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Eigener Tod

Hallo Katharina,

ich wünsche dir auch für morgen sehr viel Kraft.

Mir ist heute so ein Gedanke gekommen. Mag dich irgendwie grad gar nicht damit überfallen, aber möchte doch meine Gedanken los werden. Also lies es einfach, wenn du die Beerdigung hinter dir hast und wieder für neue Gedanken offen bist.

Meine Partnerin ist sehr schwer krank. Wir wissen sehr genau, dass ihre Zeit endlich ist.

Am Anfang der Beziehung haben wir darüber gesprochen, dass sie wohl vor mir gehen wird. Als wir noch nur Freunde waren, da erzählte sie mir mal, sie hat so ein schönes Erlebnis gehabt. In ihrer Nähe wo sie wohnt, gibt es ein Altersheim und da hat sie gesehen, wie ein alter Mann seine Frau im Rollstuhl durch die Gegend geschoben hat und wie er ganz liebevoll ihre Decke zurecht gelegt hat. Und meine Partnerin sagte ganz traurig, dass sie diesen zärtlichen Moment so schön fand und dass sie so etwas nie erleben würde. Sie hatte auch bis dahin nie so viel Liebe in ihrem Leben gehabt.

Und in dem Moment wusste ich, dass ich alt werden will mit ihr, dass ich der Mann sein will, der sie im Rollstuhl durch die Gegend fährt und ihr liebevoll die Decke zurecht legt. Das war der erste Moment, in dem mir klar wurde, wie sehr ich sie liebe.

Aber wir beide wissen, dass die Chancen auf diese Zweisamkeit im Alter nicht sehr groß sind.

Später dann, als wir schon ein Paar waren, sagte sie mal zu mir, dass wenn sie stirbt, sie nicht will, dass ich daran zerbreche. Ich darf mich nicht gehen lassen. Und das habe ich ihr versprochen udn gesagt, wenn sie vor mir geht, werde ich ein Buch über sie schreiben. Sie ist eine so starke, unglaubliche Frau und ich will, dass viele Menschen wissen, wie sie ist/dann war.

Vor drei Wochen ist sie an Schweinegrippe erkrankt und ich hatte echt Angst, dass sie stirbt, weil sie doch so krank ist und ihr Immunsystem so schwach. Und 3 x war sie auch in Lebensgefahr im Krankenhaus.

Da hab ich dann gewusst, ich bin nicht so erwachsen und stark, wie ich eigentlich tue und ich weiß, dass ich sie irgendwann verliere, aber ich bin noch nicht bereit, sie gehen zu lassen.

Wir hatten noch nicht wirklich ein Leben zusammen. Wir wohnen ja 600 km auseinander und sie hat noch ihre Jungs, die sie erst mal auf die eigenen Füße stellen muss. Uns bleibt da nur ganz wenig Raum.

Heute hat eine Freundin etwas zu mir gesagt, da musste ich sehr an dich denken. Es ist für mich sicher grausam zu wissen, dass sie keine 30 oder 40 Jahre mehr hat sondern nur noch 10, vielleicht im Glücksfall 15. Aber es bedeutet auch, dass ich in ganz kleinen Schritten Abschied von ihr nehmen kann und dass ich vorbereitet bin und vor allem, dass ich mich vorbereiten kann.

Da musste ich an dich und deinen Sohn denken. Ganz sicher ist es grausam ihm zu sagen, wie krank du bist und es wird ihn sehr schmerzen. Ich weiß sehr gut, wie weh das tut. Aber du gibst ihm damit auch eine Chance. Er kann die Zeit, die ihr noch miteinander habt, bewusst erleben und bewusst mit Qualität füllen.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir raten, dass du offen und ehrlich mit den Menschen in deiner Umgebung reden solltest, mit allen, die dir wichtig sind und vor allem mit jenen, denen du wichtig bist.

Vor einigen Jahren ist eine ganz liebe Freundin von mir sehr plötzlich verstorben. Heute noch gräme ich mich über die vielen Momente, in denen ich dachte, ach, ich rufe sie morgen an oder wir treffen uns nächste Woche. Wir hätten so viel mehr Zeit miteinander verbringen können.

Lass nicht zu, dass dein Sohn irgendwann mal denkt, hätte ich doch damals nur. Natürlich ist es schwer jemanden gehen zu lassen, den man liebt, aber es ist so viel leichter, wenn man Zeit hat sich an den Gedanken zu gewöhnen und vor allem, wenn man Abschied nehmen kann.

Wenn meine Partnerin vielleicht sich irgendwann mal nicht mehr so um sich kümmern kann, wenn sie sehr krank ist und viel Hilfe braucht, dann werde ich für sie da sein. Was ich bei keinem anderen Menschen tun könnte. Aber bei ihr ist es so selbstverständlich für mich, dass ich an ihre Seite gehöre ... in guten wie in schlechten Tagen. Ich kenn sie. Sie wird nicht glücklich darüber sein mich "zu belasten". Aber hey, es ist meine Entscheidung und diese Frau wird niemals eine Belastung für mich sein. Sie ist einfach mein Leben und ihr Leid ist mein Leid, so wie ihr Glück auch mein Glück ist.

Okay, ich schweife ab. Aber ich will nur einfach sagen, überlass deinem Sohn die Entscheidung, wie viel er geben will und kann. Sei ehrlich mit ihm. Nur so kann er das für sich richtige tun.



Tuesday
 

Hallo Tuesday,

schau mal hier: Eigener Tod. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Ihr lieben Betroffenen,

als sog. Gast, habe ich mir hier einige Beiträge durchgelesen, und andere mehr oder weniger überflogen, habe aber festgestellt,dass euch zu Recht das Thema TOD beschäftigt, und möchte euch ein Buch nahe legen, dass Euch sicher helfen wird, sich damit leichter auseinander zu setzen:

Die Biographie von Dr. Elisabeth Kübler-Ross (Sterbeforscherin, Nahtoderlebnisse etc., Sterbebegleitung)

Es ist nicht nur ein Buch, indem man ihr Leben verfolgen kann, sondern auch die gesamten Erlebnisse, die sie durchgemacht hatte, denn auch sie war sterbenskrank.
Dies Buch werde ich niemals vergessen, und kann es nur jedem Menschen empfehlen, ganz besonders aber denen, die sich mit ihrem Tod wegen einer Krankheit auseinander setzen müssen...

ganz liebe und herzliche
Grüsse
Daniela
 
Hallo Tuesday,

danke für dein Posting. Ich habe es durchgelesen, werde es aber noch einige Male tun und darüber nachdenken ...

Die Beerdigung habe ich "hinter mir"; es war ein schöner Abschied; der Pfarrer hat auch sehr freundlich ihren Lebensweg beschrieben, so dass wir teilweise vergaßen, traurig zu sein. Aber es war trotzdem sehr traurig und ich kann noch gar nicht fassen, dass sie nicht mehr da ist. In meinem Kopf klingt immer noch ihre Stimme ...

Ich bin ziemlich müde und mache heute nichts mehr, nicht mal nachdenken.

Katharina
 
Hallo zusammen,

zunächst möchte ich Euch von der Beerdigung meiner Freundin berichten:

Ich war sehr unruhig vorher; vor allem, als wir alle – es waren bestimmt 70 Personen – in die Kapelle gingen. Das Bild meiner Freundin stand vor der Urne, ein schönes Bild, aus ihrer besten Zeit vor etwa 4 Jahren.

Der Pfarrer sagte, dass wir alle sterben müssten („Bedenke, dass auch Du sterben wirst“). Die Verstorbene sei nicht mehr hier, sie existiere auf Erden nicht mehr. Ihre Seele aber lebe weiter.

Ruhig und fast ein wenig glücklich wurde ich, als der Pfarrer dann mit freundlicher Miene ihren Lebensweg beschrieb. Ich verlor die Schwere oder spürte, dass ich mitgehe mit diesem Leben, welches ich ja zu einem großen Teil kannte. Dieses – für Andere vielleicht durchschnittliche – Leben bekam Wichtigkeit und Würde; ich spürte nochmals: Das Leben meiner Freundin war gut und erfüllt. Und ich hörte im Inneren ihre Stimme, wie sie sich freut – vielleicht, irgendwie.

Für meine Freundin – falls sie von irgendwo auf uns hat schauen können – war es mit Sicherheit eine schöne Beerdigung.

Ich hörte mich zum Abschluss der Feierlichkeiten mit den Anderen das „Vater-unser“ sprechen, deutlich und wissentlich. Es war etwas Besonderes, denn als „christlich Nichtgläubige“ lehnte ich das bislang ab. Doch gestern tat es mir gut, ich sprach es für meine gläubige Freundin und auch für mich.

Lieben Gruß

Katharina
 
Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.

Wenn deine Freundin laut Pfarrer im Himmel ist, dann wäre das der Wille Gottes im Himmel, wäre, wenn man das glauben würde.

Was ist der Wille Gottes auf Erden? Ewig und drei Tage, das Elend, was wir erleben und er Tod?

Vielleicht hilft dir das, mal abseits von schönen Seelenphantasien, real nachzudenken, was dieser Jesus mit Wille Gottes auf Erden meinte. Schließlich bis du ja auch auf Erden und nicht im Himmel und möchtest eigentlich auch gar nicht weg von der Erde.

Viele Grüße von Sigi
 
Heute hat eine Freundin etwas zu mir gesagt, da musste ich sehr an dich denken. Es ist für mich sicher grausam zu wissen, dass sie keine 30 oder 40 Jahre mehr hat sondern nur noch 10, vielleicht im Glücksfall 15. Aber es bedeutet auch, dass ich in ganz kleinen Schritten Abschied von ihr nehmen kann und dass ich vorbereitet bin und vor allem, dass ich mich vorbereiten kann.

Da musste ich an dich und deinen Sohn denken. Ganz sicher ist es grausam ihm zu sagen, wie krank du bist und es wird ihn sehr schmerzen. Ich weiß sehr gut, wie weh das tut. Aber du gibst ihm damit auch eine Chance. Er kann die Zeit, die ihr noch miteinander habt, bewusst erleben und bewusst mit Qualität füllen.

Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir raten, dass du offen und ehrlich mit den Menschen in deiner Umgebung reden solltest, mit allen, die dir wichtig sind und vor allem mit jenen, denen du wichtig bist.

Tuesday

Lieber Tuesday,

ich danke dir sehr für deinen einfühlsamen Beitrag und ich bin so beeindruckt, wie du von deiner Partnerin und von deinen Ängsten und Gefühlen schreibst.

Der Gedanke mit meinem Sohn ist einfach ganz neu und er muss reifen. Wenn ich Pech habe, und der Befund meiner Magenspiegelung am 26.11. sieht nicht so gut aus, habe ich nochmals einen äußeren Druck, mit ihm wirklich darüber zu sprechen. Ich weiß, ich zögere und zaudere und mag mich der Realität nicht stellen.

@ all

Ich muss gestehen, dass ein Gespräch über meine Krankheit und über den Tod mit meinem Sohn auch ein Eingeständnis ist, dass mein Ende wirklich - wirklich! - sehr nah ist. Keine Silbe dann mehr davon, dass ich es ja nur ganz allgemein einmal anschneide, weil wir ja alle einmal sterben werden und das Thema dann wenigstens besprochen wurde. Wie leicht ist es beispielsweise, in jüngeren Jahren ein Testament zu schreiben, für den Fall der Fälle, für später - viel später. Damit will ich nicht sagen, dass Euch der Unterschied nicht bewusst ist, im Gegenteil. Ich erkläre damit meine eigenen Ängste.

Dennoch weiß ich, dass, wenn ich mit meinem Sohn rede, meine kleine Hoffnung, doch noch länger leben zu können, nicht zerronnen ist. Was hindert mich nur ...

Es ist schon merkwürdig: Allen Freunden bzw. eher Freundinnen habe ich durchaus von meiner Lage erzählt. Von meiner Prognose, von der Metastasierung. Und immer wieder merke ich, dass das jede Einzelne für sich doch ganz anders wahrnehmen wollte. Oft muss ich es nochmal richtig erklären, wie es aussieht. Denn ich sehe noch gesund aus und bin es sicher irgendwie auch noch. Und ich habe ihnen vielleicht abschließend immer gesagt, um sie nicht in Verlegenheit zu bringen und mich gleichzeitig zu trösten: "Ach, es gibt ja auch Wunder und die Wissenschaft entwickelt sich auch weiter". Vielleicht habe ich es auch meinem Sohn so gesagt ...

Übrigens sind es ganz kleine Dinge, die mich manchmal trauern lassen und mich - wie Sonntag - depressiv machen: Wir Freundinnen fragen uns, wie wir heutzutage unsere kleinen Ersparnisse noch gut und sinnvoll anlegen könnten. Es wird von Fonds, Aktien, Tagesgeldern und all dem geredet. Ich war oft diejenige, die in der Beziehung einen gewissen Überblick hatte und denke an einen Sparbrief über 3 Jahre, der evtl. ein Kompromiss wäre und schlage dies vor. Das ist für die Anderen eine gute Option und sie freuen sich. Der nächste Gedanke von mir ist: Für mich nicht - wahrscheinlich nicht.

Ich weiß nicht, ob ich mich gut ausdrücken konnte mit diesem Beispiel.

Lieben Gruß

Katharina
 
Hallo liebe Katharina!

Weiß Du, was mich jetzt unendlich glücklich machen würde?

Dir zeigen zu können, nur für einen Moment, was auf Dich zukommt.🙂

Du blickst dem Tod ins Auge? Nein, das tust Du nicht!!!
Im Gegenteil!!!

Deine letzen 60 Jahre hier hatten Höhen und Tiefen; seltsamerweise erinnert man sich mehr an die positiven Dinge und Situationen.
Und das ist auch gut und sinnvoll.

Alles Negative hat nämlich dort, wo wir hingehen, keine Bedeutung mehr, weil das Leben auf der Erde das schwerste ist, was uns Menschen möglich ist.

Du hast schon öfters von Gott gehört, und konntest nie so richtig mit diesem Begriff etwas anfangen.
Hast gedacht, es wäre eine Erfindung der Kirche, um im besten Fall die Menschen etwas zu trösten und zu blenden.😱

Aber Irrtum! Es gibt IHN genauso, wie es DICH gibt und ewig geben wird!

Leider kann ich Dir das jetzt nicht beweisen, weil der „Beweis“ immer in der Erkenntnis eines jeden Menschen selbst liegt und liegen muß.

„Physikalische Einheit“ ist wohl eine sehr witzige Bezeichnung für unseren Schöpfer, und da Er natürlich auch Humor hat, wird Er Sich wohl über Deine Worte amüsieren.🙄
Ein wenig, weil Ihm der heilige Ernst der Schöpfung natürlich wichtiger ist, als eine Albernheit Seiner Geschöpfe.....😉

Aber so sind wir nun mal; unvollkommen.
[FONT=&quot]

[/FONT] Wenn Du meine Worte richtig glauben könntest, dann hättest Du die wohl schönste Zeit Deines Lebens vor Dir; Du würdest eine Gelassenheit spüren und zulassen, eine Heiterkeit, eine Sorglosigkeit; das Leben geht zu Ende; na und?

Du könntest anderen Mensche Deine Kraft schenken, eine Kraft, die Du nie zuvor gespürt hast, Du würdest Deinen Lieben sagen, sie sollen aufhören, traurig zu sein, weil es dafür KEINEN Grund gibt.

Du würdest in aller Ruhe Deinen Übergang vorbereiten und erleben, ohne Angst, ohne Trauer, ohne Groll, denn Du wüsstest, daß die Ewigkeit auf Dich wartet, und dann immer genug Gelegenheit ist, alles Ungeklärte zu klären.

Ach Mensch, wenn ich Dir das nur verständlich machen könnte.....🙁

Liebe Grüße🙂

Marcus

ein wunderschöner Bericht, den ich nicht hätte besser ausdrücken können ! danke
 
Hallo Katharina,

ich habe gesehen Du warst heute Morgen noch online - wie geht es Dir ?

Eine Freundin von mir hat Brustkrebs und eigentlich sollte Sie schon seit Jahren Tod sein - aber sie sagt:

In dem Augenblick da dir Ärzte mir sagten ich sei austherapiert und unheilbar krank, haben sie mich befreit das zu tun was ich möchte und ich habe beschlossen, dass ich lebe..........

Ich wünsche Dir viel Kraft und alles erdenklich Gute.

Desira






Hallo, ich bin zufällig auf dieses Forum gestoßen, weil ich schwer krebserkrankt bin und ich bisher schon mehr Zeit überlebt habe als mir prognostiziert wurde. Ich fühle mich auch noch relativ gut und nehme - wenn auch mit eingeschränkten Kräften - am allgemeinen Leben teil.

Ich mache mir nichts vor und weiß, dass mein Zustand zum Tode führt und zwar nicht erst in 5 Jahren, es sei denn, ich gehöre zu einer absoluten Minderheit.

Vor nicht einer Woche ist meine Freundin gestorben, auch an Krebs. Ich bin immer noch sehr erschüttert und denke jetzt wieder verstärkt an mein wahrscheinlich nahes Ende.

Bin ich hier in dieser Rubrik überhaupt richtig oder müsste ein neues Themen-Forum aufgemacht werden? Ich möchte mich mit meinem Ende auseinandersetzen, vielleicht mir sogar Mut holen, dem Tod gefasst zu begegnen. Momentan habe ich unendliche Angst und spüre, dass ich hoffe, dass nicht das eintritt, was eintreten wird, aller Logik nach.

Gibt es einige ebenso Betroffene? Ich bin jetzt gerade 60 und würde eigentlich gerne noch 20 Jahre leben.

Viele Grüße
Katharina
 
Hallo zusammen,

danke, liebe Tränenarm, dass du nach mir gefragt hast. Ich habe leider noch keine Magenspiegelung erhalten, weil ich - ganz profan - einen schlimmen Schnupfen hatte und deshalb wurde der Termin auf Dienstag dieser Woche verschoben. Nun habe ich in der Zeit immer nur mal gelesen, aber war einfach zu geschafft, um zu schreiben. Jetzt geht es mir wieder etwas besser.

Liebe Desira, ich hatte heute mit Freundinnen ein interessantes Gespräch: Nachdem doch in den letzten Jahrzehnten unbedingt dafür plädiert wurde, dass dem kranken Patienten gesagt werden muss, wie es um seine Gesundheit steht, sprich, tödlich verlaufen wird, hat man das früher gerne verschwiegen. Es war vordergründig, um den Patienten zu schonen, aber es steckte sicher auch die Angst dahinter, dass man sich dann mit seiner Not auseinandersetzen mussten. Heute sagte mir eine durchaus fortschrittlich denkende Freundin, sie fände es besser, die Patienten wüssten nichts von ihrer schlimmen Prognose, denn Hoffnung trägt und gibt Lebenskraft.

Sie erzählte von einer Bekannten, die zusammen mit ihrem Mann in ihren letzten Lebensmonaten noch ein Bauernhaus kaufte, voller Enthusiasmus, voller Pläne. Das hätte sie nicht gemacht, wenn sie geahnt hätte, dass ihre Tage gezählt waren. Nun, mit mir hätte das nicht funktioniert, weil ich bestimmt selbst darauf gekommen wäre, wie es um mich steht, aber ich fand die Frage sehr interessant. Gibt es hier einen Wandel? Ich denke, nicht jeder kann so sein wie deine Freundin, die entgegen der Prognose der Ärzte sagt: "Aber ich werde leben."

Lieben Gruß

Katharina

 

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