Es ist doch okay, wenn man es als toleranter Mensch akzeptiert....dass jeder Mensch mit seiner eigenen Beziehung und seinem Partner etwas anders umgeht als man selber .
Ich finde es wichtig sich nicht in das Beziehungskonfliktleben von anderen fremden Leuten einzumischen.
Jeder lebt seine eigene Beziehung mit seinem Partner und seinem eigenen Umgang mit seinen persönlichen Konflikten wie er möchte.
Für Aussenstehende ist vieles in einer fremden Beziehung schwer verständlich.
Da hast du meiner Meinung nach 100% Recht.
Natürlich muss in erster Linie der Partner oder die Partnerin mit dem Verhalten des / der anderen gut klar kommen und solange etwas für beide gut funktioniert, ist es doch auch kein Problem.
Problematisch finde ich es eben, wenn einige User Verhalten oder Regeln als allgemeingültig hinstellen, wenn sie das aus meiner Sicht (und offenbar auch aus der Sicht von anderen) nicht sind.
Das liefert dann doch Lesern (wenn man mal davon ausgeht, dass das evtl auch Menschen mit weniger Lebenserfahrung sind) ein komplett falsches Bild.
Manche Leitsätze finde ich eben komplett falsch, z. B. :
'Jeder Mann, der eine Frau anspricht, will was sexuelles von ihr'
Klar, das ist sehr häufig der Fall (gerade in einem bestimmten Alter und in bestimmten Settings), aber halt nicht immer.
Und ja, das macht einen Unterschied.
Denn wenn das so uneingeschränkt richtig wäre, wäre es wirklich fragwürdig, ob eine verpartnerte Frau auf ein Gespräch (z. B. über das Wetter) eingehen sollte - wozu, wenn es nur der Anbahnung von Untreue dient?
Wenn man das logisch weiter spinnt, dürfte sich jemand in einer Partnerschaft nur noch mit dem Partner oder der Partnerin unterhalten oder allenfalls noch Familienmitgliedern oder langjährigen Freunden, aber keinesfalls irgendwelche neuen Bekanntschaften machen.
Man weiß bei fremden Menschen ja erst einmal nicht, ob die vielleicht bi sind oder Pan oder schwul / lesbisch.
Das finde ich darum einen ziemlich merkwürdigen Glaubenssatz.
Dass ein bestimmter Menschenschlag ein normales Gespräch mit Austausch von Telefonnummer schon als Flirt und Einladung zu was auch immer betrachtet, stimmt schon.
Ein halbwegs normaler Anflirter (m/w/d) wird aber entweder auf Zeichen wie Freundschaftsringe oder - Symbole achten oder zumindest darauf, wenn er/sie auf Familie / Partnerschaft zu sprechen kommt (als ich neulich mit meiner Partnerin / meinem Partner...).
Wenn er/ sie das nicht tut, persönliches Pech!
Dann ist die Zeit für ihn / sie halt verschwendet.
Persönlich habe ich es auch noch nie erlebt, dass Partner oder Partnerin mit einer Person, die die bessere Hälfte angeflirtet haben (oder gar nur angesprochen) ein Problemgespräch führen.
Ich kenne es nur so, dass man seinem Partner oder der Partnerin zutraut, damit selbst fertig zu werden, solange es auf der verbalen Ebene bleibt.
Klar, wenn ich sehen würde, dass meine Freundin in der Disco von einem Typen körperlich bedrängt wird, würde ich paar sehr deutliche Worte sprechen.
Aber ein 'du, hast du meine Freundin angesprochen' oder gar ein 'du hast meine Freundin angeschaut' würde mir persönlich vorkommen, als würde ich
- ihr nicht zutrauen, das selbst klar zu stellen
- denken, dass ich Konkurrenten 'wegscheuchen' kann
Was natürlich Blödsinn ist - es ist auch ihre Entscheidung, dass wir zusammen sind und falls sie sich dem nächstbesten Typ an den Hals werfen wollte, könnte ich sie nicht dran hindern (wie denn auch?)
Falls sie mal das Gefühl haben sollte, dass meine Hilfe benötigt wird, immer gerne.
Und natürlich unerbeten, wenn die Situation entsprechend ist (kann natürlich auch sein, wenn man den Eindruck hat, dass er / sie ungewollt zugetextet wird, dass man da beispringt).
Aber wenn es sie amüsiert, mit wem auch immer über was auch immer zu sprechen - viel Spaß dabei!
Und Blocken kann man heute so leicht wie Nummern austauschen.
Aber wenn das anders auch funktioniert, warum nicht und viel Spaß auch dabei...
Nur dass das irgendwie allgemeingültig ist, kann mir keiner erzählen.