Pfefferminzdrops
Sehr aktives Mitglied
Wer sich solcher Sprüch bedient weiß es vielleicht einfach nicht besser, kann nicht gut reden, hat keine passenden Worte parat, möchte aber trotzdem einfach trösten. Eine einfache Umarmung hätte da womöglich genauso als unpassend empfunden werden können - er/sie hätte ja schließlich auch mal ein paar Worte sagen können. Wie man es macht, macht man es in diesem Moment falsch - oder zumindest ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass man den Erwartungen nicht entspricht. Es ist eine ganz schwierige Situation und man sollte da auch als Betroffener nicht zu hart urteilen über die Menschen, die einem Trost zusprechen wollen.
Als ich jung war habe ich mal zu einer Bekannten gesagt, sie könne jederzeit zu mir kommen, wenn sie mal wen zum Reden bräuchte. Sofort danach hätte ich mich ohrfeigen können, denn mein Kontakt zu ihr war viel zu distanziert, als dass sie ausgerechnet mich aufgesucht hätte. Ich wollte einfach nur etwas Tröstendes sagen und lag dann doch völlig daneben. Wahrscheinlich hat sie auch über mich geflucht, es tat mir unendlich leid.
Es ist immer schlimm, einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich finde allerdings auch, dass die Erinnerungen erhalten bleiben, man an die gemeinsame Zeit mit Dankbarkeit zurückdenken kann; dafür kann man doch selber viel tun - wer soll es einem nehmen?!
Im akuten Fall tut es einfach unglaublich weh; nicht selten entwickelt man sogar Wut auf alles und jeden. Als mein Vater damals starb war ich fassungslos, wie sich die Welt einfach weiterdrehen konnte - so wichtig wie er mir war. Ich sah lachende Menschen auf den Straßen - wie konnten sie nur, wo doch gerade etwas so Schlimmes geschehen war?! So schlimm es ist, genau das ist das Leben. Das möchte man in diesem Moment nur nicht wahr haben - und ja, die Zeit hat die Wunde ein bisschen geheilt. Ich denke nur noch voller Liebe an meinen Vater zurück; weinen muss ich schon länger nicht mehr.
Ich denke allerdings tatsächlich auch, dass es immer noch vom Einzelfall abhängt, wie sich ein solcher Schmerz entwickelt. Von der Intensität der Beziehung; ob die "natürliche Reihenfolge eingehalten" wurde; ob der Tod womöglich sogar eine Erlösung war; wie der eigene soziale Rückhalt ist, also ob man Trost durch nahestehende Menschen erfährt oder allein damit umgehen muss etc. etc. Und ich finde, dass das dann auch beeinflusst, wie gut man mit alledem klar kommt.
Als ich jung war habe ich mal zu einer Bekannten gesagt, sie könne jederzeit zu mir kommen, wenn sie mal wen zum Reden bräuchte. Sofort danach hätte ich mich ohrfeigen können, denn mein Kontakt zu ihr war viel zu distanziert, als dass sie ausgerechnet mich aufgesucht hätte. Ich wollte einfach nur etwas Tröstendes sagen und lag dann doch völlig daneben. Wahrscheinlich hat sie auch über mich geflucht, es tat mir unendlich leid.
Es ist immer schlimm, einen geliebten Menschen zu verlieren. Ich finde allerdings auch, dass die Erinnerungen erhalten bleiben, man an die gemeinsame Zeit mit Dankbarkeit zurückdenken kann; dafür kann man doch selber viel tun - wer soll es einem nehmen?!
Im akuten Fall tut es einfach unglaublich weh; nicht selten entwickelt man sogar Wut auf alles und jeden. Als mein Vater damals starb war ich fassungslos, wie sich die Welt einfach weiterdrehen konnte - so wichtig wie er mir war. Ich sah lachende Menschen auf den Straßen - wie konnten sie nur, wo doch gerade etwas so Schlimmes geschehen war?! So schlimm es ist, genau das ist das Leben. Das möchte man in diesem Moment nur nicht wahr haben - und ja, die Zeit hat die Wunde ein bisschen geheilt. Ich denke nur noch voller Liebe an meinen Vater zurück; weinen muss ich schon länger nicht mehr.
Ich denke allerdings tatsächlich auch, dass es immer noch vom Einzelfall abhängt, wie sich ein solcher Schmerz entwickelt. Von der Intensität der Beziehung; ob die "natürliche Reihenfolge eingehalten" wurde; ob der Tod womöglich sogar eine Erlösung war; wie der eigene soziale Rückhalt ist, also ob man Trost durch nahestehende Menschen erfährt oder allein damit umgehen muss etc. etc. Und ich finde, dass das dann auch beeinflusst, wie gut man mit alledem klar kommt.
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