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Ein Seitensprung. Ich brauche eure Gedanken

Ich denke alles andere als einfach...

Wenn du es für angemessen hältst, meine
Mühe mit einem schlichten "Blödsinn" zu
kommentieren, liegt leider dieser Gedanke
nahe.

Vielleicht wäre es angemessen, die Sicht
anderer, wofür dieses Forum ja da ist, zu
respektieren und nicht einfach Schimpf-
worte zu posten? Oder eine eigene Meinung
oder gar Lebenserfahrung beizutragen?

Dann könnten wir alle etwas Neues lernen.

Das ist jetzt aber alles offtopic und wird
(hoffentlich) von der Moderation gelöscht.
 
Hm. Ich musste gerade nochmal auf meinen
Kalender schauen, ob ich aus Versehen um
ein Jahrhundert rückwärts in der Zeit gereist
bin ...

Meines Wissens gibt es kein Kleingedrucktes
auf dem Standesamt, wo es um sexuelle Treue
und Monogamie geht.

Es geht hier nicht um Kleindgedrucktes auf dem Standesamt, sondern darum, was zwei Menschen, die sich lieben, miteinander ausmachen.
 
Ja, wenn man einfach denkt, kommen einem
durchdachte Gedanken tatsächlich oft als
"Blödsinn" vor. Das kenne ich auch von mir
selbst.

Wenn du es für angemessen hältst, meine
Mühe mit einem schlichten "Blödsinn" zu
kommentieren, liegt leider dieser Gedanke
nahe.

Vielleicht wäre es angemessen, die Sicht
anderer, wofür dieses Forum ja da ist, zu
respektieren und nicht einfach Schimpf-
worte zu posten? Oder eine eigene Meinung
oder gar Lebenserfahrung beizutragen?

Dann könnten wir alle etwas Neues lernen.

Das ist jetzt aber alles offtopic und wird
(hoffentlich) von der Moderation gelöscht.

Blödsinn kann man ruhig als Blödsinn bezeichnen. Ich finde nicht, dass es ein Schimpfwort ist.
Wir lassen das besser, unsere Auffassungen zu Beziehungen zwischen Menschen liegen Lichtjahre auseinander.
 
Ich lebe weder in Fantasia noch auf Lummerland. Weder meine Wünsche, noch die Gradlinigkeit von mir und meinen Mitmenschen ist etwas, auf das ich immer bauen kann. Wenn man erfährt, dass der Partner oder die Partnerin fremd geht, dann kann auf vielen Ebenen im Inneren etwas "ins Rutschen" kommen. In wie weit diese "Schichten" nicht nur auf einen Anlass gewartet haben ... wer kann das schon sagen.

Eines haben mir die letzten 50 Jahre gezeigt: das schlechte Gewissen ist wie der Blinddarm: zu nichts nütze. Macht es sich bemerkbar und verursacht sogar Schmerzen, ist es zumeist ohnehin zu spät. Aber "raus schneiden" kann man es nicht und es frisst sich durch die Seele. Nun ja, je älter man wird, stellt man fest, dass die eigene Seele auch mit ein paar Löchern durchaus noch lebensfähig ist. So schlimm ist auch das nicht immer.

Ich bin während meiner Ehe betrogen worden, ohne es zu wissen. Ich habe es erst 8 Jahre danach erfahren. Hätte ich es damals vergeben können und wollen? Wahrscheinlich nicht. Heute wäre es mir möglich, obwohl diese "verbrannte Stelle" in mir geblieben ist. Aber man lernt mit so vielem zu leben. Auch das geht.

Ich finde es schwierig, eine Beziehung mit diesem "wenn ... dann ..."-Denken zu führen. Wenn mich mein Partner betrügt, dann war es das und Punkt! Das denkt sich schnell und leicht, aber diese Denkweise ist zu einfach und wird dem Leben und den Menschen nicht gerecht. Zu sehr haftet daran der Dunst der Selbstgerechtigkeit und der fehlenden Liebe. Ist nur meine Erfahrung und nicht allgemein gültig

Wer in seinem Leben schon so richtig geliebt hat und ich meine damit nicht diese stürmische Verliebtheitsphase, sondern dieses Brennen im Inneren, dass sich durch nichts stillen lässt und keine Erklärungen braucht, die/der weiß, dass "Beziehung" selten einfach ist und bleibt.

Liebe FreitagW: solltest Du Deine Entscheidungen Deinem Partner "beichten"? Dazu kann ich Dir nichts raten, denn diese Verantwortung gehört auf Deine Schultern, so wie Deine Entscheidungen auch. Ich weiß nicht, ob er damit leben kann und will und was es in ihm "auslösen" wird. Du wirst es auch nicht wissen und das macht die Sache spannend. Vielleicht ist es besser, wenn Du diese Verantwortung für Dein Geheimnis alleine trägst?

Ich weiß aber auch, dass ein solches Geheimnis dazu führen kann, dass man sich selbst bestraft, die Beziehung "platzen" lässt, weil man dem Schiedsspruch des eigenen inneren Richters nichts entgegen setzen kann und "Leiden" ein wenig Absolution verspricht. Die Selbstgeisselung scheint das schlechte Gewissen zumindest etwas zurückdrängen zu können. Aber macht das wirklich Sinn? Nach meiner Erfahrung führt das schlechte Gewissen nur dazu, dass man "es" wieder tut, denn man hat sich ein wenig "Freiraum durch Leiden" erkauft. Von wegen und "und nun sündige fortan nicht mehr!". Auch dieses Auf und Ab zwischen Sünde und Buße kann zur Gewohnheit werden.

Könnte ich eine "offene Beziehung" führen? Spontan würde ich "Nein" sagen. Was aber wäre, wenn es die einzige Möglichkeit wäre, wie ich überhaupt eine Beziehung zu dieser Frau führen könnte? Wenn es mir dies wert ist? Dieses "Alles oder nichts" fühlt sich im ersten Moment gut an, aber wie nahe ist es dem Leben? Wie feige muss man sein, wenn ich mich von allem mit etwas "Gefahr" fern halte? Wer noch nie einem Menschen "verfallen" ist, der wundert sich eben, was man zu tun bereit ist.

@FreitagW: Du spielst mit dem Feuer und wie uns Statistiken sagen, ist dies nicht gerade selten. Es haben schon so viele Menschen das Schicksal, die Eltern und was weiß ich noch alles für die eigenen Entscheidungen verantwortlich gemacht, nur nicht sich selbst. Vielleicht wirst Du in 20 Jahren einige Deiner Entscheidungen bedauern. Du könntest aber auch bedauern, zu feige gewesen zu sein, nicht doch etwas "Verbotenes" getan zu haben. Auch falsche Entscheidungen können trotzdem richtig und notwendig sein. So einfach ist es eben nicht.

Betrügst Du? Ja, über diese Grenze bist Du hinaus. Lässt sich das wieder gut machen? Nein. Womit auch? Dies ist DEIN LEBEN. Nach meiner derzeitigen Erkenntnis ist es das einzige Leben, das Du hast. Du scheinst mir ein Mensch mit Verstand und Herz zu sein. Wie viel das wirklich wert ist, wirst Du erst in 20 bis 30 Jahren so richtig verstehen, glaube mir.

Bitte verzeih, wenn ich noch mehr Zweifel sähe, aber nach Deiner Schilderung ist Deine aktuelle Partnerschaft ein Kampf und ein Ringen, bei dem es immer wieder Erfolge gibt, aber nach "Leichtigkeit", nach "Durchatmen", nach "davon will ich mehr" liest es sich nicht gerade. In meinem Leben waren verschiedene Beziehungen wichtig und hatten ihre Zeit. In jungen Jahren konnte ich nicht fühlen, wann es Zeit war zu gehen oder sinnvoll war, zu bleiben. Heute geht das besser. Dieses Gespür bekommt man erst nach so manch schmerzhaften Auswahlprozessen.

Wie viel hat "die Liebe Deines Leben" wirklich mit Dir zu tun? Wie viel "Idee" und wie viel "Realität und Hoffnung" stecken in dieser von Dir gewählten Formulierung? Meine "Liebe meines Lebens" hat einen anderen geheiratet und ist mit ihm unglücklich. Ich bin froh, dass ich das nicht erleben muss und es wird mich bis zu meiner letzten Sekunde schmerzen. Aber davon erzählen werde ich nicht jeder Frau, die ich kennen lerne, zumindest nicht gleich.

Das alles ist nicht so einfach, denn es ist wertvoll. Nur Dein schlechtes Gewissen, das darfst Du das Klo hinunter spülen. Wenn Du das geschafft hast, dann sage mir bitte, wie Du das gemacht hast. 🙂 Ich übe noch.

Habe Mut, zu Dir zu stehen. Stehe zu Deiner "Komplexität" und unterliege nicht dem Trugschluss, dass Du alles in Dir erklären und rechtfertigen müsstest. Du bist eine Königin, die auch "dunkle Entscheidungen" fällen muss, damit sie daran wachsen kann und nicht nur in der Theorie erfährt, woher "Demut" kommen sollte: aus der Dankbarkeit, dem "unvermeidlichen Schicksal" von der Schippe gesprungen zu sein.

Lebe und sei nicht zu perfekt. Dafür gibt es nämlich keine Medaille. Aber einige Erinnerungen, die Du nicht missen wollen wirst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Vorweg:
Ich würde Dir empfehlen, es Deinem Partner nicht zu erzählen.
Versuch da, mit Dir selber klarzukommen.

Eine Sache nehme ich Dir aber nicht ab:
Das es "nur" um Sex ging. Du schilderst, dass ihr euch gegenseitig von euren Sorgen und Co. berichtet habt un euch auch jetzt immer noch auf dem Laufenden haltet. Ihr seid euch also wichtig...
 
Keine Partnerschaft kann 100% unserer zwischen-
menschlichen Bedürfnisse abdecken (und das sage
ich auch als jemand, der seit über 20 Jahren Paare
berät), es bleiben immer ein paar Prozent übrig,
die man ohne den Partner ausleben muss, wenn
man nicht auf sie verzichten will.

Zitat Ende

Das sind wichtige Sätze...
 

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