Aus meiner Sicht vollkommen richtig, Nordrheiner. Und in aller Tatsache basiert das auf einem Gefühl bzw. Gefühlen. Da nimmt es sich nicht wirklich viel, ob jemand alt, jung, männlich, weiblich, intelligent, dumm, reich oder arm ist. Das Prinzip ist immer dasselbe.
Ich verstehe, dass die meisten Menschen Glück hauptsächlich anhand ihrer Gefühle bestimmen.
Wenn Menschen von Glück reden, meinen sie oft das Zufallsglück oder das Sich-Wohlfühlen in einer Situation.
Menschen sprechen z.B. von Glück in der Liebe bzw. Glück in einer Partnerschaft, solange beide harmonisch miteinander auskommen und Bedürfnisse erfüllt werden. Manchmal meinen Menschen ohne Glück nicht mehr leben zu können. Auch kommt es zu Neid auf das Glück anderer Menschen.
Das ist nicht mein Weg. Für mich ist Glück ein anderer Begriff für Sinn und ist nicht von Gefühlen abhängig. Beispiel: Der Satz " Ohne keine Husa Angst Dich keine ich habe" ist unverständlich und daher sinnlos. Ordnen wir Buchstaben und Worte in folgender Ordnung "Ohne Dich habe ich keine Angst im Haus" erkennen wir den Sinn. Erst wenn wir Zusammenhänge erkennen und darauf unser Denken und Handeln aufbauen, können wir uns entscheiden, einfache oder schwere Aufgaben durchführen oder für uns hilfreiche Schlussfolgerungen ziehen.
Stehst Du an einer Kreuzung, mußt Dich für einen Weg entscheiden und hast keine Orientierung, wirst Du Dich nicht wohl fühlen. Hast Du jedoch Orientierung, erkennst Du Zusammenhänge, wirst Du Dich auch wohlfühlen.
Im Leben müssen wir oft Entscheidungen treffen, die sich über unsere momentane Sicht hinaus auswirken. Von daher ist es (für mich) wichtig, über sich hinaus zu denken. Glück bedeutet also für mich, dass ich Zusammenhänge erkenne, die mein Leben betreffen und mir eine Entscheidung ermöglichen. Noch größer wird mein Glück, wenn ich Zusammenhänge erkenne, die über mein Leben hinausgehen. Dann kann ich sogar den Sinn eines ganzen Lebens, meines Lebens, sogar Sinn des Leidens, erkennen.
Vielleicht sollten wir das ein wenig eruieren bzw. differenzieren.
Vielleicht sollten wir unsere alltäglichen Entscheidungen, Gefühle und Gedanken unter den Aspekt stellen, dass es immer Kompromisse sind.
Es ist für mich nicht so entscheidend, ob Kompromisse bei welcher Entscheidung auch immer gemacht werden. Für mich ist viel wichtiger, ob ich Zusammenhänge erkenne und mich auch in der Findung eines Kompromisses in Richtung auf ein von mir gewolltes Ziel zubewege.
Insofern sollte ein Kompromiss immer der bestmögliche Schritt sein, um in der jeweiligen Situation dem eigenen Ziel näher zu kommen. Auch hier sehen wir wieder, wie wichtig es ist, den Zusammenhang zu erkennen, der in diesem Beispiel zwischen Ziel und Entscheidung (Kompromiss) besteht. Dann kann man sogar von einem glücklichen Kompromiss reden.
Auch da, wo Menschen oft das Größte verorten, außerhalb eines Gottes oder Geld, da stellt sich die Frage, was ist man tatsächlich bereit, für einen Partner, die Kinder oder sich selbst zu tun?
Das Leben besteht aus Denken und Handeln. Ein nur denkender Mensch verhungert und ein nur handelnder Mensch erkennt keine Zusammenhänge, handelt orientierungs- und somit sinnlos. Die Bereitschaft für wen auch immer etwas zu tun, hängt davon ab, inwieweit der Mensch den Sinn von Denken und Handeln erkennt. Je stärker sich mein Denken und Handeln
nur auf meine Person bezieht, fehlt die Erkenntnis des Zusammenhangs eines Lebens in Gemeinschaft mit anderen Menschen.
Der Mensch, der nur sein eigenes Leben im Blick hat, erkennt keinen Sinn der über das Leben des einzelnen Menschens hinausgeht.