Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Eigene Schuld - fremde Schuld

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oder sprechen wir nach wie vor darüber, dass es die größte Schuld des Menschen ist, dass er nicht an Jesus Christus bzw. Gott glaubt?

Your call.

Eindruck ist, dass Menschen zu wenig nach Erkenntnis und Weisheit streben. Bei so manchen habe ich den Eindruck: Kaum haben sie etwas erkannt, hören sie mit mit dem Suchen auch schon wieder auf. Ich empfinde es als ein Geschenk, dass ich an Jesus als Mensch und als Gottes Sohn glauben kann. Wenn es aber ein Geschenk ist, soll man dann den Nicht-Beschenkten Schuld vorwerfen?
 
Eindruck ist, dass Menschen zu wenig nach Erkenntnis und Weisheit streben. Bei so manchen habe ich den Eindruck: Kaum haben sie etwas erkannt, hören sie mit mit dem Suchen auch schon wieder auf. Ich empfinde es als ein Geschenk, dass ich an Jesus als Mensch und als Gottes Sohn glauben kann. Wenn es aber ein Geschenk ist, soll man dann den Nicht-Beschenkten Schuld vorwerfen?

Für mich klingt es mal wieder so, als würdest du dich und deinen Gott über alles andere erheben wollen. Das mag dir gefallen. Mir gefällt es nicht.
 
Nur Gott steht über allen und allem. Und dies ob es Dir gefällt oder nicht. Nur haben wir hier im Faden eigentlich ein anderes Thema.

Und wessen Schuld ist das nun, dass ich die Welt anders als du sehe? Aus meiner Sicht steht nicht Gott über allen und allem, sondern das Leben.

~~~

Du kannst ein bisschen Herausforderung vertragen, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Schau', Nordrheiner. Ich bin nicht der dümmste Mensch der Welt. Insofern frage ich dich:

Was ist der Grund dafür, dass du an Gott glaubst?

Warum ich an Gott glaube:

Meine introspektiv klare erkennbare Vorstellung des vollkommenen Wesens – was wir Menschen zweifellos nicht sind – hat mich zunehmend zur Anerkennung Gottes geführt. In der Folge habe ich mich einfach mal experimentell für den Gott der Bibel entschieden und in der Folge meinen Glauben sowohl überzeugt vertreten als auch hinterfragt.


Schon früh habe ich mich auf die Suche nach soliden Grundlagen des Wissens gemacht und Eigenverantwortung für mein Denken übernommen. Ich überlasse mich nicht blind irgendwelchen Konventionen oder gängigen Meinungen.

Ich habe mich immer schon sehr gerne mit verschiedenen Religionen oder Ideologien oder wissenschaftlichen Erkenntnissen auseinandergesetzt und ebenfalls wie meinen eigenen Glauben so viel wie möglich hinterfragt. Dabei habe ich gelernt: Wer alles hinterfragt, wird unsicher, kommt nie zum Ende, traut sich schließlich auch kein vorläufiges Urteil mehr zu und verliert so seine Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit.


Insofern finde ich in mir sowohl den Überzeugungsdenker als auch den zweifelnden Hinterfrager.

Von Friedrich Nietzsche ist folgendes bekannt: „Ich lobe mir eine jene Skepsis, auf welche mir erlaubt ist zu antworten: Versuchen wir’s. Aber ich mag von allen Dingen und allen Fragen, welche das Experiment nicht zulassen, nichts mehr hören. Dies ist die Grenze meines Wahrheitssinns, denn dort hat die Tapferkeit ihr Recht verloren.“ (aus Friedrich Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft).

Vielleicht liegt darin für mich eine pragmatische und mutmachende Lösung für mein Alltagsleben als Hinterfrager: Bei aller Vorläufigkeit des Wissens nicht beim Problematisieren hängen zu bleiben und mich im Agieren hemmen zu lassen, sondern Unsicherheiten trotz noch bestehender Zweifel mutig als Freibrief und als Anstoß für das Ausprobieren anzunehmen.

Und letztendlich habe ich Gott immer wieder ausprobiert und dabei gute Erfahrungen gemacht.
Deshalb glaube ich an Gott und Jesus Christus als Mensch und als Gottes Sohn. Deshalb vertraue ich Gott, weil ich irgendwann mal damit anfing, Gott auszuprobieren und trotz allem Hinterfragen keine besseren Antworten fand als in meinen Erfahrungen mit meinem Glauben bzw. in der Bibel.


LG, Nordrheiner
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass du das ziemlich gut gemacht hast, Nordrheiner. Du wirst mir verzeihen, wenn ich es etwas anders mache.

Viele Wege führen nach Rom, Tsunami. Deshalb sehe ich jetzt keinen Grund Dir böse zu sein. Entscheidend ist doch, dass wir uns ständig um Erkenntnis bemühen und nicht auf halbem Wege stehen bleiben. Das sind wir uns schuldig, finde ich.

Mein Eindruck ist, dass die meisten Erkenntnissucher entweder Dogmatiker oder Skeptiker sind.
Was sich aus meiner Sicht viele dieser Erkenntnissucher (z.B. Philosophen) ankreiden lassen müssen, ist dieses:

Der Dogmatiker kann in die Gefahr geraten, die Vielfalt der Realität zu unterschätzen. Der menschliche Intellekt ist zu begrenzt, um mit wenigen Grundprinzipien und Regeln die Realität (Gott) vollständig zu erfassen. Was würden wir erkennen und verstehen, wenn wir so klein wären wie ein Atom oder so groß wie ein Planet?

Der Skeptiker ist mit der Enthaltung von jeglichem Urteil zwar theoretisch nicht widerlegbar, jedoch lässt sich absoluter Skeptizismus - wenn überhaupt - nur unter Verzicht auf Wesenszüge des Menschlichen umsetzen. In der Praxis hielten sich daher schon die antiken Skeptiker möglichst undogmatisch an die Orientierungspunkte ihrer Bedürfnisse, an die Nöte des Augenblicks, an das was andere machen oder was am wenigsten Ärger einbringt.
Im schlimmsten Fall entsteht aus solcher Unentschlossenheit blinde Gefolgschaft gegenüber Neigungen und Konventionen oder Mitläufertum bei großen gesellschaftlichen Strömungen.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben