Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eigene Schuld - fremde Schuld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich muß grad über mich schmunzeln. Ja der Kiga, die haben auch immer wahr Wunder von uns jungen Eltern erwartet. Rückblickend auch nur damit sie es leichter haben. 😀
 
A

Anzeige

Re: Eigene Schuld - fremde Schuld
Bevor man mit großen Themen wie Schuld anfängt, sollte man erst einmal mit kleinen anfangen.
Wie zum Beispiel Respekt. Also bitte nicht "Kindergartentante" schreiben und schon gar nicht, wenn man sich als Hüter der Moral und des Gotteswortes empfindet. Viele Erzieher leisten einen tollen Job. Zumindest in der KITA meiner Kinder.

Zuspätkommer nerven mich auch. Dabei geht es nicht um Schuld sondern um Verantwortung. Z.B. die Verantwortung, sein Leben so geregelt zu bekommen, dass man andere nicht mit seiner Zuspätkommerei nervt.
Es wird moniert, dass für die Schule nichts gelernt wird. Pünktlichsein ist etwas, was man für das Leben lernt.
Das beste Zahlenverständnis nützt nichts, wenn man ständig zu spät kommt, weil einem das so vorgelebt wurde.
 
Ich muß grad über mich schmunzeln. Ja der Kiga, die haben auch immer wahr Wunder von uns jungen Eltern erwartet. Rückblickend auch nur damit sie es leichter haben. 😀

Wenn Pünktlich sein heute schon als "Wunder" bezeichnet wird, gute Nacht. Ich finde, das wird zu Recht erwartet.
Erst einmal, damit Kinder das von Anfang an lernen und dann weil es das Programm so verlangt. Es nervt einfach, wenn Zuspätkommer in den Morgenkreis platzen oder Unruhe ins Frühstück bringen.
 
Wenn Pünktlich sein heute schon als "Wunder" bezeichnet wird, gute Nacht. Ich finde, das wird zu Recht erwartet.
Erst einmal, damit Kinder das von Anfang an lernen und dann weil es das Programm so verlangt. Es nervt einfach, wenn Zuspätkommer in den Morgenkreis platzen oder Unruhe ins Frühstück bringen.
Sorry, aber das war ganz allgemein gemeint, nich nur auf die Pünktlichkeit bezogen.
Das junge Eltern = perfekte Eltern sind, ist wohl kaum zu erwarten.
 
Bei Kinder die keine Erziehung erfahren bzw. spüren, sinkt das Selbstwertgefühl. Warum?


Ich bringe Erziehung und Selbstwertgefühl nicht ultimativ in einen Zusammenhang bzw. formuliere es anders: Die Liebe und die daraus zu dem Kind folgende Zuwendung ist die Grundlage für den Aufbau eines starken Selbstwertgefühls. Je mehr liebevolle Zuwendung, je stärker das Selbstwertgefühl. Wobei liebevolle Zuwendung nicht das sich permanent mit dem Kind Beschäftigen und Bespaßen des Kindes gemeint ist.

Liebevolle Zuwendung geschieht auch in Form von Erziehung, in einer Hilfestellung für die Bewertung der eigenen Handlung sowie die der Umwelt. Erhält das Kind keine Zuwendung, also auch keine Hilfestellung (Erziehung), wird es vernachlässigt. Es spürt, dass es nicht wert genug ist, Hilfestellung zu erhalten. Lerneffekt: Ich bin meinen Eltern nichts oder nur wenig wert – mit der logischen Folgerung – ich bin (mir) nicht viel wert.

LG, Nordrheiner
 
Ich möchte dir nur schnell dazu sagen, Bei einem Elterngespräch habe ich schon darüber gesprochen, und zu viel erzählt. Deren Meinung ist ich solle die kleine Um 6 uhr wecken und dann gleich, wenn ich die 8jä. in die Schule bringe, dann die kleine 5jä. gleich danach in den Kiga .
Aber das funktioniert nicht, das ist alles viel zu stressig, ich habe noch keine Nerven dafür, und sehe das auch nicht ein.
Reicht mir eigentlich schon die Aussicht, das sie diesen Sommer in die Schule kommt.
Sie geht nicht so gerne dort in den Kiga.
Sie ist mal Ganztags gegangen, und hat dort einige schlechte Erfahrungen gemacht.
Jedensfalls ist die Standard Antwort ich könne sie doch früher bringen.

es gibt Themen, die kannst Du mit Dritten nicht besprechen, weil Dritte nicht die komplette Situation kennen und weil Du nicht voraussetzen kannst, dass andere Menschen Deine Wertmaßstäbe teilen, die Deiner Bildung von Prioritäten zugrunde liegen. Das Erzählen eigener schwierigen Situationen - machst Du warum? Willst Du Verständnis erhalten oder evt. eine Lösung?
Dieses "ich sehe das auch nicht ein" kann eine Trotzreaktion sein, aber auch ein anderer Ausdruck für "das sind meine Prioritäten, die ich erwogen und für richtig befunden habe." Im ersten Fall würde ich nachdenken wollen - im zweiten Fall würde ich dazu stehen. In keinem dieser beiden Fälle sehe ich es als sinnvoll an, mit Dritten darüber zu reden, bevor mir nicht selbst klar ist, warum ich darüber reden will.

Wenn Du Hilfestellung erwartest und lehnst Vorschläge anderer ab, bringst Du Dich in die Situation, als sturer Mensch oder als nicht lernfähig angesehen zu werden. Du erfüllst die Erwartung "Umsetzung der Vorschläge" nicht, die Du selbst geweckt hast und bringst Dich in eine Schuldnersituation, die nicht entstanden wäre, wenn Du anderen nicht Deine Situation geschildert hättest.

Das "riecht" nach dem Bedürfnis, mehr Anerkennung und Bestätigung zu erhalten. Diese solltest Du durch Deinen Mann erfahren. Eigentlich.

LG, Nordrheiner
 
Bevor man mit großen Themen wie Schuld anfängt, sollte man erst einmal mit kleinen anfangen.
Wie zum Beispiel Respekt. Also bitte nicht "Kindergartentante" schreiben und schon gar nicht, wenn man sich als Hüter der Moral und des Gotteswortes empfindet. Viele Erzieher leisten einen tollen Job. Zumindest in der KITA meiner Kinder.

Zuspätkommer nerven mich auch. Dabei geht es nicht um Schuld sondern um Verantwortung. Z.B. die Verantwortung, sein Leben so geregelt zu bekommen, dass man andere nicht mit seiner Zuspätkommerei nervt.
Es wird moniert, dass für die Schule nichts gelernt wird. Pünktlichsein ist etwas, was man für das Leben lernt.
Das beste Zahlenverständnis nützt nichts, wenn man ständig zu spät kommt, weil einem das so vorgelebt wurde.

Alles richtig. Kindergartentante ist eine Bezeichnung, die ich früher so gelernt und nicht als Mißachtung empfunden habe. Ich werde Deinen wohlwollenden Hinweis beachten.

Das mit der Pünktlichkeit sehe ich so: Es ist ein wichtiger Wert, der auch Respekt ausdrückt, mit der Zeit anderer wertvoll umzugehen. Jedoch ist Pünktlichkeit nicht der einzige und für mich schon gar nicht der wichtigste Wert. Ich kann sehr wohl unpünktlich sein - wenn ich das nicht aus Nachlässigkeit und Respektlosigkeit tue, sondern weil andere Dinge Priorität haben. Das Bestehen auf Pünktlichkeit "überall und immer" ist in meinen Augen ein Zeichen von Intoleranz und einem Mangel an Verständnis für andere Menschen und ihre Lebenssituation.

Ich habe sehr viele Kontakte zu Südamerikanern sowie zu anderen Menschen aus anderen Kulturen. Zeit spielt in anderen Kulturen längst nicht so eine Rolle, wie in Deutschland. Wenn eine Geburtstagsfeier um 19 Uhr beginnt, dann trudeln Gäste aus anderen Ländern oft erst um 22 Uhr oder später ein. Das ist eben so.
Wenn es um wichtige Termine geht, z.B. um einen Behördentermin, dann kann Unpünktlichkeit ebenfalls vorkommen. Dann kommt man eben zu spät und kann unverrichteter Dinge wieder umkehren. Lerneffekt. Hier läuft einiges anders.
Wenn es wirklich erforderlich ist, dann ist eben Pünktlichkeit erforderlich. Wenn Pünktlichkeit nicht wirklich erforderlich ist, dann ist Pünktlichkeit auch nicht zwingend notwendig.

LG; Nordrheiner
 
Zuspätkommer nerven mich auch. Dabei geht es nicht um Schuld sondern um Verantwortung. Z.B. die Verantwortung, sein Leben so geregelt zu bekommen, dass man andere nicht mit seiner Zuspätkommerei nervt.

Für mich liest sich das so, dass Du Schwierigkeiten hast, ausgeglichen zu bleiben, wenn sich andere Menschen anders verhalten, als Du es als angenehm empfindest. Es gibt Menschen, die ein bestimmtes Maß an Ordnung und Pünktlichkeit benötigen, um sich wohl zu fühlen. Und es gibt Menschen, die für diese Begriffe wenig zugänglich sind, wenig Empfinden haben. So ist das Leben. Den anderen in sein Wohlfühlsystem hineinzwängen zu wollen, ist weder vom Einen noch vom Anderen in Ordnung, denke ich. Es wäre die Aufforderung an den Anderen: "Verhalte Dich so, dass ich mich wohl fühle." Oder: "Du bist schuld, wenn ich mich nicht wohl fühle." Ich denke, der andere Mensch ist nicht dazu da, dafür zu sorgen, dass ich mich wohl fühle. Wenn zwei Polaritäten aufeinanderstoßen, wäre es aus meiner Sicht hilfreich, miteinander zu sprechen und nach einer Kompromißlösung zu suchen. Miteinander reden, um dem anderen mitzuteilen, er müsse sich meinem Ordnungs- und Pünktlichkeitssinn anpassen, ist wieder ein Zeichen von Intoleranz und Gängelei.

LG; Nordrheiner
 
Das ist auch wieder so ein klassisches Beispiel, das mir die Haare zu Berge stehen lässt.
Da regen sich Eltern darüber auf, dass sie im Kindergarten auf Pünktlichkeit achten. Von der Schule erwarten sie auch Nachsicht. Irgendwann ist der Zögling erwachsen und der Betrieb hat kein Verständnis, dass da eine junge Frau, ein junger Mann gerne mal zu spät kommen. Ich wohnte mal in der Nachbarschaft eines Sanitär-Betriebes. Die beiden Meister und die Gesellen brachen morgens um halb acht zu ihren Baustellen auf.
Von den Meistern hörte ich wiederholt Klagen darüber, dass Auszubildende nicht pünktlich seien. Zwei Praktikanten, die sich um einen Ausbildungsplatz bewarben, fanden deshalb keine Beachtung, weil sie innerhalb weniger Wochen wiederholt zu spät im Betrieb erschienen.
Kommt etwa ein Lehrer zu spät zum Unterricht und in seiner Klasse prügeln sich derweil zwei Schüler, wobei ernsthafter Schaden entsteht, sehen das die betroffenen Eltern sicher nicht mehr so locker. Und bitte sehr, ich bleibe beim Kindergarten: Was bitte sehr würdet ihr sagen, wenn ihr euer Kind pünktlich zum Kindergarten bringt, weil ihr pünktlich in eurem Geschäft, in der Praxis oder sonst wo antreten müsst, das Kindergartenpersonal sich aber gerne verspätet?


Burbacher
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist auch wieder so ein klassisches Beispiel, das mir die Haare zu Berge stehen lässt.[...]
Dann ab zum Friseur, dann hört das auf. Tasse Kaffe anbei und gut. Schont die Nerven. 😉

Wenn ich mich über alles mögliche aufregen würde, da werde ich nie fertig. Ich bin übrigens nicht der klassische Mensch. 😛 Den Ball etwas flacher halten - schadet nie.😉
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben