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Ein Leben ohne Liebe ?

Tja es ist wirklich traurig, da habt ihr recht!

Aber ich habe mich nun entschieden, für mich! Ich möchte das alles nicht mehr... ich bin grade verbittert, ja da stimmt. Ich habe nun meine 4e Beziehung beendet und ich sage euch, ich habs satt! Mir ging es immer dann am besten wenn ich alleine war. Ich konnte essen, entspannen, freude empfinden, lachen, mich zufrieden fühlen... Ich spreche ja nicht mal von Glück, sondern nur davon sich zufrieden zu fühlen, so viel will ich doch garnicht.

Jedesmal wenn ich eine Beziehung beginne, glaube ich an die Liebe zwischen Mann und Frau. Jedesmal bin ich zuversichtlich und rechne nicht mit dem schlimmsten, gehe offen in so eine Beziehung rein. Versuche alles damit ich vernünftige ''Streitgespräche'' zustande bekomme mit meinem Gegenüber, denn krachen tut es immer mal und ist auch ok. Aber bis jetzt wurde ich jedesmal gedehmütigt. Beschimpft aufs übelste oder sogar geschlagen...

Diesmal habe ich mir wirklich vorgenommen alleine zu bleiben! Ich meine dies vollkommen ernst! Ich sage damit nicht dass ich keine Liebe brauche, sondern nur dass ich das was in meinen Beziehungen passiert nicht mehr ertragen kann. Ich scheine es einfach nicht drauf zu haben... Wer weiß woran es liegt? vielleicht liegt es an mir. Vielleicht bin ich einfach nicht fähig eine Beziehung zu führen... Vielleicht ziehen mich auch nur immer die selben typen an... Ich weiß es nicht, nur, dass es anscheinend schwierig ist zu verstehen, dass ich ein Mensch bin der sehr viel Zeit für sich braucht. Jenmand der diese Zeit braucht um dinge zu verarbeiten, jemand der sich schnell zurückzieht wenn man ihm nahe kommen möchte, jemand dem es schwer fällt jemanden in sich schauen zu lassen. Lassen... lassen... ist das schön dieses Wort auch nur zu schreiben... Ich möchte jemanden der mich sein lassen kann wie ich bin!! Ich möchte niemanden an meiner seite der mich ändern will. Ich WILL auch keine Kompromisse mehr eingehen müssen. Ich KANN vorallem nicht mehr! Ich darf auch keine Kompromisse mehr eingehen zur Zeit. Es darf grade nur um meinen Sohn und Mich gehen und um niemanden sonst denn ansonsten schaffe ich das nicht mehr lange. Aku leer.

Grade im moment versuche ich mich von einer Beziehung zu lösen. Es ist der Wahnsinn was ich empfinde und würde es gerne abstellen. Es ist der wahnsinn wie ich momentan aussehe... Ich kann essen aber es kommt nicht bei mir an, d.H. ich verliere gewicht noch und nöcher und kann nichts dagegen tun. Fühle mich nur noch schlapp. Ich darf aber nicht schlaff machen, da ich verantwortung trage für einen 4 jährigen...

Versteht ihr? ich kann mir diese Beziehungen die so weh tun und mich lahm legen nicht mehr leisten. Ich möchte es auch nicht drauf ankommen lassen wieder so einen Griff ins klo zu landen, da ich dafür zu labil bin und ich mich jetzt schon wieder reif für die klapse fühle, was ich mit sicherheit auch bin grade (kein witz).

Liebe... Liebe empfinde ich wenn ich meinen sohn ansehe... Das tue ich wohl bis zu 3 mal am abend wenn er schläft. Dann empfinde ich echte, reine, ehrliche Liebe. Es gibt kein Mensch den ich sonst brauchen würde zur Zeit, die können mir alle mal gestohlen bleiben. Menschen, beziehungen machen mich einfach nur krank! Ich bin krank und ich weiß ich höre mich grade auch krank an... aber es ist so. Ich will eure Liebe nicht,denn die tut mir nur weh auf dauer!

Ich weiß ihr könntet jetzt mit argumenten kommen wie:,, du hast den richtigen noch nicht gefunden usw.'' Mag alles richtig sein, aber ich kann das risiko auch nicht eingehen doch wieder enttäuscht zu werden...

Tori
 
AW: Nachtrag

Schattenkind der Liebe meinte:
Und noch etwas... wisst ihr, was die größte, edelste und tiefste Liebe ist, die ein Mann für eine Frau (oder umgekehrt eine Frau für einen Mann) empfinden kann? Ich verrate es euch...

Habt ihr je einen Menschen geliebt, der diese Liebe nicht erwiderte? Nun, wenn ihr dieser Person, die ihr über alles liebt, die euch jedoch nicht liebt, aus Liebe dabei helft, mit dem Menschen zusammen zu kommen und mit ihm (und nicht mit euch) glücklich zu werden, den sie liebt, dann wißt ihr wahrhaftig, was Liebe ist. Liebe ist selbstlos, aber gleichzeitig mutig. Und wer den Mut hat, jemanden so sehr zu lieben, dass er selbst auf das Glück mit dieser Person verzichtet und sie bereitwillig gehen lässt, damit sie mit jemanden anderen glücklich werden kann, der hat meinen tiefsten Respekt!

ja schattenkind, da gebe ich dir recht. wahre liebe ist aber auch, alles aufzugeben was man hat nur um mit diesen menschen zusammen zu sein!!!

und zu deiner frage, vielleicht hätte mir damlas mitleid sehr gut getan, doch ich konnte keines erfahren weil ich niemandem von meinem leid erzählt hatte. ich habe damals alles mit mir selber ausgemacht. ja, ich glaube ich hätte damals gerne bissi mitgefühl gespürt.....

@lenny, nein... du bist mir keinesfalls zu nahe getreten!!!

gruß
sg
 
Liebe

Das ist das tragische an Beziehungen, dass sie i.d.R. dazu führen, dass die Liebe sich verflüchtigt. Warum? Weil Liebe wie ein Lebewesen ist, das stirbt wenn man es einsperrt. Liebe entsteht in vollkommener Freiheit und muss dort auch bleiben, wenn sie sich erhalten soll. Zwei Menschen können sich durchaus ein Leben lang lieben, wenn sie bereit sind, sich immer wieder neu zu begegnen.

Ein Beziehung dagegen entsteht, wenn ein Mensch den anderen in seinen Besitz nimmt und so aus Liebe eine Gütergemeinschaft wird nach dem Motto: ich gebe dir, damit du mir gibst. Das ist das Ende jeder Liebe, das Resultat kennen wir ja, das berühmt-berüchtigte Beziehungsgefängnis: Langeweile, Desinteresse, Streit, Gewalt, Enttäuschung etc. Der andere Mensch wird zur Selbstverständlichkeit, weil man sich danach richtet, wie die Person im eigenen Kopf gespeichert ist, nicht nach dem was die Sinne aussagen. Die Sinne stumpfen ab, der Kopf regiert... bis man eventuell außerhalb dieser Beziehung die Liebe zu jemand anderen neu entdeckt.

Ich sage es nochmal: Eine echte Liebesbeziehung kann nur in absoluter Freiheit entstehen und muss auch frei bleiben, wenn sie sich erhalten soll. Jemanden zu lieben heißt jemandem Liebe zu schenken und sich daran zu erfreuen, nicht von ihm Liebe zu erhalten. Wenn die andere Person unabhängig von dir das gleiche empfindet, dann entsteht eine Liebesbeziehung. Aber welche Beziehungen laufen heutzutage wirklich so ab, dass zwei unabhängig voneinander den anderen lieben?

So lieben können nur Menschen, die nicht vor ihrem eigenen Alleinsein flüchten wollen, sondern dieses akzeptieren, allein schon weil es gar nicht möglich ist, dem Alleinsein zu entkommen. Wir kommen allein zur Welt, sind getrennt vom Rest der Welt, und wir können diese Trennung nicht aufheben. Und das sollen wir auch nicht. Denn Alleinsein ist kein Mangel, sondern Fülle! Weißt du überhaupt, wie es heute morgen draußen geduftet hat? Kein Morgen duftet wie der andere. Hast du zugehört, wie die Vögel gezwitschert haben? Auch sie klingen nie gleich. Hast du die Wärme des Sonnenlichtes auf deiner Haut gespürt? Und sind dir die Wolkenformationen am Himmel aufgefallen? Auch sie sehen nie gleich aus. Für die Sinne - nicht für den Verstand! - ist jedes Erlebnis neu und frisch, selbst wenn der Verstand uns glauben lassen möchte, die Dinge wären bekannt und uninteressant. Aus den Sinnen, nicht aus dem Verstand entsteht Liebe. Aber auf wen hören wir in unserer heutigen Zeit, wo der menschliche Intellekt völlig überbewertet und gefördert wird?

Liebe(r) Tori, ausgehend von deinem Beitrag kann ich sagen, dass es bestimmt nicht deine Schuld ist, was passiert ist. Du suchst und brauchst jemanden, der dich so lässt und akzeptiert wie du bist. Liebe ist genau so! Liebe ist vollkommenes Akzeptieren des anderen, jemanden zu manipulieren und zu verändern hat nichts mit Liebe zu tun.

Unsere gesellschaftlichen Bedingungen sind zur Zeit der größte Feind der Liebe, was nicht heißen soll, dass es früher unbedingt besser war, aber so ist es nunmal. Wer sich wirklich auf die Kunst des Liebens einlassen möchte, braucht viel Kraft und viel Mut.

Ich hoffe und wünsche dir, dass du die Kraft und den Mut findest. Vergiss aber nicht - und ich denke, du hast es bereits gemerkt -, dass Menschen nur ein Teil der Dinge sind, die im Leben liebenswert sind. Fixiere dich nicht darauf.
 
auch eine selbstlose liebe fängt mal mit verliebtheit an, mit den schmetterlingen im bauch 🙂

ob aus der flamme ein wärmendes feuer wird, das beide partner wärmt und nicht verzehrt (wie marcus mal beschrieben hat), was nicht nur beiden ihre persönlichkeit lässt sondern wo beide geben und nehmen - oder obs nicht passt, oder in machtkämpfe ausartet - anfangen tuts erstmal so.

ja, tori, wenn man viermal sowas erlebt hat - ich kanns verstehen dass du alleine bleiben willst. irgendwann hat man keine kraft mehr es nochmal zu versuchen.

schattenkind - genau das mit der selbstlosen liebe habe ich erlebt, und doch etwas anders...
vor 5 jahren habe ich jemand kennengelernt, 36 jahre jünger als ich, und - männlich...
wenns altersmäßig und vom geschlechtlichen empfinden gepaßt hätte, wärs die ganz grosse liebe gewesen. meine gefühle für ihn kennt er quasi von anfang an.
wir haben sehr sehr viel im internet kommuniziert, uns oft genug besucht, obwohl 550 km entfernung dazwischen liegen, und er hat meist auch seine freundin mitgebracht.
da ist von meiner seite keine eifersucht, sondern es ist eine wunderbare freundschaft entstanden, wie sie niemals geworden wäre, wenn ich versucht hätte, mich in sein leben einzumischen.
es ist mir auch nicht schwer gefallen, obwohl ich mich mit dem alleinsein schwer tue, ganz im gegenteil. wir helfen uns gegenseitig mit rat und tat.. und so solls bleiben.

peter
 
Nein, Liebe fängt nicht unbedingt mit Verliebtheit an. Das ist ein Irrtum! Verliebtheit ist immer auf Zerbrechen ausgelegt, Liebe auf Wachstum. Liebe kann sich auch aus Freundschaft entwickeln. Der Zustand des Verliebtseins ist oft sogar eher störend für das Entstehen von Liebe, weil zwei verschiedene Dinge um ihr Recht kämpfen.
 
seh ich ein bisschen anders, obwohl ich dir recht gebe, liebe kann sich auch aus freundschaft entwickeln.

verliebtheit ist erstmal eine verwirrtheit, eine unordnung in den gefühlen, und ich denke das zerbrechen kommt erst wenn der alltag wieder eingekehrt ist (oder es kann echte liebe draus werden).
 
Das Ende der Verliebtheit

Das Ende der Verliebtheit kommt dann, wenn man sich näher kennenlernt, wenn man einander vertrauter wird. Es stimmt, entweder löst sich alles in Luft auf oder es entsteht eine Art von Freundschaft, in der dann eine neue, tiefere Form von Liebe herrschen kann. Das nennt man Partnerschaft. Aber so oder so, der Zustand des Verliebtseins (in der man für die "problematischen Seiten" des anderen blind ist) hat ein Verfallsdatum, bei den einen eher, bei den anderen erst später.
 
Nachtrag: Liebesstile

Aber ganz ehrlich, die Liebe bedarf meines Erachtens des Zustandes des Verliebtseins nicht. Verliebtheit ist ein seelischer Zustand, während Liebe eine aktive Handlung ist, die auch unabhängig von einem seelischen Zustand entstehen kann. Ich kenne genug Menschen, die sich lieben gelernt haben, ohne vorher das verwirrende Gefühl der "Schmetterlinge im Bauch" gespürt zu haben.

Man kann es natürlich auch so sehen, dass Menschen verschiedene Arten haben, einen anderen Menschen zu lieben (es gab dazu sogar eine sozialpsychologische Studie, die Menschen bestimmten "Liebes-Stilen" und deren Mischformen zugeordnet hat: der romantischen, der spielerischen, der freundschaftlichen, der besitzergreifenden, der pragmatischen und der altruistischen Liebe).

Wie schon gesagt, es gibt in Bezug zu Liebe nicht nur eine Wahrheit. Um Liebe wirklich verstehen zu können, muss man sich von der aristotelschen Logik verabschieden und anfangen, in Paradoxien zu denken.
 
ja, das kann ich so unterstreichen.

aber das verliebtsein ist so schlimm ja auch wieder nicht - man hofft ja dass eine partnerschaft draus wird (nach dem verfallsdatum *g*).
 
Niemand behauptet, es sei prinzipiell schlimm, verliebt zu sein; auch wenn das zweifellos manchmal stimmt, vor allem wenn diese Verliebtheit nur einseitig ist, aber nicht erwidert wird, dann kann Verliebtheit sogar äußert gefährlich werden! Nur: Verliebtheit ist eine eher kindliche Form der Liebe, sie hat mehr mit den EIGENEN Wünschen, Phantasien und Idealen zu tun, die man dann unbewußt auf die andere Person projiziert. Man kennt diesen Menschen (noch) nicht besonders gut, die Phantasie bemüht sich darum, aus dem bruchstückhaften Wissen über die Person ein Gesamtbild zu formen. Die Liebe, die wir im Zustand des Verliebtseins erleben, ist weniger die Liebe zu einem Menschen, als vielmehr die Liebe zu unserem phantasievollen Idealbild dieses Menschen. Darum ist sie auch so ekstatisch, weil man glaubt den perfekten Menschen gefunden zu haben, selbst (oder vielleicht gerade weil) der Verstand natürlich Protest dagegen einlegt. Einen Menschen zu lieben bedeutet aber vor allem, IHN, also den Menschen, zu lieben, und nicht die eigenen unterbewußten Vorstellungen, die man sich von der Person macht.
 

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