gravelyn
Mitglied
Naja, es geht ja nicht um das, was sein sollte oder könnte, sondern um das, was ist.
Du bist den Anwandlungen deiner Mutter ausgeliefert, solange du bei ihr wohnst und dich damit in ein entsprechendes Abhängigkeitsverhältnis begibst, und du sitzt in diesem Szenario ganz klar am kürzeren Hebel; deine Mutter bestimmt in ihrem Haus die Spielregeln, ergo bist du ihr Rechenschaft schuldig. Du kannst versuchen, dagegen zu rebellieren, aber das einzige, was daraus resultiert, ist der Terror, den du beschrieben hast.
Dass du das als unfair oder falsch empfindest und dass es in anderen Familien anders läuft, ändert daran nicht das Geringste.
Mit dieser Opferhaltung, vonwegen, "das Leben" habe dich "zurückgeworfen", machst du es dir zu einfach.
Du bist dorthin zurückgezogen, weil es (vermutlich) der Weg des geringsten Widerstands war, und nun beschwerst du dich, dass dir dort nicht der gewünschte Halt geboten wird, obwohl dir angesichts deiner Schilderungen vollkommen klar sein müsste, dass du so etwas bei deiner Mutter niemals finden wirst.
Man kann sein Leben auch selbst in die Hand nehmen anstatt darauf zu warten, dass es einen irgendwo "hinwirft".
Wenn das der weg des geringsten Widerstandes gewesen wäre, wäre das noch schön. Leider hatte ich keine Wahl, sonst hätte ich das definitiv nicht gemacht.