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Ehe, Alkohol

Magst du dich rechtlich mal beraten lassen, u. a., was dir voraussichtlich finanziell zustehen würde?
Finde ich sehr wichtig.
Ich hätte auch keine Lust, nach 25 Jahren Ehe mit einem Vollpfosten schließlich mit leeren Händen da zu stehen.
Informiere dich, BEVOR du mit ihm redest.
Falls er überhaupt mit dir redet.
Sonst künftig nach kluger Beratung alles über Anwalt.
Der wird sich noch umsehen...
 
A

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Re: Ehe, Alkohol
Hallo Ina2026,

schau mal hier:
Ehe, Alkohol. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Mein Ex, der auch sehr gerne mit Saufkumpanen unterwegs war hat mir irgendwann erzählt, ( Jahre nach der Scheidung) er hätte eine härtere Hand benötigt, ich war zu wenig konsequent. Ich hätte ihm ein Ultimatum stellen müssen gleich einmal- entweder wir, oder der Alkohol.
Er meinte, das war, wie wenn keiner ihm half, da auszusteigen können. Mir gelang das nicht, ihm auch nicht.
 
Ich war lange "NurHausfrau", das war ein großer Komfort, ebenso ging ich als Mama total auf und irgendwie war mir recht, dass er wenig daheim war, sich eigentlich nicht einmischte bei den Kindern, so ungefähr war es auch in meiner Ursprungfamilie, da war der Vater wie ein Fremder, der selten da war, weil er als Gastarbeiter in Deutschland beschäftigt war.
Ich glaub, weil ich aus zerrütteten Verhältnissen kam, war irgendwie die Folge, dass ich mir keinen normalen Mann aussuchte, sondern auch wen, der ebenso viel durchgemacht hatte als Kind, als Heranwachsender, als Mensch überhaupt.
Während dieser Ehe, mit all den Problemen wurde ich immer selbstständiger, immer eigenständiger, immer mehr sicherer irgendwie- ich war praktisch der Bestimmer, er war ein "Randteil"- bis der Tag kam, wo ich ihn losließ.

Liebe TE, liebe Ina, ihr habt miteinander viel geschaffen, viel Gutes sicher auch bewirkt, aber wie du sehen kannst, obwohl dein Mann weiß, dass du unglücklich bist, nicht einverstanden bist mit ihm, gibts ihn noch an deiner Seite.

Bei uns war irgendwann die Frage da, wie machen wir weiter- so gehen wir beide drauf. Du bist nicht mehr verliebt, ich bin es nicht mehr, wir haben alles versucht, es ist ein Scherbenhaufen über, keine Ehe mehr. Bleiben wir trotzdem zusammen? Wäre nicht gscheiter, wir hören auf, so ein Leben zu führen und jeder geht wieder seine eigenen Wege?
Bereit war ich nach zwanzig Jahren erst, diesen Schritt zu wagen und vorher gabs Jahrelang nur den Versuch, gelungen ist er irgendwie nie.
Wie wenn es der richtige Zeitpunkt war- jetzt sind wir beide in der Lage loszulassen.

Brauchts bei dir so einen Punkt? Ist der jetzt gekommen? Vielleicht wartet dein Mann auch drauf, dass endlich klar und eindeutig zu sehen ist, wie es weiter geht. Meiner war irgendwie total erleichtert, er kämpfte nicht, es fühlte sich für uns alle Zwei an, wie wenn wir uns erlöst hätten endlich.
Wir haben nachher in aller Friedlichkeit unser Hab und Gut geteilt, also ich hab für Streiten über Finanzielles keinen Bock gehabt, er auch nicht. Meine, unsere Ehe war eher eine Zornige, eine Strittige, aber trotzdem kommt mir im Nachhinein vor, es war schon okay so, wie es war. Ich brauchte diese Lehren, die es dort zu lernen gab.
Heute mach ich anders, ich habe mir einen Mann ausgesucht, der völlig anders ist, ein ganz, ganz Braver, ohne Hörner, sanft und liebevoll- zu so einem hätte es mich nie hingezogen früher, das wäre mir zu wenig intensiv gewesen, zu wenig reibend, zu wenig wild. Heute passt das. Heute genieße ich diese Variante.
Vielleicht ist es auch bei dir so- genug von diesem, was anderes ist dran.
 
Wie ist denn eure Meinung dazu? Ich halte es so einfach nicht mehr aus, allerdings habe ich auch Sorge, wie wir das mit Haus etc. bei einer Scheidung hinkriegen.
Dafür gibt es Anwälte, die das klären. Das ist deren täglich Brot. Lieber allein und zufrieden in einer kleinen Wohnung als mit so einem Mann im allertollsten Haus.
Vor kurzem meinte er, was soll ich denn mit dir reden?
Den Spruch kenne ich von meinem Ex auch. Hinterher hat er sich beschwert, ich hätte ja nichts mehr mit ihm geredet und unternommen. Aus eigener Erfahrung kann ich dir nur raten, weg von solchen Kerlen. Nie mehr würde ich mich mit sowas zufriedengeben, lieber bleibe ich allein, aber zufrieden und mit heilen Nerven.
 
Vor kurzem meinte er, was soll ich denn mit dir reden?
Du könntest ihm antworten "Wie wir am besten unsere Trennung bewerkstelligen, da ein Zusammenleben so für mich keinen Sinn mehr macht".
Entweder wacht er dann auf oder - was ich aufgrund seiner Zugehörigkeit zu diesem Kreis an Männern in ähnlicher Situation für wahrscheinlicher erachte - er stimmt zu.

Vor diesem Gespräch würde ich mich allerdings auch schon einmal anwaltlich beraten lassen und ich würde auch schon die eine oder andere Dokumentenkopie anfertigen. Nutz die Zeit, in der er noch arglos ist. Nicht um etwas Fieses einzustielen, wohl aber, um dich sattelfest zu machen für eine Zeit, die auch schlammschlachtig werden könnte.

Wie immer hast du die 3 Möglichkeiten: Love it (willst du verständlicherweise nicht) - change it (kannst du nicht, wenn er nicht mitzieht) - leave it (dich dafür zu entscheiden steht dir frei; diese Variante birgt zudem die Chance auf ein späteres neues Glück mit anderem Partner, so du das denn willst).
 
Hey @Ina2026

Ich kann dir nur raten: Geh, wenn es nicht mehr stimmt. Wir Frauen neigen dazu, alles mit uns selbst auszumachen in so einer Beziehung. Und dass du von Scheidung sprichst, heißt für mich eigentlich, du hast es schon entschlossen. Du kannst jetzt noch ein, zwei, drei, zehn Jahre bei ihm bleiben, aber du hast dich innerlich ja schon lange getrennt, oder?

Ich sage nicht, dass es einfach wird, aber es wird auch in zehn Jahren nicht einfacher. Trenn dich, wenn es für dich nicht mehr geht. Und wenn du doch noch Hoffnung siehst, dann versuch, ihn mit ins Boot zu holen, um an eurer Beziehung zu arbeiten.
 
Hallo, ihr Lieben!
Seit 25 Jahren bin ich verheiratet und wir haben 3 Kinder. Das Jüngste ist 15. Seit Jahren ist mein Mann jeden Tag bei seinem Verein und dem Alkohol sehr zugewandt. Wir Küssen uns seit Jahren nicht mehr, auch kein Kuscheln. Manchmal haben wir puren Sex. Zusammen tun wir nichts und für die Kinder zeigt er nicht wirklich Interesse. Zuständig bin für alles ich. Finanziell ist er nicht geizig, das ist mittlerweile nur das einzig Gute an ihm. Wie ist denn eure Meinung dazu? Ich halte es so einfach nicht mehr aus, allerdings habe ich auch Sorge, wie wir das mit Haus etc. bei einer Scheidung hinkriegen. Vor kurzem meinte er, was soll ich denn mit dir reden? Und fuhr zu seinen tollen Freunden vom Verein, die fast alle schon geschieden sind und viel Alkohol trinken. Im Moment reden wir nicht mehr, geht von mir aus. Er wurde von der Polizei am späten Nachmittag aufgehalten und hatte mehr als 0,5 Promille. Und das Nichtreden tut mir sehr gut.
Danke im Voraus!
Täglich Alkohol, was das bedeutet sollte dir klar sein.
(WHO): "Es gibt keine unbedenkliche Menge Alkohol."
Schon kleine Dosen können schädlich sein.
Konzentrationsschwäche, Gedächtnisverlust und emotionale Instabilität können Folgen sein.
Studien zeigen: Schon mittelhoher Alkoholkonsum kann die Hirnmasse schrumpfen lassen.
Es ist wichtig zu beachten, dass der Konsum von Alkohol in Mengen, die nicht die Kriterien für eine Abhängigkeit erfüllen, jedoch dennoch zu gesundheitlichen und sozialen Problemen führen kann.
 
Ich wäre auch schon auf der Flucht, ganz egal ob Haus und Hof draufgehen. Dann ist es eben so. Wichtig ist, dass ICH und die Kids glücklich sind.
Ich habe auch so meine Schwierigkeiten mit Alkoholikern.

Was mich bei deinem Post sehr nachdenklich stimmt. Die Kids hast du nicht gesprochen. Wenn das jüngste 15 ist, dann kann man da ja durchaus eine Krisensitzung einberufen und sie nach ihrer Meinung fragen. Stattdessen scheint dir aber wichtig zu sein, ob das Haus behalten werden kann.
Das finde ich echt eigenartig.

Schau mal, ob es in deiner Gegend Sitzungen von Al-Anon gibt. Das sind die anonymen Alkoholiker für die Angehörigen. Mir hat das eine zeitlang sehr geholfen. Und bitte verfalle nicht dem Glauben, dass du was ändern kannst. Du kannst nämlich nur gehen, solange er nicht gewillt ist, dass er was dagegen unternimmt. Daher nehme ich immer den imaginären Hut vor jedem trockenen Alkoholiker. Davor habe ich großen Respekt.

Alles Gute!
 

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