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Dominate, manipulative Mutter

Naja, es geht ja nicht um das, was sein sollte oder könnte, sondern um das, was ist.
Du bist den Anwandlungen deiner Mutter ausgeliefert, solange du bei ihr wohnst und dich damit in ein entsprechendes Abhängigkeitsverhältnis begibst, und du sitzt in diesem Szenario ganz klar am kürzeren Hebel; deine Mutter bestimmt in ihrem Haus die Spielregeln, ergo bist du ihr Rechenschaft schuldig. Du kannst versuchen, dagegen zu rebellieren, aber das einzige, was daraus resultiert, ist der Terror, den du beschrieben hast.
Dass du das als unfair oder falsch empfindest und dass es in anderen Familien anders läuft, ändert daran nicht das Geringste.
Mit dieser Opferhaltung, vonwegen, "das Leben" habe dich "zurückgeworfen", machst du es dir zu einfach.
Du bist dorthin zurückgezogen, weil es (vermutlich) der Weg des geringsten Widerstands war, und nun beschwerst du dich, dass dir dort nicht der gewünschte Halt geboten wird, obwohl dir angesichts deiner Schilderungen vollkommen klar sein müsste, dass du so etwas bei deiner Mutter niemals finden wirst.
Man kann sein Leben auch selbst in die Hand nehmen anstatt darauf zu warten, dass es einen irgendwo "hinwirft".



Wenn das der weg des geringsten Widerstandes gewesen wäre, wäre das noch schön. Leider hatte ich keine Wahl, sonst hätte ich das definitiv nicht gemacht.
 
Hallo Gravelyn,
Das was atmega zuletzt schrieb ist so, in speziellen Fällen zb. unhaltbare Lebensumstände bei Eltern usw. kann man auch schon früher ausziehen.

Du hast ja auch sicher ein Einkommen? Anerkennungsjahr, klingt nach Erzieherin? Da bekommt man auch Geld, oder ist es ein anderer Beruf?
Meine Tochter hat dafür Ausbildungsbafög beantragt, oder war es für die Schulausbildung der große BAB (Berufsausbildungsbeihilfe)? weiß ich nicht mehr genau?
Das wird nicht vom Jobcenter bezahlt.
Im Anerkennungsjahr jetzt, bekommt sie guten Lohn.
Dann dein Kindergeld noch dazu.
Was du brauchst ist eine Wohnung oder WG-Zimmer.

Das was cucharcha schreibt betreutes Einzelwohnen, geht glaube nur, wenn auch genügend psychische Beschwerden da sind.

Die haben dir bei den Ämtern einen erzählt, um Kosten zu sparen. Jedenfalls haben sie dich nicht über deine Rechte aufgeklärt. Naja vielleicht hast du auch nichts über dein belastendes häusliches Umfeld erwähnt!



Genau das ist ja das Problem: eine Stelle für das Anerkennungsjahr muss man erst finden.
Und da hapert es. Suche seit einem Jahr bisher und bekam nur Absagen.
Sonst wäre ich ja schon längst ausgezogen.
Wenn man eine Stelle gefunden hat, bekommt man gutes Gehalt, richtig.
Aber ohne diese Stelle ist das eine ziemlich besch*eidene Situation.
Harz-4 bekomme ich nicht, da ich ja noch in Ausbildung bin (und somit nicht auf ,,Arbeitssuche")
Bafög bekomme ich nicht mehr, da ich im Anerkennungsjahr ja verdiene.
 
Genau das ist ja das Problem: eine Stelle für das Anerkennungsjahr muss man erst finden.
Und da hapert es. Suche seit einem Jahr bisher und bekam nur Absagen.
Sonst wäre ich ja schon längst ausgezogen.
Wenn man eine Stelle gefunden hat, bekommt man gutes Gehalt, richtig.
Aber ohne diese Stelle ist das eine ziemlich besch*eidene Situation.
Harz-4 bekomme ich nicht, da ich ja noch in Ausbildung bin (und somit nicht auf ,,Arbeitssuche")
Bafög bekomme ich nicht mehr, da ich im Anerkennungsjahr ja verdiene.

Hast du deutschlandweit gesucht oder ist das keine Option?

Wie wäre es mit einer Stelle die nicht unbedingt das abdeckt was du mal gelernt hattest?

Ich kann mir nicht vorstellen dass man dich ganz ohne alles sitzen lässt wenn du zum Sozial-Amt gehst und denen das mit deiner Mutter erzählst.
Nehme die Gespräche immer schön mit dem Handy (Sound-Rekorder) auf, vielleicht geben sie dir einen Tipp und man überhört es ... oder man kann beweisen dass man falsch beraten wurde.
 
Was nach außen hin dominant und manipulativ wirkt/ist, kann im Inneren auch viel Zerbrechlichkeit bedeuten. Das Verhalten deiner Mutter dir gegenüber emfpinde ich als sehr lieblos und eindeutig nicht gesund. Die Gründe dafür können aber vielfältig sein, und darüber können wir nur spekulieren. Du sollest nicht den Fehler machen, die Gründe für ihr Verhalten bei dir zu suchen - du bist ihre Tochter, nicht weniger und nicht mehr. Es wirkt nicht so, als ob deine Mutter mit sich im Reinen ist; sie scheint selber große Probleme zu haben. Und nochmal, das hat mit dir nichts zu tun.

Was ich dir wünsche, ist die Fähigkeit, besser durchzublicken bei dir, denn du berichtest von großem Chaos.

Du schreibst auch, dich erschrak neulich deine eigene Kraft. Ich denke, dass muss dich nicht ängstigen, ganz im Gegenteil, nutze diese Kraft für dich und deinen Weg.

Herzliche Grüße sendet dir

Black Blue Sky
 
Hallo gravelyn,
das ist wirklich eine ganz negative Beziehung die Du da zu Deiner Mutter hast.
Für Deine Schwester ist das sicherlich ähnlich schwer.

Ich vermute Deine Mutter hat aus irgendwelchen Gründen, die wohl in ihrer Lebensgeschichte liegen, psychische Probleme und hat daher ein sehr starkes Kontroll-, Ordnungs- und Autoritätsbedürfnis.
Mindestens sobald Menschen in ihrem näheren (emotionalen) Umfeld sind.

Viel mehr kann ich dazu erst einmal nicht sagen, da ich ihre (und eure) Geschichte nicht kenne.
Versuch es erstmal so zu sehen, dass Deine Mutter sehr krank ist.

Das ist ähnlich wie oft bei z.B. alkoholkranken oder drogenabhängigen Eltern, die mal sehr nett sind, dann wieder plötzlich unheimlich aggressiv. Mal beleidigen sie einen auf das Übelste, dann wieder sagen sie, sie hätten einen lieb.
D.h. man unterliegt einem Wechselbad der Gefühle, was es so schwer macht Klarheit in diese belastende Beziehung zu bringen und man oft besonders auch an sich selbst zweifelt, bzw. sich mit verantwortlich oder schuldig fühlt. Kurz gesagt, es kann sehr doll am Selbstbewusstsein knabbern.

Dass Deine Mutter Dich auf ihre Weise auch lieb hat, das möchte ich nicht bezweifeln. Sie wird vielleicht die vielen Konflikte (die sie sicherlich selbst auslöst) in solchen Momenten nicht bedenken und eher eine Einstellung haben, dass Du "schuld" bist. D.h. die Fähigkeit zur Selbstreflektion wird bei ihr nicht so ausgeprägt sein.
Möglicherweise ist das auch ein Schutz (Verdrängung) ihre eigenen Anteile (Fehler und Schwächen) wahrnehmen - und sich dann später auch emotional damit auseinandersetzen zu müssen.

Im Zweifel wird sie also immer eher dazu tendieren ihren Kopf durchzusetzen und Anderen (Dir) die Schuld zu geben.

Krankheit ist entschuldbar - allerdings braucht das auch eine gewisse emotionale (und sicherlich räumliche) Distanz, sowie muss es einem selbst erst einmal besser gehen, man ein gewisses Selbstbewusstsein erreichen, um sich dem vielleicht später im Leben noch einmal auf andere Weise stellen zu können.

Bis dahin nützt Dir diese Sichtweise nicht so viel, da es Deine akuten Probleme mit Deiner Mutter nicht löst.
Daher würde ich Dir empfehlen, das Jugendamt hinzuzuziehen, und zwar in Form der Hilfe für heranwachsende Jugendliche, bzw. junge Volljährige.

Es gibt theoretisch die Möglichkeit für z.B. betreutes Wohnen bei einem sozialen Träger.
Manchmal sogar nicht in einer WG, sondern sogenanntes betreutes Einzelwohnen.
Das würde bei Dir vielleicht in Frage kommen, da Du schon eine Ausbildung begonnen hast und mehr oder weniger auf Dich gestellt gelebt hast und auch mit der insbesondere finanziellen Verantwortung umgehen kannst.
Wobei Miete z.B. dann vom Amt gezahlt wird.

Ggfs. fordern die von Deiner Mutter aber Kosten zurück. So ist aber das Gesetz und da brauchst Du kein schlechtes Gewissen haben. Wenn Deine Mutter Dich trotz großen Hauses nicht ertragen kann, dann kann sie dafür auch (einen Teil) zahlen.

Ich weiß allerdings nicht ob das Jugendamt das auch so sieht, Du schon zu alt bist, oder es sonstige Einschränkungen gibt. Dann ist noch die Frage, ob es solche Plätze gibt.
Aber ein Gespräch mit dem Jugendamt würde Klärung bringen und ggfs. vielleicht weitere Informationen, was Du noch tun könntest.

Versuche innerlich einen gewissen Abstand zu gewinnen - sofern das irgendwie geht - und konzentriere Dich auf Deinen Lebensweg und Deine sicherlich vielen guten Seiten und Stärken.
Was Deine Mutter heute über Dich denkt oder Dir schlechtes an den Kopf wirft, sollte Dich erstmal besser nicht mehr interessieren - denk Dir einfach "Sie ist krank, leider. Sie versteht gar nicht was sie mir antut."
Damit die vollkommen verständlichen Gegenaggressionen und Selbstzweifel nachlassen und Du etwas Ruhe in Dir findest.

Auf jeden Fall wünsche ich Dir alles Gute und dass die Situation hoffentlich schnell besser wird :blume:
 
Warst Du schon bei Einrichtungen wie

- Diakonie
- Caritas
- Lebenshilfe
- Mädchen - und Frauennotruf
- Polizei

Gerade für junge Frauen gibt es so viele soziale Noteinrichtungen, auch die Polizei kann Dich dorthin vermitteln, nach dem Rausschmiss bei Deinem Freund. Eine Freundin von mir floh vor ihrem gewalttätigem Freund und kam über die Polizei noch am gleichen Tag in einem Frauenhaus unter. Wäre ein Obdachlosenheim vorübergehend eine Option für Dich? Klappere all diese Stellen ab in eurem zuständigen Landkreis.
 
geht es inzwischen besser, gravelyn?
Gruß Ian

Hallo,
ja, kleines Update:

ich arbeite im Anerkennungsjahr in BW und wohne auch dort.
Bin also von zuhause raus, habe eine eigene kleine Wohnung
und kann meine Ausbildung beenden.
Das Kämpfen hat sich gelohnt.
Vielen Dank euch allen für Tipps, Ratschläge und eure Zeit!
 
Hallo,
ja, kleines Update:

ich arbeite im Anerkennungsjahr in BW und wohne auch dort.
Bin also von zuhause raus, habe eine eigene kleine Wohnung
und kann meine Ausbildung beenden.
Das Kämpfen hat sich gelohnt.
Vielen Dank euch allen für Tipps, Ratschläge und eure Zeit!

Danke für Deine Rückmeldung. Es ist schön zu lesen, dass Du voran kommst. Das freut mich sehr für Dich.
 

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