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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Oder wie es eine von mir wertgeschätze Forianerin sagte: Ob du die eine oder andere Seite der Medaille betrachtest, es ändert nichts an der Medaille selbst.

Richtig die Medaille bleibt gleich. Durch die verschiedenen perspektiven (seiten der Medaille) Kann man den aufbau vielleicht besser verstehen. Deshalb holt man sich Meinungen von dritten. Unterschiedliche Meinungen. Man erkennt dann die Struktur und kann besser entscheiden ggf helfen. Das ist doch hier das ziel bzw der Gedanke dieses threads oder nicht?
 
Brauche schnell eine gute Mütze Schlaf, daher nur kurz dazu:

Gefühle haben nach meiner Meinung mit Gerechtigkeit nichts zu tun.

Wenn Gefühle nichts mit Gerechtigkeit zu tun haben, und ja, ich weiß, dass Gerechtigkeit ein großes Wort ist, kannst du Gerechtigkeit dann gedanklich herleiten? Wenn ja, dann müsstest du diese Gedanken eigentlich auch in Wörtern ausdrücken können?
 
Brauche schnell eine gute Mütze Schlaf, daher nur kurz dazu:



Wenn Gefühle nichts mit Gerechtigkeit zu tun haben, und ja, ich weiß, dass Gerechtigkeit ein großes Wort ist, kannst du Gerechtigkeit dann gedanklich herleiten? Wenn ja, dann müsstest du diese Gedanken eigentlich auch in Wörtern ausdrücken können?

Wir Menschen haben einen Bewertungsmaßstab, der sich aus ethischen und moralischen Wertvorstellungen her ableitet. Wird eine Handlung A mit einer Handlung B beantwortet, dann empfinden wir das als gerecht, wenn beide Handlungen als gleichwertig betrachtet werden.

Kaufst Du ein Produkt im Sonderverkauf für 100 €, dann findest Du das als gerechtes Geschäft. Der Verkäufer denkt ebenso. Interessant: Obwohl beide lediglich Produktwert gegen Geldwert getauscht haben, haben beide den Eindruck, sie hätten für sich vorteilhaft gehandelt und mit dem Geschäft einen Gewinn realisiert. Ungerecht wäre das Geschäft, wenn Du zuhause feststellst, dass das Produkt defekt ist bzw. nicht funktioniert.

Es ist unmoralisch, wissentlich ein nicht funktionierendes Produkt zu verkaufen. Die Gerechtigkeit wird wieder hergestellt, wenn Du einen Ersatz erhältst.
 
Nordrheiner, du "musst" das von Fall zu Fall unterschiedlich betrachten. Es gibt kein "einheitliches Leben". Familiäre Prägung, gesellschaftliche Konditionierung, Kulturkreis, Veranlagungen, Beziehungen, Persönlichkeitsentwicklungen - alles sehr unterschiedlich und ganz offensichtlich, wenn du dir die Menschen dieser Welt mal so anschaust. Es sei denn, du würdest dir nur bestimmte Länder oder Gruppen herauspicken, wobei das auch nur dynamische Teilmengen einer dynamischen Gesamtmenge sind. Das nur vorweg.

Komme mal lieber zum Punkt. Dein Beitrag drückt Bedauern aus. Ich frage mal ganz konkret: Wäre es nicht vielleicht besser, anstatt es zu bedauern, es zu verstehen?

Für mich kommt zuerst das Bedauern. Das Bedauern ist für mich die Ausgangslage für den Wunsch zu verstehen, warum passiert was passiert. Ich denke, es gibt immer eine Motivation etwas zu tun oder etwas zu unterlassen.
Gleichgültigkeit z.B. wäre eine Ursache für Unterlassung.

Habe den Eindruck, dass du bereits hier "auf einem anderen Acker pflügst", was vielleicht löblich ist, aber dem (allgemeinen) Verständnis nicht unbedingt zuträglich. Es gibt keinen inhärenten Zusammenhang zwischen Bedauern und Verstehen. Für mich beispielsweise ist Verstehen-wollen die Ausgangslage für Verstehen.

Mit es war übrigens die Schuld gemeint. Schuld zu bedauern und Schuld zu verstehen, das sind zwei verschiedene Dinge.

Verständlich?

~~~

Anders ausgedrückt:

Man kann immer leicht sagen, dass Person X an Sache Y schuld ist, oder, dass Person X schuld ist, weil sie Sache Z tut oder unterlässt. Man kann das auch bedauern. Schuld aber zu verstehen, ist ein ganz anderes Kaliber.
 
Zuletzt bearbeitet:
Habe den Eindruck, dass du bereits hier "auf einem anderen Acker pflügst", was vielleicht löblich ist, aber dem (allgemeinen) Verständnis nicht unbedingt zuträglich. Es gibt keinen inhärenten Zusammenhang zwischen Bedauern und Verstehen. Für mich beispielsweise ist Verstehen-wollen die Ausgangslage für Verstehen.

Mit es war übrigens die Schuld gemeint. Schuld zu bedauern und Schuld zu verstehen, das sind zwei verschiedene Dinge.

Verständlich?

Ja, es ist mir klar, dass "Schuld bedauern" etwas anderes ist als "Schuld zu verstehen". Jetzt weiß ich auch, was Du in Deinem vorigen Beitrag (mit "es") meintest.

Ich habe den Eindruck, dass es etliche Menschen gibt, die Schuld verstehen wollen. Also sie wollen verstehen,
- warum es falsch war so oder so zu handeln
- wie es dazu kommen konnte (Zusammenhänge verschiedener Faktoren)
- was die Auswirkungen sind
- wie man Schuld vermeiden bzw. Folgen minimieren kann

Diese Gruppe Menschen bedauern Schuld auch.

Und dann gibt es eine große Anzahl Menschen, die den Begriff Schuld meiden.
Bei dieser Gruppe fällt es mir oft schwer, ein Bedauern der Schuld zu erkennen.
 
Habe meinen vorherigen Beitrag ein wenig ergänzt:

Man kann immer leicht sagen, dass Person X an Sache Y schuld ist, oder, dass Person X schuld ist, weil sie Sache Z tut oder unterlässt. Man kann das auch bedauern. Schuld aber zu verstehen, ist ein ganz anderes Kaliber.

Nur so als kurze Zwischeninfo, damit ich mich später eventuell nicht wiederholen muss.
 
Wir Menschen haben einen Bewertungsmaßstab, der sich aus ethischen und moralischen Wertvorstellungen her ableitet. Wird eine Handlung A mit einer Handlung B beantwortet, dann empfinden wir das als gerecht, wenn beide Handlungen als gleichwertig betrachtet werden.

Kaufst Du ein Produkt im Sonderverkauf für 100 €, dann findest Du das als gerechtes Geschäft. Der Verkäufer denkt ebenso. Interessant: Obwohl beide lediglich Produktwert gegen Geldwert getauscht haben, haben beide den Eindruck, sie hätten für sich vorteilhaft gehandelt und mit dem Geschäft einen Gewinn realisiert. Ungerecht wäre das Geschäft, wenn Du zuhause feststellst, dass das Produkt defekt ist bzw. nicht funktioniert.

Es ist unmoralisch, wissentlich ein nicht funktionierendes Produkt zu verkaufen. Die Gerechtigkeit wird wieder hergestellt, wenn Du einen Ersatz erhältst.

Unterschätze bzw. verschätze Gefühle mal nicht. Empfindungen sind nichts anderes als Gefühle. Ohne Empfindungen und Gefühle rollt sich diese Welt nicht weiter. Es wäre eine Maschinerie ohne Sinn und Verstand. Roboter können so "leben", Menschen aber nicht.

Beispiele "kaufmännischer Natur" als Parabel für das Leben sind nur bedingt tauglich, weil das Leben nur bedingt kaufmännisch ist. Eine präzise und paritätische Beziehung 1🤐 ist außerhalb der Mathematik nur selten vorzufinden.

Wenn jemand das kann/will/tut - beispielsweise einen Aston Martin kaufen - dann geht es ja nicht wirklich um das Geld oder ein Vehikel, sondern um ein erkauftes Gefühl.

Wenn jemand 2, 200 oder 20.000 EUR an bedürftige Menschen spendet, ist auch das nur bedingt kaufmännisch, sondern gefühlsbedingt.

Wenn jemand in den "heiligen Krieg" zieht, ist auch das nur bedingt kaufmännisch, sondern gefühlsbedingt.

Unterschätze Gefühle nicht.

~~~

Wenn ein gekauftes Produkt nicht funktioniert, dann habe ich womöglich ein "Montagsprodukt" erwischt und kann (eventuell) auf Gewährleistung und/oder Garantie pochen.
 
Wenn jemand 2, 200 oder 20.000 EUR an bedürftige Menschen spendet, ist auch das nur bedingt kaufmännisch, sondern gefühlsbedingt.

Wenn jemand in den "heiligen Krieg" zieht, ist auch das nur bedingt kaufmännisch, sondern gefühlsbedingt.

Unterschätze Gefühle nicht.

Schöne Beispiele. Sie zeigen, dass man eine Handlung aus ganz unterschiedlichen Perspektiven betrachten kann.
Juristisch, kaufmännisch, emotional, vernünftig, medizinisch, religiös..... Es hängt von der Frage ab, welche Perspektive zur hilfreichen Antwort führt.
 
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