Hallo!
Ich bin vor drei Wochen nach 1 1/2 Jahren Beziehung, die viel Gewalt beinhaltete, ausgezogen und habe damit Schluss gemacht. Jetzt bekomme ich zu spüren, dass soetwas eben doch nicht spurlos an mir vorbei geht, auch wenn ich das die ganze Zeit über angenommen hatte. Mehrmals am Tag erreicht meine Stimmung von einem Moment auf den anderen den Tiefpunkt, ohne, dass ein für mich greif- und benennbarer Grund vorhanden ist. Ich kann mich dann nicht aus diesem Stimmungs-Tief herausziehen, kann nur abwarten, bis es wieder vorbei ist. Ich habe nur das Gefühl, dass alle um mich herum fröhlich sind, es aber von meiner Seite einfach nichts zu sagen gibt, eine Art Leere vorherrscht, die ich nicht füllen kann (ich weiß nicht, ob das verständlich ausgedrückt ist, aber ich habe keine Ahnung, wie ich es sonst beschreiben soll).
Was mich sehr mitnimmt, ist, dass ich immer noch nicht richtig über alles, was war weinen kann.
Dazu steigt in manchen Situationen Panik in mir hoch, zum Beispiel auf dem Schulweg (ich bin noch in der Ausbildung) oder beim Bahn- und Zugfahren, da es Situationen gab, in denen er mich dort abgefangen hat. Ich kann es dann nicht lassen, mich ständig umzusehen und kann mich auf nichts anderes konzentrieren.
Momentan weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Ich hoffe, es geht irgendwann einfach so vorbei. Während der Beziehung war ich zwei Mal bei einer Psychiaterin zu Gesprächen und ich habe überlegt, dort wieder hinzugehen, nur weiß ich nicht so richtig, was das bringt.
Was mir momentan hilft, ist, endlich frei mit meinen Freunden und meiner Familie reden zu können, ohne von meinem Ex-Freund ruhig gestellt zu werden.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wie man so etwas bewältigen kann, kann ich momentan noch nicht sagen, aber ich versuche, eine Lösung zu finden 😉
Liebe Grüße!
Lillifee