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Ein Leben ohne Liebe ?

Ein paar Gedanken

Das ist auch alles schön und gut. Aber ich weiß einfach, dass ich nie wirklich glücklich sein werde, wenn ich mein Leben ganz auf mich allein gestellt meistern soll. Ich spüre einfach und von Tag zu Tag mehr, wie viel Liebe in meinem Herzen nur darauf wartet, an jemanden weitergegeben zu werden. Und es gibt so vieles, das man alleine nicht erleben kann, z.B. Zärtlichkeit, körperliche Wärme, Sex (den ich als eine Form körperlicher Liebe ansehe)... Ich weiß einfach, dass ich ohne das alles nicht glücklich leben kann. Ich weiß nicht, ob ihr das nachvollziehen könnt (ich vermute es aber schon), wie wunderschön es ist, wenn man dem geliebten Menschen Freude, (sexuelle) Lust und Glück schenken darf. Das ist eines der Dinge, die ich jetzt am meisten vermisse. Nicht so sehr die eigene Lust, die mir dabei geschenkt wurde (die auch, aber nicht primär), sondern die, welche ich schenken durfte, deren Auswirkungen ich sehen, spüren, schmecken... kurz: mit allen Sinnen erleben durfte! Ich habe mich dabei so wahnsinnig lebendig gefühlt... ich meinte das jetzt zwar sexuell, aber für mich gehört partnerschaftliche Liebe und Sexualität zusammen. Sie ist für mich eine Form der Liebe (vielleicht sehen das andere Menschen anders, sehen darin vielleicht nur eine Triebbefriedigung o.ä.). Sie ist für mich geradezu der Unterschied zu einer rein freundschaftlichen Liebe: der körperliche Aspekt, also die sexuelle Anziehung. Ansonsten würde ich sogar sagen, dass zwischen freundschaftlicher und partnerschaftlicher (einige würden sagen: romantischer oder erotischer) Liebe kaum ein Unterschied besteht.
 
Nachtrag

Noch eine Kleinigkeit, die mir beim Nachdenken über die Worte meiner (Ex-)Freundin eingefallen sind:

Liebe ist die Kunst, zu wissen, wie schwach, schlecht, unvollkommen und enttäuschend ein Mensch ist, ihm aber trotzdem bedingungsloses JA sagen zu können!

Ich weiß einfach, dass ich meine Freundin geliebt habe, es immer noch tue und nicht einfach nur ver-liebt war... ich weiß nicht einmal, ob ich je überhaupt in sie verliebt war, wenn ich mir die so typischen Symptome so anschaue. Aber Liebe ist eine Herzensangelegenheit, eine Beziehung ist Kopfsache. Und ich bin mir nicht mehr sicher, ob auch eine Beziehung noch Sinn macht, selbst wenn es noch Hoffnung gäbe, dass wir zurück zueinander finden.
 
iIch gebe Dir völlig recht, Schattenkind, wenn Du nicht glaubst alleine Leben zu können. Ich nehme an, Du bist um einiges jünger als Pete und ich. Wenn ich an meine Teit mit 36 denke, dann war ich noch weit von meiner heutigen Einstellung entfernt. Damals, als ich auf Kinder und Mann verzichten musste, war ich mehr als nur am Boden zerstört. Aber damals bin ioch das erste mal aus Liebe zu meinen Kindern über mich hinausgewachsen, indem ich auf die Kinder verzichtete, um ihnen jede Art von Scheidungskampf zu ersparen. Und weil mein Mann ie Kinder hatzte, ließ ich ihm auch alles andere, was bis dahin zum Zuhause er Kinder gehört hatte. Ich nahm nur meine Kleidung und ein paar Bücher mit und zog in ein 8 qm Zimmer. Das war für das nächste halbe Jahr mein Zuhause. Wir trennten uns in beiderseitigem Einverständnis um der Kinder willen. Die einzige Bedingung, die ich stellte war die, dass er den Kindern niemals Steine in den Weg legendarf, wenn Sie zur Mutter wollen. Und daran hat er sich gehalten. Ich konnte meine Kinder, wann immer sie es wollten sehen und nach 2 Jahren entschloss sich die Jüngere wiedér bei mir zu leben. Es war die schlimmste Zeit meines Lebens, das erste halbe Jahr ohne die Kinder, ohne meine Mutterpflichten, ohne das tägliche auf und ab. Dieses halbe Jahr war maßgeblich an meiner weiteren Entwicklung beteiligt. Hier fing ich zum ersten mal an, den inneren Fragen nach dem Sinn des Lebens nachzugehen, zu lesen, mich mit Menschen treffen, die sich ebenfalls mit diesen Fragen beschäftigten. In dieser Zeit habe ich wohl auch die wichtigsten Erkenntnisse erfahren dürfen. Dann kam eine Teit des Austobens, des Nachholens, was ich in den letzten 13 Jahren nie durfte. Ich fing wieder an zu singen, ich ging leidenschaftlich gerne tanzen und ich stellte fest, dass auch andere Mütter nette Söhne hatten. Später traf ich dann meinen jetzigen Freund, mit dem ich 17 Jahre zusammenlebte und nun seit 4 Jahren nur noch platonisch befreundet bin. aber uns verbindet unendlich viel, mehr, als mich je mit meinem Exmann verband, den ich auch zu lieben glaubte.
Vor 4 Jahren, tat ich dann endlich das, was ich schon lange tun wollte: Für mich alleine Leben, ohne Pflichten für andere, ohne häusliche Rücksichtnahme, einfach völlig frei und ungezwungen. Es war eine herrliche Erfahrung. Zweisamkeit, auh in sexueller Hinsicht ist bei mir in weite Fernen gerückt. Ich sehne mich nicht mehr danach. Ich möchte dieses Alleinleben nicht mehr aufgeben. Aber mit 57 fällt das auch nicht schwer, denn man hat genug Aufregendes erlebt und viele, viele Jahre immer für andere dasein müssen, ob man wollte oder nicht.

Wenn Deine Liebe zu Deiner Freundin das war, was Du vermutest, nämlich die ideale Zweisamkeit, als wäre man eins, dann musst Du jetzt Deinen eigenen Rat befolgen und loslassen. Sie muss selbst draufkommen, ob es ihr nicht auch so ergeht. Das aber muss sie erst ohne Dich herausfinden. Die Trennung ist jetzt noch ganz frisch und schmerzt unsäglich. Aber befolge Deine eigene Lebensphilosophie und gehe das Risiko ein, dass sie eventuell nicht mehr zurückkommt. Es kann aber auch sein, dass sie eines Tages merkt, dass doch Du derjenige warst, bei dem sie sich wohl fühlte. Wenn dem nicht so ist, dann war es noch nicht Deine Dualseele, dann musst Du weiter auf die Begegnung warten. Vielleicht kommt es in diesem Leben auch noch nicht dazu, weil Deine Dualseele und Du zurzeit noch auf verschiedenen Entwicklungsebenen lebt. einer von Euch wird wohl noch lernen müssen, um dem anderen ebenbürtig zu sein. Sex aus inniger Liebe zueinander ist wohl das schönste, was man sich vorstellen kann. Es ist so traurig, dass sich so viele junge Menschen wegwerfen und dieses Gefühl wohl nie kennenlernen werden, weil der Trieb und die eigene Befriedigung den Vorrang hat. Unsere Eltern haben uns da noch mit ganz anderen Werten erzogen. Da wo der Sex abhängig und hörig macht, da hat er wohl seine fieseste Aufgabe gefunden.
Wie versuen wir Frauen uns doch unser Lewben, wenn es die Männer verstehen und abhängig und bereit zu immerwährendem Verzeihen zu machen, was dann zu diesen vielen Übergriffen in den Ehen führt. Ich glaube, wenn man mit dem Thema der echten Liebe anfängt, gibt es kaum ein absehbarers Ende, weil dieses Thema nun mal DAS LEBEN ist.
Trotzdem werde ich Euch beide mit diesem Thema mal wieder alleine lassen, um mich den Hilfesuchenden zu widmen.
Es grüßt euch herzlich
Euer Luiserl
 
achja, schattenkind.. seufz...

oft gibst du exakt meine gedanken wieder..
ich bin ja nun schon älter, und manchmal wünsch ich mir einfach gehen zu können, weil ich mit dem alleinsein auch nicht klarkomme, weil ich spüre dass ich auch diesen katalysator brauche.

was du da in deinem zweiten beitrag schreibst, bezieht sich allerdings weniger auf die partnerliebe, sondern mehr auf alle menschen. wir haben alle diese aspekte, manchmal schwach, schlecht, böse, enttäuschend usw. zu sein. und da kommt wieder die eigenliebe und die nächstenliebe ins spiel, nämlich diese dualistischen wertigkeiten sein zu lassen: gut - böse, schwach - stark, schlecht - gut und so fort, sondern zu uns selbst und zu andern bedingungslos ja sagen. ich hab mich bei manchen menschen auch gefragt: sind die nun eigentlich böse, weil sie so handeln, oder fehlt es ihnen an erkenntnis - ich denke, letzteres ist der fall. erkenntnisse zu sammeln ist wohl unser menschliches ziel.

bei dir und deiner freundin hats nicht gepasst, du leidest mehr als sie - meine situation ist ganz ähnlich. ich kann dir eigentlich nur nochmal das gleiche raten wie früher: zieh einen schlussstrich, es hat einfach nicht funktioniert. und vor allem: mach dir keine vorwürfe. aber fahr die antennen für eine neue partnerin/freundin nicht ein.. es hört sich so resigniert an, wenn du sagst, du weisst dass du nie richtig glücklich sein wirst - woher willst du das wissen ?

alles liebe

peter
 
Was ist eine Liebesbeziehung?

Ich weiß nicht, ob ich je wirklich glücklich sein werde. Aber eines weiß ich: alleine werde ich es nicht! Ich werde vielleicht zufrieden sein, mich mit den Gebenheiten abfinden und das Beste aus dem machen, was mir möglich ist. Vielleicht werde ich mich am Anblick von Sonnenuntergängen, am Rauschen des Windes und des Wassers und an den graziösen Flugbewegungen von Vögeln erfreuen. Aber wirkliches Glück wird es nicht sein.

Ich möchte auch gar niemals einen Menschen, der sich mir verpflichtet fühlt, der irgendwelche Erwartungen meinerseits erfüllen soll. Nein, ich möchte einen Menschen, der exakt dasselbe tut was ich für meine Freundin getan habe: den Partner hingebungsvoll lieben (seelisch und körperlich) und darin Freude, Glück und Erfüllung finden. Ich wünsche mir eine Beziehung, wo ich nicht den anderen um dies oder jenes fragen muss, wo ich um Zärtlichkeit, Verständnis, sexuelle Lust etc. nicht betteln muss, sondern sie von ganz alleine entstehen, weil meine Partnerin es von sich aus gibt, und zwar aus Liebe, nicht aus Pflichtgefühl o.ä.! Genau wie ich es tue und darin mein Glück finde, aber eben unabhängig davon was meine Partnerin für mich tut.

Denn eine echte Liebesbeziehung bedeutet, dass sich zwei Menschen gegenseitig lieben, und zwar unabhängig voneinander. Nicht: ich liebe dich weil du mich liebst, sondern: ich liebe dich weil ich dich liebe, und du liebst mich weil du mich liebst. Nicht: ich liebe dich weil ich dich brauche, sondern: ich brauche dich, weil ich dich liebe.

Ich finde den Gedanken grausam, dass meine Partnerin in mir eine Last sieht und Dinge tut, mir (physische wie psychische) Güter gibt, bloß weil es irgendwo zu einer Beziehung "dazugehört". Das hat mit Liebe gar nichts zu tun, eher mit kapitalistischem Besitzdenken. Liebe ist keine Handelsware!
 
@schattenkind
Komisch. Die ersten 5 Seiten habe ich mich gefagt ob du ein Mann oder eine Frau bist. Aber das du eine Frau bist war nur Wunschdenken.

Ich denke in vielen Belangen wie du. Und doch bleibt das Gefühl ich handle zu kopflastig. Zu viel Nachdenken macht ängstlich. Und ich traue mich kaum zu bewegen, es könnte ja noch eine bessere Möglichkeit ergeben.

Ich empfinde du hast dich selbst in deinem idealisierten Liebesbegriff gefangengenommen. Ja ich glaube daran das es diese Art von Liebe gibt. Aber wozu verschenkst du sie an jemanden, der sie nicht erwidert? Da vermute ich Hoffnungen und Egoismus. Du hoffst das sie so wird, wie du sie haben willst. Kann man auch als eine Manipulation mit dem guten Gewissen der Person verstehen.


Sorry, ich kann meine Gedanken nicht richtig zusammen halten und neige zu Gedankensprüngen.

Liebe Grüße
Karsten
 
Liebe und Erwartungshaltung

> Aber wozu verschenkst du sie an jemanden, der sie nicht erwidert?

Weil Liebe ein Geben ist. Liebe ist Hingabe, Liebe ist positive Aufmerksamkeit und Anteilnahme. Allein sie macht wirklich glücklich, die Liebe die DU gibst, nicht die Liebe die zu zurück erhältst. Ich finde es so traurig und eigenartig zugleich, dass viele Menschen (wie z.B. meine jetzige Ex-Freundin) keine Probleme damit haben, beispielsweise Tiere um ihrer selbst zu lieben, ohne gleich einen Gegenwert zu erwarten, bei Menschen diese Liebe dagegen versagt. Da wird gleich eine Erwiderung dieser Liebe erwartet, da werden Ansprüche an den anderen gestellt. Warum?

Es ist zwar schön, wenn der andere dich auch liebt, aber diese ständigen Erwartungshaltungen an den anderen zerstören alles wieder und man landet in einer Nutzbeziehung, in welcher ein Partner dem anderen etwas gibt, um dafür wiederrum etwas zurückzuerhalten. Irgendwann wird das Erfüllen dieser Erwartungen zur Last, weil man ständig den Erpressung- und Manipulationsversuchen des anderen ausgesetzt ist (die er auch noch geschickt als "Liebe" tarnt). In einer solchen Situation ist die Liebe doch bereits tot und es herrscht Krieg!

Der einzige Weg, wieder zur Liebe zurück zu finden, ist das Erlöschen aller Erwartungshaltungen und die Rückkehr zur Freiheit. Nur in Freiheit kann Liebe entstehen und sich erhalten, nicht in der Erwartungshaltung. Denn wie ich schon sagte, Lieben bedeutet den anderen UM SEINER SELBST Willen lieben, nicht um DEINETWILLEN!!!
 
Denkst du diese 'Liebe' zu Tieren ist mit der zu Menschen vergleichbar.

Diese geliebten Tiere sind doch total abhängig, das kann deine Definition von Liebe wohl kaum treffen, oder?

Grüsse
Karsten
 
Du hast es nicht verstanden, fürchte ich. Es geht nicht um DEINE Haustiere, sondern um Tiere allgemein, z.B. wenn du welche beim Fahren über eine Landstraße siehst oder bei einem Waldspaziergang. Es geht ja nicht nur um Tiere, es können alle Dinge sein, die uns im Leben begegnen: Bäume, Blumen, eine Landschaft, Musik etc. All diese Dinge können wir völlig selbstlos lieben, ohne dass wir etwas von den Dingen zurückerhalten. Und diese Liebe spendet Glück. Warum fällt uns das beim Menschen so schwer? Warum passiert es uns andauernd, dass wenn wir die Liebe zu einem Menschen entdecken, sich gleich unser Verlangen und unsere Begierde einschaltet und Forderungen an den anderen stellt? Dieses Verlangen, das eine Befriedigung sucht, hat nichts mit Liebe zu tun. Warum können wir den anderen nicht so belassen wie er ist und ihn um seiner selbst Willen lieben, so wie alle anderen Dinge auch? Wenn wir Glück haben, wird uns auch der andere mit Liebe begegnen und auch uns um unser Willen lieben (und NICHT weil wir ihm irgendwas zu bieten haben, sei es Unterhaltung, sexuelle Befriedigung, finanzielle Sicherheit oder sonst etwas). DAS ist nämlich eine echte Liebesbeziehung!
 
Mhm ja Menschen reden zu gern aneinander vorbei.

Kannst du mir Tipps geben, wie ich den Unterschied zwischen selbstlos und egoistisch lieben erkennen kann? Das bereitet mir zugegener Maßen ziemliche Schwierigkeiten.

Ja ansonsten habe hätte ich ne biologisch Erklärung anzubieten. Vom selbstlos lieben ist noch keine Art erhalten worden.
Sorry, falls das ein wenig makaber klingt.

Grüßle
Karsten
 

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