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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Was man nicht kennt, kann man kaum vermissen, denke ich.
Ich sehe Buddhisten und Hinduisten schon anders als z.B. Europäer. Auch wenn (aus christlicher Sicht) ihr Weg falsch ist, können sie für ihre "falsche Wahl" nichts. Bei z.B. Europäern, die mehr als genug von Jesus erfahren haben, liegt weniger Nicht-Kenntnis vor (das kann auch mitspielen), als vielmehr ein Nicht-Wollen. Insofern würde ich die Schuldfrage bei Hinduisten/Buddhisten völlig anders sehen, als bei z.B. Europäern.

Also denkst du alle Europäer die Jesus Christus nicht folgen, haben den falschen Weg eingeschlagen. Nochmal meine ursprüngliche Frage: Woher wollen die Christen wissen, dass sie Jesus verstehen? und ihm wirklich folgen? Es kann sich doch als Irrtum darstellen.
 
Nordrheiner;3074879 Viel interessanter und sinnvoller ist doch eher das Leben zu vergleichen meinte:
Da es um Glauben geht, kann man das nicht sachlich verhandeln. Wenn ich GLAUBE, dass die Erde eine Scheibe ist, kannst Du dich dumm und dämlich argumentieren, für mich bleibt es eine Scheibe. Ich GLAUBE es nämlich.
 
Also denkst du alle Europäer die Jesus Christus nicht folgen, haben den falschen Weg eingeschlagen. Korrekt

Nochmal meine ursprüngliche Frage: Woher wollen die Christen wissen, dass sie Jesus verstehen? und ihm wirklich folgen? Es kann sich doch als Irrtum darstellen.

Ja, es ist auch bei Christen immer möglich, dass der Christ Jesus nicht versteht. Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig, dass der Christ in seiner Beziehung zu Gott bzw. Jesus Christus wächst.

Es ist wie mit kleinen und großen Kindern. Das Verständnis ist oft von der individuellen Reife abhängig.
 
Ja, es ist auch bei Christen immer möglich, dass der Christ Jesus nicht versteht. Deshalb ist es aus meiner Sicht wichtig, dass der Christ in seiner Beziehung zu Gott bzw. Jesus Christus wächst.

Es ist wie mit kleinen und großen Kindern. Das Verständnis ist oft von der individuellen Reife abhängig.

Und das ist nur Christen möglich?
 
Da es um Glauben geht, kann man das nicht sachlich verhandeln. Wenn ich GLAUBE, dass die Erde eine Scheibe ist, kannst Du dich dumm und dämlich argumentieren, für mich bleibt es eine Scheibe. Ich GLAUBE es nämlich.

Ich schlug vor, das Leben zu vergleichen... wenn Du glaubst, dass z.B. Volltrunkenheit besser ist als halbbesoffen, so will ich Dir das nicht ausreden. Wir müssen auch nicht Argumente diskutieren, wenn Du das nicht möchtest. Mir kommt es doch nur auf den Vergleich an, auf Argumente pro für A sowie Argumente pro für B. Bezogen auf das Leben eben.

Ich bemühe mich nur um eine Verständigung. Es wäre aus meiner Sicht falsch, wenn wir diesen schönen Stand des Fadens nicht nutzen würden, um die Verständigung zwischen unterschiedlichen Menschen zu verbessern. Ich bin bereit, und Du?
 
Ich schlug vor, das Leben zu vergleichen...

Da hakt es doch schon. Ich kann mein Leben nicht mit dem eines anderen vergleichen oder gar diskutieren, denn:

Wer ausser mir kennt meine Familiengeschichte, meinen Bildungsgang, meine jetzige Familie......Dazu die in meinem Leben gewonnenen Erfahrungen, Rückschläge, Glücksmomente.....

Also lassen wie das,

Du mit "Gott und Vaterland" und ich ohne Gott.
 
Die Bibelgeschichte vom Garten Eden ist widersinnig. Von Leuten, die keine Ahnung von gut und böse haben wird erwartet, daß sie (wie???) erkennen, daß die Schlange ihnen etwas böses einreden will, nämlich die Übertretung eines Verbots - und das, obwohl ihnen diese Erkenntnisfähigkeit (noch) völlig abgeht, ebenso wie die Erkenntnis, daß sich daraus Schuld und Strafe ergibt. Naiven Kindern wird etwas eingeredet, und anschließend werden sie dafür bestraft, daß sie sich in ihrer Naivität etwas haben einreden lassen. Frei nach dem Motto, hättest du halt schon vorher wissen müssen, was du hinterher erst gelernt hast - die Erwartung von Allwissenheit, wo keine Allwissenheit sein kann, die Erwartung von Mißtrauen gegen "Verführer", wo noch kein Mißtrauen sein kann, da das ein Wissen zu Gut und Böse voraussetzt. Solch widersinnige Geschichten im Alten Testament (von denen es mehr gibt) lassen sich nur mit der jüdischen Neigung zu Kontroversen erklären, wo es völlig üblich ist, unverständliche oder widersinnige Geschichten in den Raum zu stellen, um damit eine Diskussion zu provozieren, die lehrreich für alle Beteiligten ist, ein Bestandteil jüdischer Scholastik.

Genauso wie die Geschichte von der Sintflut, wo Gott seine Tat hinterher bereut - ein Unding für ein angeblich allwissendes Wesen, das doch schon vorher genau weiß, wie etwas ausgehen wird und was es dann fühlen wird. Diese Unlogik geht allerdings auf die ältere Originalversion von der Sintflut aus dem Gilgamesch-Epos zurück, wo die Götter (Mehrzahl!), die die Sintflut verursachten, von deren Gewalt selbst übel überrascht wurden und fliehen mußten und "heulten wie die Hunde", alle bis auf den einen Gott, der rechtzeitig seinen Protegé Ut-Napishtim, dem Ur-Noah, gewarnt hat, er solle sich ein Schiff bauen. Und hinterher sind ihm die anderen Götter kniefällig dankbar, weil ihnen erst dann aufgeht, daß sie mit der Ausrottung aller Menschen auch ihre Anbeter samt Opfergaben verloren hätten. Nicht gerade allwissend oder voraussehend also, das antike Götterpack...
 
Ok, so lauten Deine Definitionen.

Meine dagegen lauten:
Neid ist der Wunsch, mindestens gleichviel zu besitzen wie ein anderer Mensch. Der neidische Mensch hat ein Anspruchsdenken, aus dem dann auch der Wunsch nach Umsetzung entspringt.

Gier:
Gier: basiert auf einer geistigen Einstellung. Der gierige Mensch hat ein heftiges und maßloses Verlangen nach Befriedigung, Besitz und Erfüllung von Wünschen.

Letzendes führst Du alles nur auf Gefühle zurück, während ich noch weit vor den Gefühlen als Auslöser der Handlungen sowie der Gefühle die innere Einstellung des Menschen sehe.

Warum will der Neider mindestens gleichviel besitzen - oder im Regelfall mehr als der andere? Doch weil er das Gefühl hat, daß er mit weniger irgendwie untergebuttert ist, daß er weniger angesehen ist, daß ihm (aufgrund Selbstwertgefühl!) mindestens genausoviel oder sogar mehr zusteht als der andere, oder? Also doch ein Gefühl, und keine angeborene "innere Einstellung". Niemand wird als Neidhammel geboren, es sind die Umstände, die Umgebung, die ein Gefühl des Zurückgesetztseins durch Weniger-haben erzeugen.
Gier: warum hat der Gierige denn dieses "Verlangen"? Doch weil er das Gefühl hat, mehr und immer noch mehr zu brauchen - ein klassisches Gefühl der Unsicherheit, nicht zum richtigen Zeitpunkt das zu haben, was nötig ist. Auch als Gierschlund kommt niemand zur Welt. Kinder haben ein zuverlässiges Bauchgefühl, wann sie satt sind, und dann wollen sie nicht mehr weiter essen. (Außer es liegt eine organische Störung vor - wenn das Sättigungsgefühl gestört ist.) Es ist die Umgebung, die Essen und andere Formen von Konsum oft als Ersatz für Liebe und Bindung anbietet oder sogar aufzwingt und auf diese Weise die Gierschlünde der Welt erzeugt.

Was Du als vermeintlich 100%ige angeborene "innere Einstellung" bezeichnest, besteht in Wahrheit zu einem guten Teil aus Erfahrungen, die man im Kindesalter macht, die sich häufig noch nicht intellektuell, aber immer gefühlsmäßig einprägen und später im ganzen Leben mitgezogen werden, ob bewußt oder unbewußt.
 
Ich lese oben von Dir: "... denn wenn ein Gott kein Böses im Menschen hätte haben wollen, hätte er sie nicht von vornherein mit diesem Bösem geschaffen, oder? Die Schlange hat das Böse ja nicht mitgebracht, sondern nur per Apfel für die Unterscheidungsfähigkeit gesorgt."

Das ist in meinen Augen sachlich falsch. Gott hat den Menschen frei erschaffen, das Gute oder das Böse zu wählen. Das war damals so - und so ist es noch heute:
Das Gute = eine harmonische Beziehung zu Gott zu leben - oder das Böse = von Gott losgelöste eigene Wege zu gehen (die durchaus in menschlichen Augen moralisch gut sein können.)

Eine gute Beziehung (oder auch Liebe) ohne Freiheit ist wohl eher ein Zwangsverhältnis. Ein Liebesverhältnis zwischen Mann und Frau beinhält immer die Freiheit für beide, dieses Liebesverhältnis zu beenden. Ein Liebesverhältnis ohne diese Freiheit ist keines. Und Gott geht es um eine von Liebe getragene Beziehung.

Und ja, die Schlange hat das Böse mitgebracht. Wir wissen wenig über die Hintergründe. Es wird von Theologen angenommen, dass es sich um einen gefallenen Engel handelt.

Nein, die Schlange hat nur einem naiven Kind etwas eingeredet, und das Kind war nicht imstande, die Folgen abzusehen, einfach weil es naiv war. Gott hat den Menschen nicht frei erschaffen, das Gute oder das Böse zu wählen - denn dafür ist die Fähigkeit "der Erkenntnis" die Voraussetzung, sprich ohne Apfelmahlzeit vorher keine Wahl. Man kann nicht "frei", also "bewußt" und in Abwägung aller Vor- und Nachteile zwischen etwas wählen, was man gar nicht kennt. Der Vergleich mit dem Liebesverhältnis ist auch pikant, weil "Gut" hier gleich Zwangs-Harmonie, also Zwangs-Liebesverhältnis mit Gott bedeutet und die Freiheit, dieses Zwangsverhältnis zu beenden, automatisch als "Böse" deklariert wird. ... Genau betrachtet also die Definition eines Psychopathen.
 
Zitat Kareena:
Was ist mit den Buddhisten und Hinduisten? Sind sie nicht erleuchtet? Weil sie nichts mit Jesus Christus zutun haben?
Frag ich mich, wie man hier plötzlich auf Jesus kommt. Jesus war ein Rabbi, ein Schriftgelehrter, aus einer finanziell armen (Stiefvater war Handwerker) aber adligen jüdischen Familie ("königliches" Blut) und von seiner Einstellung her ein Revoluzzer gegen das bis zur Erstarrung verkrustete religiöse Establishment seiner Zeit ("Das Gesetz ist für den Menschen da, nicht der Mensch für das Gesetz"), womit er besagtes Establishment natürlich vergrätzt hat, ein perfekter Gesinnungsgenosse unserer 68-er Studentenrebellen, die das Establishment ihrer Zeit genauso angegriffen haben, nur war zu ihrer Zeit und zu ihrem Glück das Abschieben an die Römer samt Kreuzigung bereits abgeschafft. 😀

Ein Revoluzzer wohlgemerkt in einer Zeit, in der von jedem Baum Revoluzzer aller Art regneten, wenn man mal schüttelte. Die Juden als in ständigen Kämpfen untereinander hartgegerbte, chronisch widerspenstige und obendrein wegen ihres Einheitsglaubens ziemlich selbstgefällige Bergbewohner fanden die römische (Multikulti-Multigötter-)Besatzung gar nicht witzig, in diesem Milieu sprossen die jüdischen Möchtegern-Revolutionäre wie Pilze nach einem Sommerregen, die sich in völliger Verkennung der realen Kräfteverhältnisse zwischen Rom und Israel Chancen ausrechneten, die Besatzung abzuschütteln (Rom war damals gerade auf dem Höhepunkt seiner Macht und Jerusalem eine armselige Klitsche irgendwo nahe der Poritze der damals bekannten Welt...). Und anno 70 schafften es ja dann tatsächlich einige von dem Haufen, einen landesweiten Aufstand anzuzetteln - die Folgen kann man in jedem Geschichtsbuch nachlesen, weil Rom nicht lange gefackelt hat. Um moderne Analogien zum Kräfteverhältnis damals anzuwenden: IS wird lästig, woraufhin die USA die ganze IS-Zone kurzerhand mit ein paar Atombomben bepflastert und alles, was danach übrigbleibt, in Straflager in der ganzen Welt verteilt. - Soviel nur zu den Hintergründen. -

- Warum jetzt Buddhisten und Hinduisten in einem ganz anderen Teil der Welt was damit zu tun haben (müssen) wenn ein Rabbi Jesus gegen das verkrustete jüdische (Religions-)Gesetz seiner Zeit und seiner Heimat angeht ist mir schleierhaft. Außer man bezieht sich auf den Mythos, Jesus sei der direkte Sohnemann des jüdischen Gottes gewesen - auch nicht ganz unbekannt in der Antike, in der beispielsweise ein Gott namens Zeus Nachwuchs mit irdischen Jungfrauen im Dutzend billiger gezeugt haben soll. Und, ja, das schreibe ich mit Absicht so ironisch, denn wenn ein Gott hier einen "glaubwürdigen" Sohn produziert, warum sollen andere Götter in anderen Teilen der Erde nicht genauso glaubwürdigen Nachwuchs produziert haben? - Klar, weil die Leute hierzulande nun mal auf die christliche Mythologie gedrillt sind und nicht auf griechischen oder indischen oder sonstigen Götterglauben samt göttlicher "Ableger". Glaubwürdiger wird´s für mich deswegen trotzdem nicht...
 
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