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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Wenn ich das Bestmögliche für einen anderen Menschen tue, mich nahezu aufopfere, liegt darin keine Schuld, oder?
Unter Umständen doch, weil die Frage ist, warum Du Dich aufopferst? Willst Du da bei anderen, bewußt oder unbewußt, Schuldgefühle erwecken, das Gefühl sie wären Dir was schuldig?
Oder hat man Dir mal eingetrichtert, daß Du Dich für andere aufopfern müßtest?
In diesem Fall wären die betreffenden Personen schuld daran, denn so eine Eintrichterung hat ihren Grund in der Regel in purem Egoismus, denn wer sich für andere aufzuopfern bereit ist, ist ein bequemer Arbeitssklave, der nie aufmucken wird, ein Masochist, der sich auch noch gut dabei fühlt, wenn er selber lebenslänglich von anderen ausgenutzt und untergebuttert wird.
Leute, die andere ausnutzen wollen, sind angewiesen auf Leute, die sich ausnutzen lassen, die sich "freiwillig aufopfern". Sofern man bei offensichtlicher Indoktrination von "freiwillig" reden kann.
 
Ihr scheint zu vergessen, daß Liebe eine rein biologische Funktion ist, die sowas wie ein soziales Zusammenleben, Partnerschaft, Kinderaufzucht überhaupt erst möglich macht. Ohne die "Liebes-Hormone", die bei einem biologisch korrekt funktionierenden Menschen produziert und verarbeitet werden, gibt es z. B. keine Liebe zum eigenen Nachwuchs oder zum Partner. Aber es gibt gar nicht so wenige Menschen, bei denen entweder der Hormonausstoß oder die Rezeptoren für diese Hormone gestört sind, und die deshalb Liebe nur beschränkt oder gar nicht empfinden. Sehr wichtig z. B. dafür, daß eine Frau nach einer Geburt die Qualen derselben möglichst schnell vergißt, damit sie sich "liebevoll" um das Neugeborene kümmert - wenn da mit den Hormonen was schiefläuft (von "Baby-Blues" bis Geburtsdepression) kann das in Vernachlässigung bis Tötung des Kindes enden und auch darin, daß die Frau sich gegen weitere Schwangerschaften/Geburten entscheidet. Auch wie gut oder schlecht jemand mit seiner Umwelt (auch "lästigen" Kindern, egal ob eigene oder fremde) auskommt wird stark von Hormonen mitbestimmt. Und nicht nur bei Müttern, sondern auch bei Vätern spielen bei der Kindesaufzucht Hormone, angestoßen durch den speziellen "Babyduft", eine Rolle.

Deswegen ist es ziemlich amüsant, wie hier von Liebe phantasiert wird, als wäre sie etwas, was aus dem Himmel herunterfällt.
Liebe ist normalerweise beschränkt auf ihren konkreten Nutzen, auf die oben genannten Faktoren wie Zusammenleben etc. Wer alles und jeden dauerliebt, hat vermutlich eine Hormonstörung, die eine Dauer-Rosabrille verursacht. Oder hat einfach einmal zu häufig gekifft. 🙄

Bereits bei Deiner Erwähnung von Empathie wollte ich Dir zumindest teilweise widersprechen... aber jetzt halte ich es für unumgänglich.

1. Für Liebe gibt es keine Norm. Insofern ist Deine Aussage (fett markiert) sehr fragwürdig.
2. Liebe auf hormonell gesteuerte Funktionen zu begrenzen, halte ich für einseitig. Warum soll diese Begrenzung richtig sein?

Du schreibst: "Deswegen ist es ziemlich amüsant, wie hier von Liebe phantasiert wird, als wäre sie etwas, was aus dem Himmel herunterfällt." Den Ausdruck "aus dem Himmel herunterfallen" würde ich jetzt nicht verwenden wollen. Aber trotzdem: Langsam näherst Du Dich der Realität, die Du selbst anscheinend noch nicht kennenlerntest.

Manche Menschen definieren Liebe = Sex
Manche Menschen definieren Liebe = biologische Funktionen
All diese Definitionen sind angelehnt an menschliche Erfahrungen und Kenntnisse. Warum soll es nicht auch eine Liebe geben, die umfassender und bedeutender ist, als die Dir bekannte?
 
Du schreibst: "Deswegen ist es ziemlich amüsant, wie hier von Liebe phantasiert wird, als wäre sie etwas, was aus dem Himmel herunterfällt." Den Ausdruck "aus dem Himmel herunterfallen" würde ich jetzt nicht verwenden wollen. Aber trotzdem: Langsam näherst Du Dich der Realität, die Du selbst anscheinend noch nicht kennenlerntest.
All diese Definitionen sind angelehnt an menschliche Erfahrungen und Kenntnisse. Warum soll es nicht auch eine Liebe geben, die umfassender und bedeutender ist, als die Dir bekannte?
Es gibt keine "umfassendere Liebe". Menschen kennen Liebe und manche Tierarten auch, weil da so biologische Konstrukte wie Hormone, Hormonrezeptoren, Schlüsselreize und dergleichen mehr vorhanden sind. Ein Vogel mit Küken, ein brutpflegender Fisch oder eine Krokodilmutter würden auch behaupten, sowas wie Liebe zu empfinden, solange ihr Nachwuchs von ihnen versorgt wird, aber sobald das hormonelle Programm für die Brutpflege ausläuft, wird das Küken als Rivale im Revier oder das Jungkrokodil als willkommener Imbiß betrachtet. Längerfristige "Liebe" gibt es nur bei Arten, die in größeren sozialen Gruppen über die Kindheit hinaus zusammenleben, weil sie nur dort Sinn macht. Die unbelebte Natur kennt überhaupt keine Gefühle, deshalb auch keine Liebe, und die macht den allergrößten Teil des Universums aus.

Worauf Du hinauswillst mit Deiner "umfasserenden Liebe" ist natürlich klar, die Annahme eines (oder vieler?) übernatürlicher Wesen, egal ob Gott oder Super-Alien oder Spagettimonster. Die uns "natürlich" lieben müßten, weil sie ja so göttlich und wir ja so... liebenswert? interessant? oder schlicht nur eingebildet bis sonstwohin?🙄... sind.
 
Es gibt keine "umfassendere Liebe".

Was macht Dich da so sicher? Warum soll es keine umfassende Liebe geben?

Wäre es nicht sachlich geboten, wenn Du schreiben würdest "kenne ich nicht" ?


Die unbelebte Natur kennt überhaupt keine Gefühle, deshalb auch keine Liebe, und die macht den allergrößten Teil des Universums aus.

Die unbelebte Natur kennt ..... ist sie denn ein Wesen mit Kenntnissen?
Ich würde Dir zustimmen können, wenn Du sagst: Von unbelebter Natur geht keine Liebe aus. Aber das hat auch keiner behauptet. Nur scheint mir die Frage wichtig zu sein: Wie unbelebt ist die unbelebt scheinende Natur wirklich?

Ich wüsste jetzt kein Argument was dafür spricht, Leben auf die Lebensformen zu begrenzen, die wir kennen. Du etwa?

Worauf Du hinauswillst mit Deiner "umfasserenden Liebe" ist natürlich klar, die Annahme eines (oder vieler?) übernatürlicher Wesen, egal ob Gott oder Super-Alien oder Spagettimonster. Die uns "natürlich" lieben müßten, weil sie ja so göttlich und wir ja so... liebenswert? interessant? oder schlicht nur eingebildet bis sonstwohin?🙄... sind.

Heute las ich eine Aussage der ehemaligen Landesbischöfin der evang.-lutherischen Kirche und Ratsvorsitzende der evang. Kirche, Margot Käßmann. Sie sagte, dass sie trotz Krebserkrankung, Scheidung, Trunkenheitsfahrt und trotz nachfolgendem Verlust aller Ämter "nie tiefer fallen kann als in Gottes Hand".

Es gehört nicht Klugheit - aber Weisheit - dazu, diese Hand Gottes zu erkennen als Ausdruck einer Liebe die Gottes Kindern gilt. Insofern kann es Dir keiner Übel nehmen, dass Du diese Erkenntnis nicht hast.

Klug bleibst Du ja trotzdem.
 
Was macht Dich da so sicher? Warum soll es keine umfassende Liebe geben?

Wäre es nicht sachlich geboten, wenn Du schreiben würdest "kenne ich nicht" ?




Die unbelebte Natur kennt ..... ist sie denn ein Wesen mit Kenntnissen?
Ich würde Dir zustimmen können, wenn Du sagst: Von unbelebter Natur geht keine Liebe aus. Aber das hat auch keiner behauptet. Nur scheint mir die Frage wichtig zu sein: Wie unbelebt ist die unbelebt scheinende Natur wirklich?

Ich wüsste jetzt kein Argument was dafür spricht, Leben auf die Lebensformen zu begrenzen, die wir kennen. Du etwa?



Heute las ich eine Aussage der ehemaligen Landesbischöfin der evang.-lutherischen Kirche und Ratsvorsitzende der evang. Kirche, Margot Käßmann. Sie sagte, dass sie trotz Krebserkrankung, Scheidung, Trunkenheitsfahrt und trotz nachfolgendem Verlust aller Ämter "nie tiefer fallen kann als in Gottes Hand".

Es gehört nicht Klugheit - aber Weisheit - dazu, diese Hand Gottes zu erkennen als Ausdruck einer Liebe die Gottes Kindern gilt. Insofern kann es Dir keiner Übel nehmen, dass Du diese Erkenntnis nicht hast.

Klug bleibst Du ja trotzdem.

Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht, ob die Frau Ratsvorsitzende a.D. meiner Kirche hier als leuchtendes Beispiel wählen sollte. Frau Dr. Käßmann ist auch nicht einfach "nur" in die Hände unseres Schöpfers gefallen, sondern in ein umfangreiches beamtenrechtliches kirchliches Versorgungssystem. Wahrscheinlich verdient sie heute mehr, als sie in ihrem kirchlichen Amt je verdiente.
Die Dame hat gut Reden.
 
Ich weiß ja nicht, ich weiß ja nicht, ob die Frau Ratsvorsitzende a.D. meiner Kirche hier als leuchtendes Beispiel wählen sollte. Frau Dr. Käßmann ist auch nicht einfach "nur" in die Hände unseres Schöpfers gefallen, sondern in ein umfangreiches beamtenrechtliches kirchliches Versorgungssystem. Wahrscheinlich verdient sie heute mehr, als sie in ihrem kirchlichen Amt je verdiente.
Die Dame hat gut Reden.

Ja, da magst Du Recht haben. Ich kenne ihre persönlichen Verhältnisse nicht. Aber die Aussage, die sie tätigte, kann ich zumindest für mich in Anspruch nehmen.
 
Liebe ist aus meiner Sicht etwas Größeres, nämlich höchste Effizienz.

Du könntest es gewissermaßen als Synomym betrachten.

Wer tatsächlich liebt, haut die Kacke raus, wie kaum ein anderer es kann.
 
Oder sprechen wir nach wie vor darüber, dass es die größte Schuld des Menschen ist, dass er nicht an Jesus Christus bzw. Gott glaubt?

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