weil ich gemerkt habe, dass eine Katze mal Dreck macht oder verfressen ist. Mir ist das durchaus total klar, dass Katzen auch mal laut sind, was kaputt machen und wenn sie die Chance nach Essen wittern, dann nutzen die meisten sie. Aber so, wie das gerade hier abgeht, so kenne ich es nicht von meinen Katzen, die ich damals hatte und hier haben doch auch viele geschrieben, dass es nicht normal ist und verständlich, dass ich als Anfängerin in Sachen Katzenhaltung überfordert bin.

Gut, vielleicht bin ich auch jemand, der trotzdem absolut nicht für die Katzenhaltung gemacht ist und als alleinige Bezugsperson nicht mit ihnen umgehen kann, das muss ich auch überdenken. Obwohl ich bisher das Zusammenleben mit Katzen anders und positiver gekannt habe.

Dass ich überlege, sie wegzugeben, bedeutet auch nicht, dass ich sie nicht mag oder nicht liebgewonnen habe - aber wenn ich entnervt irgendwann kapitulieren muss und am Sonntag heule, weil sie das Wohnzimmer zerlegt und irgendeinen Mist wieder gefressen und kaputt gemacht haben ... und ich alles absichern und absperren und vor allem VOR IHNEN wegsperren muss ... das ist kein längerer Zustand. Und da braucht es ganz klar jemanden, der noch sehr viel mehr Zeit als ich hat, der vielleicht Rentner ist und noch mehr eine feste, ruhige und geregelte Tagesstruktur hat.
 
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