• Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eigener Tod

was ich noch anhängen wollte...ich glaube, wenn man den inneren Frieden mit sich...und den Menschen die man liebt gefunden hat, glaube ich... fällt es leichter zu gehen und los zu lassen. Man hat nicht mehr so das Gefühl, etwas zu verpassen oder etwas zurück zu lassen, was noch irgendeiner Aussprache oder ähnlichem bedarf. Vielleicht stellt sich so etwas wie eine innerliche Zufriedenheit ein und die Ruhe die man braucht um Abschied zu nehmen, ohne Angst dabei zu haben. Vom Gefühl her vielleicht wie...wen man richtig gut gegessen hat und sich zufrieden zurück lehnt...sich ins Bett legt und einfach nur einschläft.


ich bin deiner Meinung ..

Als mein Papa wusste das es für ihn keine Hoffnung mehr gibt wollte er seine Kinder alle bei sich haben.. er hat erreicht..dass eine meiner Schwestern die Jahrelang nimmer miteinander geredet haben.. wieder zusammen finden.. das wir zusammen mit ihm.. als vollständige Familie mit ihm diesen Weg gehen..Er hat sich mit ihr ausgesprochen , sie haben sich gegenseitig verziehen..einen Tag bevor er starb hab ich im gesagt : Das er sich keinen Sorgen mehr um mich machen muss..weil ich jemanden gefunden habe.. der mich liebt und der auf mich aufpasst..Auch das wir vor haben zu heiraten.. und das er für mich und meine Kids sorgen wird..Mein Paps war bis zum Schluss besorgt um uns.. nie um sich... Er hat gemeint.. wir sollten uns net so runter machen..sondern sollen Kraft sammeln für das dannach..

Als er für immer einschlief.. war er ganz ruhig.. er hat losgelassen.. weil er wusste.. das die Familie zusammenhält.. und sich gegenseitig auffängt.. er hat innere Ruhe gefunden..

er ist einfach eingeschlafen..in den ARmen meiner Mama🙁


Wenn man mit sich selber im Reinen ist und das Gefühl hat.. alles richtig gemacht zu haben..dann fällt einen das GEHEN , denke ich, leichter🙁
 

Hallo Christl,

schau mal hier: Eigener Tod. Hier findest du vielleicht was du suchst.

eigentlich möchte ich nicht wirklich über ein mögliches/baldiges Ende nachdenken auch wenn ich mich gerade die letzte Zeit mehr damit auseinander setze wie zuvor.Mir geht es im moment nicht so gut aber ich schiebe es weit weg von mir denn ich möchte nicht aufgeben und versuche weiter zu kämpfen. Ich will nicht sterben und du sollst es auch nicht!

@ doof,

ich denke darüber auch nicht ständig nach, nur manches Mal ist sie eben einfach so nah, die Angst. Und dann möchte ich sie nicht mehr verdrängen. Klar, ich versuche auch, weiterzukämpfen, ich will auch nicht sterben.

Doof, wie alt bist du? Kannst du auch noch ganz normal am Leben teilnehmen?

@ alle

ich wüsste so gerne von euch, wie ihr euch vorstellt, wer bei euch ist, wenn es - ja, viel viel später - soweit ist. Gut, bei mir mein Sohn vielleicht. Habt ihr so viele Angehörige und Freunde, dass ihr genau wisst, ihr werdet nicht im Sterben einsam sein? Zu meinem 60. Geburtstag hatte ich 40 Gäste - aber ich kann mir bei Keinem vorstellen, dass er mich wirklich begleiten würde. Vielleicht nochmal besuchen oder nochmal nett telefonieren ...

Und ich erzähle euch was vom Leben, weil ich sonst wieder in die Tiefe rutsche: Am Montag haben wir im Konzerthaus Berlin das große Oratorium "Elias" von Mendelsohn gesungen. Alleine da auf der Bühne zu stehen war ein großes Erlebnis. Für ungeübte Ohren mag das Stück Längen haben, immerhin 2 1/2 Stunden zzgl. Pause, aber für die Mitwirkenden und den Kennern war das eine große Freude. Ich habe hier wieder einmal Leben gelebt.

Katharina
 
Respekt, was du da leistest Katharina.

Das gibt auch Auftrieb für gewisse Zeit, gell.

Zu deiner Frage. Nicht jeder ist in der Lage, dass er Verwandte hat, die dann dabei sein könnten.

Und ob dann Freunde da sind, bezweifle ich, wie du.

Ist ja noch lange hin, denkt man, denkt man.....

Du weißt, wie schnell es gehen kann.

Keiner ist heute mehr vor Morgen sicher.

Ich wünsch dir noch so manchen von dir selbst erarbeiteten Erfolg, so wir ihn alle brauchen.

Viele Grüße

Sigi
 
[FONT=&quot]Liebe Katharina![/FONT]

[FONT=&quot]Ich möchte Dir noch mal schreiben, auch wenn ich Dich nicht von „meinem“ Gott überzeugen werde.[/FONT]

[FONT=&quot]Vor etlichen Jahren hat mir jemand das Leben gerettet, der hunderte Kilometer weit weg war.[/FONT]

[FONT=&quot]Ich rief ihn dann an und fragte, was er getan hatte.[/FONT]
[FONT=&quot]Er erzählte mir von Gott, vom Leben und vom Tod.[/FONT]

[FONT=&quot]Daß es etwas Höheres gab, wusste ich schon als Kind.[/FONT]

[FONT=&quot]Ich bat ihn, mir zu sagen, wie ich mehr darüber erfahren könnte, und er gab mit Buchtipps.[/FONT]

[FONT=&quot]Dann ergab eins das andere.[/FONT]

[FONT=&quot]Ich hab begriffen, daß es nicht nur Gott gibt, sondern noch weit mehr.[/FONT]

[FONT=&quot]Dann las ich mal Bücher über Engel, und auch Anleitungen, wie man mit ihnen Kontakt aufnehmen kann.[/FONT]

[FONT=&quot]Engel „arbeiten“ gern mit Federn als ihr Symbol.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich bat sie also eines Tages, mir ein Zeichen zu geben, wenn sie da sind.[/FONT]
[FONT=&quot]Als ich vor die Haustür trat, lag da eine Feder auf dem Abtreter.[/FONT]

[FONT=&quot]Da ich ein sehr zweifelnder Mensch bin, und mir von niemandem mehr etwas aufschwatzen lasse, war ich natürlich skeptisch.[/FONT]

[FONT=&quot]Zufall? Hmmm...[/FONT]

[FONT=&quot]Tage später bat ich sie noch einmal.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich fuhr dann mit dem Fahrrad am Rhein entlang und hielt wahllos an, um zum Ufer zu gehen. Dort lag ein Haufen Federn, die vom Weg aus nicht zu sehen waren.[/FONT]
[FONT=&quot]Mann, da ist vielleicht einer gerupft worden.....🙄[/FONT]

[FONT=&quot]Ich dachte, das gibt´s ja nicht und suchte die nächsten mehreren hundert Meter des Ufers ab.[/FONT]
[FONT=&quot]Nirgendwo fand ich noch eine Feder....[/FONT]

[FONT=&quot]Ich weiß, daß Du was Schlimmes durchmachst, und ich will Dich auch nicht nerven.[/FONT]
[FONT=&quot]Aber da ich sehr genau weiß, wovon ich erzähle, texte ich Dich jetzt zu.[/FONT]

[FONT=&quot]Viele Menschen sind sich des spirituellen Teils ihres Wesens leider gar nicht bewusst.[/FONT]

[FONT=&quot]Sie sehen ihre materielle Welt, dann etwas, was man Gefühle nennt, und wissen im Prinzip nicht, was, wie und warum.[/FONT]

[FONT=&quot]Und genau daher kommt die Angst, von der Du sprichst.[/FONT]

[FONT=&quot]Viele Naturvölker haben ihre Spiritualität noch nicht unterdrückt und gegen Materie ausgetauscht.[/FONT]
[FONT=&quot]Sie haben ständige Verbindung nach „oben“ und ihre Medizinmänner sind alles andere als Hampelmänner.[/FONT]

[FONT=&quot]Die Arroganz der Industrievölker lässt es zu, so was zu belächeln.[/FONT]

[FONT=&quot]Die „natürlichen“ Menschen wissen, was sie erwartet, wenn sie gehen und sie sehen keinen Grund für Angst und Trauer.[/FONT]
[FONT=&quot]Der Totenkult und die übermäßige Trauer in unseren Ländern ist Folge von Unwissenheit und spiritueller Oberflächlichkeit.[/FONT]

[FONT=&quot]Du sagst, Du bist christlich aufgewachsen, hast die Bibel gelesen.[/FONT]
[FONT=&quot]Daß sie Dir keine ausreichende Antwort gibt, ist darin begründet, daß die wichtigsten Sachen rauszensiert wurden.[/FONT]
[FONT=&quot]Von der Kirche, weil sie kein Interesse daran hat, den Menschen die Wahrheit über Gott zu erzählen.[/FONT]
[FONT=&quot]Dann würden die Menschen nämlich merken, daß sie von der Kirche nur manipuliert werden, und daß DAS nicht im Interesse Gottes ist.[/FONT]

[FONT=&quot]Geschickt gemacht und es funktioniert heute noch.[/FONT]

[FONT=&quot]Liest man die Botschaften Gottes im Original, dann erzählt Er ständig vom Jenseits, von den Zusammenhängen mit dem irdischen Leben und warum die Schöpfung so ist, wie sie ist, und der materielle Mensch noch einmal genauso als Lichtwesen in seinem Körper existiert mit allen Organen. Und daß dieser Lichtkörper (Seele) irgendwann seinen materiellen verlassen wird um wieder frei zu werden. Und so weiter...[/FONT]

[FONT=&quot]Und DANN macht alles langsam Sinn.[/FONT]

[FONT=&quot]Warum sollte ein Gott einen Menschen erschaffen, ihn lehren und ihn dann in Nichts auflösen?[/FONT]
[FONT=&quot]Macht das Sinn???[/FONT]

[FONT=&quot]Nein, macht es nicht, und das siehst Du genau so.[/FONT]
[FONT=&quot]Was einmal ins Dasein gerufen ist, das ist für die EWIGKEIT gemacht, auch wenn es sich den verschiedensten Wandlungen ausgesetzt sieht.[/FONT]

[FONT=&quot]Wenn Wasser verdunstet kommt auch keiner auf die Idee, es hätte sich in Nichts aufgelöst, oder?[/FONT]

[FONT=&quot]In jedem Kreuzworträtsel wird nach dem Unsterblichen mit 5 Buchstaben gefragt, und schnell tragen wir „Seele“ ein und gehen zum nächsten.[/FONT]
[FONT=&quot]Ohne uns jemals wirklich zu fragen, was das eigentlich sein soll....[/FONT]

[FONT=&quot]Erst wenn es uns richtig dreckig geht, wenn wir dem Tod ins Auge blicken, dann kommen wir im besten Fall noch mal darauf zurück, nach dem tieferen Sinn und Sein zu fragen.[/FONT]

[FONT=&quot]Und im allerbesten Fall finden wir tatsächlich noch den Kontakt zum Schöpfer, auf den ER schon unser ganzes Leben lang wartet![/FONT]

[FONT=&quot]Es geht dabei nicht um blinden Glauben, es geht um tiefe Sicherheit und Verstehen.[/FONT]

[FONT=&quot]Vor drei Jahren begleitete ich meinen Hund beim seinem Übergang.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich hatte gebetet, bei ihm sein zu dürfen, wenn es soweit ist, weil ich weit weg von zu Hause arbeite und ihn nur selten sehen konnte.[/FONT]
[FONT=&quot]Und ich bat Gott, ihn ohne Spritze gehen zu lassen, weil ich das nicht ertragen hätte.[/FONT]
[FONT=&quot]Dann bekam ich den Hauptgewinn:[/FONT]
[FONT=&quot]„Zufälligerweise“ hatte ich eine Woche Urlaub, als es soweit war.[/FONT]

[FONT=&quot]Er wurde schwächer, blieb stehen, wollte nicht mehr laufen, er konnte nicht mehr.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich ging nur noch einige Meter mit ihm Gassi und trug ihn nach Hause.[/FONT]
[FONT=&quot]Dann brach er im Hof zusammen. Ich rief meine Mutter und wir trugen ihn ins Haus.[/FONT]
[FONT=&quot]Es war der Tag der Beerdigung meiner Oma.[/FONT]
[FONT=&quot]Eine Stunde vor der Beisetzung lag mein Hund im Sterben und ich bereitete mich darauf vor, nicht zur Beerdigung meiner Oma gehen zu können, weil ich meinen Hund NIEMALS allein gelassen hätte.[/FONT]
[FONT=&quot]Meine Mutter war begeistert aber sie hätte auch Verständnis gehabt.[/FONT]

Ich hielt also meinen Hund in den Armen; ich hatte den Tierarzt bestellt, um ihm beim Sterben zu helfen; und sagte ihm immer wieder, daß er heute nach Hause gehen wird und daß er dann keine Schmerzen mehr hat und wieder rumtoben kann und die Oma in den Hintern beißen kann.
[FONT=&quot]Dann stand er noch mal auf mit meiner Hilfe und brach wieder zusammen; ganz sanft, weil ihn ja hielt.[/FONT]
[FONT=&quot]Ich versprach ihm, nicht wegzugehen und er schlief ein......[/FONT]

[FONT=&quot]Es war dramatisch und es war unendlich schön![/FONT]
[FONT=&quot]Mein sehnlichster Wunsch war in Erfüllung gegangen und die Chance darauf war äußerst gering.[/FONT]
[FONT=&quot]Nach der Beisetzung meiner Oma gab es die Trauerfeier für meinen Hund, mit Kerzen und Bier.[/FONT]
[FONT=&quot]Naja, genug jetzt.[/FONT]

[FONT=&quot]Katharina, ich weiß, daß ich ihn wieder treffen werde, wenn meine Zeit da ist, und ich freue mich darauf.[/FONT]

[FONT=&quot]Vielleicht sind ja auch liebe Menschen oder Tiere vor Dir gegangen und dann kannst Du Dich auf ein Wiedersehen gefasst machen![/FONT]

[FONT=&quot]Ich weiß nicht, ob diese Krankheit Dein Schicksal ist, oder ob es jetzt Zeit für Dich für ein Wunder ist, weil Du Dich vielleicht doch etwas näher mit unserem Schöpfer beschäftigen möchtest, und dadurch doch noch die von mir schon mal erwähnte Kraft finden kannst.[/FONT]

[FONT=&quot]Ich würde es Dir wünschen, Dich mehr mit dem Unvergänglichen befassen zu können, weil das Festhalten an vergänglichen Dingen die Angst vor ihrem Verlust mit sich bringt und bringen muß.[/FONT]

[FONT=&quot]Sei lieb umarmt![/FONT]

[FONT=&quot]Marcus[/FONT]
 
Liebe Katharina, habe mich als ehedem noch-gast nun endlich als "gaestin" angemeldet. Du hast ja wirklich viel am Bändel. Schön, dass Du auch die Freude am Chor, aber auch am Auftritt hast, was ja nicht immer der Fall ist. In einem der vorangegangenen Postings fragtest Du nach Freunden/Angehörigen, die begleiten könnten. Mich fragte damals eine Bekannte, wie ich es gerne hätte im Zusammenhang mit dem Tod eines Angehörigen, aber auch für mich selbst. Für mich bedeutete das sehr viel, und ich sagte ihr, dass ich den Weg erst einmal alleine gehen wolle, aber sehr froh wäre, wenn ich auf sie zurückkommen könne. Die Wahl zu haben war mir sehr wichtig. Als ich dann entscheiden musste, den Angehörigen gehen zu lassen oder noch weiter zu therapieren, rief ich aber letztlich jemand ganz anderen zu Hilfe - und er war da - sofort ohne wenn und aber; es war kein Partner, es war ein Freund, mit dem ich viel über diese Dinge sprechen konnte, besser als in der Familie.
 
Zu Marcus: Wieso hat die kath. Kirche alles aus der Bibel heraus getan, was von der Unsterblichkeit spricht, wo doch gerade die kath. Kirche diese Lehre ins christliche entgegen den hebräischen Schriften eingeführt hat? Gerade sie bräuchte ja Beweise für diese Lehre und gerade sie sollte die Beweise entfernt haben? 😕

Gott spricht in der Bibel davon, dass er sein "Wort" für die Endzeit bewahren will, so, dass die Botschaft davon weltweit gepredigt werden kann, wieso lässt er dann zu, dass es zur Unkenntlichkeit verwässert und entstellt wird, so wie du schreibst?

Irgendwie schwer zu verstehen.

Das mit den Federn klingt ja märchenhaft.
Aber wenn ich mir irgendwas einbilde oder präsent mache im Kopf, werde ich es überall sehen. Ich werde Dinge sehen, die jetzt in mein Bewusstsein rücken.

Und das mit deinem Hund? Auf jeden Fall schön für dich. So wie viele Erfahrungen anderer Menschen schlecht für sie waren.

Du willst Katharina damit trösten, tust es öffentlich, und daher die Infragestellungen, die mir dabei als aller Erstes aufkommen, weil ich ja dein öffentliches Posting mitlese.

Sigi

Zitat Marcus:
Ich weiß nicht, ob diese Krankheit Dein Schicksal ist, oder ob es jetzt Zeit für Dich für ein Wunder ist, weil Du Dich vielleicht doch etwas näher mit unserem Schöpfer beschäftigen möchtest, und dadurch doch noch die von mir schon mal erwähnte Kraft finden kannst.

Ich würde es Dir wünschen, Dich mehr mit dem Unvergänglichen befassen zu können, weil das Festhalten an vergänglichen Dingen die Angst vor ihrem Verlust mit sich bringt und bringen muß.

[FONT=&quot]Sei lieb umarmt! [/FONT]
Zitat Marcus Ende.

Das finde ich interessant zu lesen und wünschte es auch Katharina.

Sigi
 
Hallo Katharina,

durch Zufall habe ich vorgestern Abend eine Sendung über Kinderhospize gesehen. Schade, dass ich dir und auch "doof" nicht Bescheid geben konnte. Ich habe jetzt mal bei youtube geschaut und dort diesen Beitrag gefunden:

YouTube - Kinderhospiz Löwenherz - Der Film Teil 1 (UT)


Er ist nicht ganz das, was ich gesehen habe, kommt dem aber doch nahe.

Zwei Dinge waren für mich sehr berührend.

Das war erstens der Umgang mit den Kindern. Da gab es zum Beispiel einen Clown und ich fragte mich in dem Moment, wer lacht eigentlich mit euch und wer macht mit euch Quatsch?

Es gab da ein Bett, das hing an Seilen an der Decke und war mit lauter Kuscheldecken bedeckt und da lagen die kranken Kinder drin. Dann wurde das Licht gedimmt und Sterne an die Decke projeziert und überall standen Wassersäulen mit den perlenden Luftblasen.

Schön fand ich auch, dass jede Familie eine kleine Fahne gebastelt hat, wo sie all das drauf gemalt oder in Stoff aufgeklebt hat, was für sie während des Aufenthalts im Hospiz wichtig war. Da war ein Geschwisterkind, das einen Ritter auf die Fahne machen wollte, damit dieser seinen todkranken Bruder beschützen würde.


Ich glaube, dass Erwachsene in ihrem Schmerz gar nicht so richtig wahrgenommen werden und die therapeutische Betreuung nicht ausreichend ist. Diese Kinder werden im Hospiz in ihrem Schmerz angenommen und sie werden umsorgt. Ebenso die Familien, die mit beteiligt sind. Aber die Erwachsenen werden sich selbst überlassen und müssen sich mit Ärzten rumschlagen, die einen Alltag haben, der bestetig eine Überforderung ist. Wer hilft eigentlich euch? Wer hilft euren Familien?

Wie wäre es Katharina, wenn du versuchst für deinen Sohn einen Gesprächspartner zu finden? Natürlich musst du mit ihm über das sprechen, was für dich wichtig ist und was du von ihm erwartest, aber es sollte auch jemand Neutrales für ihn da sein, wo er seinen Schmerz und seinen Kummer lassen kann, damit er damit nicht dich belasten muss.


Was ich ebenfalls berührend fand, war die Art der totkranken Kinder mit ihrem Schicksal umzugehen. Also in dem Beitrag kamen keine der Kinder zu Wort. Für sie sprachen die Hospizleitung und oft auch die Eltern.

Die Kinder gehen so mutig mit ihrem Schicksal um. Und auch so vertrauensvoll. Sie alle glauben daran, dass es nach dem Tod weitergeht. Das ist für sie keine Frage. Natürlich kann man das als kindliches Wunschdenken abtun, aber ich frage mich, ob nicht gerade diese Kinder noch unverdorben nah an der Wahrheit dran sind.

Ich habe mir dieses Buch bestellt:

Im Himmel welken keine Blumen. Kinder begegnen dem Tod: Amazon.de: Johann-Christoph Student: Bücher


Ich kann mir vorstellen, dass auch und gerade für euch da ein paar tröstende Gedanken zu finden sind.

Hast du eigentlich noch Träume, Katharia? Kannst du dich noch völlig im Leben verlieren und es einfach genießen? Daran musste ich denken, als ich diesen Clown im Hospiz sah und die lachenden Kinder. Und wie sehr ich dir und "doof" wünsche, dass es so ist.



Tuesday


Edit: Fällt mir gerade noch ein. Also wenn du das nächste Mal ein Konzert mit deinem Chor in Berlin hast, sag mir Bescheid. Ich liiiiiieeebbee solche Konzerte!

Und wenn du aus Berlin kommst, habe ich eine kleine Empfehlung.

Im Dezember hat rumpelstil sein Weihnachtskonzert in Berlin. Und außerdem spielen sie da Weihnachtsmärchen. Das ist soooooooooooo wunderschön. Da sitzt du inmitten einer großen Menge von verzauberten Kindern und kannst dich dieser Atmosphäre nicht entziehen. Und keiner schaut blöd, wenn du laut mitsingst, weil die Lieder von Rumpelstil so richtig toll sind.

Hier die Adresse: http://www.rumpelstil.de/
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich antworte nur ganz schnell, um euch allen zu danken, ich schreibe nächstes Mal mehr und gehe auch auf die Beiträge ein. Ich bin wegen des Konzertes sehr im Stress; wir singen es zweimal, und zwar morgen nochmal in der UdK Hardenbergstraße um 17 Uhr, "Elias". Heute hatten wir nochmal Hauptprobe und Generalprobe. Jetzt lege ich mich auf die Couch 😀

Katharina
 
Hallo Katarina,

das mit dem Chor klingt gut. Heute kann ich leider nicht, aber wenn du weitere Termine von Konzerten hast, immer her damit. Irgendwann werde ich es schaffen.

Ich war im Mai in der Gedächtniskirche in einem Konzert von einem Hamburger Chor und das war so unendlich schön. Die Stimmen, die den ganzen Raum gefüllt haben. Wow. Das ist ein Erlebnis, das ans Herz geht. Und sicher ist es noch toller, wenn man dabei selbst auf der Bühne steht und seinen Teil beiträgt.

Ich wollte noch einen Tipp hier reinstellen. Das fiel mir heute morgen ein.

Mein Leben als Kamikaze Cowboy: Amazon.de: Dirk Benedict: Bücher


Dieses Buch hat mir mein Leben gerettet. Das ist schon ewig her, aber vieles daraus begleitet mich immer noch. Dirk Benedict, den du vielleicht als Schauspieler kennst, hatte zum Höhepunkt seiner Karriere Prostatakrebs und in dem Buch setzt er sich damit auseinander. Er geht einen unkonventionellen Weg, indem er seine Ernährung ändert und keine der üblichen medizinischen Anwendungen machen lässt.

Ich werde jetzt nicht sagen: "Klopp die Ärzte in die Tonne!". Es geht mehr darum, wie er Verantwortung für sich und seinen Körper übernimmt und sich aus der Gesellschaft und seinen Ansprüchen herausnimmt und anfängt sein eigenes Ding durchzuziehen.

Ich habe damals das Buch in einer Nacht gelesen und am nächsten Morgen meinen Kühlschrank ausgeräumt und auf Macrobiotik umgestellt. Das hielt ein Jahr. Ich kann dir sagen, ich habe mich niemals so gut gefühlt wie in dieser Zeit.

Das Buch macht ungeheuer viel Mut, so habe ich es erlebt und vielleicht tut es für dich und "doof" ja auch ein kleines Wunder und es gelingt Gedanken in neue Richtungen zu lenken.



Tuesday
 
Hallo Tuesday!

Ich habe diesen Thread nicht konsequent verfolgt, muss aber sagen, dass mir Deine letzten beiden Beiträge (die davor kenne ich nicht) gut gefallen haben.

Für die Outsider: Dirk Benedict ist übrigens "Face" aus dem A-Team 🙂.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
K Depressionen nach dem Tod meines Mannes Trauer 4
B Komme nicht mit dem Tod meines Katers klar Trauer 11
M Tod meiner Mutter Trauer 6

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.
      Oben