Icu wünschte ich hätte jemanden an meiner Seite der sich auskennt und mir wirklich helfen kann . Schritt für Schritt. Aber den gibt es nicht.
Das ist genau die Gefahr... die Abhängigkeit die du dir wünschst.
Was ist mit dir selber?
Du bist diese Person, die dir hilft und die sich wieder aufrappeln muss.
Das Leben wirkt auf den ersten Blick kompliziert, doch das ist es nicht. Doch man muss ein wenig offen sein und die Möglichkeiten, die sich einem bieten auch annehmen können.
In diesem System ist kein Platz für kaputte Menschen wie mich .
Doch, es gibt ihn staatlich, kirchlich und in Form von privaten Initiativen. Doch man muss ihn sehen können.
Es gibt keine Wohnungen für Menschen wie mich .
Doch, nur nicht in Verbindung mit Tieren. Einer Anforderung, der du nunmal gerecht werden musst.
Ich kämpfe nur noch ums überleben aber nicht für mich sondern für ein selbstbestimmtes Leben mit meinen Tieren.
Und das ist ein Fehler. Deine Tiere werden auch anderswo überleben und es gut haben und du auch. Je mehr du dich in diesen irrationalen Gedanken reinsteigerst und deine Tiere als Entschuldigung für Untätigkeit und Misserfolg vorschiebst, wird es kein Vorankommen geben und eventuell für dich UND deine Tiere schlecht ausgehen.
Mehr habe ich nicht und werde ich niemals haben .
Diese und deine weiteren Gedanken gehen ganz klar in eine Richtung, die man Selbstsabotage nennt. Ein für mich sehr faszinierendes, weil psychlologisch schwer begreifbares Phänomen.
Man findet es hier oft und es scheint im Menschen eine gewisse Grundveranlagung dazu in bestimmten Situationen zu geben.
Ich war auch schon einige Male damit im meinem Umfeld konfrontiert, wollte sogar mal eine Diskussion hier im Forum darüber starten, was allerdings auch nicht wirklich klappte.
Selbstsabotage, so habe ich mittlerweile gelernt bzw. erfahren, ist wohl eine Art sehr starker Hilferuf, typisch für Personen, die ihr Heil in der Hilfe anderer sehen und sich eine gewisse Hilflosigkeit geradezu antrainiert haben. Man betont die eigene Hilflosigkeit durch eine bewusste Verschlimmerung der eigenen Situation.
Du jedoch, sofern dies zutrifft, hast da draußen niemanden mehr, dem dies ein Signal sein könnte.
Verstehst du das?
Es wird niemand reagieren, wenn deine Geschichte so stimmt. Nicht dein Mann, nicht die Sozialarbeiterin, nicht deine Katzen.
Wie wird es deinen Katzen, speziell der Kranken denn gehen, wenn du Obdachlos bist?
Und viel wichtiger... wie wird es dir dann gehen in dieser Situation wenn du zusätzlich noch mit den Siechtum deiner Lieblinge konfrontiert bist?
Daher nimm dein Schicksal nun in die Hand und übernimm Verantwortung. Suche für deine Tiere eine gute Unterkunft. Verlasse dein bisheriges, schlechtes Umfeld. Baue dich primär selber wieder auf.
Du bist 32... da ist man gerade mal mitten im Leben angekommen.
Gesundheit, ein guter Job, eine wertschätzende Partnerschaft, eine schuldenfreie Existenz, sogar Tiere und Kinder sind alles noch möglich in deinem Leben.