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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Schon bei der Überschuldung der europäischen Länder hören wir so oft Warnungen, dass die Ursache der Überschuldung auch zu einer entsprechenden Wirkung führen wird.

Das Geldsystem, wie es heutzutage praktiziert wird, wird ohnehin zugrunde gehen - nur eine Frage der Zeit. Das heißt aber nicht zwangsläufig auch, dass die Menschen zugrunde gehen.

Und tatsächlich, schaue dir die Staatsschulden beispielsweise der USA oder Deutschlands an. Das sind Beträge mit so vielen Nullen, die auch niemals nur in irgendeiner Weise getilgt werden (können). Das ist in Anbetracht aller Realitäten und rechnerisch schon unmöglich. Ein Freund von mir nennt das gerne mal "Selbstfinanzierung durch Selbstkreditierung". Es ist ein Schmierenspiel, welches den Wert von "Luftgeld" über den wirklichen Wert eines Menschenlebens stellt.

Könnte z.B. die Hungersnot in aller Welt abgeschafft werden, wenn alle Deutschen für ein Jahr ins Gefängnis gehen, würde ich mich sofort melden und somit büßen bzw. eine Strafe auf mich nehmen, auch wenn ich bei mir keine persönliche Schuld an den Hungersnöten erkenne. Aber es gibt kein Mittel, nicht-monetäre Schulden gegenüber Menschen abzutragen, die ich noch nicht einmal persönlich kenne.

Hehrer Gedanke, Nordrheiner, aber so funktioniert das nicht. Das weißt du aber auch selbst.

Ein Selbstmartyrium kann nur bedingt darin hilfreich sein, anderen hilfreich zu sein. Wie viel oder wie wenig man auch tun kann, in einer Gefängniszelle wird es nur sehr bedingt mehr sein.

Um Armut oder Hungersnot zumindest zu lindern, bedarf es in aller Regel Menschen, die etwas von dem abgeben, was sie haben. Und am Besten natürlich keine Fische abgeben, sondern die Fähigkeit zum Angeln. Warum aber sollte ich das tun? Warum sollte das irgendjemand auf dieser Welt tun?

Es hat einen zweifelhaften Vorteil, wenn Menschen und ganze Länder in Hunger und Armut sind. Wer soll denn sonst dafür schindern, dass ich billig meinen Kaffee und meine Bananen im Supermarkt bekomme?

Dein Problem, dass auch Du keine menschliche Lösung siehst, teilst Du mit allen Menschen.

Das habe ich nicht gesagt.

Schau', das Leben ist kein Ravensburger Puzzlespiel - teils ja, teils nein. Und selbst wenn du nun alle Puzzleteile an der richtigen Stelle hast, was dann?

Es bleibt mir nur, auf die Signatur am Ende meiner Beiträge zu verweisen. Denn davon hängt unweigerlich alles Andere und Weitere ab.
 
Es bleibt mir nur, auf die Signatur am Ende meiner Beiträge zu verweisen. Denn davon hängt unweigerlich alles Andere und Weitere ab.

Leider nein, Tsunami. Deine Signatur beschreibt nur das Fortkommen einzelner Menschen sowie den Grund hierfür.

Würden wirklich Menschen für eine weltweite nachhaltige Besserung bzw. Kehrtwende sorgen können, würden die Katastrophen abnehmen. Die Situation ist jedoch: Das Schwert des Damokles wird größer, nicht kleiner.
 
Leider nein, Tsunami. Deine Signatur beschreibt nur das Fortkommen einzelner Menschen sowie den Grund hierfür.

Würden wirklich Menschen für eine weltweite nachhaltige Besserung bzw. Kehrtwende sorgen können, würden die Katastrophen abnehmen. Die Situation ist jedoch: Das Schwert des Damokles wird größer, nicht kleiner.

Du hast nicht richtig hingelesen. Lese lieber nochmal genau. Meine Signatur beschreibt einen Mechanismus, keine Inhalte. Die Inhalte des Mechanismus muss sich schon jeder selbst aussuchen.

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Natürlich könntest du im Leben auch "gar nichts tun" - nahezu unmöglich. Insofern stellt sich dann die Frage, was, wie und wofür du etwas tust?

Das wäre dann nicht der Mechanismus, sondern der Inhalt des Mechanismus.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nehmen wir beispielsweise die Lüge👎 innerhalb von Beziehungen, ganz allgemein den Opportunismus und Negativität gegenüber den Mitmenschen - im Denken, Sagen und Handeln. Ist das eine Schuld?

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Wäre es weniger oder gar keine Schuld, wenn ein Mensch offen und mit Sonnengemüt auf seine Mitmenschen zugeht und nach bestem Wissen und Gewissen hilft und unterstützt, wo er/sie nur kann?

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Nordrheiner, sicherlich gibt es auch ein paar Prachtexemplare unter den Menschen, aber grundsätzlich solltest du nicht davon ausgehen, dass du es nicht auch mit einer Menge dummer, fieser, schädlichen und keinesfalls liebevollen/liebenswerten Personen zu tun hast.

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Wahre Liebe und Ehre sind für sehr viele Menschen Fremdbegriffe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Nehmen wir beispielsweise die Lüge👎 innerhalb von Beziehungen, ganz allgemein den Opportunismus und Negativität gegenüber den Mitmenschen - im Denken, Sagen und Handeln. Ist das eine Schuld?

Lügen führen immer zu einer Schuld.
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Wäre es weniger oder gar keine Schuld, wenn ein Mensch offen und mit Sonnengemüt auf seine Mitmenschen zugeht und nach bestem Wissen und Gewissen hilft und unterstützt, wo er/sie nur kann?

Das klingt eigentlich ganz positiv. Aber Du weisst doch: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht.
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Nordrheiner, sicherlich gibt es auch ein paar Prachtexemplare unter den Menschen, aber grundsätzlich solltest du nicht davon ausgehen, dass du es nicht auch mit einer Menge dummer, fieser, schädlichen und keinesfalls liebevollen/liebenswerten Personen zu tun hast.

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Wahre Liebe und Ehre sind für sehr viele Menschen Fremdbegriffe.

Zu Deinem letzten Satz: Zustimmung
 
Nach dem unerklärten Abtauchen eines der Diskutanten hier hatte ich schon die optimistische Vermutung, dieser Endlos-Thread sei nunmehr friedlich eingeschlafen. Jetzt sage ich dann: Es irrt der Mensch, so lange er lebt.
Ich hoffe gleichwohl, dass uns eine Wiederholung hinlänglich bekannter Floskeln, Weisheiten und Plattitüden erspart bleibt.

Burbacher
 
Einem neuen Gedanken zu dem Thema, sehe ich Deinerseits, lieber Burbacher, gerne entgegen.
Aber vielleicht treibt Dich in diesen Faden das öfters Gelesene, aber doch noch nicht Verarbeitete.
 
Die aktuelle Situation in Griechenland


...ist schon bedrückend. Ist die heutige Situation zwangsläufig oder durch schuldhaftes Handeln/Unterlassen verursacht?
 
Zwangsläufig ist in der Politik überhaupt nichts. In brutaler Kurzfassung: Griechenland hätte nach seinen realen, ungeschönten Zahlen gar nicht erst in die Euro-Gemeinschaft aufgenommen werden dürfen (wurde aber mit Gewalt und in völliger Ignoranz regelrecht hineingepreßt, dazu muß ich wohl nicht extra was schreiben) und hat die Zeit danach genutzt, als Schmarotzer auf Kosten der anderen Mitglieder zu leben, weil es unwillig und unfähig war, seine Wirtschaft samt Bürokratie aus eigener Kraft auf die Beine zu stellen bzw. zu straffen und rationalisieren, weil man dazu die vermögenden Griechen hätte belangen müssen, die ihre Milliarden fleißig ins Ausland geschafft haben (insbesondere nach Großbritannien, wo sie wegen ihres Geldes hofiert werden wie Fürsten, wie ich mal las). Aber daß Reiche allen Ernstes genauso Steuern zahlen sollen wie jeder Durchschnittsbürger, diese Weisheit scheint in südlichen Ländern ja generell unbekannt zu sein (ich schreib nur Italien... Berlusconi samt Blase...)... und besagte Durchschnittsbürger, die nicht die Möglichkeit haben, sich und ihre wenigen Flöhe ins Ausland abzusetzen, zahlen jetzt die Zeche für die jahrzehntelangen Mauscheleien von Regierung und Oberen Zehntausend. Im momentanen Stand kann man langsam hoffen, daß sie die Zeichen der Zeit erkennen und jeden, der ihnen noch mal eine rosarote Brille aus Dummheit und purer Überheblichkeit (Zsipras) aufzusetzen versucht, davonprügeln. Mit Wunschträumen und Großmanns-Phantasien ist jetzt nämlich nix mehr, die Allgemeinheit (Europa) hat erkannt, daß der selbsternannte "Kaiser" nackt ist.
 
Ja, Daoga, volle Zustimmung zu Deinem Beitrag.
Aber ist es nicht merkwürdig, dass die "kleinen" Bürger sich so lange mit ihrer korrupten Regierung zufrieden gaben? Darin sehe ich die Schuld des "kleinen Mannes". Und die aktuelle Regierung kam ja - wenn ich mich nicht irre - auch nur dadurch zum Zuge, in dem sie Versprechen abgaben, die sie nicht halten konnten. Wie schnell und wie leicht lassen sich doch Menschen täuschen, wenn man ihnen nur das "richtige" Versprechen macht. Ich denke, nur ein (friedlicher) revolutionärer Umsturz mit (friedlichen) revolutionären Folgen kann den Griechen noch helfen.
 
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