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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Was genau Schuld ist, müssen wir vielleicht hinten an stellen.

Vielleicht ist Sinnlosigkeit auch einfach nur Dummheit.

Weißt du, was mir meine sehr große asiatische Verwandtschaft geantwortet hat?

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Ganz ehrlich. Meine ganze asiatische Verwandtschaft hat mir noch niemals etwas zu Fragen nach dem Sinn des Lebens geantwortet, weil es das dort scheinbar nicht gibt.

Zu Fragen nach Schuld mag es vielleicht Antworten geben.

Ich werde mal nach ganz frischen Antworten fragen, aber vermutlich wirst du, so wie ich, keine Antworten bekommen.

Für mich die schönste Definition für Sinn ist der Zusammenhang von Ereignissen und Gegebenheiten, von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Erkenne ich den Zusammenhang, erkenne ich Sinn. Das ist dann für mich auch Glück, denn ich möchte Zusammenhänge erkennen.

In Asien gab es einen großen Denker, Laotse. Auch ihm ging es um Zusammenhänge sowie um das Streben nach immer größerer Erkenntnis.

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Mal etwas zu Laotse:

Laotse stellte eine Hierarchie der ethischen Weisheiten auf, bei der die Stufen eine jeweils höhere ethische Ebene darstellen. Tao ist das Höchste. „Wenn das Tao verloren gegangen ist, fängt man an von Tugenden zu sprechen. Wer die wahre Tugend nicht versteht, redet von Menschlichkeit. Wer die Menschlichkeit aus den Augen verliert, begnügt sich mit Gerechtigkeit. Wem es nicht wirklich um Gerechtigkeit geht, der beruft sich auf Moral."

Tao ist das Höchste: Es ist namenlos und undefiniert. Es umfasst nicht nur den weisen Menschen, sondern mit dem Anfang von Himmel und Erde das All. Es ist raum- und zeitlos. Wer es hat der steht über allem, was man mit Worten beschreiben kann. (Tao lässt sich mit Logos, Weltgeist, Gott übersetzen)

Eine Gesellschaft, in der die Beziehung zu Gott verloren gegangen ist, begnügt sich damit, Humanität und Menschenwürde zu fordern. Versteht sie solche Begriffe nicht mehr ausreichend, dann fangen Zeitgenossen an, von Recht und Ordnung zu reden. (das ist auch von Laotse, alle Texte entnommen aus "Wonach sollen wir uns richten?" von Frieder Lauxmann)

Er sagte u.a.: "Dinge wahrzunehmen ist Keim der Intelligenz"
 
Tote haben auch ihren Sinn...und sind nicht dumm, nur weil sie tot sind?

Ich denke, bis zu unserem Tode haben wir die Möglichkeit, nach Erkenntnis zu streben. Durch Erkenntnisse verstehen wir Zusammenhänge - und damit Sinnhaftes.

"Verantwortlich ist man nicht nur für das, was man tut, sondern auch für das, was man unterlässt." (auch Laotse)

Schuld wäre demnach das Tun oder das Unterlassen, welches falsch getan oder fälschlicherweise unterlassen wurde.
 
Der Mensch ist im Grunde ein "Powerpaket". Kann sehr viel mehr produzieren, als er konsumiert. Ist halt nur die Frage, was er konsumiert, und was er produziert.
 
Vielleicht ist "Schuld" gar nicht so sehr das Problem, sondern der Mangel an Analyse, Wunsch und Fähigkeit, ein Problem tatsächlich zu lösen.
 
Vielleicht ist "Schuld" gar nicht so sehr das Problem, sondern der Mangel an Analyse, Wunsch und Fähigkeit, ein Problem tatsächlich zu lösen.

Richtig. Aber zunächst brauchen wir Menschen den Wunsch, unsere Begrenzungen im Herzen, im Kopf und vor unseren Augen zu überwinden und wir brauchen die Sehnsucht, nach etwas Schönem und etwas Gutem, was hinter dieser Begrenzung liegt. Wir müssen es noch nicht einmal konkret beschreiben können. Die Sehnsucht ist unser Antriebmotor.

Und dann erst erkennen wir an unserer Realität, dass wir eben die Begrenzungen erleben. Und dann erst erkennen wir in unseren Begrenzungen unser ureigenes Problem. Was uns begrenzt, ist unsere Realität von heute. Was wir ersehnen, kann unsere Realität von morgen sein, sofern wir erkennen, das wir an unserer Zukunft, an unserer Erkenntnis arbeiten müssen. Arbeiten wir nicht an unserer Erkenntnis, verpufft unsere Sehnsucht in Träumerei.

Schuld ist insofern das Ergebnis unserer Entscheidung, unsere Begrenzungen als die einzig mögliche Realität zu belassen, weil es doch so bequem ist. Und dann wird inneres Glück und Zufriedenheit nicht zu unserer Realität werden können.

Deswegen weisen Philosophen (z.B. Laotse) darauf hin, dass wir nach Erkenntnis streben müssen.

LG, Nordrheiner
 
Ich denke, dass ein großes Problem ist, dass Kinder "allein gelassen" werden, und da fängt ja schon Vieles an, was später nur schwierig oder gar nicht mehr aufzuholen ist.

Die "Schuldigen" sind dann aber nicht die Kinder, sondern die Eltern, welche sich der Herausforderung gescheut haben. Nämlich jener, ihren Kindern aufzuzeigen, wie großartig sie sind, und ihnen gleichzeitig und deutlich vernünftige Grenzen aufzuzeigen.

Und das ist aus meiner Sicht, wie Menschen mit ihren Kindern und sich selbst scheitern.
 
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