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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Meine Lieblingsonkel sagte mir ja immer: "Fürchte dich vor nichts."

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Ich bin gut trainiert. Und so fürchte ich selbst das Nichts nicht.
 

Man unterscheidet 4 Grundformen der Angst – die für alle Menschen zutreffen:

1. Die Angst vor Ich-Verlust, Angst vor Selbsthingabe
Schizoide Persönlichkeit: Diese Grundangst ist verbunden mit Unfähigkeit zur Liebe, Angst vor Nähe.

2. Angst vor Selbstwerdung
(depressive Persönlichkeit): Probleme der Ich-Werdung durch Geben und Nehmen in der Liebe
Der Partner erhält eine Überbewertung. Oft gilt: Ich liebe Dich, weil ich Dich brauche. Ich brauche Dich, weil ich Dich liebe.

3. Die Angst vor Wandlung, als Vergänglichkeit und Unsicherheit erlebt
Zwanghafte Persönlichkeit: Angst vor Selbstverantwortung; Zweifel, Zaudern und Zögern. Starre Prinzipien, Machtstreben zwecks Kontrolle.

4. Die Angst vor der Notwendigkeit, als Endgültigkeit und Unfreiheit erlebt
(Der hysterische Mensch) Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten werden als Einengung empfunden. Nur das Heute zählt. Die Vergangenheit gibt es nicht mehr. Ursache und Wirkung wird „übersehen“. Schuldumkehrung. Chamäleonhafte Anpassung. Zunahme von Unehrlichkeit bis hin zur Lebenslüge. Flucht in die Krankheit. Mangel an Charakter (Ich-Kontinuität).

Diese Ängste werden nicht bewusst erlebt, sondern werden deutlich in der Angst vor der Gegenstrebung. So würde z.B. der zur Zwanghaftigkeit neigende Mensch Angst vor Chaos und hohen Risiken formulieren, der hysterische Mensch seine Angst vor Regeln die ihn einengen, der depressive Mensch seine Angst vor Verlust und der schizoide Mensch formuliert seine Angst vor Bindungen.
 
Nein, das wäre auch nicht die Frage. Die Frage lautet eher: welche Ängste bestimmen (unbewusst oder bewusst) mein Leben?

Eine andere - in meinen Augen logische - Frage lautet: Kann man Grundangst besiegen - wenn ja, wie?

Und darauf lautet meine Antwort: Ja, durch Liebe
 
siehe meinen Beitrag 2100

Das sind ja gleich vier.

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1. Die Angst vor Ich-Verlust, Angst vor Selbsthingabe
Schizoide Persönlichkeit: Diese Grundangst ist verbunden mit Unfähigkeit zur Liebe, Angst vor Nähe.

Hmm, versuche das mal nachzuvollziehen, also "die Angst vor Ich-Verlust, die Angst vor Selbsthingabe".

Um Angst vor dem Verlust von "Ich" zu haben, müsste man erstmal wissen oder zumindest definieren, was "Ich" überhaupt ist?

Weiters. Selbsthingabe setzt voraus, dass man sich "etwas" hingibt. Was könnte bzw. sollte das sinnvoller Weise sein?

Was Schizoidität betrifft, natürlich unterscheiden (manche) Menschen zwischen einer "Gefühlswelt" und einer "Vernunftwelt" - anders lässt sich diese Welt doch gar nicht begreifen.
 
Das sind ja gleich vier.

Tja, das Leben ist manchmal anspruchsvoll.


Hmm, versuche das mal nachzuvollziehen, also "die Angst vor Ich-Verlust, die Angst vor Selbsthingabe".

Um Angst vor dem Verlust von "Ich" zu haben, müsste man erstmal wissen oder zumindest definieren, was "Ich" überhaupt ist?

Das bleibt dem schizoiden Menschen i.d.R. unbekannt, auch wenn er - um eine Antwort gebeten - diese geben könnte. Nur ob die Antwort richtig ist, steht auf einem anderen Blatt Papier. Aber das ist ja auch nicht der Kern des Problems.

Weiters. Selbsthingabe setzt voraus, dass man sich "etwas" hingibt. Was könnte bzw. sollte das sinnvoller Weise sein?

Die mangelnde Selbsthingabe bewirkt eine Distanz zu Menschen. Dieser Typ lässt sehr ungern andere Menschen an sich heran. Mit anderen Worten: Er lässt andere Menschen ungern in sich hineinsehen. Da kann man von einer Unfähigkeit zu (tiefer) Liebe reden. Weil diese Menschen meist auch intelligent sind, verstehen sie es hervorragend, ihre Angst vor Nähe zu kaschieren. So können diese Menschen sehr tolerant sein, um mit Toleranz "für andere" eine Akzeptanz für eigenes Distanzverhalten zu fordern.

Oft ist der Ausfall einer festen Bezugsperson in der Kindheit die Ursache.
 
Ich denke, dass Eltern gleichermaßen förderlich und zerstörerisch auf ein Wesen wirken können. Meist ist es nicht viel anders, als sie schon ihr ganzes Leben lang gehandelt haben.
 
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