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Ein Leben ohne Liebe ?

Nachtrag

Unser Intellekt wird bereits seit frühen Kindesbeinen trainiert und einem enormen Leistungsdruck ausgesetzt, aber wer hilft uns eigentlich unser Leben zu meistern? Wenn es um mathematische Aufgaben geht haben wir immer jemanden, an den wir uns wenden können, aber wer bringt uns bei zu leben, zu lieben? Wen können wir fragen? Wer ist in diesem Fall für uns da? Niemand! In diesem Punkt lässt man uns im Stich, nach dem Motto: Mach einfach mal, sieh zu wie du alleine zurecht kommst. Und es wird sogar noch schlimmer... In den Schulen werden kreative, musische Inhalte immer weiter beschnitten, während die Anforderungen in den Denkfächern immer weiterhin steigen. Statt Menschen mit Persönlichkeit verlassen immer mehr neurotische Denk- und Konsummaschinen die Schulen! Wer wundert sich da über die PISA-Studie? Wer über Amokläufer in den Schulen? Soll ich euch was sagen? Ich finde diesen eiskalten Intelligenzwahn schlichtweg zum Kotzen!!!
 
ja, schattenkind, intellekt und gefühl - oder nenn es geist und seele - driften immer weiter auseinander - ich finds auch zum kotzen.
junge menschen werden zu konsumenten und funktionierenden rädchen im wirtschaftsgetriebe erzogen, für nichts andres ist mehr platz.
die heutigen religionen haben längst - seit dem ur-christentum - keine liebe mehr, sondern hass und fanatismus.
trotzdem find ich meine hoffnung im glauben - der allerdings alles andre als ein kirchenglauben ist...
 
Verdacht bestätigt

Hallo, pete! Erinnerst du dich noch an den Verdacht der mir einst kam? Nun, du hast ihn soeben bestätigt...
 
Was den Verdacht angeht...

Ich hatte sehr früh den Verdacht, dass du ein gläubiger Mensch bist - es gab einfach zu vieles in deinen Beiträgen, das ich hauptsächlich von religiösen Menschen gehört oder gelesen habe... (womit keine kirchenfrommen Leute gemeint sind!)
 
smile...

ja, schattenkind, stimmt - gläubig ja, religiös im überkommenen sinn nein.

der mensch besteht aus körper, geist und seele - der körper verfault, ist also nichts endgültiges. und die liebe, die nächstenliebe, die liebe zu allem - um die zu lernen bin ich überzeugt, werden wir so oft wiedergeboren, bis wir´s endlich kapiert haben. dann haben wir uns die ewigkeit verdient.

ein gott der liebe ist nicht der, der erstmal alle nichtchristen aussen vor lässt, dann unter 200 christlichen konfessionen eine für richtig ansieht (obwohl die katholiken ja meinen, alle seien von ihnen "abgefallen"), und schliesslich es auch nichtmal auf die guten werke (im sinne der nächstenliebe) ankommen lässt, sondern einfach bestimmt, wessen die ewige seligkeit und die ewige verdammnis ist...
so ein gott wäre ein schlimmeres monster als der teufel.

DASS ist unser konfessionelles christentum - WEG DAMIT !!

aber naja, um mit nachdenken überhaupt anzufangen, muss man sich wohl erstmal damit beschäftigen - wie ich früher gesagt habe - es ist kindlich, die "pubertäre" phase ist der materialismus, und wer gemerkt hat dass das auch nicht sinnvolles lebensziel ist, der sucht weiter.

insofern hab ichs relativ leicht gehabt - durch meinen vater, der mit 18 (im jahr 1920) aus der katholischen kirche ausgetreten ist (was zum bruch mit seiner familie geführt hat - ich habe von 11 onkeln/tanten väterlicherseits grad mal 3 flüchtig kennengelernt).
mein vater hat weitergesucht...

dadurch bin ich schon früh mit dem sogenannten spiritualismus bekannt geworden - propheten waren nichts anderes als heute medial veranlagte menschen - es gibt viel viel scharlatanerie, mitdenken und prüfen ist UNBEDINGT erforderlich - aber es gibt nicht nur dieses negative...

ich bin jetzt aber mal neugierig und frage dich, ob du von alleine zu deinen erkenntnissen gekommen bist ?

peter

ps: bin jetzt noch ein weilchen on - morgen allerdings erst gegen abend wieder.
 
Ein paar Worte über mich

Nein, natürlich bin ich nicht allein zu meinen Ansichten gekommen, sondern hatte viele geistige Lehrer und Mentoren, die mich ein bisschen wie ein Kompass durch die Geheimnisse des Lebens geführt haben und immer noch führen, was nicht heißt, dass ich mit ihnen stets einer Meinung war und bin. Im Grunde fing bei mir alles damit an, dass ich mich wie bereits erzählt unglücklich in eine Kommilitonin verliebt habe und da zum ersten Mal so richtig bemerkt habe, wie viel ich in meinem Leben spurlos an mir vorübergehen ließ und es teilweise immer noch tue, wie viel ich im Leben verpasse. Es war wirklich wie ein Hammerschlag ins Gesicht! Ich war ja früher ein ziemlich verschlossener, nach außen hin kühl und distanziert wirkender Mensch; ja, ich war einer dieser Kopfmenschen, von denen ich in einem der letzten Beiträge erzählt habe. Es ist eigentlich total erstaunlich, ich spreche so oft von recht armseligen Gestalten und merke dabei nach kurzer Zeit, dass ich oft von mir selber spreche, zumindest so wie ich früher war. Ich bin gar kein so großartiger Mensch, wie es aus meinen Ansichten vielleicht hervorgehen mag. Oft tue ich Dinge, die ziemlich böse sind, z.B. mache ich mich manchmal über den Glauben anderer Menschen lustig und beleidige sie damit, was aber auch beabsichtigt ist. Ich genieße geradezu die Reaktionen dieser Menschen, wie sie mich beschimpfen und hassen. Und ich weiß nicht warum, vielleicht weil ich diese Isolation und Entfremdung, diese Distanz zwischen mir und anderen Menschen so hasse. Mir ist es lieber, sie beschimpfen mich, als dass sie mich ignorieren. Wer weiß... auf jedem Fall solltet ihr euch nicht einbilden, ich sei ein ach so toller Typ, bloß weil ich ein paar nette Dinge über die Liebe gesagt habe. Das bin ich nicht! Ich nenne mich nicht umsonst Schattenkind!!!
 
ach schattenkind, glaubst du, ich wäre so ein toller typ ??
über den sinn des lebens und der liebe nachzudenken, dazu hab ich die nötigen denkanstösse bekommen.
ich mach mich zwar nicht über andre menschen lustig, obwohl ich auch ein freund deutlicher worte bin - da versuch ich eher selbst denkanstösse zu geben. nächstenliebe ist ein geben und nehmen - wenn ich hier z.b. den eindruck habe mit worten so einen anstoss geben zu können, dann tu ich das.
tja, die entfremdung - wie einsam kann man unter menschen sein !?
wie lächerlich oder vielmehr schlimm ist die anrede "Sie" - die genau diese isolation und entfremdung bewirkt und die kommunikation verhindert, und das "cool" sein, bloss keine gefühle zeigen..
 
Mensch zweiter Klasse

Kennt ihr das Gefühl, nicht zu genügen? Das Gefühl, weniger wert zu sein? Das Gefühl, nichts und niemandem zu genügen, so wie man ist? Wisst ihr wie es ist, sich als Mensch zweiter Klasse zu fühlen? Wenn ja, dann wisst ihr wie ich mich fühle, und zwar so lange ich denken kann...
 
nanu, schattenkind, das hatte ich von dir jetzt allerdings nicht erwartet. erzähl doch mal mehr über die hintergründe..

aber ich kenn das gefühl. erstmal hat meine mutter selbstbewusste menschen gehasst, und da muss bei mir wohl auch einiges hängengeblieben sein.

zweitens - wie ich schon erzählt hab - hab ich mich für schwul gehalten. war damals noch verboten ( § 175 ), meine eltern beide stockkonservativ, keinem meiner freunde hab ich vertraut, als ich mich zum erstenmal "geoutet" hab, war ich schon fast mitte zwanzig, und das ist damals auch gründlich in die hose gegangen.

gut, schwul bin ich nicht, diese leute bringen mir nix, ich hab vor 25 jahren mich mit meiner frau zusammengetan, einen sohn gezeugt - aber zweifel ob ich ein guter ehemann und vater sein würde hatte ich mehr als genug.

wie mir mein sohn bestätigt, bin ich wohl ein ganz guter vater - aber laut meiner frau ein nicht so toller ehemann gewesen.. wir haben uns in aller freundschaft getrennt, aber wir hängen irgendwie immer noch aneinander - obwohl - es passt nicht mehr..

ich hab mich oft gefragt, ob ich überhaupt zum zusammenleben mit jemand tauge, und weiss das diese fragestellung unsinn ist. aber hätte ich es mit einem kerl versucht, obs dann nicht auch schief gegangen wäre ??

tja, ich bin bi - böse zungen könnten jetzt sagen, da hast du die freie auswahl - aber in wirklichkeit ist das weder fisch noch fleisch - und so fühl ich mich auch - du bist in gesellschaft und hörst die menschen reden ... sitzt dabei, und fühlst dich mit deinen eigenen problemen wie von einem andren stern..

hab mich immer so nach harmonie gesehnt, aber es ist wohl nicht drin - jetzt hocke ich alleine rum und lass niemand mehr an mich ran..

dazu kommt, dass ich vor 14 jahren in meinem job wegrationalisiert worden bin - wirklich alles mögliche probiert hab (besser hätt ich das arbeitsamt machen lassen, hätte mir viel geld gespart), und das was ich heute als selbstständiger bzw. ich-ag mach kann ich auch vergessen, es ist nicht tragfähig. auch da fühlt man sich als älterer, aber gesunder und beruflich qualifizierter mensch aussortiert.. eine lösung hab ich nicht gefunden, und du kriegst wenn du um rat nachfragst nur blabla erzählt - die zukunftsangst kommt noch dazu..

ja, schattenkind, mit der selbstliebe haperts bei mir auch, obwohl ich weiss dass es unsinn ist, komm ich mir vor (nicht immer, aber es holt mich immer wieder ein) wie der letzte dreck.. ich könnt mich auch schattenkind nennen 🙂

peter
 

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