Hopeless Desire
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Hallo zusammen,
einige hier kennen vielleicht noch meinen alten Beitrag Eine einsame Seele stellt sich vor. Seitdem hat sich einiges geändert – deshalb möchte ich mich erneut vorstellen.
Mein Name war damals „Alexander“, aber das war nur ein Pseudonym, um meine Anonymität zu wahren. Ihr könnt mich gerne Hope nennen – das steht ja auch für Hoffnung, und genau das möchte ich mir bewahren.
Ich bin inzwischen 28 Jahre alt, habe mein Masterstudium der Informatik Anfang 2023 erfolgreich abgeschlossen und arbeite seit rund zweieinhalb Jahren als Softwareentwickler in Vollzeit (40 h pro Woche). Mit meinem Job bin ich zufrieden, auch wenn es keine große Leidenschaft ist – aber er gibt mir Stabilität.
Seit gut einem Jahr bin ich in Einzeltherapie und mache spürbar Fortschritte: ich gehe wieder mehr raus, unternehme Dinge und knüpfe langsam neue Kontakte. Ich treibe auch wieder mehr Sport, was mir hilft und mittlerweile sogar Spaß macht.
In den letzten Jahren hat mich allerdings das Thema Spielsucht stark begleitet. Ich habe an der Börse sechsstellige Gewinne, aber auch ebenso hohe Verluste erlebt. Zum Glück habe ich gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen und bin seit einigen Wochen clean. Allerdings ist der Zustand fragil, denn ich beobachte nach wie vor noch die Kurse, nur nicht mehr so stark und ich widerstehe der Versuchung wieder aktiv zu handeln, doch die Versuchung ist da und sie ist real.
Ein anderes Thema, das mich aktuell sehr beschäftigt, ist meine Cam-Sexsucht – sie hat meine frühere Pornosucht abgelöst und ist momentan mein größtes Problem. Ich werde in einem passenden Unterforum noch ausführlicher darüber schreiben, da es eng mit meiner Einsamkeit und der nie erlebten Nähe in einer Beziehung zusammenhängt.
Denn leider bin ich nach wie vor noch eine ungeküsste Jungfrau und habe noch nie Liebe erfahren. Ich bin schon mein ganzes Leben immer nur Single gewesen.
Es hängt sicherlich auch damit zusammen, dass ich nicht genau weiß, was ich überhaupt möchte. Auf der einen Seite habe ich diese krassen Fetische, bin extrem devot und meine eigene Erniedrigung erregt mich am meisten. Auf der anderen Seite sehne ich mich nach Normalität und nach einer romantischen, von Zärtlichkeit und Fürsorge geprägten Beziehung und nach wahrer, bedingungsloser Liebe so wie man sie aus romantischen Filmen und Büchern kennt.
Dieser innere Widerspruch beschreibt meine Zerrissenheit vielleicht am besten – der Wunsch nach Liebe und das gleichzeitige Ringen mit Aspekten meiner Sexualität, die ich selbst noch verstehen lernen muss.
Daher stammt übrigens auch mein Name hier: „Hopeless Desire“ – er steht sinnbildlich für dieses hoffnungsvolle, aber zugleich hoffnungslose Verlangen nach Nähe, Liebe und innerem Frieden.
Mit meinen Phobien kann ich inzwischen besser umgehen, aber ganz besiegt habe ich sie leider noch nicht. Insgesamt ist mein Weg also durchwachsen – laut meiner Therapeutin mache ich Fortschritte, auch wenn sie mir selbst oft zu klein erscheinen.
Was mir noch zu schaffen macht, ist die Erinnerung an die Zeit an der Börse. Das Gefühl, dort kurzfristig „mächtig“ zu sein, war verführerisch. Ich hatte gehofft, dass Geld ein Ersatz für Liebe und Erfüllung sein könnte – doch es führte nur zu Leere und Sinnlosigkeit.
Heute versuche ich, bewusster zu leben, mir selbst mit mehr Geduld zu begegnen und mich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, das zu lesen. Ich freue mich auf den Austausch mit euch.
Liebe Grüße
Hope 🌿
einige hier kennen vielleicht noch meinen alten Beitrag Eine einsame Seele stellt sich vor. Seitdem hat sich einiges geändert – deshalb möchte ich mich erneut vorstellen.
Mein Name war damals „Alexander“, aber das war nur ein Pseudonym, um meine Anonymität zu wahren. Ihr könnt mich gerne Hope nennen – das steht ja auch für Hoffnung, und genau das möchte ich mir bewahren.
Ich bin inzwischen 28 Jahre alt, habe mein Masterstudium der Informatik Anfang 2023 erfolgreich abgeschlossen und arbeite seit rund zweieinhalb Jahren als Softwareentwickler in Vollzeit (40 h pro Woche). Mit meinem Job bin ich zufrieden, auch wenn es keine große Leidenschaft ist – aber er gibt mir Stabilität.
Seit gut einem Jahr bin ich in Einzeltherapie und mache spürbar Fortschritte: ich gehe wieder mehr raus, unternehme Dinge und knüpfe langsam neue Kontakte. Ich treibe auch wieder mehr Sport, was mir hilft und mittlerweile sogar Spaß macht.
In den letzten Jahren hat mich allerdings das Thema Spielsucht stark begleitet. Ich habe an der Börse sechsstellige Gewinne, aber auch ebenso hohe Verluste erlebt. Zum Glück habe ich gerade noch rechtzeitig die Kurve bekommen und bin seit einigen Wochen clean. Allerdings ist der Zustand fragil, denn ich beobachte nach wie vor noch die Kurse, nur nicht mehr so stark und ich widerstehe der Versuchung wieder aktiv zu handeln, doch die Versuchung ist da und sie ist real.
Ein anderes Thema, das mich aktuell sehr beschäftigt, ist meine Cam-Sexsucht – sie hat meine frühere Pornosucht abgelöst und ist momentan mein größtes Problem. Ich werde in einem passenden Unterforum noch ausführlicher darüber schreiben, da es eng mit meiner Einsamkeit und der nie erlebten Nähe in einer Beziehung zusammenhängt.
Denn leider bin ich nach wie vor noch eine ungeküsste Jungfrau und habe noch nie Liebe erfahren. Ich bin schon mein ganzes Leben immer nur Single gewesen.
Es hängt sicherlich auch damit zusammen, dass ich nicht genau weiß, was ich überhaupt möchte. Auf der einen Seite habe ich diese krassen Fetische, bin extrem devot und meine eigene Erniedrigung erregt mich am meisten. Auf der anderen Seite sehne ich mich nach Normalität und nach einer romantischen, von Zärtlichkeit und Fürsorge geprägten Beziehung und nach wahrer, bedingungsloser Liebe so wie man sie aus romantischen Filmen und Büchern kennt.
Dieser innere Widerspruch beschreibt meine Zerrissenheit vielleicht am besten – der Wunsch nach Liebe und das gleichzeitige Ringen mit Aspekten meiner Sexualität, die ich selbst noch verstehen lernen muss.
Daher stammt übrigens auch mein Name hier: „Hopeless Desire“ – er steht sinnbildlich für dieses hoffnungsvolle, aber zugleich hoffnungslose Verlangen nach Nähe, Liebe und innerem Frieden.
Mit meinen Phobien kann ich inzwischen besser umgehen, aber ganz besiegt habe ich sie leider noch nicht. Insgesamt ist mein Weg also durchwachsen – laut meiner Therapeutin mache ich Fortschritte, auch wenn sie mir selbst oft zu klein erscheinen.
Was mir noch zu schaffen macht, ist die Erinnerung an die Zeit an der Börse. Das Gefühl, dort kurzfristig „mächtig“ zu sein, war verführerisch. Ich hatte gehofft, dass Geld ein Ersatz für Liebe und Erfüllung sein könnte – doch es führte nur zu Leere und Sinnlosigkeit.
Heute versuche ich, bewusster zu leben, mir selbst mit mehr Geduld zu begegnen und mich Schritt für Schritt weiterzuentwickeln.
Danke, dass ihr euch die Zeit nehmt, das zu lesen. Ich freue mich auf den Austausch mit euch.
Liebe Grüße
Hope 🌿
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