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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust.

Aus meiner Sicht ist die "westliche Gesellschaft" herzlich - verkommen.

~~~

So reich und doch so verdammt arm.
 
Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust.

Aus meiner Sicht ist die "westliche Gesellschaft" herzlich - verkommen.

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So reich und doch so verdammt arm.

Deiner Gesellschaftsanalyse stimme ich zu. Sie ist kurz, knapp und richtig.

Nur Dein Satz mit den 2 Herzen ... ist vieldeutig.

Heute habe ich in einem Faden gelesen, dass jemand einen falschen Weg geht.
Diese Person lässt keinen Zweifel daran, dass sie als falsch empfindet, was sie getan hat.
Ich stimme ihr zu.

Sie hat Schuldgefühle. Sie versucht Gründe für ihre Rechtfertigung zu finden.
Es gibt aber keine. Trotz ihrer Schuldgefühle, trotz ihrer Erkenntnis das Falsche getan
zu haben, würde sie - wenn sich die Gelegenheit ergibt - es wieder tun.

Durch ihr falsches Handeln zerstört sie, was ihr wertvoll ist.

Die Person meint, sie hätte sich um 360 Grad gedreht. Sie versteht nicht, warum sie
tut was sie tut.

Ich denke nicht, dass die Person sich um 360 Grad gedreht hat. Das Böse, der Hang zum Bösen,
war schon immer latent in ihr vorhanden. Lediglich die Gelegenheit fehlte.

Ich denke, diese Person spiegelt viele viele Menschen unserer Gesellschaft wider.

"Wir wissen das Gute zu tun, tun es aber nicht". Woran liegt das, Deiner Meinung nach?
 
"Wir wissen das Gute zu tun, tun es aber nicht" Warum ist das so?


Nein, ich denke nicht, dass Dummheit der Grund ist. Denn ich gehe in meiner Aussage davon aus, dass Wissen vorhanden ist. Menschen könnten höchsten ungeschickt (dumm) in der Umsetzung ihres Wissens sein.

Es muß mindestens eine andere Ursache dafür haben, dass Menschen entgegen ihres Wissens um das Gute handeln.

Vielleicht helfen Beispiele.

1) Ulrich ist erwachsen und trifft auf einen alten Schulkameraden. Anstatt ihn lediglich freundlich zu begrüßen ärgert er ihn mit der Frage "na, bist Du immer noch so ein Faulpelz wie damals?"

2) Ein Mann wurde überfallen und liegt am Straßenrand. Autos fahren achtlos vorbei.
 
Wenn du alle guten Gefühle in dir vereinigen könntest, wäre das Liebe, es wäre Verständnis, höchste Form von Intelligenz und Effizienz. Du könntest Berge zerschlagen und Meere spalten.

Frage dich doch mal selbst, warum du das nicht kannst?
 
Menschen handeln gegen ihres Wissens um das Gute

Es muß mindestens eine andere Ursache dafür haben, dass Menschen entgegen ihres Wissens um das Gute handeln.

Wenn du alle guten Gefühle in dir vereinigen könntest, wäre das Liebe, es wäre Verständnis, höchste Form von Intelligenz und Effizienz. Du könntest Berge zerschlagen und Meere spalten.

Frage dich doch mal selbst, warum du das nicht kannst?

Liebe ist doch nicht die Vereinigung aller Gefühle.
Hinsichtlich des Verständnisses, was Liebe ist oder sein könnte, waren wir schon mal weiter. Und die Vereinigung aller Gefühle führt irgendwo hin - aber sicher nicht zur höchsten Form von Intelligenz oder Effizienz.

Meine Antwort zur Frage:
Menschen handeln falsch, böse - dies entgegen ihres Wissens um das Gute, weil es nicht ausreicht, das Gute zu kennen und sich Wissen über das Gute zu besorgen. Das Wissen ist keine Kraft sondern nur ein Informationslieferant.

Der Mensch trifft laufend Entscheidungen. Viele Entscheidungen sind Sachentscheidungen, wie "der Weg A ist kostspieliger als der Weg B". Alle anderen Entscheidungen sind mit einer Wertung "vorteilhaft - nachteilig" oder "gut-böse" verbunden.

Es sind dabei nicht die großen Entscheidungen, die Menschen zu Fall bringen. Die großen Entscheidungen machen nur deutlich, was Menschen in vielen kleinen Entscheidungssituationen vorbereitet haben. Versagen Menschen bereits in kleinen Entscheidungssituationen, dann ist es nicht erstaunlich, wenn sie auch in wichtigen Entscheidungssituationen versagen.

Damit will ich sagen: Wenn sich der Mensch entscheidet, gut zu sein - was immer das bedeuten mag - dann muss er in kleinen Dingen konsequent sein und sich immer und immer wieder für das Gute entscheiden. Versagt der Mensch in kleinen Dingen, ist das Versagen in großen Dingen nur die "natürliche" Folge.
 
Gefühle, Nordrheiner, Gefühle. Sie sind der Anfang und das Ende eines jeglichen menschlichen Bestrebens. Sie überstehen, ummanteln und fundamentieren sogar deine Gedanken. So wie so gilt das auch für deine Handlungen.

Erkläre mir irgendein Ziel oder irgendeine Handlung irgendeines Menschen auf dieser Welt, welches nicht auf Gefühlen basiert.

Kannst du das?
 
Gefühle, Nordrheiner, Gefühle. Sie sind der Anfang und das Ende eines jeglichen menschlichen Bestrebens. Sie überstehen, ummanteln und fundamentieren sogar deine Gedanken. So wie so gilt das auch für deine Handlungen.

Erkläre mir irgendein Ziel oder irgendeine Handlung irgendeines Menschen auf dieser Welt, welches nicht auf Gefühlen basiert.

Kannst du das? Ja, das ist nicht schwer.

Jede Handlung, die nur auf Grund von Verantwortung und Treue erfolgreich durchführbar ist, kann nur dann erfolgreich sein, wenn Gefühle eben nicht die Hauptrolle spielen.

Es gibt eben verschiedene Werte. Gefühle drücken nur das einseitige Empfinden von "mir" aus.
Eine Handlung, die z.B. auf Grund von Verantwortung erfolgt, basiert eben nicht auf Gefühlen - sondern eben auf Verantwortung.
Ähnlich ist es mit Gehorsam. Kinder tun oft aus Gehorsam was sie tun. Nur gehorsam zu sein, wenn die Gefühle zur Handlung "ja" sagen, führt zu Problemen.


Wir Menschen haben das Bestreben, uns wohl und glücklich zu fühlen. Es ist daher nicht verwunderlich, wenn alle Handlungen diese schönen Gefühle zum Ziel haben. Ich sehe auch nichts Böses dahinter, glücklich sein zu wollen. Im Gegenteil. Es ist gut, Glück ist ein sehr gutes Ziel. Aber Glück ist eben ein Ziel und nicht eine Voraussetzung, sozusagen zwingend erforderlich, um tätig zu werden..

Auch gibt es negative Gefühle, die im Extrem zu Hass oder Neid führen. Hier so früh wie möglich "nein" zu den Gefühlen zu sagen erscheint mir lebenswichtig zu sein.

Gefühle sind nicht in der Lage, den Menschen zum Glück zu führen. Im Gegenteil. Menschen, die sich hauptsächlich von Gefühlen leiten lassen, werden i.d.R. dahin geführt, wo sie nicht hinwollen. Gefühle begleiten uns. Sollten aber nicht die Basis aller unserer Entscheidungen sein. Ich behaupte: Ein Mensch, der von seinen Gefühlen abhängig ist, läuft in sein Unglück.

LG, Nordrheiner
 
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