Prinzipiell ist ein Staat nicht auf Steuern angewiesen, denn es "arbeitet" mit dem Geld was auf den Banken liegt - daher bekommt man kein Gehalt mehr Cash auf die Hand und ohne Konto geht heute garnichts mehr.
Mit dem Geld arbeiten, was auf der Bank liegt tut nicht der Staat, sondern die Banken. Ich verstehe nicht warum den Bargeldumlauf mit Einnahmen durch den Staat in Verbindung bringst.
Der Staat hat nur zwei große Einnahmequellen: Steuern und Gebühren. Gebühren erfordern eine Gegenleistung, aber der größte Teil der Staatsausgaben sind keine Gegenleistungen und werden über Steuern finanziert. Steuern sind unerlässlich.
Cash auf die Hand will doch auch kein Mensch mehr, oder willst du dir deine Lohntüte monatlich vom Arbeitgeber abholen und zuhause unterm Bett horten? Am besten für jede Ausgabe (Miete, Heizung, Steuern, etc) dann wieder zu Fuss hin laufen und bar bezahlen?
Alles über Konten regeln zu können, ist für uns ein Vorteil.
Nun ist es aber so, das die "Unterhaltung" eines Staates immer mehr und mehr an Geld kostet - Politiker wollen gut bezahlt werden, selbst nach ihrem Aus- bzw Abtritt wollen sie dickes Geld kassieren, die globale "Verbrüderung" ist ein Mehr an Reisekosten und Spesen - das alles muss bezahlt werden -.
Woher hast du die Behauptung, dass der Staatsunterhalt immer teurer wird?
Wenn ich google komme ich auf ganz andere Zahlen.
Wofür gibt der Staat jährlich eine Billion Euro aus? - SPIEGEL ONLINE - Wirtschaft
Demnach sind die Staatsausgaben von 1998 bis 2008 zb von 932 auf 1053 Milliarden gestiegen. Das ist relativ moderat. Eine 2 prozentige Inflation in der Zeit unterstellt ist das sogar wenig, 932 Mrd über 10 Jahre wären sonst 1136 Mrd.
Die meisten Kommunen haben im letzten Jahrzehnt viel eingespart. Mehrkosten entstanden primär in Bereichen wie Kindertagesstätten oder Flüchtlingsunterbringung. Auch wenn bei dir die Politiker als Schuldige herhalten müssen, gibt der Staat am meisten für den Bereich Soziales und Arbeit aus (ca. 40%), gefolgt von Zinszahlungen, Verteidigung und Städtebau.
Und wenn du schon Einkommen kritisierst, dann fang bei den dicken Vorstandschefs an, die verdienen ein Vielfaches wie Politiker, sind nicht demokratisch gewählt und versteuern ihre Gewinne nicht. Ein Bundestagsabgeordneter verdient vielleicht 7.000 - 8.000 € netto/Monat, ein DAX Konzernvorstand verdient locker 100.000 € im Monat.
Der Staat hat so viel gespart, dass er heute deswegen in der Kritik steht (siehe Verteidigung).
Ich finde es richtig schlimm wie wie Konzerne uns auspressen, dicke Gewinne machen und keine Steuern zahlen.
....und trotzdem hat der Staat Schulden - jede Hausfrau wirtschaftet besser - denn sie sorgt sich um ihre Familie - der Staat sorgt sich nur um eines, um sich selbst......WIR sind und bleiben nur billige Mittel zum Zweck
Die Staatsschulden sind nicht mit den Schulden deiner Hausfrau zu vergleichen. Wenn die Hausfrau spart gib`s statt filet mignon nur Nudeln mit Ketchup. Wenn ein Staat spart kann das die ganze Wirtschaft abwürgen. Oft ist es sogar sinnvoll Schulden zu machen wenn dadurch Arbeitsplätze entstehen.
Wenn man den Staat kritisiert, finde sehr viel sinnvoller ihn dafür zu kritisieren, dass er gegen bestimmte Ungerechtigkeiten nichts (ausreichend) unternimmt: Steuerhinterziehung, Lohndumping, Steuerungerechtigkeit etc.