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Eigene Schuld - fremde Schuld

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Was ist das hier für eine komische Dialogform, kriegst Du Nordrheiners Antworten jeweils per PM oder hast Du zu viele Antwortkästchen zugewiesen bekommen die Du ausfüllen mußt, Tsunami? 😕

Warum ich an Gott glaube:

Meine introspektiv klare erkennbare Vorstellung des vollkommenen Wesens – was wir Menschen zweifellos nicht sind – hat mich zunehmend zur Anerkennung Gottes geführt. In der Folge habe ich mich einfach mal experimentell für den Gott der Bibel entschieden und in der Folge meinen Glauben sowohl überzeugt vertreten als auch hinterfragt.
LG, Nordrheiner
Eine "Vorstellung des vollkommenen Wesens" führt zur Gottgläubigkeit? Hochinteressant. Ich besitze eine blühende Phantasie und kann mir eine Menge unglaublicher Dinge vorstellen, einschließlich "vollkommener Wesen" (die dann aber ganz anders aussähen als das, was in der Bibel geschildert ist, denn dieser angebliche Gott ist alles andere als vollkommen...),
aber auf die Idee, daß alles, was ich mir vorstellen kann, deshalb automatisch auch existieren müßte, bin ich noch nicht gekommen, so größenwahnsinnig bin ich nämlich denn doch nicht.
Da haben wir wohl einen klaren Beweis des Spruchs "der Mensch erschuf Gott (bzw. die Götter) nach seinem Ebenbilde. Oder besser gesagt, nach seinen Wunschträumereien und Phantasie"vorstellungen".
Götter als Lückenfüller für das Bedürfnis nach etwas "Vollkommenerem" als man selbst ist...
vielleicht ist ja das gerade der Grund, warum seit geschätzt mindestens 2500 Jahren keine "echten" Götter mehr auf Erden gesichtet werden,
seit nämlich die Menschen an der eigenen Vervollkommnung arbeiten, sei es unmittelbar oder per Proxy (wie die alten Griechen und Römer mit ihren "perfekten" Statuen und Bauwerken).
Und heutzutage wurden die Götter der Antike endgültig von der Trivialkultur übernommen, wenn sich Herkules, Thor, Zeus, Horus & Co. auf Kinoleinwänden und in Druckerschwärze in Comics tummeln, ach ja, dort gibt es sogar "neue" Götter, Superman ist einer davon. Bloß fällt vor dem niemand mehr auf die Knie oder stellt ihn auf einen Altar, weil jeder weiß, daß er nicht real ist und noch nie real war, nur die Erfindung zweier Comicautoren, die Geld verdienen wollten.
... heute jedenfalls. Fast schade, daß ich nicht sehen kann, was die Menschen in 1000 oder 5000 Jahren, wenn es dann noch was menschenartiges geben sollte, zu antiken "Mythen" um einen "Superman" sagen täten - ob sie ihn tatsächlich für einen ehemals existenten "echten" Gott halten täten? 🙄😀
 
Was ist das hier für eine komische Dialogform, kriegst Du Nordrheiners Antworten jeweils per PM oder hast Du zu viele Antwortkästchen zugewiesen bekommen die Du ausfüllen mußt, Tsunami? 😕

Soll Dich Tsunami demnächst fragen, was er antworten soll ? 😕

Eine "Vorstellung des vollkommenen Wesens" führt zur Gottgläubigkeit? Hochinteressant. Ich besitze eine blühende Phantasie und kann mir eine Menge unglaublicher Dinge vorstellen, einschließlich "vollkommener Wesen"

Und - tust du es?

(die dann aber ganz anders aussähen als das, was in der Bibel geschildert ist, denn dieser angebliche Gott ist alles andere als vollkommen...),

Übernimm Dich nicht. Kein Mensch konnte bis jetzt Vollkommenheit klar definieren, geschweige denn beurteilen.
Auch gehe ich davon aus, dass Gott seine Vollkommenheit niemandem beweisen wollte....

aber auf die Idee, daß alles, was ich mir vorstellen kann, deshalb automatisch auch existieren müßte, bin ich noch nicht gekommen, so größenwahnsinnig bin ich nämlich denn doch nicht.

Zeigt sich da nicht bei Dir ein Hinweis auf mangelndes Durchdenken des Sachverhaltes?

Zu Deiner Hilfe:

1. Alles was Du denkst, existiert.

2. Die Existenz von dem Gedachten besteht zunächst nur in Deinen Gedanken, also in Deiner Innenwelt

3. Manche Menschen mögen sich mit ihrer Innenwelt begnügen.

4. Manche Menschen versuchen herauszufinden, ob das in der Innenwelt Existierende auch in der Außenwelt wahrnehmbar ist.

5. Je mehr Indizien wahrnehmbar sind, die auf die reale Existenz des Gedachten in der Außenwelt hinweisen, je wahrscheinlicher ist es, dass das Gedachte nicht nur in der Innenwelt des Menschen existiert, sondern auch in der Außenwelt. Und umgekehrt.

Nehmen wir beispielsweise an, Herr X glaubt, dass Donald Duck auf dem Mond lebt und dort fleissig Entenhausen aufbaut und er könne von der Zugspitze aus dorthin fliegen. Begnügt er sich mit dieser Innensicht, entgeht er dem Konflikt der entstehen könnte, wenn er nach Indizien sucht, die darauf hinweisen, dass die Innensicht auch der Außensicht entspricht - oder auch nicht. Für die Umwelt ist er ein harmlose Spinner, sofern er über seine Innensicht spricht.

Versucht Herr X sein Leben nach der Innensicht auszurichten, die evt. im klaren Widerspruch zur wahrnehmbaren Außenwelt steht, gerät er in persönliche Konflikte und vermutlich psychische Krankheiten sind die Folge.

Anders verhält es sich in den Wissenschaften. Hier erlebten wir ständig Menschen, die sich etwas als real existierend vorstellen konnten, was bisher nur von ihnen gedacht wurde. Und dann gingen diese Entdecker (Wissenschaftler) von der Innenwelt zur Außenwelt und suchten nach Indizien, mit denen sich ihre Innenwelt in der Außenwelt bestätigte.

Alles steht und fällt mir den realen Fähigkeiten
1. der Vorstellung
2. der Innen- sowie der Außenwahrnehmung
3. dem Willen der Innen- wie der Außenwahrnehmung nachzugehen und in Übereinstimmung zu bringen
4. dem Willen gemäß den eigenen Erkenntnissen auch dazu passende Entscheidungen zu treffen

Würden wir einen Menschen, der vor ca. 1.000 Jahren lebte in unsere Zeit holen und beauftragen, in ein Auto einzusteigen, dann wäre dieser Mensch völlig hilflos. Er wüsste nicht, was gemeint sein könnte. Seine Hilflosigkeit würde z.B. enden, wenn er selbst von einem selbst fahrenden Fahrzeug geträumt hätte. Jedoch ist anzunehmen, dass seine Vorstellung von einem selbstfahrenden Fahrzeug deutlich von jedem real existierenden Auto abweicht.

Er käme vermutlich zu dem Ergebnis, dass sein Vorstellung von einem selbstfahrenden Fahrzeug dem Grund nach richtig war - jedoch im Detail von der Realität abweicht.

Ist der Mensch sich selbst genug, hält er sich in eitler Selbstgefälligkeit für den Maßstab aller Dinge, wird er sich bereits weigern, über die Frage nachzudenken, es könne ein Wesen geben, welches ihm überlegen wäre. Getreu dem Motto: Was nicht sein darf kann auch nicht existieren.

Und noch weniger wird er Indizien anerkennen, denn alle Indizien lassen sich anzweifeln. Und eines wird ein solcher Zweifler aus Prinzip nicht tun: Seinen eigenen Zweifel bezweifeln. Erkennst Du Dich wieder?
 
Nehmen wir beispielsweise an, Herr X glaubt, dass Donald Duck auf dem Mond lebt und dort fleissig Entenhausen aufbaut und er könne von der Zugspitze aus dorthin fliegen. Begnügt er sich mit dieser Innensicht, entgeht er dem Konflikt der entstehen könnte, wenn er nach Indizien sucht, die darauf hinweisen, dass die Innensicht auch der Außensicht entspricht - oder auch nicht. Für die Umwelt ist er ein harmlose Spinner, sofern er über seine Innensicht spricht.
Donald Duck lebt nicht auf dem Mond, sondern in Entenhausen, das auf einer Parallelerde dort liegt, wo in unserer Realität Oberfranken liegt. Beweis: gleichlautende Orts- , Gewässer- und Geländenamen. Weiß jeder, der mal das Erika-Fuchs-Museum in Schwarzenbach an der Saale besucht, die Comics von Carl Barks (auf deutsch) gelesen oder mit einem Donaldisten gesprochen hat. 😉😀😀😀😀
Für die "Existenz" eines realen Donald Duck sprechen mindestens so viel "Beweise" wie für die Existenz
irgendwelcher antiker Götter. 🙄😀
 
Zeigt sich da nicht bei Dir ein Hinweis auf mangelndes Durchdenken des Sachverhaltes?

Zu Deiner Hilfe:

1. Alles was Du denkst, existiert.

2. Die Existenz von dem Gedachten besteht zunächst nur in Deinen Gedanken, also in Deiner Innenwelt

3. Manche Menschen mögen sich mit ihrer Innenwelt begnügen.

4. Manche Menschen versuchen herauszufinden, ob das in der Innenwelt Existierende auch in der Außenwelt wahrnehmbar ist.

5. Je mehr Indizien wahrnehmbar sind, die auf die reale Existenz des Gedachten in der Außenwelt hinweisen, je wahrscheinlicher ist es, dass das Gedachte nicht nur in der Innenwelt des Menschen existiert, sondern auch in der Außenwelt. Und umgekehrt.

Deine Reihenfolge ist falsch. Du gehst davon aus, daß die ganze Welt schon im Menschen einprogrammiert wäre und er nur in der Realität existierende Gegenstücke finden müßte, um die Welt zu begreifen. Das ist aber falsch. Ein neugeborener Mensch ist wissensmäßig "leer", kann nur dank einprogrammierter Instinkte überleben, genauso wie ein Tierbaby. Der Mensch muß sich zu allen Zeiten an der Realität orientieren, sobald seine Instinkte (z. B. schreien damit die Mutter reagiert) nicht mehr fürs Überleben ausreichen. Die Realität gibt Dinge vor, der Mensch reagiert darauf, indem er sie akzeptiert, Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten entdeckt und daraus seine Schlüsse zieht, aber auch indem er sie ggf. weiterspinnt und überhöht, also ganz einfach phantasiert.

Die Gleichsetzung von Göttern mit Über-Eltern als Ersatz für die irgendwann als machtlos erkannten realen Eltern, als "unsichtbare Freunde" als Ersatz für die unsichtbaren Freunde der Kindheit, als Hoffnungsträger für nicht erfüllte realistische Hoffnungen genauso wie für total unrealistische, und auch die Dualität von Göttern gut/böse (Gott/Satan, die einen "Endkampf" ausfechten sollen wie zwei Affenbullen, die um die "totale" Herrschaft über das Rudel kämpfen - ganz klassisches Motiv, das unserer tierischen Evolutionsgeschichte entstammt) sind alles Themen, die schon x-mal durchgekaut wurden, aber eine reale Existenz von irgendwelchen Göttern keineswegs glaubwürdiger machen. In Kurzfassung, Menschen haben Götter erfunden, weil dafür Bedarf bestand und besteht, aus allen oben angeführten Gründen und vermutlich noch einigen mehr, die mir gerade nicht einfallen.
 
Und noch weniger wird er Indizien anerkennen, denn alle Indizien lassen sich anzweifeln. Und eines wird ein solcher Zweifler aus Prinzip nicht tun: Seinen eigenen Zweifel bezweifeln. Erkennst Du Dich wieder?
Ich bezweifle alles und jedes, wenn ich gut drauf bin. Manches mehr und manches weniger. Zweifel an unbewiesenen Dingen wird logischerweise immer größer sein als an bewiesenen, vor allem wenn deutlich erkennbar auch noch anderer Leute Wunschdenken eine wichtige Rolle spielt. Mir hat man mal gesagt, ich solle gefälligst auf dem Boden der Tatsachen bleiben, wenn ich mal mit dem Kopf über den Wolken schwebte, und daran halte ich mich seitdem, einfach weil es eine vernünftige Einstellung ist, von Wunschträumen kann man meistens nicht leben. Aber wenn ich genau dasselbe anderen Leuten sage, reagieren die vergrätzt - weil ich ihnen ihre bunten Seifenblasen-Phantasien von allmächtigen Göttern ruiniere? Also, höher mit dem Kopf über den Wolken schweben als das geht ja wohl kaum noch...
 
Mir hat man mal gesagt, ich solle gefälligst auf dem Boden der Tatsachen bleiben, wenn ich mal mit dem Kopf über den Wolken schwebte,...

Und wer bestimmt die Tatsachen? Sollte man diese nicht auch hinterfragen?
Ist das Schweben über den Wolken grundsätzlich verkehrt? Gäbe es Entdecker und Wissenschaftler, wenn sich alle Menschen nur mit denen ihnen gerade bekannten Tatsachen beschäftigen würden?


und daran halte ich mich seitdem, einfach weil es eine vernünftige Einstellung ist, von Wunschträumen kann man meistens nicht leben.

Da ist zweifellos etwas Wahres dran. Nur benötigten wir Menschen immer Wunschträume, andernfalls würden wir ausschliesslich zu Fuß gehen.

Aber wenn ich genau dasselbe anderen Leuten sage, reagieren die vergrätzt - weil ich ihnen ihre bunten Seifenblasen-Phantasien von allmächtigen Götternuiniere? Also, höher mit dem Kopf über den Wolken schweben als das geht ja wohl kaum noch...

Ich denke, dass man sich dem Zweifel stellen sollte. Überleben "meine" Überzeugungen den Zweifel unbeschadet, kommt es zu einer Stärkung der Überzeugung. Im anderen Fall sollte man die Überzeugungen überarbeiten....

Der Überzeugungsdenker kommt so zu Überzeugungen, die auch dem Zweifel standhalten kann. Umgekehrt - kommt der Zweifler nicht zu Überzeugungen, denn er hat den Zweifel zum Grundprinzip seines Lebens gemacht.

Ich bezweifle alles und jedes, wenn ich gut drauf bin. Manches mehr und manches weniger.

Ich stimme Dir zu, Dinge und Meinungen sowie anscheinende Tatsachen zu hinterfragen. Jedoch warne ich davor, den Zweifel zum Denkprinzip zu erheben.

Der mir bekannteste Vorgänger des Zweifels als Denkprinzip war Pyrrhon:
„Aus den genannten Gründen gibt es auch von Natur aus nichts Übles. Denn was den einen übel zu sein scheinen, das verfolgen die anderen als Güter. ……. Wenn daher das von Natur Seiende so beschaffen ist, dass es auf alle in der gleichen Weise wirkt, die angeblichen Übel aber nicht auf alle in der gleichen Weise wirken, dann ist nichts von Natur übel.“ (Sextus Empiricus, Grundriß der pyrrhonischen Skepsis, III, 190).


Pyrrhon und seine Anhänger begründeten eine philosophische Schule, die sich ein Denken ohne Skepsis, also ohne Zweifel und Bedenken aller Art, nicht vorstellen konnte. Sie erhoben den Zweifel zum Denkprinzip und stellten damit die Möglichkeit in Frage, auf irgendeine Art und Weise zu einer „sicheren“ Erkenntnis von der Welt gelangen zu können. Gleichgültigkeit ist der Leitbegriff des Pyrrhonismus, sowohl in moralischer Hinsicht als auch vom Standpunkt der Erkenntnis aus.

Auch kann ich nicht erkennen, dass der naturwissenschaftliche Weg derjenige ist, der den Zweifel aus der Welt schaffen könnte. Unsere intellektuellen Fähigkeiten sind ähnlich eingeschränkt, wie jede neue Wissenschaftlergeneration der vorigen nachweist.

Sollte es keine ewigen Wahrheiten geben, die über allen Wissenschaften stehen und uns Auskunft geben können über unseren Sinn des Lebens, über eine von Menschen nicht manipulierbare Ethik und Moral? Da bin ich der Zweifler, der bezweifelt, dass es diese ewigen Wahrheiten nicht gibt.


Ich glaube, dass der Zweifel wichtig ist, um zu Überzeugungen und somit zu einer Orientierung im Leben zu gelangen. Daraus folgt logischerweise, dass der Zweifel eine wichtige Funktion hat - aber auch - dass er nicht zum Denkprinzip erhoben werden darf.

Möglicherweise könnte man das Nicht-Bezweifeln des Zweifels sogar als schuldhafte Unterlassung betrachten, da diese Unterlassung zu nichts Gutem führt.
 
Ich glaube, dass der Zweifel wichtig ist, um zu Überzeugungen und somit zu einer Orientierung im Leben zu gelangen. Daraus folgt logischerweise, dass der Zweifel eine wichtige Funktion hat - aber auch - dass er nicht zum Denkprinzip erhoben werden darf.

Möglicherweise könnte man das Nicht-Bezweifeln des Zweifels sogar als schuldhafte Unterlassung betrachten, da diese Unterlassung zu nichts Gutem führt.
"Zweifel oder Nicht-Zweifel, das ist hier die Frage." Frei nach Shakespeare, gell? 😀 Aber Du schreibst auch wieder verklausuliert, daß es Deiner Meinung Dinge geben müßte, an denen man lieber von vornherein gar nicht zweifeln dürfte, wie Deine (angeblichen) "ewigen Wahrheiten, die über den Wissenschaften stehen" - für die dummerweise keinerlei Beweise vorliegen, die ergo sogar ziemlich stark zu bezweifeln sind.
Eine "nicht manipulierbare Ethik und Moral" kann es eh nicht geben, weil das alles menschliche Erfindungen und Begriffe sind und alles Menschengemachte auch von Menschen manipuliert werden kann. Die Natur, das Universum kennen keine Ethik oder Moral, sie sind wie sie sind, komplett frei von solchen Begriffen. Es gibt kein universelles Naturgesetz namens "Ethik" oder eines namens "Moral".
 
"Zweifel oder Nicht-Zweifel, das ist hier die Frage." Frei nach Shakespeare, gell? 😀 Aber Du schreibst auch wieder verklausuliert, daß es Deiner Meinung Dinge geben müßte, an denen man lieber von vornherein gar nicht zweifeln dürfte, wie Deine (angeblichen) "ewigen Wahrheiten, die über den Wissenschaften stehen" - für die dummerweise keinerlei Beweise vorliegen, die ergo sogar ziemlich stark zu bezweifeln sind.

Die Frage lautet doch nicht "wonach sollen wir nicht suchen - damit wir es bezweifeln können?"

Spinoza steuerte folgende Gedanken (in: die Ethik) dazu:
"Endlich in seiner Art heißt ein Ding, das durch ein anderes von gleicher Art begrenzt werden kann. Ein Körper z.B. heisst endlich, weil wir stets einen anderen größeren Körper begreifen.

Unter Gott verstehe ich das absolut unendlich Seiende..."

Wenn es also endliches (menschliches) Leben gibt, dann nur deshalb, weil es auch unendliches Leben gibt.


Eine "nicht manipulierbare Ethik und Moral" kann es eh nicht geben, weil das alles menschliche Erfindungen und Begriffe sind und alles Menschengemachte auch von Menschen manipuliert werden kann. Die Natur, das Universum kennen keine Ethik oder Moral, sie sind wie sie sind, komplett frei von solchen Begriffen. Es gibt kein universelles Naturgesetz namens "Ethik" oder eines namens "Moral".

Das leuchtet mir nicht ein. Beispiel Ehrlichkeit.
1. Wenn Ehrlichkeit eine Erfindung des Menschen sein soll, dann müsste es eine Zeit geben, in der Ehrlichkeit nicht existierte. Von so einer Epoche habe ich noch nie etwas gehört. Du etwa?
2. Meine Aussage: Ehrlichkeit existiert auch dann, wenn es Menschen geben sollte, die mit dem Begriff an sich nichts anfangen können bzw. wenn es nur unehrliche Menschen geben sollte.
3. Wie willst Du Ehrlichkeit manipulieren?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich denke, dass auch und gerade Ehrlichkeit ein sehr guter, wichtiger und wertvoller Punkt ist, der leider viel zu oft vernachlässigt wird.

Ob Ehrlichkeit zu schönen Dingen oder der Wahrheit führt, ist eine andere Frage, aber zumindest würde ich sagen, dass Ehrlichkeit zu einem besseren Verständnis seiner selbst, der Gesellschaft und der Welt führt.

~~~

Insofern könnte Unehrlichkeit eine Schuld sein, für die es aber sicherlich viele "gute Gründe" gibt.

~~~

Könnte auch in partnerschaftlichen Beziehungen relevant sein, im Sinne von: "Ich sage dir nicht die Wahrheit, bin nicht ehrlich zu dir."

Warum? Vielleicht wegen dem Verlust von Vorteilen? Oder weil man nicht zeigen möchte, wer man wirklich ist?
 
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